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Bereiten Sie künftige Kooperationen vor!

Wir möchten Sie nun auf die Möglichkeit von Kooperationen zur Erreichung eines Zieles bei Ihrer Unternehmensgründung hinweisen und vorbereiten. Nehmen Sie sich die Zeit und lesen Sie sich zunächst unsere einzelnen Themenbereiche durch, informieren Sie sich zum Thema Kooperationen und planen Sie anschließend ganz individuell, mit welchen Wettbewerbern, Unternehmern, Institutionen oder Privatpersonen Sie spezielle Kooperationen knüpfen können und wollen.

Wählen Sie ein Thema:

Was ist eine Kooperation?

Unter einer Kooperation (Zusammenarbeit) wird der strategische Zusammenschluss verschiedener Personen oder Institutionen verstanden, die auf diese Weise anstreben, ein gemeinsames Ziel zu erreichen, oder dessen Erreichung zu erleichtern. Die durch die Kooperation erzielbaren Vorteile stehen individuell-egoistischen Zielen oder auch dem Drang, miteinander zu wetteifern, gegenüber. Kooperationen kommen sowohl in der menschlichen Interaktion als auch in der Tierwelt vor. Bereits Kleinkinder sind in der Lage, die Vorteile der Zusammenarbeit zu erkennen und zu nutzen. Durch die Kooperation ist es möglich, im Rahmen von Synergien Ergebnisse zu schaffen, die in einzelner Tätigkeit nicht erzielbar wären. (Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.) Die Effekte der Kooperation werden unter anderem im Rahmen der Spieltheorie beleuchtet und erklärt. Vor allem im Handel bieten Kooperationen zahlreiche Vorteile. Durch die gemeinsame Nutzung von Marketinginstrumenten oder die Schaffung von Einkaufspreisvorteilen durch Beschaffungsgemeinschaften lassen sich gegenüber individuell ausgeführten Handlungen zum Teil beträchtliche wirtschaftliche Einsparungen erzielen. Im Alltag könnte beispielsweise der Kauf eines Sammelloses für eine einfache Kooperation stehen. Ein bekanntes, wenn auch rechtlich problematisches Beispiel ist die Kartellbildung, die den beteiligten Unternehmen unter Aufgabe eines Teils ihrer Autonomie ermöglicht, mittels Absprachen die Preisgestaltung auf einem bestimmten Handelsmarkt zu ihrem Vorteil zu beeinflussen. Zu den Kooperationen zählen auch Joint Ventures, Genossenschaften oder Interessengemeinschaften. Die beteiligten Unternehmen bleiben dabei rechtlich selbständig. Auch auf internationaler Ebene finden verschiedenste Kooperationen statt. Die Europäische Union stellt ein Beispiel für eine internationale Partnerschaft dar, im Rahmen derer sich die beteiligten Länder im Erreichen ihrer wirtschaftlichen Ziele unterstützen.

Später, im Bereich der "Gründungsphase", kommen wir auf die Kooperationen zurück, schließen Kooperationsverträge oder Kooperationsvereinbarungen und pflegen anschließend diese noch jungen Zusammenschlüsse und Allianzen, um für viele Jahre davon profitieren zu können.

Kooperationen zwischen zwei Unternehmen – Fluch oder Segen?

Modell mit Zukunft: Infografik RKW Kompetenzzentrum 2018 zu Kooperationen von KMU mit startups
Bild: Modell mit Zukunft Infografik von RKW-Kompetenzzentrum 2018

Wikipedia schreibt sinngemäß, Kooperationen seien das "zweckgerichtete Zusammenwirken" zweier Systeme zur Errreichung eines gemeinsamen Zieles. Das gleicht rein juristisch gesehen der GbR (Was ist die GbR?), welche ja auch die Zusammenarbeit von zwei Unternehmen regelt, die ein gemeinsames Ziel verfolgen. Das Ziel der Kooperation ist positiven Nutzen für alle Beteiligten zu erreichen, die sogenannte Opens internal link in current windowWin-Win-Situation herzustellen.

Kooperationen gehören zum Alltag vieler Unternehmen. Die Opens internal link in current windowGründe, aus denen heraus Kooperationen eingegangen werden, sind sehr unterschiedlich. Egal, welche Motive dafür ausschlaggebend sind, sollte man immer die Chancen sowie die Risiken einer Zusammenarbeit gegenüberstellen und gemeinsam betrachten.

