Werbeplan: Der Sinn und Zweck für Selbständige

Sie sind soweit und haben eine innovative Geschäftsidee entwickelt, mit der Sie nach Ihrer Einschätzung, Ihre potentiellen Kunden erfolgreich bedienen können. Zum jetzigen Zeitpunkt kennen Ihre Kunden allerdings weder Sie, noch Ihr Unternehmen oder gar Ihr Produkt. Eine gründliche Planung Ihrer Werbemaßnahmen und eine klare Zielformulierung helfen Ihnen, strukturiert bei der Vermarktung IhrerGeschäftsidee vorzugehen.

Dieser Artikel beantwortet grundsätzliche und organisatorische Fragen zum Thema „Werbeplan“ und zeigt Ihnen im zweiten Abschnitt konkrete Strukturen und Inhalte.

Was ist ein Werbeplan?

Die Werbeplanung ist ein Instrument zur Umsetzung eines konkreten Werbezieles eines Unternehmens. Sie beinhaltet demnach die Analyse, Planung, Durchführung und Kontrolle konkreter kommunikationspolitischer Maßnahmen. Der Werbeplan an sich ist ein Leitfaden, in dem die einzelnen, fest umrissenen Werbeziele und die dafür notwendigen Schritte zu deren Realisierung analytisch geplant und dokumentiert sind. Die konkreten Einheiten eines solchen Planes werden ausführlich im Abschnitt „Inhalt und Aufbau eines Werbeplanes“ erläutert.

Wer erstellt einen Werbeplan und für wen?

Werbeerfolgskontrolle

Der Werbeplan wird durch Sie, den Unternehmer erstellt. Dabei können Sie sich natürlich durch spezialisierte Marktforschungs- unternehmen oder -berater unterstützen lassen.

Einen Werbeplan zu erstellen ist nicht nur für bereits bestehende Unternehmen sinnvoll und wichtig. Bereits Existenzgründer müssen sich, im Zuge der Ausarbeitung ihres Businessplanes, mit ihren werbetechnischen Zielen auseinander setzen. Das heißt unter anderem, dass Sie ihren Markt sowie Zielgruppen und Konkurrenten konkret beobachten und analysieren müssen. Die Untersuchung des Marktes als Teil des Geschäftsplanes bietet für die Existenzgründer bereits eine gute Vorlage zur Umsetzung marketingpolitischer Ziele.

Alle relevanten Informationen zum Businessplan finden Sie in unserer Serie Businessplan für Existenzgründer.

Der Adressat des Werbeleitfadens bei Existenzgründern ist, zusammen mit dem Businessplan, die Bundesagentur für Arbeit. Bei allen weiteren Unternehmen sind mögliche Interessenten des Werbeplanes geldgebende Institutionen, wie Kreditunternehmen und Banken oder stille Teilhaber, die möglicherweise die Umsetzung der Werbeziele mit finanzieren.

Nutzen des Werbeplanes

Grundsätzlich sollte jeder Unternehmer wissen wollen, wohin „die Reise“ mit seinen Produkten oder Dienstleistungen gehen soll und welche Ansprüche er an deren Vermarktung stellt. Die Planung und Umsetzung von Werbezielen ermöglichen es Ihnen als Unternehmer, Ihre Marktteilnehmer kennenzulernen und sich gegenüber Ihren Mitbewerbern zu profilieren. Außerdem können Sie mehr über die Bedürfnisse Ihrer Kunden erfahren sowie den Bekannt- und Beliebtheitsgrad Ihrer angebotenen Waren oder Leistungen zu erforschen.

Nur durch das Sammeln dieser Informationen lassen sich geeignete Maßnahmen für die Zukunft einleiten und umsetzen. Während oder nach der Durchführung von Werbeaktionen können Sie Reaktionen seitens Ihrer Kunden auf Ihre Produkte, Dienstleistungen und Werbeprogramme erfahren und messen, die Ihnen ebenfalls Aufschluss über notwendige Korrekturen Ihrer marketingpolitischen Handlungsweisen geben.

Was ist Vermarktung?

Der Begriff Vermarktung steht für die offensive Umsetzung von Ideen, Leistungen und Gütern am Markt in Erträge. In der Regel wird der Begriff auch mit dem Marketing von Unternehmen, Verbänden oder Einzelpersonen gleichgesetzt. Als Unterscheidungsmerkmal kann gelten, das im üblichen Verständnis Vermarktungsaktivitäten eher im monetären Zusammenhang gesehen werden, während dem „Marketing“ die komplexen Beziehungen zwischen Anbietern und Kunden zugeschrieben werden. In jedem Falle beziehen beide Begriffe Medien, Multiplikatoren und Partner in den Vermarktungsprozess mit ein sowie Anreize, bestimmte Angebote überhaupt erst marktfähig zu machen.

Gegenstand der Vermarktung

Gegenstand der Vermarktung sind nicht nur Produkte und Dienstleistungen, sondern auch geistige Leistungen wie Konzepte, Patente, Medienformate, Veranstaltungen oder Kunstwerke, sowie ideelle Werte wie Geschichte, Natur, Traditionen oder Lifestyle. Alles, was am Markt einen Preis oder eine Gegenleistung erzielen kann, wird in der Regel auch vermarktet.

Formen der Vermarktung

Die Formen der Vermarktung entsprechen im Grundsatz den „4 P“ des Marketings, also der Vermarktung nach Aspekten des Produkts, des Preises, der Platzierung und der Promotion. In der Regel bilden diese Formen eine Einheit im Marketing-Mix. Alle weiteren „P“, die sich im Lauf der Zeit dazu gesellt haben, lassen sich in irgendeiner Form auch auf die „4 P“ zurückführen. Allerdings haben einige Prozesse so an Bedeutung gewonnen, dass sie auch den Typ der Vermarktungsstrategie bestimmen können. Beispielsweise ist die Entwicklung von touristischen Regionen oft an eine Interessenvertretung in der Politik gebunden („Politics“), und im expandierenden Vertriebskanal Internet unterstützt die „Public Voice“, also die positive Darstellung von Angeboten in Communities und Blogs, eine gute Vermarktung.

Sind Sie der geborene Unternehmer? Jetzt testen!
-Anzeige-
Meine Checkliste
Zu viele Schritte?