Selbstständig machen: 10 wichtige Schritte auf dem Weg in die Selbstständigkeit

Sich selbstständig machen ist einfacher als Sie denken. Dabei ist es zunächst egal, ob Sie Ihr Einkommen aus dem Hauptjob behalten und nebenberuflich oder im Nebenerwerb in die Selbständigkeit starten oder Ihr Vorhaben in Vollzeit beginnen.

Als Angestellter sehen Sie keine Perspektive mehr, Ihr Einkommen ist zu gering, Sie möchten Sie beruflich verändern, durchstarten mit neuen Ideen, Sie haben Lösungen, bekannte Probleme und dabei exzellentes Fachwissen aus einer guten Ausbildung? Auch wenn Sie aktuell noch keine Auftraggeber haben, daran soll es nicht scheitern. Die Anmeldung Ihres Geschäfts bringt viele Vorteile, weitere Inspirationen und vor allem schafft Sie Motivation. Sie werden sehen, wenn dieser Schritt getan ist, gibt es keine Probleme mehr, Sie sehen nur noch Lösungen und sind voller Tatendrang. 

Aber langsam und eins nach dem anderen: Mit oder ohne Zuschüsse, allein oder mit Geschäftspartner, Vollzeit oder nebenberuflich, Sie benötigen zunächst ein passendes und lukratives Geschäftskonzept. 

Auf dieser Seite erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um Ihrem Arbeitgeber adieu zu sagen, endlich durchzustarten und sich selbstständig zu machen. Unabhängig davon, ob Sie in Zukunft Produkte verkaufen oder Dienstleistungen anbieten möchten – wir geben Ihnen wertvolle Tipps für die erfolgreiche Existenzgründung.

Für ganz Schnelle: Wenn Sie sich selbständig machen wollen, prüfen Sie zunächst, ob Sie ein Unternehmertyp sind und besuchen Sie anschließend mein Existenzgründerseminar!

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Quicktipps: 10 Schritte in die Selbstständigkeit

1. Geschäftsidee finden

Selbstständigkeit ist kein Selbstzweck. Das bedeutet, dass Sie niemals nur des Gründens wegens gründen sollten. Es ist vollkommen in Ordnung – und sogar begrüßenswert – sein eigenes Business aufbauen zu wollen. Aber dafür bedarf es zunächst einer tragfähigen Geschäftsidee.

Das bedeutet keineswegs, dass Sie das Rad vollkommen neu erfinden müssen. Das Einfachste ist es auf eine etablierte Idee zurückzugreifen und diese dort umzusetzen, wo es die Wettbewerbslage zulässt. Aber auch das muss mithilfe von Marktforschung erst einmal analysiert werden.

Was zeichnet eine gute Geschäftsidee aus?

Um die Tragfähigkeit Ihrer Idee einzuschätzen, helfen die folgende sieben Kriterien, die unter dem Akronym KERNWEG zusammengefasst werden:

  • Konkurrenzfähig: Das Geschäftsmodell befriedigt ein reales Bedürfnis – im Idealfall besser als die Konkurrenz. Es ist für Ihre Konkurrenz möglichst schwierig Ihnen Marktanteile abzuringen (siehe Exklusivität).
  • Effizient: Alle notwendigen Prozesse lassen sich bestmöglich optimieren, z. B. durch Automatisierung und Outsourcing
  • Robust: Das Geschäftsmodell ist weitgehend unabhängig von unbeeinflussbaren Entwicklungen, wie der Anpassung politischer Rahmenbedingungen
  • Nachhaltig: Das Geschäftsmodell funktioniert zeitlich unbegrenzt
  • Wachstumsfähig: Es können neue Märkte erschlossen (z. B. durch Erweiterung der Angebotspalette) und zusätzliche Umsätze generiert werden (z. B. Cross-, Up- und After-Selling)
  • Exklusiv: Das Geschäftsmodell kann aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen nicht kopiert werden (z. B. danke exklusiver Ressourcen, Patente oder vertraglicher Vermarktungsrechte)
  • Gewinnfähig: Das Geschäftsmodell ist geeignet einen veritablen Gewinn abzuwerfen. Dafür sind nicht nur die bereits genannten Kriterien notwendig, es bedarf auch humaner Ressourcen mit der notwendigen Kompetenz.

