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Suchen Sie sich einen Berater

Nachdem die große Phase des Opens internal link in current windowFindens der Geschäftsidee, der Opens internal link in current windowSelbstanalyse zum Unternehmertyp, der Opens internal link in current windowMarktanalyse der Geschäftsidee und auch der Opens internal link in current windowAuswahl der Geschäftsidee durch Kreativtechniken sowie der Frage nach dem Mitgründer abgeschlossen ist, starten Sie in der nächsten Phase direkt mit der Suche nach einem geeigneten Berater. Dabei gehen wir zuerst der Frage nach, ob Sie zur Existenzgründung überhaupt einen Berater benötigen.

Wikipedia Screenshot als Fotomontage mit selbst geschriebenem Text 'jemandem in helfender Absicht Ratschläge erteilen' und 'Beratung = Rat geben'
Bild: Fotomontage Torsten Montag, Gründerlexikon

Lesen Sie die häufig gestellten Fragen zur Beratung:

Brauche ich überhaupt eine Beratung zur Existenzgründung?

Es ist nun Zeit, einen für Ihre Situation geeigneten, fachlich versierten, zuverlässigen, aber auch zu Ihrer Person als Gründer passenden Berater zu finden. Denn letztlich muss der Berater Ihnen nicht nur helfen können, sondern auch die Chemie zwischen Ihnen und dem Berater muss stimmen, denn sonst würden Sie nie auf den Rat Ihres Beraters hören und diesen befolgen.

Aus meiner eigenen Praxis als Gründungsberater weiß ich zu gut, dass viele Existenzgründer sich zunächst selbst die Frage stellen:

Brauche ich überhaupt eine Beratung zur Existenzgründung?

Vieles spricht dagegen, zum Beispiel die entstehenden zusätzlichen Kosten und der zusätzliche Zeitaufwand für den Existenzgründer. Die Frage nach der Notwendigkeit der Beratung wird erfahrungsgemäß sehr oft von beratungsresistẹnten Gründern gestellt. Ein Gründer hat mich auch tatsächlich einmal gefragt:

Wozu brauche ich Sie denn als Berater? Was bringt mir das, Sie kosten mir nur mein Geld?

Und ich muss sagen, er hatte recht. Selbstverständlich koste ich Geld und es ist auch richtig, dass ich als Berater eine Nutzen für den Existenzgründer produzieren muss. Ich möchte Ihnen mit diesem Artikel nicht etwa Ihre Meinung ausreden, ich möchte aber doch versuchen die Vorteile einer Beratung aufzuzeigen.

Sie als Existenzgründer sollten sich eher die Frage stellen:

Warum brauche ich keine Beratung zur Existenzgründung?

Bin ich wirklich so schlau und kenne mich mit allen wirtschaftlichen Dingen so gut aus, dass ich von mir behaupten kann, ich kann alles selbst? Wenn Sie diese Frage mit "ja" beantworten können, dann brauchen Sie wirklich keinen Berater und Sie sollten sich eigentlich auch ärgern, warum Sie diesen Artikel überhaupt bis hier gelesen haben. Denn auch diese Dinge sollten Sie selbstverständlich längst gewusst haben.

Sollte ich aus Kostengründen nicht besser die Nachbarschaft fragen?

Letztlich entscheiden Sie selbst, ob Sie für Ihre Existenzgründung und Ihre neue berufliche Zukunft den Rat eines Beraters benötigen oder ob Sie sich etwa auf Ihre eigene Erfahrung, Ihr Bauchgefühl  und womöglich die Tipps anderer (z.B. Opens internal link in current windowIhre Nachbarn, Bekannte oder Verwandte) bei so einer wichtigen Entscheidung verlassen möchten.

Wie rechnet sich ein Berater?

Der Berater muss mehr erwirtschaften als er kostet: Diese einfache betriebswirtschaftliche Erkenntnis sollte jedem klar sein, noch dazu wenn man selbst bald Unternehmer sein möchte. Vielleicht liegt auch hier das Problem bei denjenigen, die den Berater kategorisch ablehnen. Sie mussten aus Mangel an Fachwissen die Erfahrung machen, dass der Berater tatsächlich weder einen finanziellen Nutzen noch einen nicht finanziellen Nutzen erwirtschaften konnte, so dass die Kosten des Beraters dagegen tatsächlich zu einer Verlustrechnung durch den Einsatz des Beraters geführt haben. Genau so soll es ja nicht sein.

Die simple Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben durch den Einsatz des Beraters verdeutlicht obige Aussage:

+ Einnahmen durch den Einsatz des Beraters

  • Zeitersparnis und damit verhinderte Opportunitätskosten (Was sind Opportunitätskosten? Siehe Lexikonkasten!)
  • Ersparnis von Reisekosten
  • zusätzlicher Umsatz
  • ggf. Fördermittel für den Berater

- Ausgaben durch den Einsatz des Beraters

  • Zeitaufwand für den Berater
  • Honorar für den Berater

= Ergebnis aus der Beratertätigkeit

  1. Variante: Einnahmen > Ausgaben => der Berater hat gute Arbeit geleistet.
  2. Variante: Einnahmen < Ausgaben => der Berater hat schlechte Arbeit geleistet.
ein wort aus dem lexikon wird hier erklärt

Was sind Opportunitätskosten?

Allgemein ausgedrückt ist der entgangene Gewinn oder auch die entgangene Nutzung diesen Kosten zuzurechnen. Opportunitätskosten sind diejenigen Kosten die einem Unternehmer entstehen, wenn er sich gegen eine vorgegebene Alternative entscheidet. Bsp.: Alternative A kostet 10 € und erwirtschaftet 20 €, Alternative B kostet 5 € und erwirtschaftet 15 €. Bei der Entscheidung für Alternative A entstehen Opportunitätskosten i.H.v. 10 € (15 € - 5 €). Bei der Wahl von B entstehen Opportunitätskosten in Höhe von 10 € (20 € - 10 €).

Was kann der Berater leisten?

