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Besuchen Sie ein Existenzgründerseminar!

Nachdem Sie mit Ihrem Berater einen Zeitplan erstellt haben, ist es nun an der Zeit ein Existenzgründerseminar zu besuchen. Sicher haben einige von Ihnen bereits die Vorbildung und benötigen ein solches Gründerseminar nicht mehr. Häufig hört man, das sei Zeitverschwendung, kostet nur unnötig Geld und helfen kann einem doch auch niemand. Ganz so sehe ich das als Betreiber vom Gründerlexikon nicht und "Ja" auch ich habe damals im Jahre 2005 ein Gründerseminar besucht, obwohl ich genau wusst was ich wollte, eine abgeschlossene Lehre als Steuerfachangestellter in der Tasche hatte sowie ein Diplom der Betriebswirtschaft im Schwerpunkt Steuern- und Prüfungswesen und den Nebenfächern Investition und Finanzierung vorweisen konnte.

Häufige Fragen zum Existenzgründerseminar

Und trotzdem bin ich freiwillig zur IHK gegangen und habe Geld für ein Existenzgründerseminar bezahlt. Warum eigentlich? Ich hatte die vage Vermutung, man könnte selbst dort noch was lernen oder zumindest Kontakte schließen, interessante Leute kennen lernen oder wenn das alles schon nicht möglich sei, wenigsten eine schlechte Erfahrung machen und daraus lernen.

Meine Mitstreiter hatten leider nicht so ein Glück und so hörte ich die unzähligen Fragen aus allen Bereichen und war innerlich doch recht zufrieden mit mir, das Seminar besucht zu haben, denn es gab mir Sicherheit und Zuversicht. Es kam in mir das Gefühl hoch, schon sehr viel zu können und zu wissen und damit gegenüber vielen anderen Gründern einen riesigen Vorsprung zu haben. Schönes Gefühl, deswegen vielleicht auch das Gründerlexikon, um Ihnen bei Ihrer Gründung zu helfen:

Muss ich ein Gründerseminar besuchen?

Sobald Sie sich das erste Mal ernsthaft mit dem Gedanken tragen, werden viele Themen über Sie hereinbrechen, mit denen Sie sich als Arbeitnehmer nie beschäftigen mussten. Begriffe und Themen wie Umsatzsteuer, Kleinunternehmerregelung, Gewerbesteuer, Geschäftskonto, Steuerberater, Fördermittel oder Ausübungsberechtigung sind für angehende Selbstständige oft verwirrend und schwierig zu überblicken. Häufig hört man deshalb die Empfehlung, ein Gründerseminar zu besuchen, das wichtige Informationen zur Selbstständigkeit vermittelt.

Die Inhalte im Existenzgründerseminar

Die Inhalte von Existenzgründerseminaren variieren oft sehr deutlich. Dies zeigt sich bereits am Umfang. Einer durch das Gründerlexikon durchgeführten Umfrage zufolge dauern fast drei Viertel der von Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern nur wenige Stunden bis einen Tag. 14 bzw. 15 Prozent dauern zwei oder drei Tage bzw. länger als drei Tage. Dementsprechend unterschiedlich müssen logischerweise auch die Inhalte aufgebaut sein. Themen, die meist mehr oder weniger tiefgehend beleuchtet werden, sind beispielsweise:

  • Besonderheiten der Gewerbeanmeldung
  • Klärung der Möglichkeiten in Bezug auf die Rechtsform
  • steuerliche Angelegenheiten
  • wichtige Versicherungen
  • Standortanalyse
  • Erstellung eines Businessplans mit Umsatz- und Rentabilitätsvorschau
  • Finanzierung und Fördergelder

Grundsätzlich handelt es sich dabei um Themen, die jeden Gründer angehen. Doch sind Existenzgründerseminare tatsächlich eine lohnenswerte Investition oder doch mehr Zeitverschwendung?

Besteht eine gesetzliche Verpflichtung zum Besuch eines Existenzgründerseminars?

Eines sei gleich vorweg erwähnt: Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung, ein Existenzgründerseminar zu besuchen. Wenn Sie Fördergelder oder einen Kredit beantragen, kann die genehmigende Stelle die Teilnahme an einem Existenzgründerseminar zur Auflage machen, besonders wenn sie an den fachlichen Voraussetzungen zweifelt. Für den Gründungszuschuss gibt es eine indirekte Verpflichtung zur Weiterbildung, wobei nicht zwingend ein Existenzgründerseminar der IHK oder HWK erforderlich ist. § 93 Abs. 2 SGB III besagt: „Ein Gründungszuschuss kann geleistet werden, wenn die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer […] ihre oder seine Kenntnisse und Fähigkeiten zur Ausübung der selbständigen Tätigkeit darlegt.“ Eine Bescheinigung über die Teilnahme am Existenzgründungsseminar belegt zwar, dass Sie diese Kenntnisse erworben haben. Theoretisch könnten Sie entsprechende Kenntnisse aber auch beispielsweise durch eine frühere Selbstständigkeit, durch entsprechende kaufmännische Vorerfahrungen oder auch durch ein geeignetes Selbststudium nachweisen.

Wann ist ein Existenzgründerseminar empfehlenswert?

Sie müssen sich selbst überlegen, ob ein Existenzgründerseminar für Sie sinnvoll ist. Hier gibt es mehrere mögliche Konstellationen:

  • Sie haben keinerlei kaufmännische Vorkenntnisse oder Wissen über die Selbstständigkeit. In diesem Fall reicht ein Existenzgründerseminar mit etwas Glück für einen groben Überblick – niemals aber, um Ihnen das notwendige Rüstzeug für die Selbstständigkeit zu geben. Im schlimmsten Fall verwirrt es Sie zusätzlich. Sie benötigen dann auf jeden Fall weitere Schulungen oder die Geduld, sich das notwendige Wissen im Selbststudium anzueignen.
  • Sie verfügen über kaufmännisches Grundwissen und möchten dieses auf die Selbstständigkeit bezogen vertiefen. Wählen Sie ein Existenzgründerseminar, das die benötigten Informationen in der Tiefe vermittelt.
  • Sie waren früher schon einmal selbstständig oder verfügen aus anderer Quelle bereits über gute Kenntnisse. Ein Existenzgründerseminar ist dann auf jeden Fall eine gute Idee zur Auffrischung und Aktualisierung Ihrer Kenntnisse, denn die eine oder andere Rechtsvorschrift hat sich im Laufe der Jahre auch geändert.

Die Qualität ist entscheidend

Leider ist die Qualität der Seminare besonders bei den Kammern oft eher zweifelhaft. Mögliche Mängel sind beispielsweise:

  • Die Kurse sind zu kurz gehalten und bleiben deshalb viel zu oberflächlich, um wirklich hilfreich zu sein.
  • Der Kursleiter betet gebetsmühlenartig und langweilig Steuerthemen im Frontalunterricht herunter, wodurch bei den Teilnehmern nahezu nichts hängen bleibt.
  • Der Berater nutzt die Gelegenheit, um seine eigenen Leistungen (z. B. als Existenzgründerberater) an den Gründer zu bringen.
  • Das ausgeteilte Lernmaterial ist mangelhaft, sodass die Teilnehmer auf eigene Notizen angewiesen sind. Gleichzeitig zuzuhören und mitzuschreiben ist allerdings nicht jedermanns Stärke.

