Wie wird aus Ihrem Hobby ein Nebengewerbe?

Sie haben ein gutes Händchen für Näharbeiten, basteln gerne oder sind handwerklich begabt und denken darüber nach, aus dem Hobby ein Nebengewerbe im Internet zu machen? Das kann funktionieren, wenn Sie dabei einige wichtige Fakten beachten.

Vom Hobby zum Beruf – erst informieren und dann agieren

Denken Sie darüber nach, Ihr Hobby zum Beruf zu machen, sind Informationen die wichtigste Grundlage. Dies gilt auch dann, wenn es sich nur um ein Nebengewerbe im Internet handeln soll. Sobald Sie sich dafür entscheiden, mit Ihrem Hobby Geld verdienen zu wollen, sollten Sie auch ein Gewerbe anmelden oder die Selbstständigkeit angeben. Wenden Sie sich dafür an die zuständige Stelle bei Ihnen vor Ort. Nach der Anmeldung haben Sie erst einmal in Ruhe Zeit, Ihr Gewerbe aufzubauen.

Zielgruppenanaylse durchzuführen

Es klingt verlockend, mit dem Hobby Geld zu verdienen, doch wie sieht es eigentlich mit der Zielgruppe aus? Gehen Sie auf die Suche nach Kunden, die sich für Ihre Produkte interessieren und machen Sie eine Recherche, wie der Absatzmarkt ist. Schauen Sie zudem auf die Konkurrenz. Es ist möglich, dass es bereits genug Anbieter auf dem Markt gibt und es schwer werden würde, sich zu behaupten.

Hier erhalten Sie Informationen zur Zielgruppenanaylse.

 

Richtig kalkulieren – professionelle Hilfe in Anspruch nehmen

Gerade dann, wenn Sie erst einmal investieren müssen, spielt die Kalkulation eine wichtige Rolle. Erstellen Sie eine Übersicht mit allen Ausgaben, die zu Beginn getätigt werden müssen. Überlegen Sie dann, wie Sie Einkünfte generieren können und welche Einkünfte Sie in der nächsten Zeit erwarten. Es ist nicht verkehrt, sich auch professionelle Hilfe zu holen. Dafür müssen Sie sich nicht an einen Steuerberater wenden. Sie können auch bei den Handwerkskammern in Ihrer Nähe schauen, ob es Kurse für den Einstieg in das Nebengewerbe gibt.

Zur Preiskalkulation können Sie sich hier informieren.

Geld verdienen mit einem Bastelblog – Interview mit interessanten Hinweisen

In unserem Interview mit Evelyn Brandies von "Basteln rund ums Jahr" haben wir Fragen rund um das Thema vom Hobby zum Nebengewerbe im Internet gestellt. Evelyn hat einen eigenen Bastelblog gestartet und kann schon auf einige Erfolge zurückblicken.

Was hat dich zur Eröffnung einer Bastelseite bewegt?

Ich bastele leidenschaftlich gern. Zum letzten Weihnachtsfest habe ich eine Anleitung für den Venezia Stern und den Fröbelstern gesucht. Die wenigen im Netz vorhandenen Anleitungen waren entweder kostenpflichtig oder so umständlich erklärt, dass das Nachbasteln wenig Spaß und Erfolg brachte.

Die Idee einen eigenen Bastelblog aufzusetzen war dann recht schnell geboren und umgesetzt. Meine Intention ist es, kostenlose Bastelanleitungen verständlich aufzubereiten und den Bastlern zur Verfügung zu stellen. Die ersten Projekte waren dann auch E-Books zum Basteln eines Venezia Stern und Fröbelstern.

Hinweis: Bevor Sie darüber nachdenken, ein Hobby zum Nebengewerbe zu machen, sollten Sie prüfen, wie der Markt für Ihre Arbeit ist. Soziale Netzwerke und Online-Shops sind eine gute Anlaufstelle, um sich ein Bild zu machen.

Seit wann besteht dein Nebengewerbe und mit welchen Schwierigkeiten hattest du am Anfang zu kämpfen?

Mein Blog besteht seit Juli 2009. Die größten Anfangsschwierigkeiten waren technischer Natur. So war eine der ersten Entscheidungen, welches System ich für meine Seite nutzen will. Nach einiger Recherchearbeit und guten Ratschlägen von Profis habe ich mich für Wordpress entschieden.

Hinweis: Gerade beim Aufbau eines Gewerbes ist es wichtig, sich Unterstützung zu holen bei den Punkten, die Sie selbst nicht optimal umsetzen können. Dies kann sich auf technische Hilfen beziehen, aber auch auf das Marketing für Ihr Gewerbe.

Welcher Provider ist aus der riesigen Angebotspalette der Richtige?

