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Nebeneinkünfte und Finanzamt - was ist zu beachten?

Nach Ihrer Gewerbeanmeldung sollten Sie sich ausführlicher mit dem Finanzamt auseinandersetzen – es wird nämlich früher oder später seinen Teil vom Kuchen abhaben wollen. In diesem Artikel geben wir Ihnen einen groben Überblick über die Themen, die Sie in Hinblick auf Ihre Nebeneinkünfte und die Steuern berücksichtigen müssen.

Der steuerliche Erfassungsbogen

Sobald Sie Ihre Gewerbeanmeldung erledigt haben, wird das Finanzamt automatisch über Ihr Unternehmen informiert und Ihnen im Regelfall einen sogenannten „steuerlichen Erfassungsbogen“ zuschicken. Darin erfassen Sie die Eckdaten Ihres Unternehmens und schätzen Ihre voraussichtlichen Einnahmen für das laufende und das darauffolgende Jahr.

Während des Jahres: Belege sammeln und ordnen

Halten Sie während des Jahres alle Unterlagen zusammen und sammeln Sie die Eingangs- und Ausgangsrechnungen ordentlich in Ordnern. So vermeiden Sie verspätet eingereichte Steuererklärungen durch zu viel Chaos. Informieren Sie sich vorab darüber, welche Kosten Sie als Betriebsausgabe ansetzen können, sodass Sie nicht am Jahresende mit der Suche nach Belegen beginnen müssen. Lesen Sie bei uns, welche Betriebsausgaben abzugsfähig sind und in welchen Fällen Sie auf den Ansatz verzichten müssen.

Die Ermittlung Ihres Gewinns per Einnahmen-Überschuss-Rechnung

Im Nebengewerbe können Sie Ihren Gewinn bzw. Verlust ganz einfach über eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermitteln. Dies entspricht einer stark vereinfachten Form der Gewinnermittlung, bei der Sie die Einnahmen und Ausgaben gemäß des Prinzips der Istversteuerung gegenüberstellen. Eine Vorlage für die EÜR finden Sie hier. Nachdem Sie die EÜR ausgefüllt haben, erhalten Sie ein positives oder negatives Betriebsergebnis, das Sie anschließend in die Einkommensteuererklärung übernehmen müssen.

Die Einkommensteuererklärung

Je nachdem, ob Sie gewerblich oder freiberuflich (selbstständig) tätig sind, ist für Sie eine der folgenden Anlagen zur Einkommensteuererklärung relevant:

  • Anlage S: Einkünfte aus selbstständiger Arbeit
  • Anlage G: Einkünfte aus Gewerbebetrieb

In einer dieser Anlagen erfassen Sie den mittels EÜR errechneten Gewinn oder Verlust und fügen sie dem Mantelbogen bei. Wie hoch Ihre individuelle Steuerbelastung aussieht, können Sie beispielsweise mithilfe eines Einkommensteueronlinerechners oder auch einer Software für die Erstellung der Einkommensteuererklärung ermitteln. Dies ist davon abhängig, wie viel Sie im Hauptjob und im Nebengewerbe verdienen.

Achtung: Rücklagen für Nachversteuerung bilden

Im ersten Jahr Ihrer Selbstständigkeit werden Sie zunächst keine Einkommensteuer abführen müssen. Legen Sie sich einen entsprechenden Betrag deshalb im Idealfall jeden Monat zur Seite, denn sobald Sie Ihre Einkommensteuererklärung eingereicht haben, werden Sie den entsprechenden Betrag nachversteuern müssen. Während bei Ihrem Arbeitgeber monatlich die Lohnsteuer direkt abgeführt wird, müssen Sie dies als Selbstständiger selbst tun und sich somit auch darum kümmern, dass Sie entsprechende Rücklagen bilden.

Beachten Sie, dass Sie je nach Zeitpunkt der Steuererklärung unter Umständen auch mit einer ziemlich heftigen Steuervorauszahlung rechnen müssen. Dies sei an einem vereinfachten Beispiel erklärt. Angenommen, Sie reichen im September 2014 nach einer Fristverlängerung Ihre Steuererklärung für das Jahr 2013 ein. Das Finanzamt setzt für das Jahr 2013 eine Steuernachzahlung in Höhe von 10.000 Euro fest.

Sie ist zugleich die Basis für künftige Einkommensteuervorauszahlungen. Dazu wird der Betrag in vier gleiche Quartals-Vorauszahlungen aufgeteilt, die jeweils zum 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember fällig werden. Durch die Abgabe im September müssen Sie also zusätzlich drei Vorauszahlungen leisten. Insgesamt beträgt Ihre Zahllast nach dem Steuerbescheid also 17.500 Euro, die Sie innerhalb einer kurzen Frist nach Ergehen des Steuerbescheids bezahlen müssen.

Fristen nicht versäumen

Versäumen Sie besser nicht die Frist für die Abgabe der Einkommensteuererklärung. Ohne Steuerberater muss sie spätestens bis zum 31. Mai beim Finanzamt eingehen (bei der elektronischen Übermittlung zählt der Eingang des unterschriebenen Kontrollausdrucks beim Finanzamt). Wenn Sie einen Steuerberater haben, können Sie eine Fristverlängerung bis zum 31. Dezember beantragen.

Die Umsatzsteuervoranmeldung

Wenn Sie umsatzsteuerpflichtig sind, müssen Sie je nach Höhe der Einkünfte monatlich oder quartalsweise eine Umsatzsteuervoranmeldung bzw. jährlich eine Umsatzsteuererklärung einreichen. Lesen Sie auch Wann muss ich eine Umsatzsteuererklärung abgeben?

Fällig wird sie jeweils zum 10. des Folgemonats. Am Ende des Jahres reichen Sie eine Umsatzsteuererklärung ein, die sich auf die Umsätze des ganzen Jahres bezieht.

Außerdem könnten folgende Artikel wichtig für Ihr Nebengewerbe sein:

Sie wissen nun, worauf Sie in Bezug auf das Finanzamt achten sollten. Lesen Sie im nächsten Artikel dieses Abschnitts, wann Sie eine gesonderte Krankenversicherung für Ihr Nebengewerbe benötigen.

Häufige Fragen zum Thema "Nebengewerbe"

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Meine Name ist Torsten Montag, ich betreibe seit 2004 das Gründerlexikon. 2019 habe ich die GründerAkademie gegründet. Hier finden Sie all die Dinge, die mir geholfen haben, ein erfolgreicher Unternehmer zu werden. Machen Sie zuerst meinen UnternehmerTest oder erkundigen Sie sich jetzt unverbindlich zu meinem Existenzgründerseminar für zu Hause!

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