Sehr häufig ist man sich gar nicht darüber im Klaren, was der Berater leisten und welche Probleme er klären kann. Welche Arten von Beratungen es überhaupt gibt (Opens internal link in current windowtelefonische BeratungOpens internal link in current windowBeratung vor Ort, Orientierungsberatung oder Vertiefungsberatung) und welche Opens internal link in current windowFördermittel es für eine Beratung zur Existenzgründung (siehe auch: Opens internal link in current windowFördermittelprogramme der einzelnen Bundesländer) durch die unterschiedlichsten Stellen gibt. Sie sollten daher prüfen, welche Berater es überhaupt gibt und wobei der Berater Ihnen helfen kann.

passfoto torsten montag

Fördermittel für die Beratung

Prüfen Sie, ob es in Ihrem Fall für den Berater selbst und Opens internal link in current windowseine Beratung Fördermittel zu beantragen gibt. Damit können Sie die Kosten für den Berater etwas verringern! Sofern Sie einen kompetenten Berater engagiert haben, sollte der selbst auf diesen Gedanken kommen.

So ähnlich wie Sie das bereits in Phase 1 der Checkliste selbst erledigt haben, sollte nun der Berater an Ihrer Seite auch die von Ihnen Opens internal link in current windowgefundene Geschäftsidee professionell prüfen. Häufig beschäftigen Sie sich selbst schon eine sehr lange Zeit mit Ihrer Geschäftsidee und sehen Ihr neues Unternehmen nur noch durch eine rosarote Brille und möchten um jeden Preis so schnell wie möglich die Geschäftseröffnung feiern. Nur ein fachlich kompetenter und außenstehender sowie unabhängiger Berater kann Ihnen eine fachliche und ehrliche Analyse, Bewertung und Einschätzung Ihrer Geschäftsidee in der jetzigen Situation geben. Vorausgesetzt Sie vertrauen Ihrem Berater und folgen auch tatsächlich seinem Rat, andernfalls scheinen Sie wohl ein beratungsresistenter Existenzgründer zu sein.

Vertrauen ist der Anfang von Allem

Sie sollten sich Folgendem bewusst sein: Auch wenn der Berater Ihnen von der Existenzgründung mit Ihrer jetzigen Geschäftsidee abrät, so will er nur Ihr Bestes und Sie vor einem persönlichen und auch finanziellen Schaden schützen. Selbstverständlich könnte der Berater auch diese Geschäftsidee bei Ihnen stehlen und anschließend selbst umsetzen (genauso denken leider viele Gründer). Wenn der Gründer jedoch seinem Berater gegenüber so ein Misstrauen hegt, hat er mit Sicherheit den falschen Berater gefunden bzw. der Berater hat noch nicht das Vertrauen seines Klienten erarbeitet.

Das Ergebnis der Prüfung durch den Berater:

Der Berater könnte Ihnen von dieser Geschäftsidee abraten oder zumindest diese anzupassen und zu überarbeiten, wobei der Berater durchaus behilflich sein kann und auch sollte. Im schlimmsten Fall wird der Berater die von Ihnen vorgeschlagene Geschäftsidee komplett ablehnen und Ihnen auch nicht zu einer Veränderung oder Anpassung der Geschäftsidee raten, weil er schlicht der Meinung ist, dass diese Geschäftsidee nicht zu existenzsichernden Einnahmen in der Zukunft führt. Und genau das muss der Berater schon Opens internal link in current windowbald in der fachkundigen Stellungnahme bescheinigen

Was der Berater auch immer zu Ihrer Geschäftsidee sagt, er wird es keineswegs böse meinen, wenn er sie ablehnt oder einer Veränderung unterwerfen möchte. Der Berater ist schließlich darauf bedacht ihr privates Kapital und letztlich auch Zeit zu schonen. Wie ich bereits an anderer Stelle geschrieben habe, ist ein guter und Opens internal link in current windowseriöser Berater genau dann ein solcher, wenn er auch von einer Geschäftsidee und damit von einer Existenzgründung abrät, selbst wenn er sich in diesem Moment im Klaren darüber ist, mit Ihnen als Unternehmer in Zukunft keinen Cent mehr verdienen zu können - genau das macht die obige Unabhängigkeit des Beraters aus.

Nachdem Sie sich nun einen Opens internal link in current windowBerater gesucht und einige Schritte zuvor Opens internal link in current windowIhren Unternehmertyp bereits selbst und ohne Berater eingeschätzt haben, sollten Sie folgende Fragen mithilfe Ihres Beraters beantworten. So verhindern Sie zum Einen eine subjektive Beantwortung der Fragen (Sie beschummeln sich schlichtweg nicht selbst) und bekommen von einem fremden Dritten eine zusätzliche objektive Einschätzung insbesonderes zu Ihrer Person und Ihrem Fachwissen.

In der ersten Euphorie sieht man die Dinge gern in einem geschönten Licht, daher ist es nicht zuletzt wegen der Opens internal link in current windowfachkundigen Stellungnahme unerlässlich, die Opens internal link in current windowpersönliche, fachliche und soziale Eignung Ihrer Existenzgründung durch einen externen und objektiven Berater prüfen und bewerten zu lassen.

