Mit einem Onlineshop Geld verdienen, nichts leichter als das

So gehen scheinbar viele Existenzgründer an das Geld verdienen heran, das haben wir zumindest in unserem Forum bei einigen Gründern bemerkt. Da möchte man dem Arbeitslosengeld entfliehen, ohne Idee, keine Kontakte, noch nicht einmal das Internet nach Konkurrenten abgecheckt.

"Was machen wir? Weiß nicht, lass uns einen Onlineshop eröffnen. Wir verkaufen irgendwas und werden reich."

So oder so ähnlich läuft das sehr oft ab. Bitte lesen Sie daher jetzt sehr aufmerksam diesen Artikel. Wenn Sie anschließend immer noch eines der folgenden Ziele haben, sollten Sie unbedingt meinen Videokurs zum Aufbau einer Webseite ansehen!

  1. Einen Onlineshop eröffnen.
  2. Mit einem Onlineshop Geld verdienen.
  3. Einen Onlineshop gründen.
  4. Eine Idee für einen Onlineshop finden.
  5. Produkte mit einem Onlineshop verkaufen
  6. Selbständig mit onlineshop
  7. Onlinehandel gründen und mit Onlinehandel Geld verdienen

Ich bin seit mehr als 15 Jahren im Internet tätig und verdienen hier meinen Lebensunterhalt.

Kann man mit einem Onlineshop wirklich über Nacht reich werden?

Mit Sicherheit nicht, hier sollte eher die Frage gestellt werden, ob man mit einem Onlineshop über Nacht Geld verdienen kann? Das schon eher, fraglich ist nun, ob dieses Geld zum Leben reicht, ob es auch nach Gründungszuschuss oder Einstiegsgeld die Existenz sichert. Und dazu gehört eben nicht nur Handy und Zigaretten oder ein Auto. Nein, die Existenz heißt in diesem Sinne Miete, Versicherungen, zumindest eine Krankenversicherung (ca. 300 EUR mtl.), Lebensmittel, Kleidung und die ein oder andere Rücklage. Hinzukommen ja auch noch Kosten für das Geschäft, die Technik usw. Zusammen gerechnet sind das nach unseren Erfahrungen ca. 1.000,- EUR Gewinn pro Monat, die der Gründer langfristig erwirtschaften muss.

Was sollte bei der Existenzgründung mit einem Onlineshop beachtet werden?

Im Artikel Geschäftsidee Teil 5 - Geld verdienen mit dem eigenen Onlineshop haben wir versucht, die wichtigsten Schritte und Vorüberlegungen zu durchdenken und entsprechend an die Sache heranzugehen. Darüber hinaus haben viele Fragen von Lesern und Besuchern uns dazu veranlasst, diesen Irrglauben aus der Welt zu schaffen. Der Irrglaube: "Onlineshop ins Netz = Geldhahn auf und los geht´s."

Wieviele Besucher braucht man, um von einem Onlineshop leben zu können?

Das wohl wichtigste vorweg: Ein Onlineshop lebt nur von einer Masse von Besuchern, also nicht etwa 10 oder 50 pro Tag. Nein, wir reden hier von 1.000 Besuchern aufwärts, denn erst dann kann man so viele Bestellungen generieren, das daraus ein Gewinn erwirtschaftet wird, von dem man dann auch leben könnte.

Die Rechnung bei einem Onlineshop geht wie folgt:

  • 1.000 Besucher generieren bei einer durchschnittlichen Bestellrate (Conversionrate) von vielleicht 0,5 % ungefähr 5 Bestellungen.
  • Wir rechnen mit einer Stornoquote (Bestellabbrecher, Rücksender, falsche Adresse, bezahlen nicht, wollten nicht bestellen, wissen von nichts mehr usw.) von ca. 20 % macht also 1 Bestellung.
  • Verbleiben noch 4. Bei einem durchschnittlichen Bestellumsatz von 50 EUR und einem Gewinnaufschlag von vielleicht 20 %, ermittelt sich ein Rohgewinn pro Bestellung von ca. 8,33 EUR (50 EUR = 120 % und 20 % Gewinn ist somit 8,33 EUR).
  • Das sind bei 4 Bestellungen stolze 33,32 EUR pro Tag. Klingt erst mal super.
  • Das Ganze mal 31 Tage, wären 1.032,92 EUR.
  • Davon müssen wir aber noch den Shop bezahlen, die Werbung für die Besucher, Verpackung, Versand, das Lager und Geld für die privaten Dinge des Lebens brauchen wir ja auch noch.