Im Vorfeld ist es für Sie natürlich schwierig, zu erkennen, ob ein Existenzgründerseminar sinnvoll und seriös ist oder nicht. Sie sollten deshalb nach Möglichkeit Erkundungen über den Berater einholen, der das Seminar durchführt. Woran Sie unseriöse Unternehmensberater oder KfW-Berater erkennen, haben wir Ihnen bereits in einem früheren Artikel geschildert. Schließlich sind in der Beratungslandschaft auch einige Berater unterwegs, die gerne zu kleineren Betrügereien bereit sind.

Wer bietet in meiner Umgebung Gründerseminare an?

Wenn Sie sich für ein Existenzgründerseminar entschieden haben, machen Sie sich im nächsten Schritt auf die Suche nach einem geeigneten Kurs. Doch genau da fangen die Probleme an:

  • Wie findet man eigentlich ein passendes Gründerseminar?
  • Wo werden sie angeboten und wann gibt es die nächsten Termine?
  • Was kostet ein Existenzgründerseminar bei der IHK/HWK? (Unsere Studie)

Gründerseminare in Ihrer Nähe: Die Vor- und Nachteile

Je näher das Existenzgründerseminar an Ihrem Wohnort ist, desto einfacher fällt es Ihnen sicher, es in Ihren Alltag zu integrieren. Entfallen nämlich lange Anfahrtswege, können Sie Ihren Tag vor und nach den Seminarzeiten auch noch anderweitig nutzen. Zudem können Sie ein Seminar in Ihrer Nähe ideal nutzen, um Kontakte für Ihre spätere Selbstständigkeit zu knüpfen. Gewöhnlich treffen in solchen Seminaren die Angehörigen unterschiedlichster Branchen aufeinander, was zu interessanten Synergien führen kann.

Problematisch ist, dass das nächste Seminar nicht immer unbedingt auch das Beste ist. Achten Sie deshalb nicht nur auf Ort und Datum des Kurses, sondern behalten Sie auch die Qualitätskriterien im Auge. Ein weiterer Nachteil eines nahen Kurses kann eine gewisse Befangenheit sein, die Sie vielleicht beschleicht, wenn sich in Ihrem Kurs Bekannte wiederfinden. Dadurch könnte es passieren, dass so manche vermeintlich „dumme“ Frage ungefragt bleibt.

Wo finde ich Termine für Existenzgründerseminare im Internet?

Im Internet finden Sie viele Websites, die sich mit dem Thema Weiterbildung beschäftigen. Oft bekommen Sie über Weiterbildungsdatenbanken den besten Überblick über anstehende Seminartermine. Wir haben die folgenden Websites für Sie ausgewählt, da sie eine besonders große Auswahl an Existenzgründerseminaren bieten:

  • Kurssuche des IWWB InfoWeb Weiterbildung: Suchen Sie nach dem Suchbegriff „Existenzgründung“, schränken Sie Ihre Suche bei Bedarf nach dem PLZ-Bereich und dem Zeitraum ein und wählen Sie aus einer Vielzahl an Angeboten.
  • Kursnet der Bundesagentur für Arbeit: Im Kursnet wählen Sie den Suchbegriff „Existenz- und Unternehmensgründung - allgemeine Lehrgänge“ – die Arbeitsagentur hält mehrere hundert bald stattfindende Termine in ganz Deutschland vor, sortiert nach dem Veranstaltungsort.
  • Seminarsuche des WIS IHK: Durchsuchen Sie das gesamte Kursangebot der IHK für Existenzgründer in ganz Deutschland ganz einfach nach Stichworten wie „Existenzgründung“ und lassen Sie sich die Ergebnisse nach PLZ, Datum oder Preis sortieren.
  • kursfinder.de - Achtung, die Suche nach Gründungsseminar liefert 0 Ergebnisse, Existenzgründerseminar liefert 16 Ergebnisse. Erst die Suche nach Existenzgründung liefert 89 Ergebnisse. Fazit: Etwas mit den Begriffen speilen, dann klappt´s.
  • seminarmarkt.de - ähnliches Bild wie bei kursfinder.de

Hier können Sie nach Belieben stöbern und ein passendes Seminar auswählen. Welches Existenzgründerseminar für Sie die beste Wahl ist, hängt von Ihren Vorerfahrungen ab. Holen Sie vor der Buchung Erkundigungen über die Seriosität des Kurses ein und lassen Sie Ihr Bauchgefühl sprechen. Woran Sie seriöse Gründerseminare erkennen, erfahren Sie im nächsten Artikel genauer.

Woran erkenne ich, dass das Gründerseminar seriös ist?

Wer sich selbstständig machen möchte, kann z.B. ein Existenzgründerseminar besuchen, um viele Fragen vorab zu klären. Es gibt zahlreiche Anbieter, allerdings sollte man auf Seriosität achten. Auf was Sie bei einem Existenzgründerseminar achten sollten, möchten wir Ihnen mit diesem Artikel zeigen. Selbstverständlich ist die Liste der Hinweise bei weitem nicht abschließend. Es sind nur die wichtigsten Indizien aus meiner persönlichen Praxis aufgeführt.

1. Der Seminaranbieter

Bekannte Institutionen, die Seminare anbieten, sind beispielsweise IHK (Industrie- und Handelskammer) und HWK (Handwerkskammer), außerdem in einigen Fällen die Arbeitsämter sowie spezielle Brancheninstitute, beispielsweise das Institut für freie Berufe des jeweiligen Bundeslandes oder - allerdings mehr als Ratgeber, Ansprechpartner und Hilfe denn als Seminaranbieter - die Kultur- und Kreativwirtschaft, die ebenfalls nach Bundesländern aufgeteilt ist und hier eigene Ansprechpartner vorweist.

Guter Name kein Garant für Qualität

Nicht selten wird die Bekanntheit eines Anbieters (etwa IHK oder Handwerkskammer) mit einer guten Seminarqualität in Verbindung gebracht. Die Qualität ist sehr oft insbesondere von den eingesetzten Dozenten des Anbieters abhängig, was letztlich durch die interne Kalkulation des Anbieters bestimmt wird, ob hohe Qualitäts- oder Discountkonzepte umgesetzt werden.

Gerade bei der IHK konnte ich in den letzten Jahren feststellen, dass aufgrund der immer schärfer werdenden Marktsituation im Bereich Existenzgründerseminare gerade bei den Kosten des Dozenten gespart wird, was sich letztlich auf die Qualität des Seminars niederschlägt. Gute Dozenten werden nicht mehr gebucht, weil gute Dozenten für 12 oder 18 Euro pro Stunde kein Seminar mehr anbieten möchten. Also blieb der IHK in vielen Fällen nur der Einsatz von Dozenten übrig, die eben gerade für 12 Euro pro Stunde bereit waren, das Seminar zu halten. Hier muss man sich dann die Frage stellen, welche Ausbildung hat der Dozent, wenn er sein Wissen und seine Zeit für einen solchen Stundensatz anbietet. Scheinbar hat er sonst keine Aufträge, denn sonst würde er ja für das Seminar keine Zeit haben, was wieder auf dessen Qualität schließen lässt.