  • Sind Sie sicher, dass aus voller Überzeugung gründen und nicht aus der Not heraus?
  • Ist die berufliche Selbständigkeit das Richtige für Sie?
  • Haben Sie sich realistische Ziele für Ihre berufliche Selbständigkeit gesteckt?
  • Ist Ihre Geschäftsidee schlüssig und gut durchdacht?
  • Sind Sie von ihren Erfolgsaussichten überzeugt?
  • Haben Sie ausreichend Zeit, um sich auf Ihre Gründung vorzubereiten?
  • Haben Sie eine realistische Vorstellung, wie Ihr zukünftiger Unternehmer-Alltag aussehen wird?
  • Kennen Sie bereits andere Unternehmerinnen oder Unternehmer aus Ihrem Bekanntenkreis?
  • Haben Sie eine Vorstellung davon, welche körperlichen und seelischen Belastungen vor allem in den ersten Jahren auf Sie zukommen werden?
  • Schätzen Sie sich als gesund und körperlich fit ein?
  • Achten Sie darauf, dass Sie fit bleiben?
  • Weiß Ihre Familie, wie sich das Opens internal link in current windowFamilienleben durch Ihre Selbständigkeit ändern wird?
  • Wird Ihre Familie Ihnen den Rücken freihalten und Verständnis aufbringen?
  • Sind Sie darauf eingestellt, dass Sie als Unternehmer besonders in der Anfangszeit mehr arbeiten müssen (auch an Wochenenden und Feiertagen)?
  • Können Sie  in den ersten Jahren auf Ihren Urlaub zu verzichten?
  • Bleiben Sie in hektischen Situationen besonnen und gelassen und erholen sich nach Stresssituationen schnell wieder?
  • Halten Sie sich an Ihre selbst gesteckten Ziele und setzen diese auch um?
  • Setzen Sich sich auch mit unangenehmen Themen auseinander und lösen sie?
  • Sind Rückschläge und Enttäuschungen für Sie eine Herausforderung?
  • Wachsen Sie mit Ihren Aufgaben?
  • Sind Sie bereit nach Hilfe zu fragen und sich helfen zu lassen, wenn es darauf ankommt?
  • Können Sie Kritik annehmen und ertragen?
  • Lernen Sie aus Ihren Fehlern?
  • Können Sie Ihre persönlichen Grenzen und Ihre Leistungsfähigkeit realistisch einschätzen?
  • Sind Sie bereit und fähig Risiken einzuschätzen und daraufhin Entscheidungen zu treffen?
  • Haben Sie bereits ein persönliches Netzwerk, das Sie auch für Ihre berufliche Selbständigkeit nutzen können?
  • Können Sie frei auf Menschen zugehen?
  • Können Sie Gesprächspartner argumentativ überzeugen und begeistern?
  • Haben Sie eine gute Menschenkenntnis?
  • Sie werden anfangs kein festes Einkommen haben. Können Sie trotzdem ruhig schlafen?
  • Sind Sie und Ihre Familie bereit, gegebenenfalls mit finanziellen Einzuschränkungen zu leben?
  • Gehen Sie mit Geld besonnen um?
  • Können Sie auf Anschaffungen verzichten, um Reserven (z. B. für Kredittilgung, Steuern) anzulegen?
  • Sind Sie über die unterschiedlichen Finanzierungsmöglichkeiten umfassend informiert?
  • Stehen Sie bereits in Kontakt zu dem Kundenbetreuer Ihrer Bank?
  • Können Sie mit eigenen  finanzielle Reserven eine erste Durststrecke (ca. 6 Monate) überbrücken?
  • Ist Ihr Lebens-/Ehepartner bereit, in der Anfangsphase für Ihren Lebensunterhalt aufzukommen?
  • Können Sie aus Ihrer beruflichen Tätigkeit Erfahrungen und Know-How in Ihr geplantes Vorhaben einbringen?
  • Haben Sie nachweisbare Qualifikationen, die Sie anderen gegenüber als „Experte“ ausweisen?
  • Können Sie mit der branchenüblichen Computersoftware umgehen?
  • Können Sie realistisch einschätzen, was Sie können und was Sie nicht können?
  • Wissen Sie, wie Sie fachliche Defizite ausgleichen können (Schulungen, Partner, Mitarbeitern) und sind Sie bereit dazu?
  • Kennen Sie die Zukunftsprognosen Ihrer Branche?
  • Halten Sie Ihr Opens internal link in current windowfachliches Wissen immer aktuell?
  • Wie steht es um Ihr Know-How im Bereich Betriebswirtschaft? Wissen Sie z.B., wie man eine Rentabilitäts- und eine Liquiditätsvorschau erstellt, Opens internal link in current windowwer Bücher führen muss oder was es mit einer Umsatzsteuervoranmeldung auf sich hat?
  • Haben Sie sich über notwendige Zulassungsvoraussetzungen informiert?
  • Können Sie Opens internal link in current windowPersonal führen und anleiten?
  • Sind Sie bereit Aufgaben zu delegieren?
  • Wissen Sie, welchen Stellenwert Marketing und Vertrieb für Ihr Unternehmen haben?
  • Sind Sie ein geschickter Verhandlungsführer (z.B. bei Verkaufsgesprächen)?
  • Haben Sie bereits Kontakte zu potenziellen Auftraggebern, Opens internal link in current windowLieferanten, Großhändlern und/oder Kooperationspartnern?
  • Haben Sie sich bereits Opens internal link in current windowmit einer Standortanalyse Gedanken zum Geschäftsstandort gemacht und wissen Sie, worauf es dabei ankommt?
  • Wissen Sie, wo Sie sich Opens internal link in current windowInformationen und Rat holen können?
     

Was soll als Ergebnis der obigen Eignungsprüfung hervorgehen?

Sind Sie die obigen Fragen zusammen mit Ihrem Berater durchgegangen und haben Sie ehrliche Antworten gegeben? Dann wird Ihr Berater objektiv einschätzen können, ob Sie für eine Gründung und für die Arbeit als selbständiger Unternehmer geeignet sind. Er wird Ihnen zeigen, wo Sie noch Schwächen haben, ob und wie Sie diese ausgleichen können.

Wie erkenne ich unseriöse Berater und dubiose Verfahrensweisen?

Kritiker sind an dieser Stelle sehr schnell bei der Sache und verweisen auf die unzähligen schwarzen Schafe, Opens internal link in current windowunseriöse Unternehmens- oder KfW-Berater und dass man als Existenzgründer sehr schnell bei diesen dubiosen Beratungsangeboten sein Geld und damit auch sein Vertrauen und natürlich viel Zeit verlieren kann. Das gebe ich zu, doch das kann Ihnen auch bei Ihrem Bäcker passieren, denn diese Risiken bestehen mit Sicherheit überall im privaten und wirtschaftlichen Leben. Es gibt jedoch immer Möglichkeiten, wie man gerade im Vorfeld unseriöse Berater entlarven und sich vor den genannten Problemen schützen kann.

