Frage von Stese am 18.07.11

Kürzungen Gründungszuschuss - was passiert bei Eigenkündigung?

Guten Tag, 

mein Mann hat seine Arbeitsstelle zum 30.9. gekündigt. (Letzter Arbeitstag Mitte September, dann Resturlaub bis zum 30.9.) 

Er möchte sich anschließend gerne selbstständig machen. 

Man liest ja viel über die Kürzungen beim Gründungszuschuss bzw die Informationen sind sehr verwirrend. Deshalb würde ich sehr gerne mal jemanden fragen, der sich mit dem Sachverhalt tatsächlich auskennt: 

1. Wenn mein Mann zum 30.9. arbeitslos wird (er hat sich natürlich gleich nach der Kündigung beim Arbeitsamt gemeldet, der Beratungstermin ist irgendwann in zwei Wochen), wann kann er dann frühestens gründen? 

2. Gibt es für das Gründen auch eine Sperrfrist wie beim Arbeitslosengeld? 

3. Und wie sieht es mit dem Gründungszuschuss aus? Haben wir eine Chance, dass er das noch bekommt, trotz der Neuregelungen im November? 

Ich wäre Ihnen sehr dankbar für eine kurze Antwort. 

 

Antwort von

Sehr geehrte Dame,

 

ich möchte hier nur ganz kurz auf Ihre Fragen eingehen:

 

zu 1: Voraussetzung für den Gründerzuschuss ist, dass aus der Arbeitslosigkeit heraus gegründet wird. Lt. Ihren Angaben besteht das Arbeitsverhältnis bis einschließlich 30.09.2011. Das heißt, dass Ihr Mann zumindest am 01. Oktober 2011 arbeitslos ist. Eine Gründung sollte daher frühestens am 02. Oktober erfolgen.

 

zu 2. Ja; bei Eigenkündigung gilt auch beim Gründerzuschuss grundsätzlich eine Sperrzeit von 3 Monaten. Der Gründerzuschuss wird dann einfach nach Ablauf der Sperrzeit für volle neun Monate gezahlt.

 

zu 3. Die gesetzlichen Regelungen gelten ab dem 01. November 2011. Erfolgt die Gewerbeanmeldung und die Antragstellung für den Gründerzuschuss noch im Oktober, gelten noch die alten gesetzlichen Regelungen.

 

Ich wünsche Ihrem Mann einen guten und erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit

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