Im besten Fall erfüllt Ihr Geschäftsmodell all diese Kriterien in Perfektion. Sie dienen aber vielmehr der Orientierung. Es ist genauso legitim den 5.000sten Schuhladen zu eröffnen, wenn es dafür am vorgesehenen Standort einen Markt gibt. Lesen Sie mehr zum Geschäftsidee finden!

2. Existenzgründerseminar besuchen

Ob nebenberuflich oder hauptberuflich, wer den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, muss ziemlich viel beachten und Voraussetzungen erfüllen. Als noch Arbeitnehmer können Sie sich das sicher alles selbst erlesen, allerdings verschlingt das jede Menge Arbeitszeit. Eine empfehlenswerte Alternative sind Existenzgründerseminare, die innerhalb kürzester Zeit genau das vermitteln, was Existenzgründer im Hauptberuf oder mit Kleingewerbe wissen müssen. Die Kenntnisse und Fähigkeiten, die Sie hier erwerben, helfen Ihnen die Aufgaben zu erledigen, die auf Sie als Gründer zukommen. Beginnen Sie also mit einem Existenzgründerseminar!

Achten Sie darauf, dass das Seminar von einem erfahrenen Existenzgründerberater durchgeführt wird. Dieser kann fachliches Know-how mit wertvollem Erfahrungswissen anreichern. Beispiele und Tipps aus der Praxis sind ein großer Vorteil. Vor allem aber können Sie bei einem Existenzgründerseminar all Ihre Fragen zu Formalitäten und Genehmigungen, Risiken, Kosten, Förderung, Umsetzung und vielem mehr stellen. Teilen Sie Ihre Gedanken mit den anderen Teilnehmern und profitieren Sie von deren Wissen.

Tipp: Wenn es der Berater nicht von sich aus tut, sprechen Sie unbedingt das Thema Gründungszuschuss an. Gerade wenn Sie nicht nur nebenberuflich gründen, haben Sie gute Chancen einen Gründerzuschuss für den Start in Ihre Selbstständigkeit zu erhalten.

3. Businessplan schreiben

Der Businessplan wird in jedem Existenzgründerseminar ausführlich thematisiert. Auch wenn er aufgrund seines Aufwands nicht bei jedem wahnsinnig beliebt ist, ist es durchaus sinnvoll sich ausreichend Zeit für seine Erstellung zu nehmen. Das gilt insbesondere dann, wenn Sie für Ihre Unternehmensgründung auf Geldgeber (Gründungszuschuss, KFW-Kredit, Investoren oder andere Fremdkapitalgeber und Banken) angewiesen sind und Sie selbst wenig Rücklagen besitzen. Für ein Bankgespräch benötigen Sie zwingend einen Businessplan, um die Tragfähigkeit Ihrer Geschäftsidee einschätzen zu können.

Aber auch wenn Sie über genügend Startkapital verfügen und nicht auf Dritte angewiesen sind, bringt der Geschäftsplan viele Vorteile mit sich. Ein solcher Plan blickt immer auf die kommenden Jahre und stellt gleich mehrere Prognosen an: eine eher pessimistische, eine realistische und eine optimistische.

Gute Gründe für die Erstellung eines Businessplans:

  1. Analysiert Chancen und Risiken der Gründung
  2. Gibt konkrete Auskunft über den Kapitalbedarf
  3. Hilft dabei Geldgeber zu akquirieren
  4. Gibt dem Gründer Orientierung und der Gründung Struktur
  5. Gibt Handlungsorientierung für die ersten Schritte
  6. Schafft einen Eindruck vom Wettbewerbsumfeld
  7. Unterstützt bei der Marktpositionierung
  8. Ist ein überzeugendes Kommunikationsmittel
  9. Dient dem Controlling und der Erfolgskontrolle
  10. Reduziert das Risiko des Scheiterns

Der Businessplan ist die Grundlage und der Kompass für einen erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit. Auch wenn es keine externen Anspruchsgruppen gibt, die auf seine Vorlage bestehen, sollten Sie die Chance für sich nutzen und einen ausgereiften Businessplan erstellen. Nutzen Sie meine Checkliste!