Es ist für den Existenzgründer naturgemäß nicht einfach, seriöse Anlaufstellen zu finden. Vollmundige Versprechen oder Garantien, dass Sie nach einem solchen Seminar mit Ihrer Geschäftsidee Erfolg haben werden, sind wenig seriös. Auch sollte das Seminar bei der Beschreibung mindestens übersichtlich auf seine Themen beziehungsweise den Tagesablauf hinweisen, Kosten transparent machen - diese sollten nicht übermäßig hoch sein -, Dozenten, Seminarort und -dauer benennen sowie ein Impressum mit Kontaktmöglichkeiten aufweisen. Bei mehrtägigen Seminaren finden Sie hoffentlich Unterstützung bezüglich der Übernachtungsmöglichkeiten.

Je schwammiger die Formulierungen, umso eher sollten Sie Abstand nehmen. Im Zweifelsfall halten Verbraucherportale wie die Stiftung Warentest Vergleiche zur Orientierung bereit.

2. Die Lokalität des Seminars

Bezüglich des Veranstaltungsortes kann es sein, dass Sie eine gewisse Fahrstrecke zurücklegen müssen, um zu dem Seminar Ihrer Wahl zu gelangen. Oder Sie müssen eine Weile warten, weil die Seminare nur zu gewissen Zeiträumen und in Abständen von Wochen oder Monaten an Ihrem Wohnort stattfinden. Angebote der Arbeitsämter bilden hier eine Ausnahme, weil in jeder Stadt eine Arbeitsagentur vorhanden ist und die Seminare normalerweise sehr regelmäßig angeboten werden. Trotzdem sollte sich jeder Existenzgründer bereits weit im Vorfeld seiner Überlegungen zu Businessplan & Co. auch um eventuelle zeitnahe Seminartermine kümmern, sei es aus der Tagespresse oder dem Internet. Daraufhin folgen Anrufe und Mails, entweder als Anfragen oder umgehend als Anmeldungen. Ein bis zwei gute Seminare reichen für alle wichtigen Themengebiete.

Diese Seminare finden entweder in den Räumen des Anbieters statt oder werden in angemieteten Räumen passender Institutionen abgehalten, wenn beispielsweise in anderen Orten als dem Hauptsitz der Institution Seminare angeboten werden. Teilweise gibt es Kooperationen mit anderen seriösen Institutionen, deren Namen Ihnen vielleicht sogar geläufig sind.

Unordentliche, dreckige oder provisorische Räumlichkeiten, zu wenig Bestuhlung, keine oder eine unzureichende technische Ausstattung und chaotische Organisationsstrukturen gehören zu den Punkten, die Ihnen vor Ort sicher kein gutes Gefühl einflößen. Meist haben Sie allerdings bereits gebucht und konnten vorher keinen Einblick nehmen - im Zweifelsfall bleibt Ihnen nur ein zweites Seminar, eine Geld-zurück-Garantie haben Sie übrigens auch bei seriösen Anbietern normalerweise nicht.

3. Die Qualifikation des Dozenten und Seminarleiters

Ein richtig gutes Seminar geht nicht nur eine Stunde, sondern mindestens einen Tag; es gibt auch mehrtägige Angebote. Es stellen sich so viele Themenfragen, dass Ihr Seminarleiter diese sicher nicht alle selbst abdeckt. Er oder sie wird das eine oder andere Thema persönlich vortragen, andere Dozenten vorstellen und nur die Zwischenmoderationen übernehmen. Diese Dozenten sollten Fachleute sein und wissen, wovon sie reden. Normalerweise werden sie mit Namen, Titel und aktueller Beschäftigung vorgestellt oder übernehmen dies selbst. Sie berichten nicht nur theoretische Inhalte, sondern nennen Beispielfälle aus der Praxis. Auch haben sie Visitenkarten und/oder Infomaterial dabei, damit Sie sich, wenn es so weit ist, beispielsweise als Klient an sie wenden können. Insofern muss jedem Gründungsseminar, das in dieser Weise aufgebaut ist, zugestanden werden, dass es für die Dozenten durchaus eine kleine Eigenwerbung sein darf.

Die Themenbandbreite reicht von der Erstellung der Businesspläne, Rechts-, Finanz- und Steuerfragen über finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten und Insidertipps bis zu umfangreichen Marketinghinweisen, vielleicht mit praktischen Übungen an Laptop oder PC. Es kommt darauf an, dass Sie allgemeines und/oder branchenspezifisches Wissen erhalten. Insofern können durchaus zwei Seminare infrage kommen. Beispielsweise brauchen Sie als Künstler keine Firmengebäude und daher wahrscheinlich keine Kredite, also keine diesbezüglichen Gründer-Finanztipps, doch kann man nie wissen, wohin Ihr Weg Sie eines Tages führen wird. Daher lohnt es sich, Juristen, Steuerberatern, Bankfachleuten, Marketingprofis, Online-Experten und anderen Fachleuten zuzuhören, denn sie berichten aus ihrem Arbeitsalltag.

4. Die Ausstattung des Seminars

Ein solide durchkomponiertes Seminar beginnt damit, dass Sie vor Eintritt in das Zimmer oder bei den ersten Empfangsworten Ihren Namen nennen und auf einer Buchungsliste mit einem Haken versehen werden. Eventuell gibt es Namensschilder, vielleicht eine allgemeine kurze Vorstellungsrunde. Auf jeden Fall sollte der Veranstalter Infomaterial bereitstellen, das Sie entweder sofort mitnehmen oder einsehen können und auf Bestellung per Mail oder Post zugesandt bekommen. Über die Ausstattung der Räume haben Sie bereits gelesen.

Je nach Länge der Seminare ist ein Catering dabei, Sie erhalten Kaffee, Tee, Wasser/Sprudel, Gebäck oder auch Lunch. Pausen sind in den Ablauf einkalkuliert, das Tagesprogramm liegt auf den Tischen bereit oder wird per Beamer an eine Wand geworfen. Für den praktischen Teil, für nähere Informationen oder Internetaktionen wurden Sie vielleicht im Vorfeld aufgefordert, einen WLAN-fähigen Laptop mitzubringen. Natürlich sind die Tische vor Ort mit entsprechender Technik ausgestattet. Auch Leinwand, Verdunkelungsmöglichkeiten, Klimaanlage, Steckdosen und Notwendiges wie Toiletten sollten vorhanden sein.

Im besten Fall zeigt alles Transparenz, Klarheit und Eindeutigkeit, Fragen werden adäquat beantwortet. Eventuell werden Mini-Workshops eingeschoben, natürlich sind Pausen vorgesehen.
Mikrofone sollten ebenso funktionieren wie Beamer und andere technische Geräte. Insgesamt sollten Sie das Gefühl haben, dass Ihnen wirklich geholfen wird und Sie nicht in einer Art Wischi-waschi-Seminar unverständliche Inhalte serviert bekommen. Esoterische Gefühlswellen oder vage Tipps erscheinen unseriös. Andererseits sind leider trotz Fachkompetenz nicht alle Dozenten freundliche Unterstützer, Sie müssen eventuell mit barschen Antworten auf Ihre Fragen rechnen - lassen Sie sich nicht verunsichern und von Ihrem Plan abbringen, wenn Sie wirklich davon überzeugt sind!

