Legen Sie mit dem Berater Ihre künftige Rechtsform fest!

Mit Hilfe Ihres Beraters haben Sie Opens internal link in current windowIhre Gründungstrategie, zum Beispiel die Opens internal link in current windowExistenzgründung aus der Arbeitslosigkeit,  Gründung eines Opens internal link in current windowHaupt- oder Nebengewerbes, eine Opens internal link in current windowfreiberufliche Gründung uva. festgelegt. Nun ist es an der Zeit, die Rechtsform entsprechend zu wählen. Für diese mitunter schwierige Entscheidung können Sie Ihren vertrauten Gründungsberater beauftragen, Sie können sich aber auch einen Spezialberater etwa einen Opens internal link in current windowRechtsanwalt vor Ort hinzuziehen, der zusammen mit Ihrem Gründungsberater die für Sie persönlich und hinsichtlich Ihre Geschäftsidee beste Rechtsform wählen.

Grundlegende, gesetzlich im Detail geregelte Verfassungsform des Unternehmens, Regelungsgehalt ist u.a. das Rechtsverhältnis der Gesellschafter untereinander (Innenverhältnis), das Rechtsverhältnis der Gesellschafter zu Dritten (Außenverhältnis), die Geschäftsführung und Vertretung, die Kapitalform und -Höhe, die Haftung, die Gesellschaft, Leitungsorgane und deren Befugnisse und Aufgaben sowie die Mitbestimmung durch Anteilseigner, Arbeitnehmer und Gewerkschaften. Allgemein unterscheidet man Personen- und Kapitalgesellschaften:

Übersicht über die wichtigsten Rechtsformen

1. Personengesellschaften

  1. Einzelunternehmen (e.Kfm)
  2. Gesellschaft Bürgerlichen Rechts (GbR)
  3. Offene Handelsgesellschaft (oHG)
  4. Kommanditgesellschaft (KG)
  5. Stille Gesellschaft (StG)
  6. Partnerschaftsgesellschaft (PartG)
  7. eingetragener Verein (e.V.)
  8. eingetragene Genossenschaft (e.G.)

2. Kapitalgesellschaften

  1. Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
  2. Aktiengesellschaft (AG)
  3. eingetragene Genossenschaft (e.G.)
  4. Unternehmergesellschaft (UG)

Die Kommanditgesellschaft kann hierbei auch mehrere Vollhafter enthalten, die dann ihrerseits eine oHG bilden. Nur durch das Vorhandensein von mindestens einem Teilhafter, dessen Haftung auf das eingelegte Kapital beschränkt ist, entsteht erst die Kommanditgesellschaft. Ein Sonderfall der Kommanditgesellschaft entsteht, wenn eine GmbH als Vollhafter auftritt. Auch die Teilhafter müssen keine natürlichen Personen sein. Da dies gesetzlich in keiner Weise geregelt ist, ist es grundsätzlich erlaubt. Auf diese Art entsteht eine Gesellschaft mit faktisch beschränkt haftendem Vollhafter. Diese Konstruktion ist auch als GmbH & Co. KG bekannt, aber infolge des Wegfalles steuerlicher Vorteile heute bei weitem weniger populär als etwa noch in den 70er Jahren.
Allgemein sind alle Rechtsformen eigentlich Sonderfälle der Gesellschaft bürgerlichen Rechts oder des eingetragenen Vereins:

Für die OHG gelten beispielsweise die Vorschriften über die GbR unverändert weiter, aber der Zweck wird als „Betrieb eines Handelsgewerbes unter gemeinschaftlicher Firma“ definiert (§105 HGB). Die Kommanditgesellschaft hingegen ist wiederum mit der OHG (und damit indirekt mit der GbR) gleichrangig, und die §§161-177a HGB regeln im wesentlichen nur die Rechtsverhältnisse der Teilhafter.

Während die eingetragene Genossenschaft und die Aktiengesellschaft eigentlich Sonderfälle des Vereins sind, nimmt die GmbH eine Zwitterstellung zwischen Verein und GbR ein. Ein seltener, hier nicht betrachteter Sonderfall ist die bergrechtliche Gewerkschaft (BergRG).

Die Wahl der richtigen Rechtsform gehört zu den wichtigsten langfristigen Entscheidungsproblemen und ist im wesentlichen durch die Haftung, die Besteuerung, den Kapitalbedarf, die Kreditwürdigkeit und den Gesamtzweck des Unternehmens begründet. Durch ihre hohe Flexibilität ist die GmbH seit langem die mit Abstand beliebteste und verbreitetste Rechtsform. Nach der Einführung der

Die häufigsten Fragen zur Rechtsform:

Einzelunternehmen sehr gefragt

Meine bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass sehr viele Existenzgründer ohne lange zu zögern ein Einzelunternehmen gründen möchten. Das ist erst einmal nicht falsch, zumal der Gründer in Zukunft ein Einzelunternehmen in z.B. eine GmbH umwandeln kann. Die Gründung des Einzelunternehmens ist zunächst die schnellste und kostengünstigste Variante, die der GmbH will sehr gut vorbereitet und auf einem soliden Fundament platziert werden.