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4. Rechtsform wählen

Die Rechtsform Ihres Unternehmens regelt den juristischen Rahmen. Sie hat Einfluss auf viele Bereiche – zum Beispiel die Art und Höhe der Besteuerung Ihrer Selbstständigkeit durch das Finanzamt. Zudem kann sie bei potenziellen Kunden und Geschäftspartnern Vertrauen ausstrahlen – oder eben auch nicht. Zur Vertrauenssteigerung trägt auch ein Eintrag ins Handelsregister bei, der bei manchen Rechtsformen ohnehin obligatorisch ist.

Weil man die Rechtsform nicht ständig wechselt wie die Unterhose, will die Entscheidung gut überlegt sein. Fachkundige Beratung ist deshalb unerlässlich. Schließlich muss die Rechtsform sowohl zu Ihrer Geschäftsidee als auch zu Ihren privaten und beruflichen Lebensumständen passen. Bei der Wahl der Rechtsform kommt es im Wesentlichen auf drei Faktoren an:

1. Anzahl der Gründer

Sobald Sie nicht der einzige Gründer und somit Gesellschafter sind, sollten Sie sich intensiv mit der geeigneten Rechtsform für eine Teamgründung auseinandersetzen. Gründen Sie mit mehreren Personen, sollen Sie das Beratungsangebot von Experten annehmen, um bei der Wahl der Rechtsform keine Fehler zu begehen.

2. Haftung

Je höher das mit Ihrem Business verbundene Risiko, desto wichtiger ist eine gute Haftungsbeschränkung. Während Sie mit einer Personengesellschaft in der Regel persönlich haften, können Sie das Risiko der Haftung mit einer Kapitalgesellschaft reduzieren. Aber auch als Einzelkämpfer gibt es Möglichkeiten, das Eigenkapital zu schützen.

3. Kapital

Als Einzelunternehmen können Sie ohne finanzielle Einlagen gründen, für eine Kapitalgesellschaft benötigen Sie Stammkapital. Haben Sie in Ihrem Finanzplan Eigenkapital dafür „übrig“ oder benötigen Sie es für die Realisierung Ihrer Geschäftsidee, den Markteintritt und das Marketing?

Lesen Sie hier zum Thema Rechtsform festlegen weiter!

Lesen Sie mehr zu den Rechtsformen:

5. Gewerbe anmelden

Jetzt wird es amtlich: Mit dem Anmelden des Gewerbes zeigen Sie Ihre selbstständige Tätigkeit den Behörden an. Die Gewerbeanmeldung ist trotz ihrer Bedeutung in der Realität recht unspektakulär und auch relativ unbürokratisch. Meist genügt es, das einseitige Formular auszufüllen und beim Gewerbeamt der zuständigen Stadt bzw. Gemeinde abzugeben. Für das Anmelden des Gewerbes werden selten mehr als 50 Euro Gebühren fällig.

Für manche Branchen und Tätigkeiten kann es erforderlich sein, zusätzliche Genehmigungen und Unterlagen vorzulegen. So benötigen Selbständige in der Gastronomie zum Beispiel ein Gesundheitszeugnis, bevor sie das Gewerbe anmelden dürfen. Für bestimmte Handwerke ist ein Meisterbrief der Handwerkskammer vonnöten.

Nachdem Sie das Gewerbe bei der Kommune angemeldet haben, werden das Finanzamt, die Berufsgenossenschaft und die zuständige Kammer, wie zum Beispiel die IHK, automatisch informiert. Sie müssen sich hier nicht gesondert anmelden.

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6. Geschäftskonto eröffnen

Obwohl Einzelunternehmer und Freiberufler nicht gesetzlich verpflichtet sind, ein Firmenkonto zu eröffnen, ist jedem Selbstständigen zu empfehlen, ein Geschäftskonto zu eröffnen. Eine strikte Trennung von geschäftlichen und privaten Zahlungsflüssen führt zu mehr Übersicht und Transparenz. Kapitalgesellschaften sind ohnehin dazu verpflichtet.