5. Die Seminarkosten

Die Seminarkosten weichen sehr oft voneinander ab, wie unsere Studie zu den Kosten von Existenzgründerseminaren bei der IHK zeigt. Bei gleichen Leistungen wird mehr oder weniger Geld bei einem Anbieter verlangt oder Sie bekommen für das selbe Geld bei einem anderen Anbieter wesentlich mehr oder auch weniger Leistungen geboten.

Die Preisunterschiede können z.B. durch in Anspruch genommene Förderungen hervorgerufen werden, welche die Seminare dadurch günstiger oder sogar kostenlos machen.

Mein Tipp:

Besuchen Sie zunächst nur Seminare, die auch etwas kosten, denn Gratisseminare suggerieren immer, dass der Anbieter anderweitig Geld verdienen muss, was u.U. durch unseriöse Methoden erfolgen kann. Ein Tagesseminar sollte nicht mehr als 150 EUR kosten. Hier können Sie die Kosten eines Existenzgründerseminars bei der IHK ablesen. Die entstehenden Kosten können Sie natürlich bereits als vorweggenommene Betriebsausgaben geltend machen.

Was sollte ein Gründerseminar maximal kosten?

Ein Gründerseminar ist für die meisten Existenzgründer eine sinnvolle Investition von Zeit und Geld. Wenn Sie nicht extrem ländlich wohnen, werden Sie im Regelfall mehrere Seminare zur Auswahl haben (wie Sie ein Gründerseminar finden, haben wir ja breits geklärt). Sie können sich deshalb die Mühe machen und einen Preisvergleich starten. Es ist nämlich längst nicht alles Gold, was glänzt.

Große Unterschiede bezüglich Dauer und Kosten

Wenn Sie sich die verschiedenen Anbieter genauer ansehen, werden Sie feststellen, dass es sehr unterschiedliche Angebote gibt. Bei der Industrie- und Handelskammer ebenso wie bei der Handwerkskammer dauert das Gros der Seminare nur einen Tag oder wenige Stunden. Nur ca. 13 Prozent der Angebote umfasst eine Zeitspanne von zwei bis drei Tagen bzw. mehr als drei Tagen.

Vor einiger Zeit hat das Gründerlexikon einen Kostenvergleich für Gründerseminare bei IHK und HWK durchgeführt und dabei festgestellt, dass auch die aufgerufenen Preise sehr unterschiedlich aussehen. Von kostenlosen Seminaren bis hin zu 390 Euro war alles vertreten. Meist steigen die Preise im Verhältnis zur Dauer der Seminare. Zudem können auch der Dozent sowie der Anbieter „Preistreiber“ sein – private Seminare kosten tendenziell mehr als die Angebote der Kammern und Verbände.

Eintägige Gründerseminare: Was nichts kostet, ist nichts wert?

Diese Meinung ist weitverbreitet, muss aber in Bezug auf Gründerseminare längst nicht zutreffen. Kostenfreie Angebote finden Sie vor allem bei den mehrstündigen bis eintägigen Seminaren. Für einen Überblick oder eine Auffrischung sind sie sicherlich eine gute Wahl. Da sie aber definitiv nicht ausreichen, um einem unbedarften Existenzgründer tatsächlich ausreichendes Wissen für seine Gründung zu vermitteln, sollten sie auch tatsächlich nicht allzu teuer sein.

Seminare mit einer Dauer von drei bis vier Stunden sollten im Idealfall kostenfrei sein. Wenn Sie Geld dafür ausgeben müssen, sollten Sie nicht mehr als 30 Euro investieren. Seminare, die einen ganzen Tag mit sieben bis acht Stunden Unterricht umfassen, sind mit 40 bis 100 Euro im Rahmen.

Mehrtägige Seminare: Große Spannen

Für zwei- bis dreitägige Seminare sollten Sie einen Spielraum von etwa 70 bis 150 Euro einkalkulieren. Dauern Seminare länger als drei Tage, müssen Sie sich je nach Region auf deutlich höhere Kosten einstellen – Kosten von bis zu 270 Euro sind dann keine Seltenheit. Im Mittel liegen die Seminaranbieter allerdings preislich etwa in einem Rahmen von 120 bis 200 Euro.

Beäugen Sie extrem günstige Angebote aber stets auch mit einem kritischen Auge. Es gab in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit preisgünstigen Gründerseminaren, die in Wirklichkeit nur dazu dienten, um ahnungslosen Gründern eine Unterschrift unter dubiose Verträge abzuluchsen.

Fazit:

Je nachdem wie gut Ihr Fachwissen ausgeprägt ist, wie viel Geld Sie ausgeben möchten und vor allem wie viel Zeit Sie zur Verfügung haben, müssen Sie einen guten Mittelweg zwischen den Angeboten der Kammer (siehe Kosten Gründerseminar IHK!) und den privaten Anbietern finden. Je nachdem, was Ihnen geboten wird, würde ich trotz aller Preisunterschiede nicht mehr als 300 Euro für ein Existenzgründerseminar investieren. Sollten Sie vom Seminaranbieter die Empfehlung zu einem umfangreicheren Seminar erhalten, stellt sich ernsthaft die Frage, ob die Existenzgründung mit ihrem Fachwissen an dieser Stelle schon das richtige ist oder ob es sich um einen seriösen Seminaranbieter handelt.

Kostenvergleich der Gründerseminare: IHK und HWK ohne Preisstrategie

Die meisten Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern in Deutschland bieten Existenzgründerseminare an. Diese Seminare sollen die Existenzgründer auf die Gründung und die Selbständigkeit vorbereiten und helfen, mit Problemen der Bereiche Marketing, Buchführung, Steuern usw. in der neuen Firma umzugehen. Es ist schon häufiger aufgefallen, dass das Niveau und die Kosten dieser Existenzgründerseminare gerade bei IHK und HWK sehr unterschiedlich sind. Das Gründerlexikon hat sich daher einmal genauer mit dem Thema befasst und die deutschen IHKs und HWKs zu deren Angeboten befragt.

Befragung der IHKs und HWKs

Das Gründerlexikon-Team hat insgesamt 80 IHKs und 53 HWKs in Deutschland angeschrieben, um mehr über deren Angebote im Bereich der Existenzgründung zu erfahren. Die Kammern sollten sich auf die Anfrage per Mail äußern, welche Seminare angeboten werden, welche Länge diese Seminare haben und wie hoch die Kosten sind. Gefragt war außerdem, ob es für die Teilnahme eine Teilnehmerbescheinigung gibt, wie lange diese gültig ist und wofür sie verwendet werden kann.

Acht IHKs und 19 HWKs haben sich gar nicht erst die Mühe gemacht, auf die Anfrage zu antworten. Sechs IHKs und zehn HWKs gaben an, dass sie derzeit keine Existenzgründerseminare anbieten. Von den verbleibenden Teilnehmern an der Umfrage erhielt das Gründerlexikon ein sehr gemischtes Bild.