Puh, da sieht's dann zappenduster aus. Hoffentlich macht einer das Licht wieder an. Also, so geht's nicht. Wie man sieht, kommt man in unserer Beispielrechnung selbst mit 1.000 Besuchern nicht sehr weit. Nur zur Info: bei Google Ads zahlen Sie für 1.000 Besucher und einem Klickpreis von minimalen 5 Cent stolze 50 EUR - pro Tag versteht sich.

Die Frage ist nun: Wo bekommt man so viele Besucher her, dass der Webshop auch genug Geld zum Leben abwirft? Dazu sollten Sie unbedingt meinen Videokurs ansehen, der Ihnen zeigt, wie man Besucher generiert, analysiert und eine erfolgreiche Webseite damit betreibt! Auch meine Exceltabelle ist dort inbegriffen. Mit der Tabelle können Sie errechnen, wie viele Besucher Sie genau benötigen!

Nachdem ich als Experte zu einer Telefonkonferenz vom "Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e. V." eingeladen wurde, um zum Thema „Erfolgreich selbstständig im Internet-Erfahrungen und Profi-Tipps“ zu sprechen, wurde ich, wie so oft bei diesem Thema, mit der Frage konfrontiert, wie viele Besucher man denn in einem Onlineshop benötigt, um davon leben zu können. Diese Frage wurde auch im Gründerlexikon bereits sehr häufig gestellt und immer wieder musste ich als Antwort geben: "Es kommt darauf an." Ja genau, es kommt wirklich auf sehr viele Faktoren an, welche ich in diesem Artikel auch gezielt nennen und beschreiben möchte. Als Ergebnis der ganzen Recherche und meiner Überlegungen ist eine von mir erstellte Exceltabelle entstanden, welche nach Eingabe einiger Werte tatsächlich eine Besucherzahl ermittelt, die dann wiederum zu einem vorher festgelegten Unternehmensgewinn führen könnte. Sie sollten nun:

  1. Lesen Sie erst einmal diesen Artikel, anschließend können Sie
  2. meine Exceltabelle testen

Wie heißen die 5 wichtigsten Möglichkeiten, um Besucher zu bekommen?

  1. Textanzeigen mit Google Ads, Facebook Ads etc., Bezahlung pro Klick - kostenaufwendig, zeitsparend, effizient.
  2. SEO (Suchmaschinenoptimierung), Bezahlung nach Aufwand oder Erfolg - zeit- oder/und kostenaufwendig, effizient, u.U. risikoreich. Hier der Grundkurs SEO
  3. Eigene Aktivität in fremden Foren, Blogs und Communitys, um so den eigenen Shop zu bewerben, mehr dazu im Shopmarketing - zeitaufwendig, Kostenminimal.
  4. Werbung in fremden Newslettern - kostenaufwendig, zeitsparend, u.U. Besucherüberlastungsgefahr für Shop.
  5. Starten Sie ein Weblog, um zu einem bestimmten Thema regelmäßig zu schreiben, um so die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu erregen - zeitaufwendig, effizient.
  6. Bannerwerbung in Werbenetzwerken, Agenturen oder auf bestimmten Seiten mit Ihrer Zielgruppe schalten - kostenaufwendig, risikoreich, nicht unbedingt erfolgssicher.

Rechnen Sie hier selbst aus, wie viele Besucher Sie in etwa für einen Onlineshop benötigen. Bei einigen der Möglichkeiten kommen Sie um einen Berater oder einen sachverständigen Fachmann nicht herum.

Wovon ist die Besucherzahl abhängig?

Der Gewinn

Das ist die Zielabhängigkeit, denn danach richten sich sämtliche Berechnungen. Hier muss jeder selber wissen, wie viel er jeden Monat erwirtschaften möchte oder wie viel er monatlich erwirtschaften muss, um davon leben zu können. Genau das wiederum ist bei jedem anders, denn jeder Mensch benötigt unterschiedlich viel Geld, um davon leben zu können. Eine subjektive Bewertung von Reichtum und Wohlstand, aber auch der Lebenshaltungskosten ist hier die Basis. Ich bin in meiner Tabelle mal von 2.000 EUR ausgegangen, was als Einstieg ziemlich viel ist, aber Sie können ja mit unterschiedlichen Zahlen arbeiten und mehrere Varianten durchrechnen.

