Minijob oder Festanstellung?

Sie haben Opens internal link in current windowdie Gründungsphase hinter sich, haben Ihren Opens internal link in current windowKundenstammauf gebaut und das Geschäft läuft. Sie denken über Erweiterung Ihrer Ressourcen nach. Hin und wieder wäre eine zusätzliche Arbeitskraft von Vorteil. Unter welchen Bedingungen es sich lohnt, die Erledigung Opens internal link in current windowbestimmter Aufgaben zu delegieren und wann es sich für Sie rentiert, eine oder mehrere Arbeitskräfte fest anzustellen, erfahren Sie im folgenden Abschnitt.

Tagelöhner- oder Aushilfstätigkeiten

Lange Zeit gab es für Arbeitnehmer in Deutschland nur eine Form der Anstellung: die unbefristete Festanstellung in Vollzeit mit Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Alles andere waren bestenfalls Tagelöhner- oder Aushilfstätigkeiten. Die heutige Notwendigkeit, schnell auf Marktveränderungen reagieren können zu müssen, hat aber neue Formen von Anstellungsverhältnissen hervorgebracht. Eine davon ist der Minijob.

passfoto torsten montag

Welchen Zweck hat ein Tagelohnzettel?

Tagelohnzettel werden überwiegend in der Baubranche und im Handwerk verwendet. Sie dienen als Nachweis über die auf einer Baustelle geleisteten Stunden oder die im Rahmen eines Reparaturauftrags benötigte Zeit. Um es an einem einfachen Beispiel zu verdeutlichen: Ein Unternehmer hat mehrere angestellte Heizungsinstallateure. Die sind für ihn jeden Tag bei den unterschiedlichsten Kunden tätig, um neue Heizungen einzubauen oder defekte Geräte zu reparieren. Für die Rechnungslegung über die erbrachten Leistungen schreibt jeder dieser Handwerker einen Tagelohnzettel, in dem mindestens die sogenannten "fünf W" anzugeben sind: 

Wer

Von welchem Monteur stammt der jeweilige Tagelohnzettel?

Wo

Es ist die vollständige Adresse der Baustelle oder bei einer Reparatur des Einsatzortes und der Kundenname anzugeben.

Wann

Hier wird das Datum und die Dauer der Arbeiten angegeben. Wurden unterschiedliche Leistungen erbracht (beispielsweise Reparatur einer defekten Heizung und anschließendes Entlüften aller Heizkörper), müssen diese Tätigkeiten einzeln mit ihrer jeweiligen Dauer aufgeführt werden.

Warum

Sofern ein Angebot vorliegt, sollte darauf Bezug genommen werden. Ansonsten ist ein Hinweis hilfreich, wie es zu dem Auftrag kam (also zum Beispiel: Anruf durch Kunde, Entsendung durch Arbeitgeber, etc.).

Was

Welche Leistung hat der Handwerker erbracht? Hier ist eine möglichst genaue Beschreibung der durchgeführten Arbeiten erforderlich, damit diese bei Bedarf auch später nachvollzogen werden können. Die bloße Angabe “Bauarbeiten” oder “Reparatur” ist nicht ausreichend.

Außerdem sind die verbrauchten Rohstoffe oder das benötigte Material nach Art und Menge zu erfassen und ggf. den unterschiedlichen Tätigkeiten (siehe unter “Wann”) zuzuordnen. Wurden Maschinen eingesetzt und Hilfsmittel wie Hebebühnen oder Gerüste zusätzlich angemietet, sind auch solche Angaben auf dem Tagelohnzettel zu vermerken.

Die Angaben auf den Tagelohnzetteln lässt sich der ausführende Handwerker durch den Auftraggeber schriftlich bestätigen. Auf Grundlage dieser Angaben kann der Unternehmer gegenüber seinen Kunden abrechnen. Er sieht zu jedem Auftrag die dafür benötigten Stunden seiner Mitarbeiter und den Rohstoffaufwand bzw. Materialeinsatz. Unter Zuhilfenahme eines EDV-Programms kann mit diesen Daten und den zugehörigen Stundensätzen bzw. Materialkosten problemlos eine Rechnung erstellt werden.

Tagelohnzettel Muster

Wir haben für Sie ein kostenloses Muster zum Download zur Verfügung gestellt. Wir stellen Ihnen ein Tagelohnzettel in PDF sowie in Word zur Verfügung. 