Die Wahl der richtigen Bank und des richtigen Kontomodells hängt von Ihrem Business ab. Haben Sie zum Beispiel ein Ladenlokal und verkaufen gegen Cash, müssen Sie eine Möglichkeit haben Bargeld einzuzahlen und Wechselgeld zu beschaffen. Das ist eher bei der örtlichen Filialbank gegeben. Freelancer hingegen sind bei einer preisgünstigen Onlinebank gut aufgehoben. Nutzen Sie im Zweifel das Beratungsangebot für Selbstständige, das jede größere Bank bietet. Mehr zum Geschäftskonto eröffnen!

7. Lieferanten finden und auswählen

Für viele Geschäftsmodelle bedarf es Zulieferer, die beispielsweise Produktionsmaterial oder Handelswaren liefern. Ohne diese Produkte kein Geschäft. Entsprechend bedeutend ist es sich zunächst einen Überblick über potenzielle Lieferanten im In- und Ausland zu verschaffen und aus diesem Pool dann gewissenhaft auszuwählen.

Was einfach klingt, ist für viele unerfahrene Selbstständige eine echte Herausforderung. Zumal die Warenbeschaffung in unserer digitalisierten und globalisierten Welt trotz der vielfältigen Möglichkeiten nicht gerade einfacher geworden sind. Wir können überall zu jeder Zeit einkaufen, müssen dabei aber immer mehr bürokratische Hürden nehmen. Das gilt gleichermaßen für den Einkauf von Dienstleistungen.

Es gibt diverse Verfahren, mit denen Sie Ihre Wahl des besten Lieferanten strategisch angehen können. Die wohl bekannteste ist die ABC-Analyse. Egal für welche Methode Sie sich entscheiden – achten Sie darauf, dass Sie die folgenden Kriterien analysieren:

  • Preis: Im Einkauf liegt der Gewinn. Letztlich ist ein wettbewerbsfähiger Einkaufspreis, der Ihnen eine befriedigende Marge ermöglicht, einer der Hauptfaktoren. Tipp: Sichern Sie sich attraktive Preise mit einer Preisgarantie.
  • Qualität: Werden die Qualitätsansprüche Ihrer Kunden nicht erfüllt, kann Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung noch so günstig sein. Oft sind Sie schon in Ihrer Produktion darauf angewiesen, dass gewissen Qualitätsstandards eingehalten werden, damit Anlagen und Maschinen reibungslos laufen.
  • Lieferfähigkeit: Achten Sie darauf, dass der Lieferant imstande ist, die von Ihnen benötigten Liefermengen pünktlich zur Verfügung zu stellen.
  • Bonität: Auch ein Lieferant sollte über ausreichende Bonität verfügen – insbesondere dann, wenn Sie durch Vorkasse oder Anzahlung in Vorleistung gehen müssen.
  • Erreichbarkeit: Ein fester Ansprechpartner erleichtert die Zusammenarbeit mit dem Lieferanten enorm.
  • Flexibilität: Nicht immer läuft alles glatt oder es gibt Sonderwünsche – dann sind Sie auf die Flexibilität Ihres Lieferanten angewiesen.

Denken Sie daran Ihre Krankenversicherung darüber zu informieren, dass sie kein Mitarbeiter Ihres Arbeitgebers mehr sind, sondern ab sofort selbstständig. Das gilt auch dann, wenn die berufliche Veränderung zunächst durch eine nebenberufliche Gründung gegeben ist (Kleingewerbe). Ohne Information an die Krankenkasse riskieren Sie hohe Nachzahlungen.

Tipp: Lesen Sie hier, ob sich die private oder gesetzliche Krankenversicherung für Sie als Selbstständiger die richtige Wahl ist.

Wenn Sie ausschließlich als Selbstständiger beruflich tätig sind, steht es Ihnen übrigens auch frei, ob Sie in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. In jedem Fall sollten Sie sich aber um eine Rentenversicherung kümmern!