Die Vorteile und Chancen einer Kooperation

Je nachdem, welcher Art Ihre Kooperation ist, können Sie eine Menge Vorteile daraus ziehen:

  • Sie bündeln Ressourcen und können so größere Aufträge gemeinsam stemmen.
  • Das Risiko eines Auftrags wird auf zwei „Schultern“ verteilt.
  • Abläufe können rationalisiert und damit Kosten gesenkt werden.
  • Sie realisieren günstigere Preise durch größere Einkaufsmengen und den gemeinsamen Einkauf.
  • Sie können die Kosten für Entwicklung und Fertigung senken.
  • Die Produktionszeiten verringern sich, während die Produktivität steigt.
  • Bessere Auslastung der Kapazitäten beider Kooperationspartner und Ausgleich von Kapazitätsengpässen.
  • Sie realisieren eine größere Angebotspalette.
  • Sie vergrößern das zur Verfügung stehende Know-how.
  • Der Maschinenpark für die Produktion vergrößert sich, neue Technologien können genutzt werden.
  • Sie müssen große Aufträge nicht mehr in Teilaufträge splitten, um sie übernehmen zu können.
  • Sie können Ihre Marktposition ausbauen.
  • Unter Umständen ermöglicht Ihnen die Kooperation die Kalkulation von niedrigeren Preisen.
  • Sie können neue Kunden gewinnen.

Die Nachteile und Risiken einer Kooperation

Mit einer Kooperation gehen Sie aber auch Risiken ein, die Sie nicht verachten sollten. Immerhin tun Sie sich mit einem Partner zusammen, den Sie unter Umständen vielleicht noch nicht einmal allzu gut kennen und gehen damit durchaus das eine oder andere Risiko ein. Machen Sie sich am besten im Vorfeld Gedanken über diese Aspekte:

  • Sie können Ihre Entscheidungen häufig nicht mehr alleine treffen, sondern müssen abstimmen und des Öfteren auch einmal Kompromisse schließen.
  • Eine exakte Aufteilung der Kooperationsaufgaben ist schwierig, weshalb häufig eine Seite mehr für die Kooperation leistet als die andere.
  • Wenn gemeinsam Innovationen entwickelt werden, können diese auch später nicht alleine genutzt werden – der Partner bleibt daran beteiligt.
  • Sie müssen die Gewinne teilen, aber im Zweifelsfall auch Verluste gemeinsam tragen.
  • Oft arbeiten die Mitarbeiter von kooperierenden Unternehmen nicht mehr so motiviert wie vorher.
  • Je nachdem, welche Form der Kooperation gewählt wird, kann ein Teil der Selbständigkeit verloren gehen – sowohl rechtlich als auch wirtschaftlich.

Lesen Sie im nächsten Artikel, welche Opens internal link in current windowKooperationsgrundsätze Sie beachten müssen, um erfolgreiche Kooperationen aufzubauen!

Die Top 6 Gründe, warum Kooperationen scheitern

Leider scheitern in der Praxis viele Kooperationen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Hier kommen die häufigsten sechs Probleme, durch die Kooperationen schief gehen können:

1. Ein Partner will sich über die Kooperation konsolidieren

Beide Partner sollten finanziell abgesichert sein, wenn sie die Opens internal link in current windowKooperation eingehen. Ansonsten ist der besser situierte Partner ständig damit beschäftigt, die Finanzlöcher beim anderen zu stopfen. Darüber vergisst man gerne die eigentlichen Ziele der Kooperation.

2. Es gibt zwischenmenschliche Probleme

Selbst wenn man sich bereits vor der Kooperation gekannt hat – manche Charakterzüge erkennt man erst, wenn man näher zusammenarbeitet. Da stellt sich ein Partner plötzlich als gar nicht so gewissenhaft und zuverlässig heraus, als man ihn eingeschätzt hatte. Vielleicht stellt auch einer der Partner plötzlich seine eigenen Interessen über die der Kooperation. Wenn sich auf der zwischenmenschlichen Ebene erst einmal Probleme eingeschlichen haben, ist das Ende der Kooperation häufig bereits mehr oder weniger besiegelt.

3. Ein Partner verschwindet mit den Kunden des anderen.

Problematisch wird es in vielen Fällen, wenn man sich in der Kooperation zerstreitet. Wenn dies vertraglich nicht geregelt ist, kann der Partner die Kunden seines Partners abwerben und sich dann trennen. Dann steht ein Unternehmen plötzlich ohne Geschäftsbasis da.

