3. Die Gründungsphase

Oft werde ich gefragt, wo man sich überall anmelden müssen, wenn man sich selbständig machen möchte. Dazu habe ich vor vielen Jahren eine kleine nette Liste zusammengetragen, die ich Ihnen hier, quasi als Einstieg mit historischem Charakter nicht vorenthalten möchte. ABER Achtung: Im laufe der Zeit habe ich diese Liste extrem erweitert und ausgebaut, herausgekommen ist meine GründerCheckliste so, wie Sie sie aktuell auf dieser Seite finden. Es ist also längst nicht alles, was man auf diese Frage antworten muss.

Ich will mich selbständig machen, wo muss ich mich überall anmelden? FAQ 11

Als erstes geht der Gründer zum Gewerbeamt und meldet sein Gewerbe an. Dabei ist es völlig unerheblich, ob eine neben- oder hauptberufliche Selbständigkeit angestrebt wird. Beachten Sie hier die Kosten, die durch die Gewerbeanmeldung entstehen! Durch die Gewerbeanmeldung werden das Finanzamt, die Berufsgenossenschaft, das statistische Landesamt und die IHK bzw. die Handwerkskammer von der Ausübung des Gewerbes informiert.

Kurz nach der Gewerbeanmeldung erhält der Gründer von seinem zuständigen Finanzamt den ca. 4-seitigen steuerlichen Erfassungsbogen. Der Fragebogen muss ausgefüllt an das Finanzamt zurückgesendet werden.

Der Unternehmer muss sein Unternehmen innerhalb einer Woche nach Gründung bei der zuständigen Berufsgenossenschaft (BG) anmelden gem. § 192 SGB VII. Ob der Unternehmer selbst der Pflichtversicherung in der BG unterliegt, hängt von der zuständigen BG ab.

4. Statistisches Landesamt

Auch Gründer haben dem Statistische Landesamt gegenüber Berichtspflichten. Auf Antrag können sich jedoch Existenzgründer für drei Jahre davon befreien lassen.

[Antragsformular Befreiung statistisches Landesamt, PDF 34 kb]

Die IHK bzw. HWK wird ebenfalls vom Gewerbeamt über die Neugründung informiert. Die Mitgliedschaft in der IHK oder HWK ist Pflicht. Existenzgründer, die nicht im Handelsregister (HR) eingetragen sind und deren Gewerbeertrag 25.000,- EUR nicht übersteigt, müssen in den ersten zwei Jahren keinen IHK Beitrag zahlen.

Das ist nur eine kleine komprimierte Liste mit wenigen Schritten. Sehr viel ausführlicher können Sie vorgehen, wenn Sie sich an folgende Gliederung (siehe auch rechte Navigation) halten:

In der Gründungsphase werden Sie folgendes erledigen:

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Hinweis: Das eBook kann auf keinen Fall sämtliche Fragen klären oder die Inanspruchnahme eines fachkundigen Beraters ersetzen. Sofern also dieses kostenlose Angebot Ihre Fragen nicht beantwortet, sollten Sie nicht zögern und einen Steuerberater oder Rechtsanwalt konsultieren. Lassen Sie sich vom Berater im Vorfeld einen Kostenvoranschlag erstellen oder zumindest die Honorarvorstellungen des Beraters pro Stunde mitteilen. So können Sie im Zweifel auch einfach eine einzige oder vielleicht zwei Beratungsstunden buchen und wissen damit bereits vorher, welche finanziellen Belastungen durch die Beratung auf Sie zukommen. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass auch der Besuch eines Existenzgründerseminars einen Großteil der häufig gestellten Fragen zur Existenzgründung und Selbständigkeit abdeckt. Auch ein Termin bei ihrer zuständigen Industrie- und Handelskammer oder bei der Handwerkskammer hilft in vielen Fällen grundlegende Fragen oder Probleme zu klären.

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