8. Kunden akquirieren

Um Ihr Unternehmen ans Laufen zu bekommen, benötigen Sie Kunden und Aufträge, welches letztlich für die notwendige Liquidität sorgen. Es gibt beinahe unzählige Wege der Kundenakquise – aber keinen Königsweg. Es hängt von Ihrer Branche, Zielgruppe und Persönlichkeit ab, welche Methoden der Kundengewinnung funktionieren. Und letztlich natürlich von den Produkten oder Dienstleistungen, die Sie als Selbständiger anbieten. Mit unserer Checkliste zur Kundenakquise bestreiten Sie den steinigen Weg zu einer loyalen Stammkundschaft mit Bravour.

9. Rechnungen schreiben

Der vielleicht schönste Moment im Leben eines Selbstständigen: Nachdem Sie viele Punkte beachten mussten, konnten Sie endlich Ihr Produkt verkaufen oder Ihre Arbeit vollenden. Dafür werden Sie entlohnt! Bei der Rechnungsstellung gibt es zwar ein paar Dinge zu beachten, allerdings ist das kein Hexenwerk. Nach ein paar Rechnungen schreiben Sie diese demnächst im Schlaf.

Tipp: Gewöhnen Sie sich von Anfang an, regelmäßige Rechnung zu schreiben. Das stellt Ihre Liquidität sicher und verhindert, dass sich Arbeit ansammelt. Außerdem erziehen Sie so Ihre Kunden zu regelmäßigen Zahlungen.

10. Buchhaltung meistern

Mit dem Geld kommt auch die Bürokratie. Sie sind dem Finanzamt gegenüber verpflichtet, jederzeit Auskunft über Einnahmen und Ausgaben geben zu können. Vor allem um die Steuern in korrekter Höhe abzuführen. Als Kleinunternehmer und bei Umsätzen von unter 60.000 Euro als Einzelunternehmer genügend die einfachere Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Spätestens wenn Sie mehr Umsatz generieren, müssen Sie doppelte Buchführung betreiben. Und spätestens hier sollte der Steuerberater ins Spiel kommen. Mehr zur Buchhaltung lesen!

Die wichtigsten Gründe sich selbstständig zu machen:

  • die Arbeitslosigkeit zu beenden
  • ein höheres Einkommen zu erzielen
  • zeitliche unabhängiger werden
  • den Spaß und das Glück im eigenen Leben zu steigern
  • das bisherige soziale Umfeld zu verlassen oder es zu ändern
  • generelle Unabhängigkeit und Freiheit für sich zu erreichen
  • Insgesamt erfolgreicher zu werden
  • Werte schaffen
  • Aus einem Nebengewerbe einen selbständigen Haupterwerb machen
  • Ohne Umschulung oder Weiterbildung in einer anderen Branche arbeiten zu können
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Die dümmsten Gründe sich selbständig zu machen:

Neben diesen im Grunde genommen recht seriösen Beweggründen für eine Selbstständigkeit habe ich in meiner beruflichen Praxis auch schon andere Gründe gehört, welche ich unter anderem aus sozialen Gesichtspunkten nicht teilen kann, welche jedoch trotzdem für einige Menschen im Mittelpunkt ihrer Entscheidungsfindung zur Selbstständigkeit stehen, z.B.:

  • Fördermittel abgreifen
  • die Zeit bis zur Rente überbrücken
  • der Familie oder den Nachbarn zeigen, dass man es drauf hat
  • Reich werden
  • andere für sich arbeiten lassen (damit ist nicht das sogenannte Aal-Prinzip gemeint)
  • einen großen Luxuswagen fahren wollen
  • der Vorsorge wegen
  • Steuervorteile durch die Finanzverwaltung nutzen
  • keine Rechenschaft ablegen müssen

Selbstverständlich kann es für jeden einzelnen einen Grund geben, der ihn zur Selbstständigkeit beflügelt. Ein Grund den wir (also sein Umfeld, sowohl Berater als auch Freunde und Nachbarn) nicht verstehen und trotzdem tolerieren müssen. Letztlich muss der angehende Existenzgründer zunächst erst einmal selbst für sich entscheiden was er tut, bevor er sich auf fremde Meinungen oder fremde Hilfe einlässt. Genau das sollte jedoch aus meiner Sicht einer der nächsten Schritte sein, denn viele Menschen sind allein nicht in der Lage, eine derartige Entscheidung plausibel, fundiert und zukunftsorientiert für sich, ihre Familie und letztlich ihr Umfeld zu treffen.

