Vergessen Sie regelmäßige Erholung und Urlaub nicht!

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Bild: Stevebidmead / pixabay.com

Regelmäßige Erholung ist physiologisch nicht nur erforderlich, sondern der Wunsch danach auch verständlich. Wie Sie sich als Selbstständiger den lang ersehnten Urlaub, die wohlverdiente Erholung leisten können, zeigen wir Ihnen im folgenden Abschnitt.

Wie ich durch Sport, Kommunikation und eine Trick Schicksalserlebnisse verarbeite

Gestern war für mich ein schwieriger Tag, in zweierlei Hinsicht. Zum Einen habe ich mit einem Kollegen über das Schicksal seines an Krebs erkrankten Vaters gesprochen, wobei mir bewusst wurde, wie vergänglich unser Leben und wie leicht die mühevoll aufgebaute Karriere zerstört werden kann. Man beklagt sich über die Konkurrenz, den Wettbewerb und vieles andere mehr und bemerkt gar nicht, dass ein viel größerer Feind gegenüber steht. Krankheit, im schlimmsten Fall sogar eine unheilbare Krankheit wie Krebs.

Das hat mir gestern etwas die Augen geöffnet und ich habe eine zweite Schwierigkeit des Tages doch etwas leichter nehmen können, nämlich die, dass mein Opens internal link in current windowgrößter Konkurrent im Internet meine Idee, die von mir entwickelte und über Monate hinweg geschriebene Checkliste zur Existenzgründung schlichtweg kopiert und gestohlen hat. Im heutigen Zeitalter des Internets ist kopieren ja quasi gar kein Verbrechen mehr, das kann jeder und deswegen ärgert man sich umso mehr, wenn so etwas passiert. Aber durch das Telefonat mit meinem Kollegen, das Gespräch mit ihm, der Versuch die Krankheit zu erklären, zu rechtfertigen und letztlich auch zu helfen, hat mir gerade in diesem Fall klargemacht, dass die Dinge aus einem anderen Blickwinkel sehen muss. In der heutigen hektischen Zeit muss man dann einfach aus dem wohl Negativen etwas Positives herausziehen, ich hab das für mich wie folgt gelöst:

Es bringt überhaupt nichts, wenn man sich über Facebook oder andere Medien, vielleicht sogar direkt per E-Mail, beim Konkurrenten beschwert, sich Luft macht, eine große Werbeaktion aufsetzt und versucht andere von dieser Ungerechtigkeit zu informieren. Das kostet nur Zeit, bringt am Ende gar nichts oder sehr wenig, man macht sich vielleicht sogar noch lächerlich und die Konkurrenz lacht erneut und freut sich darüber, dass man sich selbst ärgert und so viel Anstrengungen unternimmt, um es wieder gutzumachen, was aber bekanntermaßen überhaupt gar nicht geht. Ich habe erkannt, dass das verändern des Blickwinkels, insbesondere aus dem negativen Vorteile, etwas positives für sich selbst zu ziehen, in Verbindung mit Sport eine wahre Wunderwaffe darstellt. Ich bin gestern Abend direkt sechs Kilometer Jogging gelaufen, habe mir dabei genau dieses Konzept überlegt und für mich festgestellt, dass durch die Unwissenheit, die Unfähigkeit und Unkreativität des Wettbewerbs ich selbst nur noch besser werde, mich dadurch noch schneller und noch effektiver weiter entwickle und meine Aktivitäten, meine Karriere insbesondere im Internet noch schneller voran treibe. Genau das ist doch eine Wohltat, so etwas für sich selbst zu erkennen und die schöpferische Unfähigkeit der Konkurrenz mit einem müden Lächeln abzutun.

Genau an dieser Stelle bin ich bei einem weiteren Punkt, wenn man über seine Probleme schreibt, spricht oder eben nachdenkt (so wie ich es gerade tue) ist das auch ungemein hilfreich und erleichternd. Darüber hinaus, ich sprach es gerade an, hilft Ausdauersport, regelmäßige Bewegung in welcher Form auch immer extrem, Probleme, sei es im Kopf, in der Psyche oder anderswo zu regeln und in den Griff zu bekommen.

Meine Familie sagt mir regelmäßig, wenn ich schlechte Laune habe: "Geh bitte erst einmal eine Runde laufen und dann kannst du wieder mit uns sprechen."

Es ist wirklich so, das hilft, man meckert nicht mehr wegen allem und jedem Ding herum, schnautzt die Kinder wegen Kleinigkeiten an, es ist wie eine Medizin die man nimmt, nur ohne Nebenwirkung und ohne Rezept und ohne jegliche Kosten (bis auf den Zeiteinsatz).

In diesem Sinne kann ich Ihnen, liebe Leser und Unternehmer, nur empfehlen, regelmäßige Pausen zu machen, das Leben auch einmal von der anderen Seite zu sehen, Sport treiben und ab und zu über sich selbst, über die Ziele und über die Art und Weise nachdenken, wie man das unternehmerische Treiben so angeht. Erfolg, Umsatz und Gewinn ist bei weitem nicht alles, das zeigt der eingangs beschriebene Krebsfall, der leider Gottes heutzutage jeden unter uns treffen und innerhalb kürzester Zeit ein sehr schnelles Ende dem wirtschaftlichen Handeln, aber auch dem privaten und familiären Dasein bereitet kann. Dem sollte man sich stets bewusst sein.

In diesem Sinne: Bleiben Sie Mensch, denn es gibt noch andere Dinge auf der Welt.

Jeder Kopf braucht mal eine Auszeit.

