Die 5 besten Möglichkeiten als Freelancer an Aufträge zu kommen

Freelancer, auch als Freischaffende oder freie Mitarbeiter bezeichnet, müssen sich die Aufträge für ihr Unternehmen auf einem hart umkämpften Markt beschaffen. Im Gegensatz zum regional tätigen Handwerker kann der Freelancer jedoch seine Tätigkeit in einschlägigen Internetportalen oder Business Netzwerken anbieten. Alternativ kann er sich auf diesen Plattformen für Ausschreibungen und Projekte bewerben. Die folgenden 5 Möglichkeiten sollen eine nicht abschließende Übersicht für Freelancer darstellen.

Übrigens, es existiert tatsächlich ein Unterschied zwischen Freelancern und Freiberuflern, welchen ich Ihnen in einem anderen Artikel meiner Checkliste näher erläutern werde. Genug der Vorrede, im Folgenden die erste der Möglichkeiten, um als Freelancer Aufträge und Jobs zu generieren:

1. freelance-pages.com

Ganz ohne Vermittler können auf freelance pages Unternehmen und Freelancer direkt in Kontakt kommen. Und zwar entweder durch die spezialisierte Filtersuche nach Freelancern oder durch die Ausschreibungsfunktion. Durch eine klare Positionierung der Freelancer in Expertenprofilen wird die Passgenauigkeit bei der Suche verbessert und Einsatzunternehmen können mit wenigen Klicks den richtigen Freelancer finden. Ein Zwischenschalten von Vermittlern ist nicht mehr nötig, sodass Freelancer höhere Tagessätze erzielen können.

2. freelance.de

freelance.de ist der Marktplatz, auf dem über 100.000 Freiberufler und 20.000 Projektanbieter direkt zusammenfinden. Hier findet jeder Freiberufler, das für ihn beste Projekt und im Umkehrschluss jeder Projektanbieter den besten freien Experten - transparent und ohne Vermittlungsprovision. Auf freelance.de werden täglich über 400 neue Projekte ausgeschrieben.

3. freelancermap.de

Seit mehr als 10 Jahren bietet freelancermap eine offene Projektbörse für Freelancer und Freiberufler. Mit über 120.000 registrierten Nutzern und mehr als 4.000 neuen Projekten pro Woche finden Freelancer, Selbständige und Unternehmen den passenden Projektpartner - ohne Vermittlungsgebühren. Die Registrierung als Basismitglied ist kostenlos und bietet interessante Features. Mit dem Projektagenten erhält man z.B. passende und neue Projekte direkt per E-Mail. Die Suche nach Aufträgen wird somit automatisiert.

4. LinkedIn

Mit LinkedIn nutzen freie Mitarbeiter eine Plattform, die ein optimales berufliches Umfeld bietet. Über 75 Millionen Fach- und Führungskräfte verwenden LinkedIn, um ihre Geschäftschancen zu erhöhen und Informationen auszutauschen. Eine Anmeldung auf LinkedIn kann eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit für neue Aufträge darstellen.

5. Freiberufler Projektmarkt Gruppe bei Xing

Die Nutzung von Business Netzwerken wie Xing kann sich für den Freischaffenden recht schnell in Form von Aufträgen auszahlen. Freelancer sollten bspw. der Freiberufler Projektmarkt Gruppe (vorher bei XING anmelden und dann nach der Gruppe suchen) beitreten. Die Gruppe besteht bereits aus mehr als 110.000 Mitgliedern. Informationen über chancenreiche Projektangebote, Branchentrends und News werden den Gruppenmitgliedern direkt per Mail oder RSS übermittelt (Was ist RSS?).

Wie finde ich als Freelancer Aufträge, Projekte und Jobs?

Um als Freelancer Aufträge, Projekte oder Jobs zu finden, greifen viele Freischaffende auf Jobportale zurück. Diese Portale und Plattformen machen nichts anderes als Angebot und Nachfrage zusammenzuführen. Es gibt dabei Plattformen die sich auf bestimmte Branchen spezialisiert haben, wie IT-Entwickler, Webdesign, Texter oder Grafiker. Viele Anbieter in diesem Bereich halten ihre Portale jedoch für sämtliche Branchen offen.

Auf Jobbörsen finden Sie eine Vielzahl an Auftraggebern und Agenturen, die Freelancer entweder für ein zeitlich begrenzte Projekte suchen oder Ausschreibungen für eine langfristige Zusammenarbeit erstellen. Häufig ist es so, dass wenn ein Auftraggeber mit Ihnen zufrieden war, er dann auch von sich aus auf Sie zukommt und neue Projekte anbietet. Aber bis es eben so weit ist, müssen Sie als Freelancer selbst Aufträge und Jobs suchen.

Was ist der Unterschied zwischen Jobbörsen und Jobsuchmaschinen?

Auf einer Jobbörse erstellen Sie als Freelancer eine Anzeige respektive ein Profil von Ihnen. Projektanbieter erstellen ebenfalls Suchanzeigen nach Mitarbeitern oder sie erstellen Ausschreibungen für zeitlich begrenzte Projekte. Jobsuchmaschinen wiederum durchsuchen genau diese Jobbörsen, Projektbörsen sowie andere Portale und Quellen wie beispielsweise Stellen- bzw. Karriereseiten von großen Unternehmen. Jobsuchmaschinen verwalten jedoch meist keine Profile, sondern leiten den Nutzer dann auf das entsprechende Angebot weiter.