Mein Gegenargument

Ein Berater sollte in der Regel ein fachlich spezialisierter, studierter und seriöser Mensch sein, der von dem was er tut Ahnung hat. Da ein Existenzgründer in den wenigsten Fällen ähnliche Erfahrungen oder Ausbildungen hat, muss man dem Berater einfach zugestehen, dass er in seinem Fach besser ist als der Existenzgründer selber. Der Existenzgründer kauft ja seine Brötchen auch beim Bäcker, denn dieser hat eine Ausbildung als Becker und einen Meistertitel an der Wand hängen, was dem Kunden ua. durchaus überzeugt hat, die Brötchen bei ihm zu kaufen. Selbstverständlich gibt es auch Bäckermeister, die schlechte Qualität abliefern, die Brötchen sind zu hell oder zu dunkel, das Brot ist nicht knusprig oder nach wenigen Tagen ungenießbar, trotzdem hat der Becker seinen Meistertitel erworben und genießt zunächst das Vertrauen seiner Kunden. Die Qualität allerdings widerspricht dem in der Zukunft. Die Kunden werden es merken, es spricht sich herum und dieser schlechte Bäckermeister wird viele Kunden und damit auch viel Umsatz verlieren. Ebenso wird es bei einem Berater sein

Auch grundlegende Fragen führen zu einer Ersparnis

Sehr viele Fragen werden im Hinblick auf essenzielle, einfache und grundlegende Dinge in Sachen Existenzgründung gestellt. Gerade daran merkt man, dass hier kein Berater zur Seite steht und hilft. Jedem sollte bewusst sein, dass der Berater durch seine Tätigkeit einen Fehler vermeiden kann, denn der Existenzgründer ohne den Berater getan hätte. Allein diese Tatsache führt mindestens zu einer Zeitersparnis, die der Existenzgründer sehr wohl auch in Geld ausdrücken kann. (Stichwort Opportunitätskosten). In vielen Fällen kommt auch eine finanzielle Ersparnissen zu.

Was ist Ihnen mehr Wert?

Jedem Existenzgründer sollte es wert sein, die eigene Existenzgründung und damit die neue Ausrichtung des beruflichen Werdegangs und damit die massive Veränderung des eigenen Lebens, ein paar Euro für die Klärung von grundlegenden Fragen und Problemen auszugeben. Existenzgründer, die dieses Geld gespart haben, mussten nicht allzu selten nachträglich schmerzhaft feststellen, dass die Reparatur des entstandenen Schadens wesentlich teurer war als die eigentliche Beratung damals gekostet hätte.

Jeder entscheidet für sich

Letztlich muss jedoch jeder Existenzgründer für sich selbst entscheiden, ob eine Beratung notwendig ist oder nicht. Ich möchte mit diesem Artikel und den folgenden Informationen dazu beitragen, dass Sie es zumindest mit einem Berater probieren sollten. Dazu versuche ich Ihnen Möglichkeiten an die Hand zu geben, nicht auf die schwarzen Schafe hereinzufallen und den richtigen Berater zum richtigen Thema zur richtigen Zeit zu finden. Sollte Ihnen bzw. uns das hier gelingen, werden Sie auch die Scheu vor unseriösen, teuren Beratern und deren Abzocketechniken verlieren.

Folgende Beratungsangebote sollten Sie sich auf jeden Fall genauer ansehen:

Welcher Berater kann bei der Existenzgründung helfen?

Eine der häufigen Fragen ist die nach Beratung und nach einem geeigneten und zugelassenen Berater zur Existenzgründung.

  • Welchen Berater kann ich als Existenzgründer nehmen?
  • Wo bekomme ich kostenlose Beratung her?
  • Muss ich einen Steuerberater als Existenzgründer haben?

Diese und ähnliche Fragen möchte ich in diesem Artikel zusammenfassen und darüberhinaus auch einige Erfahrungen zum Thema Beratung bei der Existenzgründung schildern. Die nun folgende Aufzählung und Beschreibung von möglichen Beratern zur Existenzgründung ist nicht etwa in einer Reihenfolge nach Relevanz sortiert, es gibt kein Ranking oder eine sonstige Gewichtung. Die Berater wurden von mir ganz unwillkürlich aufgezählt und anschließend beschrieben.

In Deutschland gibt es bisher kein Gesetz, welches den Existenzgründer oder dem Unternehmer im Allgemeinen verpflichtet, einen Opens internal link in current windowSteuerberater zu engagieren. In einigen Fällen ist es jedoch besser, einen steuerlichen Berater zu konsultieren. Nun stellt sich die Frage, wie unterscheidet man die Wichtigkeit, die Fälle und die Anlässe, bei welchen man einen Steuerberater nehmen sollte und wann man darauf verzichten kann. Ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl ist sicherlich der Kostenfaktor.

Steuerberatergebührenverordnung

Steuerberater müssen ihre Leistungen nach der Gebührenverordnung für Steuerberater, Steuerbevollmächtigte und Steuerberatungsgesellschaften oder kurz der Steuerberatergebührenverordnung (StbGebV) abrechnen. Sie können also nicht wie andere Berater einen pauschalen oder gewillkürten Preis mit dem Kunden festlegen. Jede Tätigkeit ist in dieser Gebührenverordnung verankert und muss in einem bestimmten Spielraum abgerechnet werden. Wie teuer die einzelnen Dienstleistungen, Tätigkeiten und Arbeiten bei einem Steuerberater letztlich sind, ist daher sehr schwer pauschal zu sagen. Dazu gibt es einen regelrechten Katalog mit Leistungen, welche in folgendem Onlinerechner zur Gebührenberechnung eines Steuerberaters verankert ist.

Fazit: Mehr ist nicht immer weniger

In meinem Artikel Opens internal link in current windowSteuerberater für Existenzgründer bin ich bereits darauf eingegangen und habe auch einen mathematischen Beweis erbracht, dass ein Steuerberater auch für einen Existenzgründer besser ist als kein Steuerberater. Das resultiert aus der Tatsache, dass die Kosten für den Steuerberater als Betriebsausgaben abzugsfähig sind und der Steuerberater darüberhinaus noch für seine Tätigkeit haften muss.

Zur bloßen Existenzgründung, Opens internal link in current windowzur Gewerbeanmeldung oder zur Opens internal link in current windowKalkulation von Preisen sowie zur Erstellung eines Opens internal link in current windowMarketingkonzeptes ist wohl ein Steuerberater überqualifiziert und nicht nötig, vielleicht auch zu teuer. Sofern der Existenzgründer jedoch spezielle Fragen zur Buchführung oder zur steuerlichen Gestaltung seiner Existenzgründung hat, womöglich nicht weiß, welche Opens internal link in current windowRechtsform er aus steuerlicher Sicht nehmen sollte, ist der Gang zum Steuerberater unumgänglich. Dabei kann der Steuerberater auch pauschal für eine Erstberatung abrechnen, was nicht mehr als 150 EUR kosten sollte.