4. Der erhoffte Vorteil stellt sich für einen oder beide Partner nicht ein

Jeder Kooperationspartner verfolgt ein oder mehrere Ziele, beispielsweise eine Umsatzsteigerung, eine bessere Auslastung oder neue Kunden. Wenn jedoch diese Ziele durch die Kooperation nicht erreicht werden, verliert die Kooperation ihre Attraktivität und verursacht schließlich nur noch Arbeit statt Nutzen.

5. Die Partner können sich gegenseitig nicht vertrauen

Vertrauen ist die wichtigste Basis einer erfolgreichen Kooperation. Die Partner müssen sich schon dahingehend vertrauen, dass jeder seinen Teil der Vereinbarungen erfüllt. Auch bezüglich des Qualitätsniveaus der Zusammenarbeit muss Vertrauen herrschen. Wenn kein Vertrauen aufgebaut werden kann, führt dies zu Kontrolle, Kontrolle zu schlechter Stimmung und schlechte Stimmung zum Scheitern der Kooperation.

6. Es gibt Unklarheiten über die Aufgabenverteilung

Besonders wenn die Verteilung der Aufgaben nicht vertraglich vereinbart ist, gibt es in der Praxis häufig Probleme bei der Frage, wer welche Aufgaben zu erledigen hat. Wer kümmert sich um den Schriftverkehr, wer um die Buchhaltung und wer besorgt neue Kundenkontakte? Wenn die Aufgaben nicht von Anfang an ordentlich verteilt werden, kommt es häufig zum Streit über die Menge an Arbeit, die die einzelnen Partner übernehmen müssen.

Worauf muss ich bei einer gemeinsamen Marke bei einer Kooperation achten?

Mit der Etablierung einer gemeinsamen Marke für die Kooperation ist eine Menge Arbeit verbunden. Oft dauert es sehr lange und kostet auch nicht gerade wenig Geld, um das Vertrauen der Verbraucher in die Marke zu verdienen. Umso größer kann aber auch der Wert einer Marke werden, wenn sie erst einmal erfolgreich etabliert wurde. Deshalb ist es wichtig, dass im Vorfeld einige Regelungen getroffen werden.

Rechte an der Marke

Es gibt mehrere Varianten, wie eine Marke für eine Kooperation zustande kommen kann und wie diese rechtlich zu beurteilen sind, besonders auf dem Hintergrund einer späteren Trennung der Kooperationspartner.

Bereits vorhandene Marke

Angenommen, Sie besäßen bereits eine etablierte Marke und wollten diese in die Kooperation einbringen. Alle Kooperationspartner investieren anschließend in den Ausbau des Bekanntheitsgrades der Marke. Bei einer Trennung würde Ihnen die Marke jedoch immer noch gehören und Sie könnten mit ihr von dannen ziehen. Die Investitionen Ihrer Partner würden nicht abgegolten.

Mehrere Kooperationspartner

Wenn es mehrere Kooperationspartner gibt, ist es sinnvoll, dass die Marke der Kooperation gehört. Dadurch könnten die verbleibenden Kooperationspartner die Marke weiterhin nutzen, auch wenn ein einzelner Unternehmer ausscheidet. Der ausscheidende Partner darf die Marke nicht mehr verwenden, sobald sein Ausscheiden wirksam wird.

Nur zwei Kooperationspartner

Wenn eine Kooperation, die aus nur zwei Partnern besteht, aufgelöst wird, stellt sich in aller Regel die Frage, wer die Marke weiterhin nutzen darf. Wenn eine Marke bereits vorher bestanden hat, macht es Sinn, wenn derjenige sie weiterhin nutzen darf, der sie in die Kooperation eingebracht hat. So oder so muss jedoch stets der andere Kooperationspartner für den Aufwand entschädigt werden, der für den Mitaufbau der Marke entstanden ist.

Vorüberlegungen zum Markenaufbau

Die Vorüberlegungen zum Opens internal link in current windowAufbau einer Marke sind bei einer Kooperation im Endeffekt dieselben wie bei einem normalen Unternehmen. Sie sollten zunächst recherchieren, ob die gewünschte Markte bereits am Markt im Einsatz oder gar in das Markenregister eingetragen wurde, denn dann könnten Sie sie nicht mehr für sich nutzen. Eine solche Recherche können Sie entweder selbst online beim Deutschen Patent- und Markenamt durchführen oder ein Unternehmen mit der Markenrecherche beauftragen. Dabei sollten Sie nicht nur darauf achten, ob exakt dieselbe Marke schon existiert, sondern ob auch eine Verwechslungsgefahr mit einer bestehenden Marke besteht.

