Was kostet Suchmaschinenoptimierung (SEO) wirklich?

Diese Frage stellt sich jeder Website-Betreiber, der seine Position in den Suchmaschinen verbessern will. Denn was er an SEO-Dienstleister-Kosten im Netz findet, reicht von 100 bis zu mehreren 1.000 Euro. Meist findet er überhaupt keinen Preis vor - das widerspricht absolut den Gepflogenheiten des Preisvergleichs im Internet. Selbst web-eigene Angebote wie Hosting, Domains, Space oder Tools werden auf den Cent genau offeriert - und ausgerechnet die grundlegende Funktion "SEO" sollte davon ausgenommen sein?

Spielsteine
Bild: FirmBee / pixabay

Richtig. Denn "den" Preis für "die" Suchmaschinenoptimierung gibt es nicht. Was für einen Website-Betreiber an SEO-Aufwand nötig ist, wird immer von seiner individuellen Ausgangsposition und den Zielen, die er erreichen will, bestimmt. Zweitens ist SEO keine statisches Moment, sondern muss kontinuierlich betrieben werden. Ansonsten können kurzzeitig errungene Erfolge im Google-Ranking schnell wieder hinfällig sein. Wie aber soll ein SEO-Interessent dann kalkulieren?

Erst die Analyse - dann das Angebot

Die Position einer Website wird von einer Vielzahl von Faktoren bestimmt. Allgemein lassen sich diese in die Bereiche OnPage (die eigene Website betreffend) und Offpage (der Umfang und die Qualität der Verlinkung) unterscheiden. Wie breit sich diese beiden Bereiche wieder auffächern, ist in dem Beitrag "Opens internal link in current windowGrundkurs Suchmaschinenoptimierung" beschrieben.

Wenn es um die Kosten für SEO geht, interessiert der konkrete Stand einer Website. Entsprechen der Titel, die Meta-Tags und die Keywords dem Inhalt der Seite, wie ist der Content aufbereitet, und bezieht der Text genügend Synonyme artverwandte Begriffe mit ein, um bei der Suche eine breite Trefferfront zu bieten? Sind der Seitenaufbau, die Struktur und die Usability so angelegt, dass der Besucher zum Verweilen eingeladen wird? Wie sieht es mit der Linkpopularität einer Domain aus? Was hat der Seitenbetreiber schon in SEO-Maßnahmen gesteckt, und welche Ziele will er eigentlich genau erreichen?

Erst nach einer grundlegenden Einschätzung des Status quo kann eine SEO-Agentur überhaupt erst sagen, welche Maßnahmen notwendig sind, und welchen Umfangs es bedarf, um die Erwartungen des Betreibers zu erfüllen resp. auf Dauer zu halten.

gründerlexikon tipp

Welche SEO Agenturen gibt es?

Ich habe mir mal erlaubt, einige Webseiten zusammenzutragen, welche SEO-Agenturen listen. Dabei wird teilweise sogar ein Rating durch die Besucher angeboten, so dass die Qualität der einzelnen Agenturen bewertet und verglichen werden kann. Andere Verzeichnisse sind dagegen kostenpflichtig und können von den Agenturen gegen eine Gebühr genutzt werden. Neben SEO-Agenturen sind bei einigen Webseiten auch andere Dienstleistungen, wie zum Beispiel Affiliate-Marketing-Agenturen, E-Mail-Marketing- Agenturen oder andere Dienstleister gelistet. Ich nehme mir persönlich keine persönliche Wertung zu den einzelnen Agenturen heraus oder zu den Anbietern der folgenden Listen und Verzeichnisse:

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Was ist dann von günstigen Standard-Angeboten zu halten?

Standardangebote mit niedrigen Preisen sind nicht per se unseriös. Sie setzen allerdings voraus, dass die Interessenten genau wissen, welche Mittel sie einsetzen wollen. Denn die sind außerordentlich vielgestaltig - und "preisgünstig" bedeutet demzufolge immer nur einen Ausschnitt aus der Vielzahl der Möglichkeiten. Ein übliches Basis-Angebot für 100 bis 200 Euro im Monat (bei einer Mindestlaufzeit des Auftrags von einem Jahr) ist z.B. die Suchmaschinenoptimierung für zwei Suchbegriffe, die auch miteinander kombiniert sein können. Das schließt die Recherche der geeigneten Keywords und die Optimierung des Textes auf der entsprechenden Website mit ein. Damit ist weder eine Verbesserung der Seitenstruktur noch irgendwelches Linkbuilding verbunden. Wer ein solches Angebot annimmt, muss wissen, dass dies nur der Anfang sein kann.

Empfehlenswerte Seiten, Lexika und Wikis zum Thema Suchmaschinenoptimierung & Co.

Von mir empfohlene SEO Lexikons - hier werden viele Fachbegriffe erläutert und auch Zusammenhänge dargestellt.

Lexika:

Wikis:

Angebote, die nicht so leicht durchschaubar sind, müssen hinterfragt werden. Das gilt insbesondere für den Aufbau oder den Kauf von Links. Denn hier ist neben der Masse auch die Qualität entscheidend. Wenn ein Dienstleister lediglich automatisierte Verbindungen zu Verzeichnissen und Webkatalogen herstellt oder - ganz schlimm - extra dafür eingerichtete Link-Inseln anzapft, ist dem Kunden wenig geholfen. Im Gegenteil: die Suchmaschinen räumen in ihrem Kampf gegen Pseudo-Attraktivität solche Konstruktionen früher oder später ab und bestrafen den entsprechenden Website-Betreiber mit einer Rückstufung im Ranking.

Was SEO wirklich kostet: Eine Menge Zeit

Gegen qualitativ hochwertige und aktuelle Tools, die einzelne SEO-Schritte in automatisierter Form erledigen, ist nicht zu sagen. Sie stellen immerhin für eine bestimmte Zeit eine Hilfe dar, die ebenfalls Geld gekostet hat. Entscheidend ist, welche Qualität damit generiert wird, und ob sich die beauftragte SEO-Agentur auch sonst intensiv um ihre Kunden kümmert. Denn um ein individuelles SEO-Konzept, dazu noch über einen längeren Zeitraum, zu realisieren, ist ein Aufwand nötig, der mindestens täglich eine Arbeitsstunde ausmacht. Die Hochrechnung ist leicht vollzogen: allein der monatliche Arbeitslohn des damit beauftragten Web-Spezialisten bewegt sich um die 1.000 Euro. Von dieser Marke aus kann der Kunde entscheiden, wie viel ihm das bessere Ranking bringt.

Da liegt die Frage sehr nahe, ob Sie als Unternehmer Opens internal link in current windowSEO selber machen oder besser an eine Agentur abgeben sollten?

Am Schluss noch eine Infografik zum Thema SEO und Agenturen

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Infographic by SEOmoz & AYTM Market Research

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