Vergleichbar ist das mit einer klassischen Suchmaschine wie Google. Sie möchten beispielsweise etwas kaufen und geben das Produkt bei Google ein. Google wiederum leitet Sie dann zu einem Onlineshop weiter, auf dem Sie das Produkt kaufen können. Aber ohne Google wären Sie nie auf diesen Shop gekommen.

Im Übrigen gibt es mit „Google for Jobs” ebenfalls eine Jobsuchmaschine. Einige Portale haben sich allerdings bereits bei der EU-Kommission gegen diese Vorgehensweise von Google beklagt, da die Gefahr besteht, dass Google hier seine marktbeherrschende Stellung ausnutzt.

Was sind die Vorteile einer Jobbörse für Freelancer?

  • Gebündelte Angebote: Das ist der wesentliche Vorteil für Freelancer. Sie müssen keine Webseite erstellen oder selber Besucher generieren oder anderweitig auf sich aufmerksam machen. Eine Jobbörse für Freelancer hat in der Regel viele Besucher. Angebot und Nachfrage findet sich auf einem virtuellen Marktplatz gebündelt wieder. Sie können hier gezielt nach interessanten Aufträgen für Freelancer suchen und direkt auf dem Portal mit Auftraggebern in Kontakt treten. 
  • Zusätzliche Funktionen: Durch das Nutzen von zusätzlichen Funktionen, diese sind teilweise kostenpflichtig, erhöhen Sie die Chance von Agenturen oder Anbietern von Jobs gefunden zu werden.
  • Wahl zwischen „sich finden lassen” oder gezielt nach Auftraggebern suchen: Wenn Sie die Möglichkeit haben ein Profil zu erstellen, dann können Sie sich finden lassen. In der Vergangenheit war es häufig so, dass ein Unternehmen eine Stellenanzeige schaltete und der Bewerber auf das Unternehmen zugehen musste. Doch mittlerweile wollen sich viele Freelancer eher finden lassen. Zudem können Sie ja auch nicht alle Angebote durchforsten. Alternativ dazu können Sie natürlich weiterhin gezielt nach neuen Aufträgen sowie Projekten suchen und mit potenziellen Geschäftspartner in Kontakt treten. Hinweis: Manchmal nutzen Unternehmen auch Agenturen für das Schalten von Ausschreibungen bzw. dem Rekrutieren von neuen Mitarbeitern. Wundern Sie sich daher nicht, wenn Sie auf einer Plattform oder einem Portal manchmal Nachrichten von Agenturen erhalten. 
  • Spezialisierung auf Branchen: Es gibt Projektbörsen die sich auf bestimmte Branchen für Freelancer spezialisiert haben. Das macht es einfacher für Sie und den Projektanbieter, da somit das Angebot noch gezielter auf die Nachfrage zugeschnitten wird. Mögliche Branchen sind beispielsweise Webdesign. Texter, Grafiker, Entwickler usw.

Was sind die Nachteile einer Jobbörse für Freelancer?

  • Große Konkurrenz: Sie sind höchstwahrscheinlich nicht der einzige Freelancer in Ihrer Branche, der sich auf einer Jobbörse umsieht. Projektanbieter haben somit auch Kontakt zu Ihrer direkten Konkurrenz. Das macht es schwieriger für Sie sich bei Ausschreibungen und Projekten durchzusetzen. Und es führt zu einem weiteren Nachteil:
  • Preisdruck für Freelancer: Die große Konkurrenz kann dazu führen, dass Sie Ihre Preise senken müssen.
  • Kosten für das Erstellen von Anzeigen oder Profilen: Es kann sein, dass Sie für Ihre Anzeige respektive Ihres Profils Geld bezahlen müssen. Das ist auch legitim, aber es ist ganz klar ein Nachteil. Auf der einen Seite haben Sie aufgrund der Konkurrenz Preisdruck, auf der anderen Seite müssen Sie mitunter für Ihre Werbung auch Geld investieren. Manchmal fällt anstatt einer fixen Gebühr eine Provision oder Vermittlungsgebühr an, die Sie nur bei erfolgreicher Vermittlung an die Plattform oder den Anbieter zahlen müssen.
  • Eigenes Profil geht unter: Aufgrund der Masse an Bewerbern und Freelancern, die auf den Portalen aktiv sind, besteht die Gefahr, dass Ihr Profil einfach untergeht. Umso wichtiger ist es, dass Sie bei der Profilerstellung sich positiv von anderen abheben. Sie können natürlich auch Zusatzfunktionen buchen, dass Ihr Profil bzw. Ihre Anzeige weiter oben steht. 