Kurz oder lang, gratis oder teuer – alles dabei

Ganz besonders faszinierend sind die Befragungsergebnisse bezüglich der Dauer der angebotenen Seminare und der anfallenden Kosten. Während die Seminare bei manchen Kammern mit einer Dauer von drei Stunden kaum mehr als eine kurze Informationsveranstaltung sein können, handelt es sich bei anderen Anbietern um drei- bis fünftägige Seminare mit Inhalten von A bis Z. Auch bei den Kosten findet sich eine riesige Spanne. Während manche Kammern ihre Seminare gratis offerieren, zahlen die Gründer bei anderen Beträge von bis zu 490 Euro(HWK). Dies mag zwar auf die jeweilige Dauer und Strukturierung der Seminare zurückzuführen sein, dennoch fällt hier sehr deutlich auf, wie unterschiedlich die Zielgruppe behandelt wird.

Bescheinigung für die Teilnahme

Bei den meisten Industrie- und Handelskammern erhalten die Teilnehmer eine Teilnahmebescheinigung, bei den Handwerkskammern sieht es da schon etwas gemischter aus. Eine zeitliche Befristung der Bescheinigung gibt es bei keiner Kammer. Auf die Frage hin, für welche Einsatzzwecke die Bescheinigung verwendet werden kann, erhielt das Gründerlexikon von den meisten Kammern überhaupt keine Antwort oder aber es konnten keine Stellen genannt werden, bei denen sie anerkannt würde. Teilweise wurde jedoch angegeben, dass das Zertifikat bei Förderstellen, bei den Arbeitsagenturen und teilweise auch in Bankgesprächen akzeptiert wird. Für die Gründer im jeweiligen Zuständigkeitsbereich ist dies sicherlich eine schöne Sache, denn so haben sie vielleicht in Antragsverfahren bessere Erfolgsaussichten. Schade ist hingegen, dass tausenden anderen Gründern diese Chance verwehrt bleibt – und zwar nur, weil die jeweiligen Ansprechpartner bei den IHKs oder HWKs offenbar nichts von dieser Möglichkeit wissen und dies dementsprechend auch nicht an die Gründer kommunizieren.

Schlechte Vorbereitung auf die Selbstständigkeit als Standard?

Wie viel Existenzgründer für eine erfolgreiche Selbstständigkeit wissen müssen, weiß das Team vom Gründerlexikon selbst aus langjähriger Erfahrung als Existenzgründerberater. Schockierend erscheint es da, dass manche IHKs und HWKs offenbar der Meinung sind, dass einem Gründer mit einem dreistündigen! Crash-Kurs geholfen ist. So mancher Teilnehmer geht nach einem solchen Seminar mit der Überzeugung nach Hause, dass er nun perfekt vorbereitet und allen Herausforderungen gewachsen ist. Tatsächlich hat er kaum mehr als einen minimalen Einblick bekommen. Da braucht sich angesichts der steigenden Zahlen von Gewerbeabmeldungen und Privatinsolvenzen niemand wundern, denn betriebswirtschaftliche und unternehmerische Grundkenntnisse können keinesfalls in nur wenigen Stunden vermittelt werden. Nicht umsonst fordert das Gründerlexikon schon seit Jahren den Führerschein für Existenzgründer.

Was kosten Existenzgründerseminare bei den Industrie- und Handelskammern?

IHK Existenzgründerseminare
zuletzt aktualisiert: 28.08.2018
IHKSeminarDauerKostenBeschei-nigung
Baden-Württemberg
IHK Bodensee-OberschwabenTagesseminar zur Existenzgründung1 Tag = 8 Std60,00 €ja
IHK Heilbronn-FrankenSelbständigkeit im Nebenerwerb1 Tag = 2 Stdkostenfrei k.A.
Informationsveranstaltung „Wie mache ich mich selbständig?"1 Tag = 3 Stdkostenfrei k.A.
IHK Hochrhein-BodenseeIch mache mich selbstständig (SCHO)1 Tag = 3,5 Std50,00 € k.A.
IHK KarlsruheInformationsveranstaltung zur Existenzgründung1 Tag = 4 Stdkostenfreija
IHK NordschwarzwaldExistenzgründungssprechtag1 Tag = 3 Std50,00 €ja
IHK OstwürttembergDas 1x1 des Gründens1 Tag = 2-4 Stdkostenfreija
IHK Region StuttgartInformationen zur Existenzgründung1 Tag = 3,5 Std15,00 € k.A.
Workshop „intensiv" für Existenzgründer1 Tag = 3 Std30,00 € k.A.
Basiswissen Existenzgründung1 Tag = 2,5 Std15,00 € k.A.
IHK ReutlingenExistenzgründungslehrgang "Erfolgreich selbstständig"7 Tage je 3 Std.Jedes Modul kostet 65 Euro. Der komplette Lehrgang kostet 390 Euro k.A.
IHK Rhein-NeckarExistenzgründungsseminar
Wie bereite ich eine Existenzgründung vor?
1 Tag = 8 Std90,00 €ja
Basisinformationsveranstaltung Existenzgründung1 Tag = 2,5 Stdkostenfrei k.A.
IHK Schwarzwald-Baar-HeubergStartschuss Gründung1 Tag = 2 Stdkostenfrei k.A.
IHK Südlicher OberrheinWorkshop für ExistenzgründerInnen1 Tag = 8 Std50,00 € k.A.
IHK UlmErfolgreiche Existenzgründung im Nebenerwerb1 Tag = 3 Std20,00 €ja
Infonachmittag für Existenzgründer1 Tag = 6 Std35,00 €ja
Bayern
IHK AschaffenburgExistenzgründungs-Seminare2 Tage, jeweils von 09:00 bis 14:00 Uhr100,00 €ja
IHK für München und OberbayernExistenzgründung: GründerAufbauTraining3 Tage, jeweils von 09.00 bis 17.00 Uhr250,00 € k.A.
Existenzgründung: GründerErfolgsTraining3 Tage, jeweils von 09.00 bis 17.00 Uhr250,00 € k.A.
Existenzgründung: Gründen im Nebenerwerb1 Tag = 8 Std50,00 € k.A.
Existenzgründung: Frauen machen sich selbständig1 Tag = 8 Std50,00 € k.A.
Existenzgründung: Basiswissen Buchhaltung2 Tage, jeweils von 09.00 bis 17.00 Uhr190,00 € k.A.
IHK Lüneburg-WolfsburgGründungskompass Basis I1 Tag = 4 Stdkostenfrei k.A.
IHK Niederbayern in PassauIHK-Sprechtag für Existenzgründer1 Tag = 8 Stdkostenfrei k.A.
IHK für Oberfranken BayreuthOpens external link in new windowKeine Existenzgründerseminare k.A. k.A. k.A.
IHK Nürnberg für MittelfrankenBasisseminar Unternehmensgründung2 Tage = 16 Std180,00 €ja
IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim

Kostenfreie Seminarreihe

1 Tag = 3,5 Stdkostenfreija
IHK SchwabenIHK Spezial Gründen - Schneller Überblick für Gründungsinteressierte1 Tag = 4 Stdkostenfrei k.A.
IHK Würzburg-SchweinfurtWie mache ich mich selbstständig? - Gefördert vom StMWi1 Tag = 7 Std30,00 € k.A.
IHK zu CoburgTagesseminar für Existenzgründer1 Tag = 7 Std50,00 €ja
Berlin
IHK BerlinGrundlagen für Existenzgründer3 Abende, jeweils um 17:00 Uhr - 20:30 Uhr225,00 € (Mitglieder der IHK Berlin) / 250,00 € (Nichtmitglieder)ja
Brandenburg
IHK Cottbusindividuelle Einstiegsberatung   
IHK-Sprechtag1 Tag = 2 Stdkostenfrei k.A.
IHK OstbrandenburgIHK-Sprechtag1 Tag = 8 Stdkostenfrei k.A.
IHK PotsdamSprechtag des IHK RegionalCenters Brandenburg1 Tag = 5 Stdkostenfrei k.A.
Bremen
Handelskammer Bremen"Der Weg in die Selbständigkeit"8 Abende (Mo.-Do). 18:00 Uhr bis 20:30 Uhr145,00 €ja
Hamburg
Handelskammer HamburgUnternehmer-sprechtag in Harburg1 Tag = 4 Stdkostenfrei k.A.
Hessen
IHK DarmstadtModulbaukasten "Gründerpass" k.A.Das komplette Paket "Gründerpass" - 360 € k.A.
Modulbaukasten "Gründerpass" Businessplan1 Tag = 8 Std120,00 € k.A.
Modulbaukasten "Gründerpass" Finanzierung & Förderung1 Tag = 4 Std80,00 € k.A.
Modulbaukasten "Gründerpass" Marketing & Vertrieb1 Tag = 4 Std80,00 € k.A.
Modulbaukasten "Gründerpass" Recht, Steuern & Buchführung1 Tag = 2 Std50,00 € k.A.
Modulbaukasten "Gründerpass" Formalitäten & soziale Absicherung1 Tag = 4 Std80,00 € k.A.
IHK Frankfurt am MainIHK-Seminar Grundlagen der Existenzgründung1 Tag = 7 Std50,00 € k.A.
"IHK-Seminar Der Weg in die Selbstständigkeit"5 Tage, jeweils von 18 bis 21 Uhr150,00 € k.A.
IHK FuldaWorkshopreihe: gründen - step by step1 Tag = 4 Stdkostenfrei k.A.
IHK Gießen-FriedbergInformationsveranstaltung für Existenzgründer1 Tag = 2 Stdkostenfreija
Basiswissen Existenzgründung5 Abende, jeweils 3 Std.€60,-- je einzeln gebuchtes Modul, Gesamtpaket (5 Module in einem Zyklus) € 250ja
IHK Hanau-Gelnhausen-SchlüchternInfo-Tag - Existenzgründung1 Tag = 7 Std60,00 € k.A.
IHK Kassel-MarburgKeine Existenzgründerseminare k.A. k.A. k.A.
IHK Lahn-DillExistenzgründungstage1 Tag = 8 Std40,00 € k.A.
Unternehmersprechtage1 Tag = 3 Stdkostenfrei k.A.
IHK LimburgExistenzgründungs-Seminar6 Tage, jeweils von 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr100,00 € k.A.
IHK Offenbach am MainIHK-Expertengespräch "Gründen - gut beraten starten!"einstündige Einzelberatungenkostenfrei k.A.
IHK WiesbadenGründertag1 Tag = 8 Std80,00 € k.A.
Mecklenburg-Vorpommern
IHK NeubrandenburgKeine Existenzgründerseminare k.A. k.A. k.A.
IHK RostockKeine Existenzgründerseminare k.A. k.A. k.A.
IHK SchwerinKeine Existenzgründerseminare k.A. k.A. k.A.
Niedersachsen
IHK BraunschweigKeine Existenzgründungsseminare k.A. k.A. k.A.
IHK für Ostfriesland und PapenburgKeine Existenzgründungsseminare k.A. k.A. k.A.
IHK HannoverKeine Existenzgründungsseminare k.A. k.A. k.A.
IHK Lüneburg-WolfsburgIHK-Sprechtag: Senior-Experten coachen1 Tag = 3-8 Stdkostenfrei k.A.
IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft BentheimKeine Existenzgründungsseminare k.A. k.A. k.A.
IHK Stade für den Elbe-Weser-RaumGründungssprechtage1 Tag = 5 Stdkostenfreik.A.
Oldenburgische IHKExistenzgründungsseminar - vom Businessplan bis zum Erfolgscontrolling1 Tag = 8 Std160,00 € k.A.
Nordrhein-Westfalen
IHK Siegen

Erfolgreich gründen: Basisinformationen

1 Tag = 4 Stdkostenfreija
IHK Arnsberg, Hellweg-SauerlandGründermeetings im Sauerland und am Hellweg2 Tag = 3 Stdkostenfrei k.A.
IHK Bonn/Rhein-SiegSprechtag Gründung1 Tag = 7 Stdkostenfrei k.A.
Basisseminar Businessplan1 Tag = 4 Stdkostenfrei k.A.
Aufbauseminar Businessplan1 Tag = 3 Std30,00 € k.A.
IHK für Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen zu EssenInfo-Nachmittag Unternehmensgründung1 Tag = 3 Stdkostenfrei k.A.
Intensiv-Workshop "Existenzgründung"2 Tage, einmal 7,5 Std. und einmal 3 Std.110,00 € k.A.
IHK Lippe zu DetmoldKeine Seminare für Existenzgründer k.A. k.A.k.A.
IHK Mittlerer NiederrheinInformationsabend für Existenzgründer1 Tag = 2-3,5 Stdkostenfrei k.A.
Gründen mit Erfolg1 Tag = 9,5 Std25,00 €ja
IHK Mittleres RuhrgebietKeine Seminare für Existenzgründer k.A. k.A. k.A.
IHK Nord WestfalenEinsteigerseminar - Einführungsveranstaltung für Existenzgründer1 Tag = 2,5 Std15,00 €k.A.
IHK Ostwestfalen zu BielefeldExistenzgründungstage1 Tagkostenfrei k.A.
IHK SiegenBasisseminar für Existenzgründer/-innen1 Tag = 4 Stdkostenfrei k.A.
IHK Wuppertal-Solingen-RemscheidDreiteiliges Seminar für Existenzgründer3-Tage mit je 3 Std. pro Tag65,00 €ja
IHK zu DortmundIHK-Informationsveranstaltung für Existenzgründer1 Tag = 3 Stdkostenfrei k.A.
Workshop: "Erfolgsstrategie für Existenzgründer"1 Tag = 2 Stdkostenfrei k.A.
Existenzgründung in Hamm - Beratungstage1 Tagkostenfrei k.A.
IHK zu DüsseldorfKarriereziel Existenzgründung1 Tag = 8 Std95,00 €ja
IHK zu KölnOpens external link in new windowGründungskompass: Ihre Orientierung im Gründungsdschungel1 Tag = 4 Stdkostenfrei k.A.
Niederrheinische IHK Duisburg - Wesel - Kleve zu Duisburg