Teamgründung häufig als GbR

Daneben habe ich festgestellt, dass bei einer Teamgründung (was im übrigen keine Rechtsform darstellt) in den meisten Fällen eine GbR gewählt wird. Das ist an sich auch nicht falsch, hier gilt dasselbe wie beim Einzelunternehmen, es ist die schnellste und kostengünstigste Variante für zwei Personen einer Unternehmung zu starten. In vielen Fällen jedoch nicht die für die Gründer optimalste und vor allem sicherste Variante.

Vertrauen Sie auch Ihrem Bauchgefühl

Sollten Sie in dieser frühen Phase bereits Bedenken gegenüber dem Einzelunternehmen oder der GbR hegen, lassen Sie sich direkt von Ihrem Gründungsberater oder Ihrem Rechtsanwalt hinsichtlich der für Sie geeigneten Rechtsform beraten. Es gibt unterschiedliche Ansatzpunkte und Gründe, eine andere Rechtsform zu wählen. Zum Beispiel wenn es um die Frage der Außenwirkung, der Haftung oder der Gewinnverteilung geht. Auch Kriterien wie Vertretungsberechtigung oder das Einbringen von Kapital in Form von Geld oder auch Sachleistungen können erheblichen Einfluss auf die Wahl Ihrer Rechtsform haben.

Eine Gründung ist zu wichtig, um etwas dem Zufall zu überlassen

Überlassen Sie nichts dem Zufall und holen Sie sich zumindest einen Rat von einem weiteren Berater, sofern Sie Zweifel an der Richtigkeit der von Ihnen oder Ihrem Gründungsberater gewählten Rechtsform haben. Manchmal reicht schon ein Opens internal link in current windowkurze telefonische Rechtsberatung, um eine unsichere Entscheidung bestätigt oder widerlegt zu bekommen.

Leserfragen zum Thema Rechtsform

Wann darf ich i.G. (in Gründung) schreiben?

Hallo, ich bin kurz davor, das Gewerbe anzumelden, alle wichtigen vorbereitungen wie Internetseite habe ich schon fast erledigt.

Jetzt bin ich mir nicht sicher ob ich die Website schon online stellen darf, da ich ja das Gewerbe noch nicht angemeldet habe und noch keine Umsatzsteuer-ID habe.

Darf ich in diesem Fall die Website trotzdem online stellen und im Impressum einfach das Kürzel i.G. erwähnen, so dass es jedem klar ist, dass das Unternehmen in Gründung ist?

Kann ich deswegen abgemahnt werden, wenn ich ohne Gewerbe und UID die Website online stelle?

Antwort

Die Bezeichnung i.G. in Gründung wird für gewöhnlich nur bei einer GmbH im Sinne der Vor GmbH verwendet. Bei Einzelunternehmen ist das so nicht zwingend oder gebräuchlich. Bei der GmbH wird die iG bei der sogenannten Vorgesellschaft, also der vor Eintragung ins Handelsregister verwendet. Somit ist die GmbH i.G. oder Vor GmbH eine eigene anerkannte Rechtsform. Im Bereich der Einzelunternehmen weiß ich nicht, ob es überhaupt statthaft ist dieses Kürzel zu verwenden, da es ja auch irreführend für Dritte sein kann.

Typischer/atypischer stiller Gesellschafter?

"Es gibt sie als typische und atypische stille Gesellschaft. Im ersten Fall hat der typische stille Gesellschafter nur Anspruch auf Gewinnbeteiligung und die Rückzahlung seiner Einlage. Am Vermögen des Unternehmens und an seinen Rücklagen ist er nicht beteiligt. In der atypischen stillen Gesellschaft ist der Kapitalgeber dagegen auch Teilhaber am Vermögen, an den stillen Reserven und am Wertzuwachs der Firma. Er wird aus Sicht des Finanzamtes als Mitunternehmer behandelt. Gewerbesteuerliche Auswirkungen ergeben sich bei dieser Konstruktion nicht. Die atypische Rechtsform schließt auch Arbeitsverträge zwischen stillen Gesellschaftern und dem Betrieb aus. Bei der typischen stillen Gesellschaft sind dagegen solche Vereinbarungen möglich. "

Wenn der atypische Gesellschafter "aus der Sicht des Finanzamtes" als Mitunternhemer gilt, heißt das dann auch, dass er mitarbeiten darf, also ohne als Angestellter zu gelten?

Antwort

Der atypische Gesellschafter hat in jedem Fall weitreichendere Mitsprache- und Kontrollrechte.

Für die genaue Rechte- und Pflichtenverteilung wird ein Gesellschaftervertrag abgeschlossen. Je nach dem was im Gesellschaftervertrag steht, ist eine Mitarbeit möglich.

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