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Vorteile Minijob

  • Geringe Kapitalbindung durch Personalkosten
  • Kostengünstiges Arbeiten
  • Große Flexibilität, z.B. zum Auffangen von Auftragsspitzen
  • Entlastung des hochqualifizierten Personals von geringwertigeren Aufgaben

Flexibel reagieren: Rentner und Studenten machen´s möglich

Wenn es um die Erledigung vorhersehbarer Aufgaben mit begrenztemUmfang oder um das Auffangen von Auftragsspitzen geht, bietet sich die Arbeitsform Minijob an. So bleiben Sie als Arbeitgeber im Hinblick auf Ihre Personalkosten flexibel. Die Arbeit wird erledigt und Sie selbst können sich gleichzeitig auf die wichtigeren und höherwertigen Aufgaben konzentrieren. Mit der Beschränkung, dass der Minijobber maximal 450 EUR im Monat verdienen darf, ist der Minijob im Hinblick auf die soziale Absicherung ein Job wie jeder andere. Zudem eröffnen sich für viele Arbeitssuchende neue Möglichkeiten: so können etwa Schüler oder Rentner die im Rahmen eines Minijobs anfallenden Aufgaben erledigen. Der Arbeitnehmer ist durch das Arbeitsverhältnis sozialversichert. Darüber hinaus kann der Minijobber seine Beiträge zur Rente aufstocken. Sie als Arbeitgeber zahlen dafür eine Pauschale an die gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung.

Der Klassiker: Die Festanstellung

Dagegen steht die klassische Form der Festanstellung. Hier liegt der deutliche Vorteil für Sie als Arbeitgeber darin, dass Sie wissen, wen und was Sie haben. Sie kennen die Stärken der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und können diese gezielt für bestimmte Aufgaben einsetzen. Auch lohnt es sich, in die Weiterbildung der Mitarbeiter zu investieren: einmal erworbenes Wissen bleibt im Haus lange erhalten und wird an die Mitarbeiter weitergegeben. Sie wissen stets, welche Ressourcen Sie zu welchem Zeitpunkt zur Verfügung haben und können kurzfristig eine Entscheidung darüber treffen, ob Sie mit den zur Verfügung stehenden Mitteln ein bestimmtes Projekt stemmen können, ohne sich Personal erst aufwändig beschaffen zu müssen. Zudem erhöhen Gratifikationen wie Weihnachtsgeld die Motivation Ihrer Mitarbeiter und bestärken die Loyalität Ihrer Arbeitnehmer.

Vorteile Festanstellung

  • Weiterbildung der Arbeitnehmer zahlt sich langfristig aus
  • Know how bleibt lange Zeit im Haus
  • Zugriff auf Sonderbegabungen ("Special Skills") einzelner Mitarbeiter
  • Einarbeitung nur einmalig notwendig
  • Schnelle Reaktionszeiten auf Auftragsanfragen möglich
  • Spezialwissen der Mitarbeiter kann Alleinstellungsmerkmal am Markt sein
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Schlüsselübergabeprotokoll

Viele Unternehmen übergeben Ihren Mitarbeitern Schlüssel, die Sie zum Zugang der betrieblichen Räume benötigen. Geht einer dieser Schlüssel verloren ist die Sicherheit der betrieblichen Räume gefährdet. Deshalb ist es wichtig, dass der Verlust eines Dienstschlüssels vom Mitarbeiter sofort gemeldet wird. Dann muss der Arbeitgeber, je nach Schließanlage, die Schlösser austauschen lassen um Einbrüche zu vermeiden. Eine teure Angelegenheit.

Wer muss zahlen?

Prinzipiell haftet der Mitarbeiter, der im Besitz des Schlüssels war. Im Streitfall muss der Arbeitgeber nachweisen, dass der Arbeitnehmer den entstandenen Schaden verursacht hat. Mit einer Empfangsbestätigung für die Schlüsselübergabe ist der Nachweis gesichert. Fehlt ein solcher Nachweis, und kann auch sonst nicht bezeugt werden, dass der Angestellte den Schlüssel verloren hat, wird der Arbeitgeber auf den entstandenen Kosten sitzen bleiben. Umso wichtiger ist es, seine Mitarbeiter auf Ihre Pflicht und mögliche Konsequenzen hinzuweisen und eine Empfangsbestätigung unterschreiben zu lassen. Dazu können Sie sich hier die entsprechende Vorlage herunterladen

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