Auf das Phänomen der beratungsresistenten Existenzgründer werde ich später noch gezielter eingehen, denn genau diese Zielgruppe hört auf niemanden und schadet somit durch ihre Entscheidungen nicht nur sich selbst, sondern auch andere, was es zu verhindern gilt. Daher sollte der erste Schritt immer der oben beschriebene Selbsttest zur Unternehmereigenschaft sein, bevor zum Beispiel die Geschäftsidee gesucht wird.

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Die wichtigsten Fragen und Antworten, wenn Sie sich selbstständig machen wollen:

Was kostet es sich selbstständig zu machen?

In Deutschland ist es relativ einfach und kostengünstig ein Unternehmen zu gründen – zumindest formaljuristisch. Prinzipiell sind Sie mit der Gewerbeanmeldung, die je nach Kommune zwischen 11 und 45 Euro kostet, selbstständig. De facto kommen natürlich diverse weitere Kosten hinzu, die sehr von Ihrem konkreten Unternehmen abhängen.

Wie kann ich mich ohne Eigenkapital selbstständig machen?

Wenn Sie über gar kein eigenes oder nicht ausreichendes Eigenkapital verfügen, entscheiden Sie sich im Idealfall für ein Geschäftsmodell, für das Sie kein Startkapital benötigen. Allerdings ist es in den meisten Bereichen schwierig zu gründen, wenn gar kein Geld vorhanden ist. Ein paar Ideen und Alternativen finden Sie auch hier.

Wenn Sie auf mehr Kapital angewiesen sind, müssen Sie sich einen Fremdkapitalgeber suchen. Das kann ganz klassisch eine Bank sein, die Ihnen einen Kredit gibt. Sie können aber auch einen Investor überzeugen, der in Sie und Ihre Idee investiert. Ob dieser ein strategisches oder operatives Mitspracherecht hat oder nur am Gewinn beteiligt ist, hängt von seiner Beteiligung und den individuellen Regelungen ab.

Welche Fördermittel und Zuschüsse kann ich für meine Selbstständigkeit nutzen?

Existenzgründer können heute von einem großen Angebot an Fördermitteln profitieren. Die Europäische Union, der Bund und die Länder sowie zahlreiche Kommunen haben diverse Förderprogramme entwickelt. Ob Sie für eins dieser Programme über die notwendige Qualifikation verfügen, hängt zum Beispiel von Ihrer vorherigen Beschäftigung ab. Es ist zum Beispiel ein Unterschied, ob Sie als Angestellter eine unbefristete Stelle aufgeben oder aus der Monate oder gar Jahre andauernden Arbeitslosigkeit gründen.

Das klassische Förderinstrument für Selbstständige ist der Gründungszuschuss. Hier entscheidet neben Ihren Qualifikationen zum Beispiel die wirtschaftliche Prognose einer fachkundigen Stelle. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt günstige Gründerkredite.

Viele Kammern, wie die IHK oder die Handwerkskammer, haben ein umfassendes Beratungsangebot für Existenzgründer und beraten dabei auch zu Förderungen. Anlaufstelle sind auch die lokalen Wirtschaftsförderungen oder der Steuerberater.

Welche Steuern muss ich als Selbstständiger bezahlen?

Vor dem Finanzamt bleibt keine Person verschont – schon gar nicht Unternehmer. Welche Steuern Sie zahlen müssen, hängt unter anderem von der Rechtsform ab. Lassen Sie sich bei der Finanzierung Ihrer Gründung und der späteren Steuerklärung am besten von einem erfahrenen Steuerberater unterstützen.