Möglicherweise möchten Sie ja zunächst durch Ihr Geschäft auch nur ein Nebeneinkommen erzielen. Das macht die Sache natürlich etwas einfacher, vor allem dann, wenn Sie nicht auf einen bestimmten Gewinn angewiesen sind.

Die Marge

Die Marge als prozentualer Unterschied zwischen Wareneinkauf und Warenverkauf. Sofern Sie also recht günstig bei einem Großhändler oder direkt beim Hersteller Ihre Onlineshop-Produkte einkaufen können, ist Ihre Marge relativ hoch und Sie verdienen am Ende mehr Geld. Die Marge hängt selbstverständlich von der Branche und von den gewählten Produkten ab. Aber auch von Ihrem Verhandlungsgeschick bei Lieferanten und Herstellern. Existenzgründer im Onlineshop-Bereich haben für gewöhnlich das Problem, dass Sie bei Lieferanten schlechtere Konditionen bekommen, als die alteingesessenen Unternehmer und Stammkunden, was wiederum die Marge verschlechtert und damit die Lukrativität des Produktes oder des gesamten Onlineshops. Die Eröffnung eines Onlineshops in einer Nische könnte dagegen dazu führen, dass Sie Ihre Marge erhöhen können. Nicht unbedingt gegenüber Einkauf beim Großhändler, sondern beim Verkauf an den Kunden. Denn wenn Sie in einer Nische tätig sind, bedeutet das auch, dass Ihre Konkurrenz klein ist.

Generell gehe ich von mindestens 30 Prozent in einem Onlineshop aus, was aber auch abweichen kann. Beispiel: Sie verkaufen hochwertige Stereo-Soundsysteme mit einer Marge von 15 %. Sie verkaufen pro Monat ein Soundsystem zu 35.000 EUR, was Ihnen einen Rohgewinn von satten 5.250 EUR auf einen Schlag beschert. Da genügt es schon fast, wenn Sie nur alle zwei Monate ein Produkt verkaufen. Anders sieht es bei Buntstiften aus. Bei einer angenommenen Marge i.H.v. 40 % beträgt hier der Rohgewinn je Stift sicher nicht mehr als 0,30 EUR. Sie sehen schon, Sie müssen eine Unmenge an Stiften verkaufen, um davon leben zu können, obwohl Sie mit einer phänomenal utopisch hohen Marge von 40 % rechnen.

passfoto torsten montag

Tipp

Lassen Sie sich bei unterschiedlichen Herstellern oder Lieferanten Angebote erstellen und rechnen Sie mit ganz konkreten Zahlen! Rechnen Sie einfach mit unterschiedlichen Margen, um die Unterschiede hinsichtlich der Besucher zu ermitteln. Sollte die monatliche Anzahl von Besuchern und die davon abhängigen Umsätze unrealistisch werden, können Sie davon ausgehen, dass die zugrunde liegende Marge zu gering ist. So holen Sie sich Angebote für Ware und Material!

Welche Kosten entstehen durch einen Onlineshop?

Unabhängige Kosten des Onlineshops

Die Differenz aus Wareneinkauf und Warenverkauf (auch als Rohgewinn bezeichnet) dient unter anderem dazu, alle übrigen Kosten des Onlineshops zu tragen. So zum Beispiel Kosten für Wartung, Warenwirtschaft, andere Onlinedienste, Technik, Programmierung, Grafik, Miete für Lager, Telefonkosten, Personalkosten, aber auch Kosten für den Server, Shopsystem, Speicherplatz, Newsletter, CRM und andere Kosten, welche recht unterschiedlich ausfallen können. Selbstverständlich können Sie für alle hier genannten Aspekte verschiedene Anbieter miteinander vergleichen, zum Beispiel durch einen Hostingvergleich. Manchmal ist es jedoch besser, lieber etwas mehr Geld auszugeben und dafür alles aus einer Hand zu haben.