2. Unternehmensberater

Im Gegensatz zum Steuerberater ist der Unternehmensberater nicht verpflichtet, einer Kammer oder Berufsvereinigung beizutreten. Das hat zur Folge, dass jeder, der von sich behauptet, er könne wirtschaftlich handeln, denken und beraten, Unternehmensberater werden kann. Es wird von staatlicher Seite einfach nicht geprüft, wie hoch die Qualität des Unternehmensberaters ist.

Unternehmensberater trotzdem nicht unterschätzen

Dennoch sollte man Unternehmensberater nicht unterschätzen und sie für bestimmte Aufgaben im Bereich der Existenzgründung einsetzen. Eine Preiskalkulation oder Marktanalyse, auch eine Opens internal link in current windowKonkurrenz- oder eine Standortanalyse kann von einem Unternehmensberater ohne Zweifel zuverlässig und qualitativ hochwertig durchgeführt werden. Wie auch beim Steuerberater sollte sich der Existenzgründer vorher über den Ruf, die Referenzen und die fachlichen Qualifikation des Unternehmensberaters erkundigen. Lesen Sie dazu jetzt meine Beitrag, Opens internal link in current windowwie man unseriöse Berater erkennt.

Selbstverständlich sollte man auch hier Preise vergleichen, denn der Unternehmensberater unterliegt keiner Gebührenverordnung und kann somit seine Honorare und Stundensätze frei gestalten. Der Existenzgründer kann daher eine Menge Geld sparen, wenn er geschickt verhandelt oder statt den Unternehmensberater mit 150 € Stundensatz, den Unternehmensberater mit 50 € die Stunde bei gleichen oder vergleichbaren Leistungen nimmt. Selbstverständlich müssen Sie in diesem extremen Fall auch die Qualität der Leistungen vergleichen, was recht gut über die Referenzern des Beraters machbar ist.

Fördermittel für die Beratung

Prüfen Sie, ob es in Ihrem Fall für den Berater selbst und Opens internal link in current windowseine Beratung Fördermittel zu beantragen gibt. Damit können Sie die Kosten für den Berater etwas verringern! Sofern Sie einen kompetenten Berater engagiert haben, sollte der selbst auf diesen Gedanken kommen.

Wo die Freundschaft aufhört

Steuerliche Prüfungen, komplizierte Anlagenverwaltung oder andere Themen aus den Bereichen Rechnungswesen, Bilanzierung oder dem Steuerrecht sollten aus haftungstechnischer Sicht einem Steuerberater überlassen werden, was nicht heißen soll, dass der Unternehmensberater zu diesen Fragen keine Antwort findet. Selbstverständlich wissen viele Unternehmensberater auch bei derartigen Fragen Rat. Aus juristischer Sicht darf der Unternehmensberater jedoch keinen Rat in Sachen Steuerrecht geben, da dies eben nur den steuerberatenden Berufen vorbehalten ist. Diese müssen dazu vor der Steuerberaterkammer und dem zuständigen Finanzamt eine Steuerberaterprüfung ablegen.

Unternehmensberater können sehr gut die Existenzgründung vorbereiten und dem Existenzgründer bei allen Fragen rund um die Gründung helfen. Unternehmensberater haben sich in der Regel auf Themenschwerpunkte, vielleicht sogar die Existenzgründung selber, spezialisiert und können somit dem Existenzgründer wesentlich zielgerichteter und individueller helfen als der Steuerberater. Geht es jedoch um steuerrechtliche Optimierungen oder Fragestellungen wie:

  • "Wie viele Steuern muss ich am Jahresende zahlen?"
  • "Ist die Kleinunternehmerregelung für mich günstiger als die Regelbesteuerung?"
  • "Mein Mann hat einen 400 EUR Job und arbeitet nebenbei als Kleinunternehmer. Wenn ich mich nun selbständig mache, muss ich dann Gewerbesteuern zahlen?"

sollte man nicht die 50 € scheuen und einen Fachmann in Sachen Steuerrecht bemühen. Der Existenzgründer muss bedenken, dass die Antworten der Nichtsteuerberater, steuerlich gesehen keine rechtsverbindliche Sicherheit für den Existenzgründer darstellen. Im Falle eines Streites oder einer Steuernachzahlung kann der nichtsteuerliche Berater immer sagen: "Ich bin ja kein Steuerberater." und der Existenzgründer sitzt dann mit seinem Problem wieder allein und muss zahlen. Übrigens, diese und ähnliche Fragen werden häufig im Ratgeber gestellt. Dabei verweise ich regelmäßig auf den dort moderierenden Steuerberater.

3. KfW Gründungsberater

Eine Spezialform des Beraters ist der KfW Gründungsberater. Dieser von der KfW Bank (früher: Kreditanstalt für Wiederaufbau) zugelassene Berater kann sowohl ein Unternehmensberater als auch ein Steuerberater oder Rechtsanwalt sein. Die KfW Bank hat unter anderem die Aufgabe, den Mittelstand und die Existenzgründer zu fördern. Weitere Aufgaben der KfW Bank finden sich zusammengefasst auf wikipedia

Gründungsberater wird zuvor geprüft

Der KfW Gründungsberater wird im Vorfeld von der KfW Bank auf seine Fähigkeiten, Referenzen und seine Berufserfahrungen geprüft und erst dann zum Gründungsberater der KfW zugelassen. Ab diesem Zeitpunkt darf der KfW Gründungsberater erst die Produkte und Fördermittel der KfW für seine Mandanten und Klienten beantragen.

KfW Beraterbörse

Sämtliche KfW Gründungsberater sind in der KfW Beraterbörse zusammengefasst. Dort kann man nach Bundesländern, Postleitzahlen, Einsatzgebiet, Beratungsprodukt sowie der Branche des Existenzgründers einen geeigneten KfW Gründungsberater suchen. Das derzeit häufigste Fördermittel, welches KfW Gründungsberater und deren Mandanten in Anspruch nehmen heißt Opens internal link in current windowGründercoaching Deutschland.