Die 5 größten Fehler beim Erstellen eines Jobbörsen-Profils

  1. Sie stellen sich selbst nicht richtig dar
  2. Unterschätzen der Zeit, die Sie damit verbringen müssen
  3. Sie nutzen kein oder ein ungeeignetes Bild von Ihnen
  4. Suchmaschinenmarketing der Jobbörse wird nicht beachtet
  5. Sie wählen falsche Kategorien und erstellen damit ein irreführendes Profil auf der Plattform

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Wenn Sie ein Profil in einem Social Media Netzwerk sehen, worauf achten Sie zuerst? Genau, auf das Profilfoto. Und sofort entsteht eine gewisse Sympathie oder Antipathie. Genauso verhält es sich bei einer Online Jobbörse für Freelancer, auf der Sie Aufträge generieren möchten.

Nutzen Sie daher alle Möglichkeiten, um sich bestmöglich ins Bild zu rücken, ohne aber gleichzeitig aufdringlich oder übertrieben zu wirken. Das bezieht sich im Übrigen nicht nur auf das Foto, sondern auf das gesamte Profil. Sprechen Sie konkret Ihre Zielgruppe an. Nutzen Sie, wenn möglich, Farben und ein eigenes Logo, denn dadurch setzen Sie sich von der Konkurrenz ab. Ähnlich wie bei einer Anzeige in einem Printmedium, sollten Sie genau überlegen, auf welchen Portalen Sie sich als Freelancer registrieren. Sie können und sollten sich natürlich auf mehreren Plattformen anmelden und dort jeweils das gleiche Profil von Ihnen erstellen. Sie müssen nicht Ihr Profil von Portal zu Portal variieren, es sei denn, es handelt es sich um Plattform für ausgewählte Branchen. Dann wäre es möglicherweise sinnvoll, Ihr Profil auf diese Branche auszurichten.

Bedenken Sie auch, dass die Freelancer Jobbörsen ebenfalls eine Art Suchmaschinenmarketing nutzen. Wählen Sie deswegen aussagekräftige Überschriften mit Begriffen, die Auftraggeber und Agenturen verwenden könnten.

Und unterschätzen Sie auch nicht die Zeit, die Sie investieren müssen. Ein gutes Profil für eine Projektbörse erstellen Sie nicht in wenigen Minuten. Es kann eine gewisse Zeit dauern.

Sind Freelancer Jobs auch für Studenten geeignet?

Als Student möchten Sie sich wahrscheinlich in erster Linie auf Ihr Studium konzentrieren. Sie können daher nur begrenzt als Freelancer für einen Arbeitgeber tätig sein. Das wissen auch die Arbeitgeber. Daher sind nicht alle Tätigkeiten für Sie als Student geeignet. Insbesondere dann nicht, wenn sie einen hohen Zeitaufwand erfordern oder eine umfangreiche Erreichbarkeit. 

Dennoch gibt es durchaus den einen oder anderen Freelancer Job, den Sie als Student neben dem Studium ausführen könnten. Entweder in den Semesterferien oder Abends nach den Vorlesungen. Vor allem, wenn es sich um abgeschlossene Projekte handelt, also kein Job, bei dem Sie für sehr lange Zeit gebunden sind. Vielleicht können Sie sogar in Ihrem aktuellen Studienfach tätig sein. Dadurch erhalten Sie bereits erste Berufserfahrung. Suchen Sie daher auf einem Jobportal gezielt nach Freelancer Jobs für Studenten. Auch hier gibt es mitunter Plattformen, die sich auf Freelancer Jobs für Studenten spezialisiert haben.

Sollte ich als Freelancer im Home-Office arbeiten oder besser ein Büro mieten?

Häufig sind Freelancer Jobs als Home-Office Jobs ausgeschrieben. Das heißt natürlich nicht, dass Sie als freier Mitarbeiter buchstäblich zu Hause im Home-Office arbeiten müssen. Sie können genauso gut auch ein externes Büro mieten. Die Angabe „Home-Office" in den Stellenanzeigen auf Jobbörsen soll nur deutlich machen, dass Sie nicht direkt in den Büroräumen des Auftraggebers arbeiten müssen. 

Ob Sie sich als Freelancer für ein Home-Office oder besser für ein externes Büro entscheiden ist von vielen Faktoren abhängig, unter anderem auch von der Art Ihrer Tätigkeit. Beides hat Vor- und Nachteile. Ohne jetzt zu sehr ins Detail gehen zu wollen, sollten Sie beim Home-Office jedoch darauf achten, dass Sie ungestört arbeiten können. Wenn irgend möglich sollten Sie zumindest ein eigenes Zimmer als Ihr Büro herrichten. Dann fällt es Ihnen auch leichter, nach der Arbeit abzuschalten. 

Alternativen um als Freelancer Aufträge zu finden

  • Eigene Webseite oder Blog erstellen und damit Besucher generieren
  • Agenturen direkt anschreiben
  • Positive Mundpropaganda führt ebenfalls häufig zu neuen Aufträgen
  • Werbung schalten (online oder offline)
  • Registrierung bei Facebook-Gruppen oder in Foren und dort versuchen in Kontakt mit potenziellen Geschäftspartnern zu treten
  • Empfehlungsgeschäft für vorhandene Auftraggeber
  • Besuch von Jobmessen, Vorträgen oder anderen Networking-Events
Meine Checkliste