Genau das hängt wiederum von der Größe des Onlineshops ab, der Branche, Ihrem Produkt, ob Sie in einer Nische tätig sind und auch von Ihrer Zielgruppe. Viele Kosten können Sie von Anfang an ignorieren, denn Sie entstehen erst durch Wachstum des Onlineshops und damit erst ab einer bestimmten Größenordnung der Besucherzahlen. Nicht zuletzt ist auch eine Frage des Geschmacks, der Bequemlichkeit und der Professionalität, bestimmte Betriebsausgaben zu tätigen.

Bei den unabhängigen Kosten eines Onlineshops habe ich insbesondere Augenmerk auf folgende gelegt:

  • Shopmiete
  • Wartungsvertrag der Shopsoftware bzw. Shopsystem
  • TrustedShop Gebühren
  • Zertifikat SSL
  • Statistik-Tool
  • Software CRM
  • Mailing, Newslettersystem
  • Software Warenwirtschaft
  • Software SEO, Onpage etc.
  • Webspace, Server, Traffic, Domain usw. 
  • Werbung, Reklame, Pressearbeit
  • Lfd. Programmierung, Webdesign, Grafik, Texte u.ä.
  • Miete für Lager, Büro u.a.
  • Telefon, Bürobedarf, Internetzugang
  • Kfz-Kosten, Reisekosten
  • Personalkosten
  • Geräteleasing (Verpackungsmaschine, Hubwagen …)
  • Sonstige Kosten (alles was sonst noch Betriebsausgaben sein könnten)

Abhängige Kosten

Unter den abhängigen Kosten verstehe ich in meiner Berechnung diejenigen Kosten, die unmittelbar vom Umsatz oder von der Anzahl der Besucher abhängig sind. Je mehr Besucher, je mehr Umsatz, umso höher sind genau diese Kosten, sodass sich in der Berechnung eine Art Schleife entwickelt. Daher ist es nötig, eine sogenannte Zielwertsuche zu starten, um zum gewünschten Unternehmensgewinn den passenden Unternehmensumsatz und die davon abhängigen Besucher zu ermitteln. Abhängige Kosten sind neben dem Wareneinkauf die Kosten für Verkaufsförderung durch Onlinemarketing (Partnerprogramme, Affiliate, Facebook-Werbung oder Google Ads), die Kosten des Geldverkehrs (die unterschiedlichen Bezahlvarianten wie Paypal, Vorauskasse, Kreditkarte o.a.), die Versandkosten, die Verpackungskosten, die Kosten durch Retouren oder die Kosten einer externen Telefonhotline.

Praxis Beispiel:

Ich habe mit den Betreibern von shopcockpit.com gesprochen, Ronny und Alex. Dabei habe ich recht interessante Einblicke in das Zahlenwerk von Onlineshops erhalten. Nicht zuletzt deswegen, weil die beiden selbst viele Jahre Onlineshopbetreiber waren oder heute noch sind. Ronny und Alex haben aufgrund der Arbeit mit ihren Onlineshops diesen Dienst entwickelt, um das Zahlenmaterial eines Onlineshops transparenter zu machen, besser zu kalkulieren und letztlich mehr zu verdienen. So sagte mir Alex, dass eine Kundenhotline bei Bedarf auf einen kostenpflichtigen Dienst ausgelagert werden kann, jedoch nicht muss.

„Wenn man jedoch einen gewissen Grad an Freizeit für sich beansprucht und die Kundenhotline bis abends um 20 Uhr geschaltet ist, nutzt man derartige Dienste ganz automatisch, um nicht jeden Tag bis 20 Uhr am Telefon sitzen zu müssen. Und genau an dieser Stelle siegt ab und zu die Bequemlichkeit, indem man bei schönem Wetter häufiger oder früher auf die kostenpflichtige Kundenhotline umschaltet und damit letztendlich zusätzliche Kosten verursacht, die man sich sparen könnte, wenn man die Kundenhotline permanent und konsequent selbst abwickelt.“

Selbstverständlich gibt es noch viele weitere abhängige Kosten, die jeder Existenzgründer ganz individuell bei seinem Onlineshop berücksichtigen muss. Ich habe in meiner Exceltabelle versucht, die wichtigsten abhängigen Kosten in Relation zu setzen und in die Gesamtberechnung einfließen zu lassen. Es ist selbstverständlich jedem selbst überlassen, zusätzliche Kosten zu integrieren oder die bestehenden Kosten zu eliminieren.