Fazit

Wer einen zuverlässigen und geprüften Berater zur Existenzgründung haben, zusätzlich noch Förderungen und Beratungszuschüsse für seine Gründung und sein neues Unternehmen in Anspruch nehmen möchte, der ist mit einem KfW Gründungsberater sehr gut bedient. Dabei besteht zusätzlich die Möglichkeit, einen Steuerberater zu nehmen, der gleichzeitig KfW Gründungsberater ist. Die Honorare werden in diesem Fall mit Sicherheit höher ausfallen als bei einem Unternehmensberater, da jedoch das Gründercoaching Deutschland als Beratungszuschuss und Förderung für Existenzgründer und dessen Beratung beantragt werden kann, belasten die Kosten nur zu einem sehr geringen Prozentsatz direkt das Budget des Existenzgründers. Aber auch bei den KfW Gründungsberatern gibt es, wie überall, schwarze Schafe, was meine Studie zur Betrugsbereitschaft der KfW-Berater zeigt.

4. Rechtsanwalt

Auch der Rechtsanwalt kann in Sachen Existenzgründung helfen, jedoch vorwiegend im juristischen Bereich. Da bei den meisten Gründern derartige Fragen, das Aufsetzen von Verträgen, Gesellschafterverträge, Geschäftsverträge, Mietverträge oder ABGs eher untergeordnet ist, wird der Rechtsanwalt meist weniger als Gründungsberater bemüht. Der Anwalt hat darüber hinaus den Nachteil, dass er sich meist nicht mit Buchführung und Steuern auskennt und auch die Kalkulation, Marketing und Unternehmensführung nicht sein Spezialgebiet ist. Trotzdem sollten Sie wissen, Opens internal link in current windowwo Sie einen Anwalt vor Ort finden, wenn Sie denn einen benötigen sollten.

Patentanwälte

Sofern Sie eine Erfindung zum Patent anmelden wollen, eine Wortmarke, ein Bild oder ein anderes Muster sichern möchten, kann der Patentanwalt gute Dienste leisten. Ja, der kostet Geld, bietet Ihnen als Gründer aber auch die Rechtssicherheit, die Sie selbst nicht besitzen. Sie müssen sich nicht mit der Bürokratie der Anmeldung beschäftigen, Formulare ausfüllen oder ähnliche Dinge tun. Daher spart Ihnen der Patentanwalt durch sein Fachwissen und seine Unterstützung Zeit und somit Geld.

Fazit

Den Anwalt als Gründungsberater nur dann nutzen, wenn juristische Probleme nicht mehr von einem Steuerberater geklärt werden können oder individuelle vertragliche Beziehung geknüpft werden, was über das Maß des Einzelunternehmers hinaus geht. So zum Beispiel eine GmbH, OHG oder KG Gründung mit entsprechenden Gesellschaftsverträgen. Für die Ausarbeitung von AGBs oder die Gewerbeanmeldung ist in der Regel kein Rechtsanwalt nötig. Wer dennoch einen Rechtsanwalt benötigt und konsultieren möchte, der sollte sich folgenden Artikel durchlesen, um zu erfahren, wie man einen Opens internal link in current windowRechtsanwalt vor Ort findet.

5. Unternehmensnachfolgeberater

Ein auf die Unternehmensnachfolge spezialisierter Unternehmensberater. Die Opens internal link in current windowUnternehmensnachfolge, als eine Opens internal link in current windowmögliche Gründungsstrategie sollte ebenso wie eine steuerliche Beratung von einem Experten begleitet werden. Der Unternehmensnachfolgeberater ist vertraut mit den typischen Problemen beim Kauf und Verkauf von Unternehmen.

Wo finden Sie einen Unternehmensnachfolgeberater?

Die meisten Unternehmensnachfolgeberater sind Rechtsanwälte, die eine zusätzliche Ausbildung und Qualifikation als Nachfolgeberater erworben haben, daher sind Sie gut beraten, wenn Sie Ihren Unternehmensnachfolgeberater unter den Rechtsanwälten suchen:

Warum sollte ich mir bei kaufmännischen Defiziten Hilfe vom Berater empfehlen lassen?

Sie haben bereits eine Geschäftsidee gefunden, diese geprüft und wollen nun beginnen, weitere Informationen zur Gründung zu sammeln.

Der Berater empfiehlt doch nicht die Konkurrenz?

Nun werden Sie sich sicher die Frage stellen, warum Ihr Berater bei kaufmännischen Defiziten Hilfe empfehlen soll, dafür haben Sie doch Ihren Berater, der Ihnen in diesem Falle Unterstützung geben kann? Genauso denken Existenzgründer sehr häufig und sagen das auch ganz offen, so habe ich es in den vielen Jahren der Gründungsberatung festgestellt.

Wenn er schlau ist, tut er es ...

Nun, ich werde Ihnen erklären, warum ich genau an dieser Stelle die Empfehlung aussprechen, zusätzliche Defizite Ihrerseits durch die Empfehlung eines neuen Beraters auszugleichen:

Selbstverständlich kann der bereits engagierte Berater diese Defizite auch selbst ausgleichen, kann Ihnen Fragen beantworten, Dokumente ausfüllen und in allen Bereichen eine gute Hilfe sein. Jedoch sind Sie sicherlich meiner Meinung, wenn ich behaupte, dass ein Berater nicht alles gleichzeitig kann und vorallem wissen kann. Auch der Berater hat, so wie Sie, Spezialgebiete, Fachgebiete und eine Art Kernkompetenz. Der Berater hat sich letztlich durch seine Ausbildung und seine Tätigkeit in der Praxis genau auf diese Schwerpunkte konzentriert. In andere Themen muss er sich aufwendig einarbeiten, auch wenn er es nicht zugeben möchte.

Zum anderen ist es auch eine zeitliche Frage, Ihr Berater kann nicht gleichzeitig alles bieten und leisten ...