Muss ich mich bei der IHK oder Handelskammer anmelden?

In Deutschland müssen Sie Mitglied Ihrer zuständigen Kammer werden, wenn Sie sich beruflich selbstständig machen. Das sind in der Regel die IHK oder die Handwerkskammer. Mit der Gewerbeanmeldung werden Sie automatisch bei der Kammer gemeldet und müssen ab gewissen Umsatzgrenzen Mitgliedsbeiträge zahlen. Es gibt keine Möglichkeit aus der IHK oder Handwerkskammer auszutreten, ohne dass Ihre Gewerbeerlaubnis erlischt.

Kann ich mich während der Elternzeit selbstständig machen bzw. tätig sein?

In Deutschland ist es erlaubt während der Elternzeit bis zu 30 Wochenstunden erwerbstätig zu sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Ihre berufliche Arbeit als Angestellter oder als Selbstständiger durchführen. Ihr Ziel sollte es jedoch nicht sein, die genannte Arbeitszeit zu überschreiten, da Sie sonst Ihr Elterngeld gefährden.

Diese Fehler sollten Sie beim Selbstständig machen vermeiden!

#1: Ohne geprüfte Geschäftsidee starten

Jede Existenzgründung beginnt mit einer Vision. Ihre Gründung sollte das auch. Entwickeln Sie z.B. mit einer Kreativitätstechnik eine lukrative Geschäftsidee oder nutzen Sie zumindest unseren GeschäftsideenFinder und entwickeln Sie daraus Ihre eigene Geschäftsidee!

#2: Gründen, obwohl Sie kein Unternehmertyp sind

Nicht jede Existenzgründung gelingt, es sollte aber auch nicht jeder Existenzgründer werden, da gehört etwas mehr dazu als nur ein paar durchschnittliche Geschäftsideen. Ob Sie wirklich zu den geborenen Gründerinnen oder Gründern gehören, erfahren Sie jetzt mit unserem Unternehmertest!

#3: Eine Gründungsstrategie ist nur für die Großen

Eine hauptberufliche Selbständigkeit ist nicht immer das Beste und Sinnvollste für den Neustart. Manchmal ist es cleverer, eine Idee oder Tätigkeit vorher zu testen und sich erst im Nebengewerbe selbstständig zu machen. Auch Franchising ist eine sichere Methode, mit etwas Kapitalaufwand ein bewährtes Konzept zu erwerben und weiterzuverfolgen. Prüfen Sie bitte mögliche Gründungsstrategien, bevor Sie zum Gewerbeamt rennen!

#4: Ich schaffe alles ohne Berater

Businessplan schreiben, Förderung prüfen, Fördermittel beantragen, Rechtsform wählen, Gründungsfinanzierung, Marketing, Versicherungen, alles auf dem Schirm haben ... das machen Sie alles ohne Berater? Dann müssen Sie wohl der Superman sein? Glauben Sie mir, das schaffen die wenigsten Existenzgründer, zumindest bei der ersten Selbständigkeit nicht. Deswegen gibt es genau dazu auch die Gründungscoaches, die, sehr oft durch Fördermittel finanziert, hilfreich zur Seite stehen. Seien Sie nicht so eitel und nutzen Sie zumindest meine Strategieberatung!

#5: Ohne Businessplan geht´s schneller

Der Zeitdruck ist groß und oft wird die Dokumentation eines professionellen Businessplan vom Gründer als Zeitverschwendung und Bürokratie abgelehnt. Doch glauben Sie mir, die Erstellung des Konzeptes zum Selbstständig machen hat sehr viel mit dem Erfolg Ihres frischen Unternehmens zu tun. Wenn Sie schon keine professionelle Hilfe zur Erstellung eines Businessplans in Anspruch nehmen möchten, rechnen Sie wenigstens selber so gut es geht alles durch. Ich zeige Ihnen hier, wie Sie Ihren Businessplan selber erstellen!