Wie hoch sind die Kosten für Onlinemarketing?

Zusätzliche Besucher können durch sogenannte Partnerprogramme (Affiliate), Preisvergleichsportale, soziale Netzwerke wie Facebook oder das Werbenetzwerk von Google (Google Ads) gekauft und gewonnen werden. Auch hier besteht eine gewisse Abhängigkeit, die jedoch von mir durch ein selbst festzusetzendes monatlich Budget ausgehebelt wurde. Der Existenzgründer mit einem Onlineshop kann also im Vorfeld selbst festlegen, ob er zusätzliches Geld in bestimmte Onlinemarketingkanäle investieren möchte, um so zusätzliche Besucher und dadurch zusätzlichen Umsatz zu generieren. Je nach Optimierung des entsprechenden Kanals können so mehr oder weniger gute Ergebnisse erwirtschaftet werden. Selbstverständlich kann es auch passieren, dass durch ein zusätzlich eingesetztes Budget quasi Geld verbrannt wird, indem keine zusätzlichen Umsätze generiert werden können, das Geld am Monatsende jedoch weg ist. In diesem Fall müssen die nicht bezahlten Umsatzkanäle noch mehr Geld erwirtschaften, um das verlorene Geld wieder zurückzuholen. Genau diese Theorie wird in der Praxis unterstrichen oder widerlegt, sodass die Ermittlung der Höhe der notwendigen Besucher allein aus diesem Grund richtig oder falsch rechnet.

Wie ermittelt man die notwendigen Besucher für den Onlineshop?

Nachdem nun sowohl die abhängigen Kosten als auch die unabhängigen Kosten ermittelt und berechnet wurden, kann man einen notwendigen Umsatz ermitteln, um genau diese Kosten zu verdienen. Durch den einzustellenden durchschnittlichen Warenkorb eines Onlineshops und die Bestellquote kann man auf die monatlichen Besucher schließen.

Es gibt viele Webseiten im Netz, die sich mit dem Thema der notwendigen Besuche eines Onlineshops beschäftigen, ich habe mit meiner Exceltabelle einfach versucht einen Näherungswert zu ermitteln, so das jeder ganz individuell eine tatsächliche Besucherzahl errechnen kann. Diese Berechnung soll letztlich jedem Existenzgründer, der mit dem Gedanken eines Onlineshops spielt, verdeutlichen, in welchen Regionen er mit diesem Onlineshop zukünftig operieren muss, um tatsächlich eine solide Existenz damit aufzubauen.

Sehen Sie sich das Video zum Excel-Tool an!

passfoto torsten montag

Hinweis

Sämtliche Überlegungen und natürlich auch die Exceltabelle basieren auf theoretischen Annahmen und müssen nicht zwangsläufig die Praxis widerspiegeln. Insbesondere abweichende Bedingungen der Branche, der Technik und auch unterschiedliche persönliche Voraussetzungen lassen größere Änderungen von Besucherzahlen in einem Onlineshop entstehen.

SEO-Suchmaschinenoptimierung

In dieser Exceltabelle sind Onlinemaßnahmen zur Verbesserung der Suchmaschinenplatzierungen nicht enthalten, weder eigene Maßnahmen, noch Maßnahmen einer Onlinemarketingagentur, da ich der Meinung bin, dass die Verbesserung (oder auch Verschlechterung) der Platzierung innerhalb der Suchmaschine und damit die Steigerung der Onlineshop-Besucher und letztendlich die erwünschte Erhöhung des Onlineshop-Umsatzes kalkulatorisch nicht nachvollzogen werden kann.

Im Umkehrschluss kann niemand konkrete Zahlen liefern, was zum Beispiel eine Investition von 1.000 Euro in eine SEO-Agentur an zusätzlichem monatlichem Shop-Umsatz bringen würde. Genau aus diesem Grund habe ich diese Komponente nicht berücksichtigt. Lesen Sie in einem anderen Artikel von mir nach, wie viel Suchmaschinenoptimierung tatsächlich kostet und ob Sie eine Agentur nutzen oder lieber die Dinge selbst in die Hand nehmen sollten!

