Mit der Dotmocracy Methode gemeinsam Ideen bewerten

Durch die vorangehende Suche via Kreativitätstechniken wurden von Ihnen im Vorfeld einige vielleicht gute Gedanken generiert, die nun bewertet und selektiert werden müssen. Um eine effektive und erfolgreiche Bewertung vorzunehmen, eignet sich die Dotmocracy Technik. Bei der Dotmocracy Methode handelt es sich um eine Gruppenarbeit zur demokratischen Bewertung von Ideen.

Bei dieser Vorgehensweise erhält jeder Teilnehmer eine bestimmte Anzahl an Stimmen, die auf die gesammelten Geschäftsideen verteilt werden sollen.

„Dot“ kommt im Übrigen von punktieren und „mocracy“ ist eine Abkürzung von democracy, also demokratisch. Mit der Verteilung von Punkten wird demokratisch über die Ideen abgestimmt. Die Dotmocracy Methode ähnelt in der Ausführung ein wenig der Bewertungsmethode des Ideenscreenings. Der Unterschied besteht darin, dass sich die Teilnehmer bei der Dotmocracy Methode stärker mit der Aufgabe und den anderen Teilnehmern auseinandersetzen und so bei der Bewertung ein demokratischer Diskussionsprozess in Gang kommt.

Materialien

  • Papier
  • Stifte
  • Klebepunkte
  • Stellwände (Pinnwand/Flipchart)
  • Nadeln

Teilnehmer & Ort

Die Gruppe sollte aus mindestens 6 aber nicht mehr als 12 Teilnehmern bestehen. Ein Moderator hilft, bei der Einführung in die Bewertungsrunde und leitet die Gruppe bei der Auswertung an.

Ablauf

Teilen Sie vor der Bewertung der Ideen genau mit, um was es Ihnen geht. Machen Sie die Teilnehmer mit den Details und Hintergründen Ihres Vorhabens bekannt. Jeder Teilnehmer sollte die Möglichkeit erhalten, Fragen zu stellen und Unklarheiten erklärt zu bekommen. Diskussionen sollten nicht unterbunden werden. Erst wenn alle Teilnehmer das Ziel genau begriffen haben, sollten Sie mit der Bewertung beginnen.

Die bei der Ideensuche entstandenen Geschäftsideen werden nun auf Zettel geschrieben und an aufgestellten Pinnwänden oder Flipcharts aufgehängt. Jeder Teilnehmer erhält durch den Moderator eine vorher festgelegte Anzahl an Klebepunkten. Es empfiehlt sich bei der Dotmocracy Methode nicht mehr als 2 Stimmen pro Teilnehmer zu verteilen.

Die Teilnehmer sollen dann die Punkte auf die Ideen-Zettel kleben, die sie am besten finden.

Sind alle Klebepunkte verteilt, werden die Ideen ohne Klebepunkt aussortiert. Die verbleibenden werden nach der Anzahl der Punkte sortiert. Ideen mit wenigen wie beispielsweise einem Punkt werden als Reserve aussortiert.

Die Ideen, die die meisten Punkte bekommen haben, werden weiter entwickelt.

Verhaltensregeln

  • Nehmen Sie sich Zeit, das Ziel der Bewertungsrunde genau zu begreifen, denn nur wenn jeder Teilnehmer weiß worum es geht, kann eine gute Bewertung stattfinden
  • Drängeln Sie nicht und lassen Sie ihren Gruppenmitgliedern ausreichend Raum, Platz und Zeit, seine Bewertungen abzugeben
  • Versuchen Sie bei der Bewertung ihre eigenen Ideen nicht zu sehr zu bevorzugen.
  • Seien Sie offen für neue Wege und neue Ideen

Nachbereitung

Ist die Ideenbewertung abgeschlossen, können die Teilnehmer an die Weiterentwicklung der Geschäftsideen gehen. Eine weitere Nachbereitung ist nicht nötig.

Kritik (Vor- und Nachteile)

Hat ein Teilnehmer den Hintergrund der Bewertung nicht wirklich erfasst, kann es zu Fehlentscheidungen kommen. Auch besteht die Gefahr, dass man sich zu sehr von bekannten Ideen und Bereichen beeinflussen lässt und zu wenig offen ist für Neues.

Hier muss der Moderator klare und verständliche Anleitungen und Informationen geben.

Lernen Sie weitere Kreativtechniken kennen, und finden Sie heraus, wie man aus mehreren Geschäftsideen eine passende auswählt:

Die Dotmocracy Technik ist eine einfache und unkomplizierte Methode, in der Gruppe Ideen demokratisch auszusuchen und zu bewerten. Sie ist ohne große Vorbereitung umsetzbar. Auch zurückhaltende Teilnehmer können hier in Ruhe und für sich, eine Bewertung vornehmen.

Das Ergebnis ist eine fundierte und gut überdachte Idee, die zu einem Geschäftsmodell entwickelt werden kann.

Bild Torsten Montag mit weißem Hemd, sitzend
Gründerlexikon-Redaktion Torsten Montag

Torsten Montag ist seit 2004 als Chefredakteur inhaltlich für das Gründerlexikon verantwortlich. Er ist regelmäßig Interviewpartner sowie Gastautor von Fachbeiträgen externer Medien zum Thema Gründung und Selbständigkeit. Bevor er gruenderlexikon.de gegründet hat, war er als Steuerfachangestellter und Betriebswirt ua. bei PwC und einer Steuerkanzlei in Thüringen tätig.

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