#6: Für eine Marktanalyse ist meine Firma zu klein

Wenn Sie den Markt nicht kennen, wie wollen Sie dann besser sein als Ihre Konkurrenten in genau diesem Markt? Glauben Sie nicht, dass eine solche Analyse Kinderkram ist, im Gegenteil. Sie sollten dazu sogar einen geeigneten Coach nutzen, um eine Standortanalyse und eine Wettbewerbesanalyse durchzuführen. Downloaden Sie sich wenigstens unseren Ratgeber zur Marktanalyse!

#7: Preiskalkulation? Das macht mein Bauchgefühl.

Wenn Sie wettbewerbsfähig sein wollen, benötigen Sie eine wettbewerbsfähige Preiskalkulation. Dazu benötigen Sie auf jeden Fall Zahlen und Angebote von Dienstleistern und Lieferanten. Aber auch der Finanzplan Ihres Businessplans oder die Finanzierung muss im Vorfeld mit spitzem Bleistift erstellt werden. Wenn Sie nun glauben, diese ganze Rechnerei bringt eh nichts, sollten Sie es lieber gleich lassen. Eine solide Kalkulation stellt stets die Voraussetzung für eine erfolgreiche Existenzgründung dar. Auch dabei kann Ihnen Ihr Coach hilfreich unter die Arme greifen. Fragen Sie Ihren Berater!

#8: Existenzgründung im Internet geht nebenbei

Das machen Sie eben nicht nebenbei, weil die Existenzgründung im Netz anders geht als bei einer konventionellen Tätigkeit. Ob Sie nur eine kleine Seite für Ihre neues Unternehmen benötigen oder ob Sie Ihre Selbstständigkeit im Internet hauptberuflich starten wollen: Im Web gelten andere Regeln als in der Welt, die Sie bisher als Gründer kennengelernt haben. Wenn Sie das nicht glauben: Ich habe Sie gewarnt und ich will hinterher kein Gemecker hören, dass "alles in dem scheiß Internet nicht funktioniert" hat. Lesen Sie sich jetzt lieber meinen umfangreichen Artikel zur Existenzgründung im Internet durch!

#9: Buchführung geht schon irgendwie allein

Ihre Rechnungen schreiben Sie lieber morgen als heute? Ihre Dokumente sind oft in einem Karton oder irgendwo auf dem Schreibtisch zu finden? Die Buchführung machen Sie irgendwann viel günstiger mit einer Buchhaltungssoftware und so heiß gegessen wird das Thema Steuern sowieso nicht? Na dann viel Erfolg, Sie starten direkt von der Existenzgründung in die Arbeitslosigkeit durch, garantiert! Ich rate Ihnen: Suchen Sie sich einen vernünftigen Steuerberater und lassen Sie die regelmäßige Buchführung von ihm durchführen!

#10: Ein Existenzgründerseminar bringt nichts

Möööööp, Fehler: Es kann durchaus sein, dass es schwarze Schafe bei den Gründerseminaren gibt, Transparenz und Zertifizierung ist wünschenswert, fehlt aber sehr oft. Sie sollten deswegen jedoch nicht auf die wertvollen Informationen vor Ihrer Gründung verzichten. Weil es so wichtig und gleichzeitig undurchsichtig ist, habe ich für Sie ein Existenzgründerseminar online erstellt, welches ich Ihnen nur wärmstens empfehlen kann! Informieren Sie sich hier unverbindlich zu den Inhalten und Ablauf!

  1. Machen Sie jetzt meinen Unternehmertest!
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  3. Businessplan erstellen
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  5. Geschäftskonto eröffnen
  6. Gewerbe anmelden
Bild Torsten Montag mit weißem Hemd, sitzend
Gründerlexikon-Redaktion Torsten Montag

Torsten Montag ist seit 2004 als Chefredakteur inhaltlich für das Gründerlexikon verantwortlich. Er ist regelmäßig Interviewpartner sowie Gastautor von Fachbeiträgen externer Medien zum Thema Gründung und Selbständigkeit. Bevor er gruenderlexikon.de gegründet hat, war er als Steuerfachangestellter und Betriebswirt ua. bei PwC und einer Steuerkanzlei in Thüringen tätig.

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