Fazit

Meine Exceltabelle wird Ihnen mit Sicherheit keine Daten liefern, welche Sie in der Praxis auch 100%-ig genauso wiederfinden werden. Sie erhalten aber auf jeden Fall ein Gefühl für die Größenordnungen in Sachen Besucher und Umsatz eines Onlineshops, um später einschätzen zu können, ob sich eine derartige Investition (in der Branche, mit dem Produkt) für Sie wirklich lohnt. Sollten Sie das aufgrund der Arbeit mit der Exceltabelle nicht entscheiden können, brauchen Sie Beratung:

 

Muss ich neben meinen Onlineshop auch noch bei eBay oder Amazon verkaufen?

Vielen Selbstständige mit einem Onlineshop plagt die Frage, ob Sie neben dem eigenen Webshop auch bei Amazon und eBay Ihre Waren anbieten sollten? Gerade für Existenzgründer sind dies zusätzliche Kosten und erheblich mehr Arbeit. Und das birgt auch ein gewisses zusätzliches Risiko. Aber: Auf eBay und Amazon kann der Selbstständige testen, ob seine Produkte überhaupt nachgefragt werden und ihm dementsprechend hohen Umsatz im eigenen Shop bringen werden, denn die Plattformen eBay und Amazon sind enorm gut optimiert und liefern eine Menge Besucher. Wenn ich also hier testen kann, muss sich nicht selbst einen Onlineshop mit Suchmaschinenoptimierung, Onlinemarketing und teurer Technik aufziehen. Wenn es dann bei eBay und Amazon gut funktioniert, wird es auch im eigenen Onlineshop gut klappen. Sehen Sie es also als Test, der bei jedem Verkauf mit ein paar Gebühren bezahlt werden muss. 

Übrigens hat auch Facebook angekündigt, eigene Facebook-Shops zu ermöglichen. Gleichzeitig könnten Sie als Unternehmer auch auf Facebook Werbung schalten. Der Besucher muss das Facebook-Universum gar nicht erst verlassen. Gleichzeitig können Sie den Shop ganz individuell erstellen. Bis zur Zahlungsabwicklung ist alles vorhanden. Natürlich würden Sie sich in dem Fall auch von Facebook ein Stück weit abhängig machen, was ebenfalls ein gewisses Risiko birgt.

Produkte in einer Nische verkaufen!

Es müssen nicht immer die Produkte sein, die alle verkaufen, überlegen Sie, ob sie nicht auch Waren in einer Nische verkaufen können. Wie Sie einen Nischenmarkt finden, können Sie im Unternehmerclub in meinem Videokurse herausfinden!

Wie finde ich Lieferanten und Händler?

Nutzen Sie zum Finden von Lieferanten einfach unserer Recherche vom Gründerlexikon.

Muss ich mein eigenes Lager aufbauen oder kann ich via Dropshipping verkaufen?

Es kommt darauf an, ob sie gute Lieferanten, Großhändler oder Hersteller an der Hand haben. Sollte das nicht zu sein, kann Dropshipping eine wahre Alternative zum eigenen Lager sein. Auf jeden Fall werden die Kosten dahingehend für ihr Lager geringer ausfallen, dafür kämpfen sie mit anderen Problemen und Risiken. Welche das genau sind, können Sie hier im Interview zum Thema Dropshipping nachlesen. Möchten Sie lieber ein eigenes Lager aufbauen, sollten Sie gute Lieferanten suchen. Wenn Sie ein eigenes Lager haben, dann benötigen Sie einen guten Versanddienstleister.

Muss man für eine Webseite ein Gewerbe anmelden?

Sehr häufig wird gefragt, ab wann man für seine Website ein Gewerbe anmelden muss. Ist gar nicht so schwer, einfach mal lesen.

Welche Shopsysteme sind gut geeignet?

Um den Start ins Online-Business zu erleichtern, gibt es eine Reihe von Shopsystemen, bei denen Sie mit einer Art Baukasten auch ohne umfangreiche Programmierkenntnisse schnell starten können. In meinem Onlineshopsystem Vergleich zeige ich Ihnen, welche Anbieter es gibt und auf welche Kriterien Sie achten sollten. Selbstverständlich nenne ich Ihnen auch einige konkrete Shopsysteme.