... ich möchte Ihnen das an einem Beispiel erläutern:

Sie stellen während der Arbeit mit Ihrem Berater fest, dass Sie erhebliche Defizite im Bereich Buchführung und Kalkulation haben. Ihr Berater tut gut daran, Ihnen einen anderen Berater, einen Trainer oder ein Seminar zu empfehlen, wo Sie Ihre Defizite ausgleichen können. Sie können sich also dann in Ruhe dort anmelden und die Weiterbildungsmaßnahmen in Angriff nehmen, während Ihr Berater sich weiterhin mit den Aufgaben Ihrer Existenzgründung beschäftigt. Auf diese Weise haben Sie zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Sie wissen nachher besser im Bereich Buchführung und Kalkulation Bescheid und Ihrer Existenzgründung hat auch keinen Stillstand erlebt.

An einem kleinen Restaurant um die Ecke ...

... möchte ich Ihnen die Notwendigkeit der oben beschriebenen Maßnahmen noch einmal verdeutlichen:

Der Koch

Stellen Sie sich ein kleines Restaurant vor. Dort gibt es einen Koch, eine Servicekraft und den Inhaber. Der Koch sorgte in der Küche dafür, dass die Speisen bei Bedarf besser zubereitet werden, als der Gast es sich in seinen künsten Träumen vortellen kann.

Die Servicekraft

Die Servicekraft, eine sehr freundliche, gepflegte und flinke Dame um die 40 hat die Aufgabe, die so erstellten Gerichte von der Küche zum Gast an den Tisch zu bringen und zwar ohne zu stolpern und zu kleckern. Darüber hinaus räumt die Servicekraft den Tisch ab, deckt anschließend einen neuen Tisch für neue Gäste ein und sorgt sich selbstverständlich auch um die Getränkebestellungen uvam.

Der Inhaber

Der Inhaber hat in sehr vielen Fällen die Aufgabe, Preise zu kalkulieren, mit dem Koch zusammen die Speisekarte so entwerfen, das einem das Wasser beim Lesen im Mund zusammenläuft und mit der Servicekraft zusammen die Einrichtung der Gaststube, die Tische und die andere Bereiche zu verändern, zu verbessern und zu variieren, dass man als Gast gar nicht mehr nach Hause möchte. Sehr oft ist der Inhaber auch für den Einkauf tätig und kümmert sich liebevoll um die Außenwirkung der Restaurants, zum Beispiel um Werbung und Marketingsaktionen uvm.

Und was macht der Erfolg?

Dem Restaurant geht es prächtig, die Tischen sind regelmäßig voll, Veranstaltungen ausgebucht, die Gäste begeistert, das Personal fühlt sich wohl und der Chef ist sichtlich mit seiner Arbeit zufrieden. So soll´s sein.

Nun Frage ich Sie noch einmal:

Warum macht der Restaurantinhaber nicht sämtliche Aufgaben selbst und spart sich den Koch und die Servicekraft? Wenn er etwas schneller arbeiten würde, könnte er sicher auch sämtliche Arbeitsschritte nacheinander in einer angemessenen Zeit erledigen, sehr viel Personalkosten sparen und damit die Preise senken. Der Gast würde zwar etwas länger warten müssen, hätte andererseits jedoch die Möglichkeit, wesentlich günstiger zu denieren. Warum macht er das nicht? Ganz einfach und Sie wissen es sicher bereits: Weil der Inhaber nicht alles gerlent hat, viele Dinge in der Zeit nicht schaffen kann und will. Irgendetwas würde auf der Strecke beliben und genau das merkt der Gast sehr schnell. 

Genau aus dem Grund hat der Inhaber des Restaurants Angestellte und delegiert bestimmte Aufgaben an seine Mitarbeiter. Er selbst konzentriert sich auf das, was er am Besten kann.

Was könnte Ihr Berater an andere Berater outsourcen?

  • Buchführungslehrgänge
  • Weiterbildung zu Kalkulation, Controlling
  • Seminare zu Onlinevertrieb, Kundenakquiese, Onlinemarketing oä.
  • Lehrgänge zu Fakturierung, Mahnwesen, Inkasso
  • Beratung durch Steuerberater, Rechtsanwalt oder Notar
  • und andere Themengebiete

In diesem Sinne kann ich Ihnen nur noch einmal ins Gewissen reden, so dass Sie Ihren Berater zukünftig bei diversen Defiziten bitten, einen anderen Berater oder entsprechende Hilfe zu empfehlen. Ihr Berater wird letztlich selbst entscheiden, ob er die Empfehlung ausspricht oder Ihnen selbst helfen kann. Genau so sollte es sein, so dass ich Ihnen an dieser Stelle viel Spaß bei der Arbeit mit Ihrem Berater wünschen möchte. Wie Sie Opens internal link in current windowunseriöse Berater entlarven können und Opens internal link in current windowwelche Berater Ihnen wobei helfen können, sollte Sie sofort lesen!

Welcher Berater bei der Existenzgründung helfen kann ist ebenso ein Thema in diesem Abschnitt wie die Frage, warum eine Opens internal link in current windowtelefonische Rechtsberatung nicht kostenlos sein kann. Daneben erklären wir Ihnen, wie Sie den richtigen Rechtsanwalt vor Ort finden und ob Sie einen Beratervertrag benötigen, woran Sie unseriöse Unternehmensberater oder Opens internal link in current windowKfW-Berater erkennen ua.

Viele Existenzgründer haben gerade deswegen Angst vor Beratern, weil Sie Angst vor dem Reinfall oder dem Scheitern mit ihrem Berater haben. Immer häufiger berichten die Medien über Abzocke und unseriöse Praktiken durch Unternehmensberater und zwar gerade bei Existenzgründern, denn diese Zielgruppe braucht bei sehr vielen Dingen Beratung, ist jedoch in sehr vielen Fällen völlig unbedarft und kann Notwendiges vom Überflüssigen schlecht unterschieden, das bestätigen meine eigenen Erfahrungen als Gründungsberater.

Wie man Opens internal link in current windowseriöse Berater von unseriösen Beratern unterscheiden kann, auf welche Dinge man insbesondere vor der Beauftragung eines Beraters beachten sollte, möchte ich Ihnen in diesem Abschnitt auf den Weg geben.

Brauchen Frauen eine andere Beratung bei der Gründung?

