Häufig gestellte Fragen zum Factoring

Wo liegen die Vorteile und Nachteile beim Factoring?

Vorteile:

  • Liquiditätssicherung
  • Bonitätsverbesserung durch Ratingverbesserung bei Banken
  • Ergebnis: Erhöhung der eigenen Kreditwürdigkeit
  • Übergabe des Risikos von Forderungsausfällen
  • Zeitersparnis durch Übergabe der Buchführung und Eintreibung der Forderung
  • Kosten des Mahnwesens werden gesenkt
  • Risiko und Kosten der Forderungsausfälle werden abgegeben

Nachteile:

  • Kosten durch Factoring entstehen
  • gewisse wirtschaftliche Abhängigkeit vom Factor
  • ggf. Verärgerung beim Kunden durch Abtretung der Forderung, da Vertrauensbruch durch Factoring entsteht
Mahnung auf einem Brief
Bild: geralt / pixabay

Wie lautet eine Erklärung oder Definition zum Factoring?

Eine der modernsten und zugleich auch jüngsten Inkasso-Strategien wird heute durch das Factoring gebildet. Viele Unternehmen zeigen sich gegenüber dem Factoring noch immer sehr skeptisch, andere Betriebe haben hingegen die Vorzüge dieser Strategie bereits für sich entdecken können. Das Factoring basiert dabei immer auf einer sogenannten Dreipersonenbeziehung. Des Weiteren verfügt es über einige Kernfunktionen und Nebeneffekte.

Beim Factoring kommt es zu einem Ankauf von Rechnungen, die von einem Unternehmen an einen Kunden gestellt werden. Hierfür erhält das Unternehmen eine sofortige Vorauszahlung, die mindestens 80 % des kompletten Rechnungsbetrages enthält. Dadurch kann sich das Unternehmen einen sofortigen Liquiditätszufluss sichern. Somit wächst natürlich der Handlungsspielraum eines Unternehmens erheblich. Des Weiteren stehen die Factoring-Kunden durch die Übernahme der Rechnung nach dem deutschen Gesetz unter dem Delkredereschutz. Dadurch wird der Factoring-Kunde zu 100 Prozent vor dem Forderungsausfall geschützt.

Wie lauten die Voraussetzungen zum Factoring?

Die Voraussetzungen bestimmt jedes Unternehmen individuell für sich, dabei ist die Branche als Zielgruppe entscheidend, aber auch die Marktzugehörigkeit, sowie die Größe der abgetretenen Unternehmen. Im Folgenden möchte ich einige allgemeingültige Voraussetzungen kurz nennen, um einen ersten Einblick zu gewähren:

Das abtretende Unternehmen sollte:

  • ausschließlich gewerblichen Kunden haben
  • weder Forderungsabtretungen noch weitere Rechte Dritter inne haben
  • in Sachen Umsatz als auch Absatz der Waren den Vorgaben entsprechen
  • mindestens 250 Euro Forderungshöhe vorweisen

Factoring ist besonders für Unternehmen mit hohen Außenständen und geringem Eigenkapital lohnenswert, da für sie so bei Einkäufen über das Skonto eine Möglichkeit zum Geldsparen besteht. Für die bereits erbrachten Leistungen sollten keine Gegenleistungen vereinbart worden sein, damit der Factor ohne Komplikationen agieren kann.

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Wo kann ich die Factoringkosten einzelner Anbieter vergleichen?

Ich habe einige interessante Portale gefunden, wo unterschiedliche Factoringanbieter gegenübergestellt werden. Insbesondere werden dabei die Leistungen und die Kosten verglichen

Fehlt ein Eintrag? Schreiben Sie mir.

Wie hoch sind die Kosten beim Factoring?

Das hängt von dem Factoringdienstleister ab. Um diese Frage jedoch mit einem Beispiel beantworten zu können, möchte ich zunächst einige Varianten des Factorings zeigen.

  • Selektives Factoring
  • Inhouse Factoring
  • Stilles Factoring
  • Full-Service Factoring

Die Kosten des Factoring an Beispielen:

Factoring-ArtKurzbeschreibungKosten
Selektives FactoringDer Unternehmer wählt selbst aus, welche Forderungen er abtritt. Auch schon ab nur einer Forderung möglich.Relativ teuer und wenige Anbieter
Stilles FactoringDer Debitor erfährt nichts vom Factoring. Sie bleibt für ihn unsichtbarTeurer als offenes Factoring, gute Bonität vorausgesetzt
Inhouse FactoringDer Factor übernimmt nur die Finanzierung und den Ausfallschutz. Debitorenbuchhaltung und Mahnwesen verbleiben beim Unternehmer.Sehr preiswert
Full-Service FactoringDer Factor übernimmt die gesamte Debitorenbuchhaltung, inkl. Mahnwesen und Ausfallschutz.Mittleres Preissegment, dafür wird ein Teil der Buchhaltung ausgelagert.

 

Die konkreten Factoringkosten sind sehr stark abhängig von verschiedenen Faktoren wie Umsatzhöhe, Branche, Zahlungsziel, Art der Leistung, Bonität des Unternehmers und Debitors usw. Die Kosten für Factoring sind sehr individuell und schwanken zwischen 0,15% und über 4%. Als Faustregel lässt sich festhalten: Je höher die Umsätze, sprich je mehr Forderungen abgetreten werden und je besser die Bonität, desto preiswerter wird Factoring.

Vor einem konkreten Angebot erfolgt daher immer erst eine persönliche Kontaktaufnahme des Factor mit dem Unternehmer.

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Wie lauten die besten Anbieter beim Factoring?

Ich schlage Ihnen einige Anbieter vor, welche auf mich einen serösen Eindruck machen. Wohlgemerkt: Es sind längst nicht alle Anbieter:

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Können Sie mir Beispiele zum Factoring geben?

Der gewerbliche Anbieter Mueller verkauft anderen Unternehmern Telefonanlagen und installiert diese vor Ort. Zusätzlich bietet er dazu Beratung an. Firma Möller ist bereits 15 Jahre erfolgreich am Markt und möchte nun Factoring nutzen, um zusätzliche Liquidität im Unternehmen zu schaffen und bei ganz bestimmten Kunden Forderungen einzutreiben, das Mahnwesen sowie die Korrespondenz und die gesetzlichen Möglichkeiten dazu an einen externen Dienstleister abgeben. Factoring soll gleichzeitig als Abschreckung bei bestimmten Kunden eingesetzt werden, um weitere Aufträge von diesen Kunden elegant abzulehnen.

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