Existenzgründung Einführungsvortrag in Duisburg

1 Tag = 3 Stdkostenfreija
Südwestfälische IHK zu HagenSTARTKLAR Wie mache ich mich selbstständig?1 Tag (samstags) von 8:00 bis 15:00 Uhr60,00 €ja
Rheinland-Pfalz
IHK für die PfalzBasiswissen für Existenzgründer24 Unterrichtsstunden252,00 €ja
Erfolgreiche Existenzgründung1 Tag = 8 Std85,00 €ja
IHK für RheinhessenGründertag1 Tag = 2 Stdkostenfrei k.A.
IHK zu KoblenzBasisseminar Einkauf1 Tag = 8 Std315,00 €ja
Seminar für gewerbliche Gründer1 Tag = 5 Stdkostenfreija
IHK TrierInfoabend für Existenzgründer1 Tag = 2 Std20,00 € k.A.
Saarland
IHK des SaarlandesKeine Existenzgründerseminare k.A. k.A. k.A.
Sachsen
IHK ChemnitzOrientierungsseminar und/oder Workshopreihe zum Thema Existenz-gründung3 Tage295,00 €ja
Workshopreihe für Gründer und Jungunternehmen1 Tag = 3 Std30,00 €ja
IHK DresdenEs ist Gründervortrag, ist aber nicht gleichzusetzen mit einem Existenzgründerseminar1 Tag = 1,5 Stdkostenfrei k.A.
IHK LeipzigKeine Existenzgründerseminare k.A. k.A. k.A.
Sachsen-Anhalt
IHK Halle-Dessau

IHK-Start-Tag für Gründer

kostenfrei(ca.)  1 Std. k.A.
IHK MagdeburgSeminare für Gründer2-Tage, jeweils 09:00 - 15:00 Uhr160,00 €ja
Schleswig-Holstein
IHK FlensburgInformationsveranstaltungen zum Thema "Existenz-gründung"1 Tag = 2-3 Stdkostenfrei k.A.
IHK zu LübeckKostenfreie monatliche Gründungs-seminare1 Tag = 4 Stdkostenfrei k.A.
IHK KielBasiswissen Existenzgründung1 Tag = 3 Stdkostenfrei k.A.
Thüringen
IHK SüdthüringenGrundlagen der kaufmännischen Unternehmensführung1 Tag = 24 Std190,00 €ja
Recht für Existenzgründer 1 Tag = 8 Std154,00 €ja
IHK ErfurtOrientierungsberatung für Existenzgründer1 Tag ab 9:00 Uhrkostenfrei k.A.
IHK Ostthüringen zu GeraErstberatung für Gründer1 Tag = 2 Stdkostenfrei k.A.

Gründerseminare bei den HWKs

HWKSeminarKostenBescheinigungDauer
Baden-Würtemberg
FreiburgKeine Seminare, aber Beratung und Sprechtagkostenlos
k.A.
k.A.

Heilbronn-FrankenBeratung für Existenzgründer
kostenlosjak.A.
UlmKeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
Karlsruhegemeinsam mit uns zum Erfolg
kostenlos
k.A.
k.A.
StuttgartStarthilfe für Existenzgründerkostenlos
k.A.
k.A.
KonstanzGründen ja aber gründlich 100 ,-jak.A.
ReutlingenGründerseminare, Einstiegsseminarekostenlos
k.A.
k.A.
Mannheim-Rhein-Neckar-OdenwaldExi2 Existenzgründungsinformationen
k.A.

k.A.
k.A.
Bayern
SchwabenKeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A. 
OberfrankenKeine Seminare, aber Beratung und Sprechtagkostenlos
k.A.
k.A.
München und OberbayernThema Existenzgründungkostenlosk.A.k.A.
MittelfrankenKeine Seminare, aber Beratung und Sprechtagkostenlos
k.A.
k.A.
Niederbayern-OberpfalzUnternehmer Schulenkostenlos
k.A.
k.A.
UnterfrankenKeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
Berlin
BerlinKeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
Bremen
BremenKeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
Hamburg
HamburgKeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
Brandenburg
CottbusKeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
Frankfurt (Oder)Keine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
PotsdamKeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
Hessen
KasselKeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
WiesbadenKeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
Frankfurt-Rhein-Main
k.A.

k.A.
k.A.
Mecklenburg-Vorpommern
Ostmecklenburg-VorpommernKeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
SchwerinExistenzgründer Grundkurs 490,-jak.A.
Niedersachsen
Braunschweig-Lüneburg-StadeGründungskompass Lüneburgkostenlos
k.A.
k.A.
HannoverKeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
OldenburgKeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag, Gründercoaching
k.A.

k.A.
k.A.
Hildesheim-Südniedersachsenkeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheimkeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
Ostfrieslandkeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
Nordrhein-Westfalen
AachenExistenzia
k.A.

k.A.
k.A.
Kölnkeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
Ostfwestfalen-Lippe zu BielefeldWorkshop Existenzgründung
k.A.

k.A.
k.A.
DortmundBeratungstage
k.A.

k.A.
k.A.
Münster

Infoveranstaltungen


k.A.

k.A.
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DüsseldorfInfo-Nachmittag Existenzgründung
k.A.

k.A.
k.A.
Südwestfalenkeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
Rheinland-Pfalz
Pfalz"Fit für den Markt" 95,-jak.A.
Koblenzkeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
Rheinhessenkeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
Trierkeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
Sachsen
Chemnitzkeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
Dresdenkeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
Leipzigkeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
Schleswig-Holstein
Flensburgkeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
LübeckInfotage
k.A.

k.A.
k.A.
Thüringen
Erfurt"fit für den Markt" 180,-jak.A.
Ostthüringenkeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.
SüdthüringenExistenzgründer-Seminar 180,-
k.A.
k.A.
Saarland
Saarlandkeine Seminare, aber Beratung und Sprechtag
k.A.

k.A.
k.A.

Fazit

Solange Existenzgründerseminare nicht vereinheitlicht und vor allem auch auf eine adäquate Dauer verlängert werden, ist der Teilnahme an einem solchen Seminar kaum ein Wert zuzuschreiben. Verantwortungsvolle Existenzgründer, die sich erfolgreich selbstständig machen möchten, sollten sich daher besser nicht auf die IHKs und HKWs verlassen, sondern sich auch anderweitig nach angemessenen Schulungsangeboten umsehen, die sie besser auf ihre Selbstständigkeit vorbereiten. Dies hat die meine Erhebung mehr als deutlich gezeigt.

Brauche ich eine Teilnahmebescheinigung vom Seminar?

Sie konnten nun bereits einiges an interessanten Informationen über Existenzgründerseminare sammeln. Sie haben erfahren, in welchen Situationen ein Gründerseminar sinnvoll ist, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen und woran Sie einen seriösen Kurs erkennen. Eine Frage, die sich Teilnehmern dennoch immer wieder stellt, betrifft die Teilnahmebescheinigung. Braucht man sie wirklich oder ist sie nur ein bedeutungsloses Schreiben, das in den Tiefen Ihrer Ablage verschwindet?

Nie ohne Teilnahmebescheinigung

Grundsätzlich sollten Sie immer darauf bestehen, eine Teilnahmebescheinigung zu erhalten. Dies gilt ganz besonders bei kostenpflichtigen Seminaren, aber auch bei einem kostenfreien Kurs sollten Sie nach der Bescheinigung fragen. Auch wenn Sie sie zunächst nicht benötigen, wird diese Situation vielleicht früher oder später eintreten.