Mit welchen Werbemaßnahmen habe ich den meisten Erfolg?

Es ergibt wenig Sinn, mit Plakatwerbung für einen Onlineshop zu werben. Bei einem Onlineshop sollten Sie auch auf Werbemaßnahmen setzen, die Ihre Kundengruppe am ehesten sieht und das ist nun mal online. Versetzen Sie sich in Ihren Kunden. Vermutlich wird dieser entweder bei Google Suchbegriffe eingeben oder er besucht direkt große Plattformen wie Amazon oder eBay und sucht dort nach einem Produkt. Werbemaßnahmen über Google Ads oder auch Facebook Ads können Ihnen viele Besucher einbringen. Es kann jedoch auch eine Geldvernichtungsmaschine sein, wenn Sie sich nicht richtig auskennen. Dann haben Sie vielleicht Besucher, aber diese kaufen nichts. Onlinewerbung ist daher ein Kapitel für sich. Es gibt Agenturen, die Ihnen dabei helfen können. Hier besteht jedoch die Herausforderung, die richtige Agentur zu finden, die Ihnen auch auf Sie zugeschnittene Werbemaßnahmen kreiert.

Partnerprogramme (Affiliate-Programme), der Aufbau einer Kundenliste via Newsletter, Besucher über einen Blog zu generieren, Bannerwerbung oder auch YouTube sind weitere Wege um Werbemaßnahmen umzusetzen.

Was muss ich rechtlich beim Einrichten eines Onlineshops beachten?

Es ist unmöglich an dieser Stelle auf alle rechtlichen Aspekte einzugehen, die Sie als Selbstständiger beim Aufbau eines Onlineshops beachten müssen. In puncto Verbraucherschutz wurden in den letzten Jahren sehr viele Maßnahmen ergriffen, um den Verbraucher vermeintlich zu schützen. Das Problem, welches ich aus der Praxis jedoch häufig sehe, ist, dass Sie mit Abmahnungen rechnen müssen, wenn Sie diese Maßnahmen nicht konsequent umsetzen. Die Abmahnungen stammen dann (meist) nicht etwa von unzufriedenen Kunden, sondern von Anwaltskanzleien die sich darauf spezialisiert haben, das Internet zu durchforsten um Shopbetreibern Abmahnungen schicken zu können, weil sie irgendein kleines Detail in den AGBs nicht geändert haben. 

Ich empfehle an dieser Stelle daher nicht einfach einen eigenen Onlineshop zu programmieren, sondern auch ein bereits bestehendes Shopsystem zurückzugreifen oder eine renommierte Plattform zu nutzen. Auch Aspekte wie Cookies, DSGVO etc. werden Sie in Zukunft immer stärker begleiten, sodass es wichtig ist, kompetente Partner an der Seite zu haben. Abmahnungen lassen sich ab einer gewissen Größe Ihres Unternehmens leider schon fast gar nicht mehr vermeiden. 

Die 10 wichtigsten Schritte vor der Entscheidung, mit einem Onlineshop Geld verdienen zu wollen

  1. Konkurrenz beobachten - wer ist da, in welchem Umfang wird verkauft, zu welchen Preisen, wie lange wird schon verkauft?
  2. Wie viele Seiten und Textanzeigen gibt es zum wichtigsten Stichwort Ihres Shops bei Google?
  3. Kann ich das Produkt auch in 5 Jahren noch verkaufen oder handelt es sich um ein Trendprodukt oder um einen Hype?
  4. Zu welchen Preisen bekomme ich meine Waren oder kann ich diese selbst herstellen?
  5. Bin ich mit Gewinnaufschlag und meinen Gemeinkosten noch konkurrenzfähig?
  6. Wie bekomme ich Besucher in meinen Shop?
  7. Wie lange kann ich eine finanzielle Durststrecke überbrücken?
  8. Welche Alternativen habe ich zur Existenzgründung mit dem Onlineshop?
  9. Wie effizient oder risikoanfällig sind diese Alternativen im Gegensatz zum Onlineshop?
  10. Habe ich Unterstützung oder kenne ich Berater in Sachen PHP-Programmierung, Grafik und Suchmaschinenoptimierung bzw. Onlinemarketing allgemein?