Als Selbstständiger haben Sie den Vorteil, dass Sie Ihre Arbeitszeit frei disponieren können. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Sie eben auch Ihre Erholungszeiten frei bestimmen können. Die Kunst besteht nun darin, beides konsequent und bewusst zu tun. Einerseits ist es zwar geboten, bei der Urlaubsplanung auf die Interessen Ihrer Kunden und Auftraggeber Rücksicht zu nehmen. Doch andererseits bedeutet das gerade nicht, selbst und ständig zu arbeiten und sich zum Sklaven des eigenen Geschäfts zu machen.

Tipp 1: Stimmen Sie Ihren Urlaub rechtzeitig mit Ihren Auftraggebern ab!

Jeder Auftraggeber wird Verständnis dafür haben, dass auch Sie als Selbstständiger Urlaub brauchen. Je genauer durchdacht und für den Auftraggeber vorhersehbarer dabei Ihre Planung ist, desto problemloser wird die gemeinsame Abstimmung hinsichtlich der Lieferung von Leistungen an Ihre Auftraggeber sein. Hilfreich ist es, bei gleichbleibenden Ansprechpartnern einmal deren Urlaubszeiten zu erfragen. Diese Zeiten können dann für Sie als Anhaltspunkte herhalten, mit gutem Gewissen dann Urlaub zu machen, wenn auch die (arbeitsvolumenmäßig betrachtet) größten Kunden im Urlaub sind und das Auftragsvolumen entsprechend geringer ausfällt.

Tipp 2: Nutzen Sie die bundesweiten Feiertage!

Alle Jahre wieder sind zu Ostern und Pfingsten bundesweit Schulferien und Ihre Auftraggeber im Urlaub. In der Weihnachtszeit und "zwischen den Jahren" kommt die berühmt-berüchtigte Jahresendstimmung dazu und jeder wartet auf den Jahreswechsel...

Tipp 3: Verwenden Sie Brückentage!

Bei angestellten Arbeitnehmern beliebt ist die Methode, einzelne Urlaubstage so zu nehmen, dass in Verbindung mit Feiertagen daraus ein langes Wochenende wird. So kann ein einziger Urlaubstag als "Brückentag" für vier freie Tage sorgen. Nutzen auch Sie diese Möglichkeit. Wenn Ihr Auftraggeber im Urlaub ist, warum nicht auch Sie?

Tipp 4: Seien Sie mutig und gehen Sie offline!

Lassen Sie Ihren Laptop und Ihr Smartphone zuhause, wenn Sie in Urlaub fahren. Richten Sie auf Ihrem E-Mail-Account einen Abwesenheitsassistenten mit automatischer Antwort ein, damit auch potenzielle Neukunden über Ihre Abwesenheit informiert sind. Die Erfahrung lehrt, dass Ihnen während Ihres Urlaubs nichts großartiges entgehen wird. Falls Sie für Ihre Familie trotzdem erreichbar sein wollen, geht auch das: schaffen Sie sich für Ihren Urlaub ein Handy ohne Smartphone-Funktionen mit zweiter Nummer an. Geben Sie die Nummer nur an Ihre Familie weiter.

passfoto torsten montag

Tipp: Urlaubscheckliste nutzen

Eine Urlaubscheckliste spart Stress und gibt unheimliche Sicherheit. Ich habe einige Anbieter zusammengetragen, die teilweise interaktive Checklisten anbieten, so das Sie beispielsweise unnötige Bereiche vollständig ausklammern und gar nicht erst mit ausdrucken. Das schafft zusätzliche Übersicht und hilft, Ihren Urlaub noch besser zu planen.

Tipp 5: Nutzen Sie das Wochenende!

Selbst ein Wochenende, als bewusste Zeit der Entspannung wahrgenommen, kann Wunder bewirken. Wichtig für den Erholungseffekt ist das Bewusstsein, dass Sie die Zeit nur für sich (und ggf. Ihre Liebsten) haben. Dabei müssen Sie für die kleine Erholung noch nicht einmal verreisen: gehen Sie ins Schwimmbad oder in den Park, besuchen Sie ein Spa oder die Sauna. Lassen Sie das Smartphone zuhause!

Tipp 6: Fassen Sie auftragsschwächere Zeiten zu einer großen Auszeit zusammen!

In jeder Unternehmung gibt es saisonal bedingt auftragsschwache Zeiten. Diese liegen z.B. in der Weihnachtszeit oder auch im Hochsommer nach den großen Schulferien. Ihre Kapazitäten sind nicht ausgefüllt, es gibt "Zwangspausen". Versuchen Sie, Aufträge, die in auftragsschwächere Zeiten fallen, in Abstimmung mit dem Auftraggeber entweder nach hinten zu schieben oder bereits im Vorfeld abzuarbeiten.

Nochmal in der Zusammenfasssung: Meine 6 Tipps

  • Tipp 1: Stimmen Sie Ihren Urlaub rechtzeitig mit Ihren Auftraggebern ab!
  • Tipp 2: Nutzen Sie die bundesweiten Feiertage!
  • Tipp 3: Verwenden Sie Brückentage!
  • Tipp 4: Seien Sie mutig und gehen Sie offline!
  • Tipp 5: Nutzen Sie das Wochenende!
  • Tipp 6: Fassen Sie auftragsschwächere Zeiten zu einer großen Auszeit zusammen!

Buchen Sie Urlaub, jetzt!!!

Es ist übrigens kein Zufall, dass die Zwischenüberschriften in diesem Abschnitt allesamt mit Ausrufezeichen versehen sind. Diverse arbeitsmedizinische Studien belegen, dass es zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit unbedingt darauf ankommt, auch mal Urlaub machen zu können - wir wünschen Gute Erholung!

Viel Erfolg wünscht Ihnen

Ihr Torsten vom

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