Gefragt ist die Teilnahmebescheinigung immer dann, wenn Sie Fördergelder oder einen Kredit beantragen möchten. Bei Existenzgründern, die sich noch nicht beweisen konnten, steht zunächst immer in Frage im Raum, ob sie das erforderliche Know-how mitbringen, um ein Geschäft auf selbstständiger Basis erfolgreich zu führen. Die Teilnahmebescheinigung von Ihrem Existenzgründerseminar weist nach, dass Sie zumindest grundlegendes Wissen für Existenzgründer erworben haben. Bei der Beantragung des Gründungszuschusses und bei vielen Banken und Förderbanken ist eine solche Bescheinigung ausreichend.

Vergesslichkeit macht die Sache kompliziert

Versuchen Sie im Idealfall, während des Seminars daran zu denken, nach der Teilnahmebescheinigung zu fragen. Sie nachträglich zu bekommen, kann nämlich je nach Veranstalter ziemlich schwierig sein. Bei einigen Anbietern müssen Sie sogar eine Gebühr zahlen, um sich eine Teilnahmebescheinigung nachträglich ausstellen zu lassen.

Warum der IHK Ihre Adresse im Existenzgründungsseminar so wichtig ist?

Viele Existenzgründer können nicht nachvollziehen, weshalb sie kurz nach der Unternehmensgründung mit Werbung bombardiert werden. Angefangen mit Lieferanten von Büromaterial, über Krankenversicherungen bis hin zu den Kfz-Händlern, all diese Anbieter haben Kenntnis von der Neugründung.

Wie kommen Anbieter an Informationen über Neugründungen?

Eine gute Informationsquelle ist die Tageszeitung. Der Gründer schaltet in der Zeitung eine Annonce zu seiner Geschäftseröffnung und liefert den Anbietern damit sämtliche Informationen für eine gezielte Werbeaktion. Ebenfalls in der Tageszeitung wird bspw. den freigesprochenen Meistern gratuliert. Sortiert nach Branche, mit Name und Wohnort sind die stolzen Jungmeister aufgeführt. Mit ein wenig Recherchearbeit kann ein Werbeanbieter die fehlende Straße herausfinden und branchenspezifische Werbung versenden. Probleme gibt es hier nur, bei sehr häufig vorkommenden Namen und wenn der Meister noch bei seinen Eltern wohnt.

Weitergabe von Adressen

Ist der Jungunternehmer erst einmal im Adressbestand einer Firma gelistet, dauert es in der Regel nicht lange, bis er von weiteren Firmen gezielte Werbung erhält. Inwieweit Adressen weitergegeben und verkauft werden dürfen, regelt das Datenschutzgesetz. Nichtsdestotrotz scheint der Handel mit Adressen allgemein üblich zu sein.

Adresskauf bei der IHK

Bei einigen Industrie- und Handwerkskammern (IHK Berlin bspw. seit 2012 nicht mehr) kann jeder Interessierte bei begründetem Interesse, Adressen von Firmen für kleines Geld kaufen. Die Daten von Neugründungen unterliegen aber einer halbjährigen Schutzsperre und werden in dieser Zeit nicht von der IHK bekanntgegeben. Die Lieferanten haben die Möglichkeit, die Daten von der IHK gezielt nach Gewerbeanmeldung, Branche, Betriebsgröße und den einzelnen Kammerbezirken selektiert zu erwerben. Dabei werden je Adresse 0,10 EUR und zusätzlich 5,- EUR Bearbeitungsgebühr berechnet. Lässt sich der Interessent die Daten in Form einer Excel-Datei ausgeben, kann er praktisch sofort mit seiner Werbung starten und die Gründer mit Angeboten, Flyern und Werbung bombardieren. Dafür ein Danke an die seriöse Industrie- und Handelskammer, für den korrekten Umgang mit den Daten der IHK Pflichtmitglieder. Lesen Sie auch meinen Artikel zur Einschätzung der Seriösität eines Gründerseminars. Sehr traurig ist die Tatsache, dass die Seminarteilnehmer, also die Adresslieferanten, auch noch für die Lieferung der eigenen Adresse im Rahmen eines bspw. Gründerseminars kräftig in die Taschen greifen müssen, denn das Seminar ist selbstverständlich nicht gratis. Was genau ein Gründerseminar kostet, haben wir in einem weiteren Artikel zusammengetragen.

Adresskauf bei der HWK

Bei der Handwerkskammer (HWK) ist ein Adresskauf ebenfalls möglich. Bei begründetem Interesse werden die Adressen von Unternehmen für 0,26 EUR an Interessierte verkauft. Existenzgründerdaten unterliegen auch bei der HWK einer halbjährigen Schutzsperre.

Wo kann man zu welchem Preis Adressen kaufen?

"Adressen kaufen ist ein großes Geschäft, daher habe ich einige Firmen und auch Industrie- und Handelskammern zusammengetragen, wo Sie Adressen kaufen können, um Neukunden oder Lieferanten zu finden."

Fazit

Neugründungen sind für die Wirtschaft und den Handel von größter Wichtigkeit. Gründer brauchen in der Regel eine komplette Erstausstattung, bspw. PC, Drucker oder Büromaterial. Je nach Branche werden auch entsprechende Software, Maschinen und Geräte benötigt. Methodische und zielgerichtete Werbung verspricht den Lieferanten hier gute Geschäfte. Der Gründer selbst hat wenige Chancen, der Werbeflut zu entgehen. Um selbst am Geschäftsleben teilnehmen zu können, muss er seine Firma nach außen darstellen. Er sollte allerdings bei allen Formularen, einerlei ob in Papierform oder im Internet, der Weitergabe der Daten von vornherein widersprechen. Damit kann er die Werbeflut zumindest eindämmen.

Noch ein Tipp zum Schluss: Geben Sie bei merkwürdigen Adressformularen Ihrer persönlichen Adresse immer eine private Note oder einen Referrer mit auf den Weg, so erkennen Sie später, wer Ihre Adresse weitergegeben hat und können entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Beispiel:

Die IHK will bei Ihrem Existenzgründerseminar Ihre Adresse aufnehmen. Sie wissen ja nun, was damit passieren kann und geben anstelle von bspw. Torsten Montag - Thorsten Montag an. Oder anstelle von Birkenweg 12 - Birckenweg 12. So erkennen Sie immer, wer Ihre Adresse verkauft und weitergibt. Das muss natürlich bei jedem Weitergeben neue variiert werde. Aber bitte nur bei ungefährlichen Adressangaben, nicht etwa bei Lieferanten und Kunden, so dass Sie später eine falsch ausgestellte Rechnung bekommen, die wiederum einer Prüfung durch das Finanzamt nicht standhält.

 

 

Selbstverständlich müssen Sie selber entscheiden, aber nutzen Sie ruhig die obigen Fragen, um die Notwendigkeit für sich selbst zu erkennen, denn ich muss ja nicht der Maßstab sein. Wenn Sie tatsächlich kein Existengründerseminar benötigen, dann sparen Sie sich die Zeit und das Geld und legen nun gleich mit Ihrem Berater Ihre Gründerstrategie fest!

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Meine Name ist Torsten Montag, ich betreibe seit 2004 das Gründerlexikon. 2019 habe ich die GründerAkademie gegründet. Hier finden Sie all die Dinge, die mir geholfen haben, ein erfolgreicher Unternehmer zu werden. Machen Sie zuerst meinen UnternehmerTest oder probieren Sie den Geschäftsideenfinder!

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