Sie müssen alle Fragen exakt beantworten können und ein Konzept diesbezüglich haben, erst dann lohnt es sich, weiter über das Projekt nachzudenken und ggf. Berater hinzuzuziehen.

Ein Beispiel für die obigen 10 Punkte:

Im Forum wurde zum Onlinehandel mit Hundezubehör auch die Existenzgründung mit Onlineshop in Erwägung gezogen. Wir gehen nun Schritt für Schritt exemplarisch durch:

Hier das Googlesuchergebnis für Hundezubehör.

  1. In den ersten 10 Suchergebnissen allein 9 Onlineshops mit passenden Domainnamen. Ohne auf die Seiten zu sehen, erkennt man hier, das Hundezubehör verkauft wird. Die ältesten Shops verkaufen bereits seit 1999 (gute 10 Jahre) - sind also alte Hasen in dem Geschäft. Preise haben wir nicht geprüft, bei der Fülle an Wettbewerbern gehen wir jedoch von einem wahren Preiskampf aus.
  2. Seiten: 237.000 und Textanzeigen derzeit ca. 71 (Stand 04.05.09) - damit wird das Wort Hundezubehör sehr stark beworben. Das kann übrigens mit dem kostenlosen Keywordtool von Google Ads geprüft werden.
  3. Hundezubehör kann eigentlich immer verkauft werden, es ist kein Trend oder eine Modeerscheinung.
  4. Das sollte der Gründer mittels Kostenvoranschlägen im Vorfeld prüfen. Im Falle der Eigenherstellung sollte der Stückpreis der Herstellung ermittelt werden.
  5. Das ist das Resultat aus Nr. 4 und den zu ermittelnden Gemeinkosten plus Gewinnaufschlag. Hier könnte ggf. ein Berater befragt oder zu Hilfe genommen werden.
  6. Dazu gibt es mehrere Varianten: a) Eine ist, auch Google Ads Werbung neben den bereits bestehenden 71 Anzeigen zu schalten, äußerst fragwürdig, ob das noch was bringt. b) Suchmaschinenoptimierung, um mit dem Begriff Hundezubehör unter die TOP 3 bei Google zu kommen, noch schwerer als a) oder c)  Werbung auf anderen Seiten für seinen Shop kaufen, sehr teuer. Langfristig würde hier vielleicht eine eigene Community, ein Forum oder ein Blog zum Thema was bringen, ist aber sehr zeitaufwendig und mit Sicherheit innerhalb des Gründungszuschusses nicht zu bewältigen.
  7. Beim Stichwort Hundezubehör sollte man eine Zeit von mindestens 2 bis 3 Jahren einplanen.
  8. Individuell, z.B. die selbst hergestellten Hundeleinen usw. auf Märkten oder im Kreise seines Hobbys verkaufen, an Vereinsmitglieder usw.
  9. Diese Alternative ist weniger risikoanfällig und kapitalintensiv. Man kann sofort verkaufen und muss nicht erst den Shop startklar machen.
  10. In diesem Fall sollte man zumindest jemanden haben, der sich mit SEO oder Onlinemarketing auskennt. Auch ein Unternehmensberater, der die Kalkulationen im Vorfeld durchführt, ist hier sehr angebracht.

Fazit

Reich kann man werden, aber nicht über Nacht ;-) ein Onlineshop ist mehr als nur Artikel in einem Internetshop und nicht jeder Shop hält auch das, was er verspricht. Ein Shop geht nicht von allein gut, er muss regelmäßig gepflegt, beworben und interessant gemacht werden. Besucher kommen nur dann, wenn Google der Meinung ist, dass diese Seite zu einem bestimmten Schlagwort wie Hundezubehör relevanter ist als andere Seiten. Stichwort Suchmaschinenoptimierung (SEO). Genau das hängt von sehr vielen verschiedenen Faktoren ab.

Also SEO betreiben? Viele Anbieter werben damit, Ihnen für den Preis von mtl. 9,95 EUR den Shop und zusätzlich noch Werbung, Marketing und SEO samt Besuchern zu verschaffen - SO ETWAS GIBT ES NICHT - zumindest nicht für den Preis. Lesen Sie nun folgende Artikel:

Meine Checkliste

Video dazu im GründerlexikonTV