Im letzten Artikel habe ich mich mit den Opens internal link in current windowLandesförderinstituten in Deutschland auseinandergesetzt. Während es dabei keine Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Existenzgründern gibt, bestehen diese im Bereich der Existenzgründung durchaus. Doch warum gibt es eine spezielle Beratung zur Existenzgründung von Frauen eigentlich? Und worin genau liegen die Unterschiede? Dazu habe ich die Existenzgründungsberaterin Susanne Bukta von Frauen in Arbeit und Wirtschaft e.V. und Frau Angelika Welzel vom Unternehmerinnen-Stammtisch Osnabrück befragt.

1. Gründen Frauen anders als Männer?

Frau Welzel:

"Ja, viele Frauen gründen anders als Männer. Sie wägen jeden Schritt bis zum Äußersten ab, erkundigen sich akribisch nach jedem Detail und machen eine Weiterbildung nach der anderen, ehe sie tatsächlich durchstarten. Männer hingegen neigen eher dazu, für ihre Idee sofort ein Konzept zu erstellen und durchzustarten."

Frau Bukta:

"Sowohl Frauen als auch Männer beschäftigen sich im Gründungskonzept mit den Themen Profilbildung, Markteinschätzung, Konkurrenzanalyse, Standortfragen, Geschäftsverbindungen, Zukunftsaussichten und Finanzierung. Aber Frauen machen sich oft aus anderen Gründen selbstständig als Männer. Ihr Wunsch besteht meist  primär darin, ein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen und sich selbst einen Arbeitsplatz zu schaffen. Deshalb gründen Frauen auch überwiegend als Solounternehmen, stellen nur selten Arbeitnehmer ein und investieren nur wenig Geld. Während bei Männern eher die Profitmaximierung im Vordergrund steht, bewerten Frauen die Verwirklichung ideeller Ziele oft höher als die materiellen, beispielsweise Freude an der Arbeit, ein eigenes Einkommen, die Inspiration anderer Menschen, eigenbestimmtes Arbeiten und mehr Zufriedenheit."

2. Warum brauchen Frauen eine andere Beratung?

Frau Welzel:

"Meines Erachtens benötigen Frauen mehr Unterstützung, wenn es um ihre „Sichtbarkeit“ am Markt geht. Sie müssen darin bestärkt werden, selbst eine Marke zu sein und die eigenen Werte auch tatsächlich zu verkörpern. Da sie häufig mit Selbstzweifeln zu kämpfen haben, müssen sie ganz gezielt bei dem Lernprozess begleitet werden, wie sie einen angemessenen Preis für ihre Leistungen durchsetzen können."

Frau Bukta:

"Frauen zögern oft lange, bis sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Nach unseren Erfahrungen gründen sie überwiegend zwischen 35 und 54 Jahren. Bei gleichen Kompetenzen trauen sie sich oft weniger zu als Männer und haben Probleme damit, sich selbst zu vermarkten. Sie gehen häufig strategisch vorsichtig vor, planen Schritt für Schritt und gründen eher kleinere Unternehmen, die mit geringerem Risiko behaftet sind. Ihre Berufsbiographie weist oft Brüche aufgrund von familienbedingten Unterbrechungszeiten oder Erwerbslosigkeit auf. Mangelndes Eigenkapital und weniger Sicherheiten sind weitere Probleme. Gründerinnen erfahren vielfach geringere Akzeptanz durch Banken oder männliche Gesprächspartner."

3. Wie unterscheidet sich die Beratung von Männern und Frauen?

Frau Bukta:

"Wir bieten Frauen ein Beratungsangebot, das von den Ressourcen der Gründerin ausgeht und die gesamte Lebenssituation mit einbezieht. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist immer noch überwiegend Frauensache. Alle mit der Gründung auftretenden Fragen haben Raum, sodass Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden können. Die Frauen werden aktiv im Gründungsprozess unterstützt und fachkundig begleitet. Bei Bedarf können externe Mentorinnen an die Gründerinnen vermittelt werden. Jede Frau verlässt unsere Beratungsstelle mit einem Plan."

4. Worauf sollten Frauen bei der Existenzgründung und der Beratung besonders achten?

Frau Welzel:

"Wir empfehlen Frauen grundsätzlich, immer mehrere Meinungen einzuholen. Außerdem sollten sie alle Möglichkeiten ausnutzen, die sich ihnen durch Förderungen, Beratungsstellen und ähnliche Einrichtungen sowie ihr Netzwerk bieten. Insbesondere das Knüpfen von Kontakten und der Aufbau eines eigenen Netzwerks sind sehr wichtig. Außerdem sollten sie sich aus dem Kreis der Neugründerinnen mittelfristig in die Unternehmerinnenwelt orientieren und sich positionieren."

Mein Fazit: Frauen gründen sehr oft anders als Männer

Ich bedanke mich sehr bei Frau Welzel und Frau Bukta für die interessanten Sichtweisen zur Existenzgründerberatung für Frauen. Wie auch schon das Interview mit Exisa zeigte, gründen Frauen sehr oft anders als Männer. Dass sie deshalb durch eine spezielle Förderung besonders gefördert werden können, ist daher auch mehr als logisch. Ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass die spezialisierte Existenzgründungsberatung für Frauen insbesondere dann eine sehr gute Wahl ist, wenn die Gründerin noch keinen richtigen Opens internal link in current windowWegweiser für die Selbstständigkeit hat. Auch wenn sie mit Unsicherheiten zu kämpfen hat und nicht weiß, wie sie sich gegen ihre männlichen Kollegen behaupten soll, ist sie bei entsprechenden Beratungsstellen sehr gut aufgehoben, die sie gezielt unterstützen und ihr Unternehmerinnen-Ich mit prägen.

Was müssen Sie noch wissen?

Viel Erfolg bei der Beratersuche.

 

Ihr Torsten vom

Gründerlexikon

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Foto Torsten Montag

Meine Name ist Torsten Montag, ich betreibe seit 2004 das Gründerlexikon. 2019 habe ich die GründerAkademie gegründet. Hier finden Sie all die Dinge, die mir geholfen haben, ein erfolgreicher Unternehmer zu werden. Machen Sie zuerst meinen UnternehmerTest oder probieren Sie den Geschäftsideenfinder!

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