Außerdem sollten Sie prüfen, ob zu Ihrer gewünschten Marke auch noch ein Opens internal link in current windowpassender Domainname verfügbar ist, auf dem Sie später eine Opens internal link in current windowInternetseite starten können.

Schutz der Marke

Natürlich schützen Sie Ihre Opens internal link in current windowMarke am besten, indem Sie sie ins Markenregister eintragen lassen. Gemeint ist jedoch in diesem Fall nicht der Schutz Ihrer Marke vor dem Missbrauch durch Dritte, sondern viel mehr der Schutz vor Schäden, die durch Ihre Kooperationspartner angerichtet werden könnten. Die Kunden verbinden mit der Marke bestimmte Eigenschaften, beispielsweise eine gewisse Qualität oder Zuverlässigkeit. Ein guter Ruf ist wesentlich schneller zerstört als aufgebaut. Das Problem ist: Wenn sich ein Kooperationspartner „daneben benimmt“, leidet die Marke natürlich für alle Partner.

Sie sollten daher von vornherein Spielregeln für den Umgang mit der Marke festlegen. Wenn ein Mitglied gegen diese Regeln verstößt, muss die Gemeinschaft entscheiden, wie mit ihm zu verfahren ist. Unter Umständen muss er von der Benutzung der Marke ausgeschlossen werden, wenn er nicht bereit ist, ein entsprechendes Verhalten an den Tag zu legen.

Was muss ich zur E-Kooperation wissen?

In Zeiten von steigenden Umsätzen in Opens internal link in current windowOnlineshops und immer wieder neuen Internet-Technologien spielen auch so genannte E-Kooperationen eine immer größere Rolle. Dabei handelt es sich um Kooperationen, die ausschließlich auf der Basis elektronischer Medien geführt werden. Hierzu werden vor allem das Internet, aber auch Telefon, Smartphones und andere Medien genutzt.

Vorteile einer E-Kooperation

Eine E-Kooperation bietet Ihnen eine Menge Vorteile, die einen normale Kooperation nicht aufzuweisen hat:

  • Es ist wesentlich einfacher, einen passenden Kooperationspartner zu finden, da Sie nicht an einen bestimmten Standort gebunden sind.
  • Sie können Ihre Kooperation je nach Bedarf um weitere Partner erweitern, selbst aus dem Ausland, um beispielsweise einen größeren Auftrag zu stemmen.
  • Die Kosten für die Kommunikation können gesenkt werden, da keine teuren Konferenzen und Meetings mit hohen Anreisekosten abgehalten werden müssen. Stattdessen sparen Sie mit einer Video- oder Telefonkonferenz viel Zeit.
  • Da wesentlich mehr Prozesse computergestützt ablaufen, wird auch die Fehlerquote gesenkt und die Opens internal link in current windowQualität erhöht.
  • Durch die kurzen Abstimmungswege können Entscheidungen sehr schnell getroffen werden.

Die technische Basis

Damit eine E-Kooperation ihren Zweck erfüllt, muss bei allen Beteiligten die technische Basis stimmen. Das wichtigste ist eine schnelle Internetverbindung. Um eine Videokonferenz zu veranstalten benötigen Sie eine hohe Datenübertragungsrate, da es ansonsten zu einem Ruckeln oder Stocken des Videobildes kommen kann. Dementsprechend leistungsfähig müssen auch die jeweiligen Rechner sein, da auch sie mit den hohen Datenmengen klar kommen müssen.

Nicht zwingend erforderlich, aber dennoch sehr nützlich ist es, wenn die Partner mit derselben Software und somit mit denselben Dateiformaten arbeiten, beispielsweise mit MS Office für Textverarbeitung und Tabellenkalkulation. Wenn dies nicht möglich ist, sollte zumindest auf gleiche Dateiformate geachtet werden, die jeder öffnen und bearbeiten kann, beispielsweise txt, rtf oder pdf.

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Foto Torsten Montag

Meine Name ist Torsten Montag, ich betreibe seit 2004 das Gründerlexikon. 2019 habe ich die GründerAkademie gegründet. Hier finden Sie all die Dinge, die mir geholfen haben, ein erfolgreicher Unternehmer zu werden. Machen Sie zuerst meinen UnternehmerTest oder probieren Sie den Geschäftsideenfinder!

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