Was will und was brauche ich für meinen Blog? Bei der Auswahl musste ich Kriterien wie monatliche Kosten, Leistungsumfang, Serviceleistungen, Datenbankbackend (bspw. MySQL) und den Speicherplatz berücksichtigen. Besonders ein schnelles und einfaches Upgrade beim Speicherplatz musste gewährleistet sein. Durch die hohe Anzahl von Bildern in meinen Anleitungen, ist der Speicherplatzbedarf nicht unerheblich. Wichtig war mir als Anfänger auch eine kostenlose Hotline und kompetente technische Unterstützung. Meine Suche war erfolgreich. Besondere Hilfe habe ich bei der Hostersuche im UnternehmerClub vom Gründerlexikon erhalten. Dort ist sehr gut erklärt, welchen Hoster man nutzen kann und wie alles einzurichten ist. Danke dafür.

Welches Design (Wordpress Theme) verwende ich?

Die nächste Entscheidung war die Auswahl eines Wordpress Themes. Zwei oder drei Spalten, widgetfähig, Kommentarfunktion, Farbauswahl und Sprachauswahl. Das richtige Theme für den eigenen Blog findet man nur durch Ausprobieren. Wie es installiert und eingerichtet wird, habe ich sehr gut im UnternehmerClub vom Gründerlexikon gesehen. Dort findet man eine Menge weitere Videos, um endlich mit einer Webseite im Internet Geld zu verdienen.

Welche Auswahl an Anleitungen stehen den Nutzern zur Verfügung?

Zur Zeit stehen den Bastelbegeisterten und Selbermachern ca. 200 kostenlose BastelanleitungenMotivvorlagen und E-Books zur Verfügung. Die Palette reicht von Geburtstagskarten über Weihnachtsschmuck, Bastelvorschlägen zum Kindergeburtstag bis hin zu Halloweendekorationen. Die Ideen sind für all jene gedacht, die Dekorationen oder Geschenke bevorzugt mit viel Liebe und Aufwand selbst erstellen, als einfach Fertiges einzukaufen.

Wie sieht deine Zielgruppe aus?

Meine Zielgruppe ist weit gestreut. Von Großeltern und Eltern, die mit ihren Enkeln und Kindern basteln wollen, bis hin zu Faschingsfans und Halloweenbegeisterten, jeder der eine Bastelanleitung für einen Fest- oder Feiertag sucht – zählt zu meiner Zielgruppe. Lesen Sie hier zur Zielgruppenanalyse!

Nutzt du Outsourcing? Wenn ja, in welcher Form bzw. in welchen Bereichen?

Outsourcing ist immer ein Thema (Lesen Sie meinen Artikel zum Thema Outsourcen!). PC-Probleme bspw. versuche ich nicht mehr zeitaufwändig selbst zu lösen. Dafür gibt es Fachleute, die die Arbeit in weniger als der Hälfte der Zeit erledigen können. Als Bilanzbuchhalterin mache ich natürlich meine Buchhaltung selbst. Die Buchhaltung ist sonst ein beliebtes Outsourcingfeld.

Geld verdienen mit einem Blog, ist das möglich?

Mit der Einblendung von Werbung und dem Einbinden von Partnerprogrammen kann auch mit einem Blog der eine oder andere Euro verdient werden. Das funktioniert allerdings nur mit einer entsprechend hohen Besucheranzahl. Wie man Besucher bekommt, seine Webseite einrichtet und endlich seinen Traum vom Geld verdienen im Internet mit dem eigenen Hobby wahr werden lässt, erfährt man sehr gut in den Videokursen vom UnternehmerClub.

Wie viele Besucher kannst du verzeichnen?

Zur Zeit sind täglich knapp 1.000 Besucher lt. Google Analytics in meinem Blog auf der Suche nach Anregungen und Anleitungen. Diese Zahl ist ein sehr guter Anfang aber noch ausbaufähig.

Kannst du Abläufe automatisieren?

Bei Anleitungen ist Automatisation nicht wirklich möglich. Jede Bastelanleitung ist neu und muss individuell gefertigt werden. Oft lasse ich Kinder mitbasteln um zu sehen, für welches Alter die Anleitung geeignet ist.

Wo siehst du deinen Blog in 5 Jahren?

Mit meiner Seite Basteln rund ums Jahr habe ich einen Blog für Bastelbegeisterte ins Leben gerufen. Durch eine noch höhere Anzahl von ausführlichen Anleitungen, die leicht und auch für Anfänger verständlich erklärt sind, werden weitere Nutzer meinen Blog lesen. Ich wünsche mir, dass mein Blog in fünf Jahren eine der Topadressen für Bastelbegeisterte ist.

Fazit

Dieses Interview zeigt, dass Sie aus Ihrem Hobby ein Nebengewerbe werden kann und Sie so ganz einfach im Internet Geld verdienen können. Danke Evelyn für diesen Überblick und die Antworten zu Deinem Weg aus Deinem Hobby in kurzer Zeit ein erfolgreiches Nebengewerbe zu machen. Wenn auch Sie im Nebengewerbe online Geld verdienen wollen, kommen Sie in den UnternehmerClub vom Gründerlexikon, dort erkläre ich Ihnen gern, was Sie tun müssen, welche Software Sie benötigen, wie Sie Ihre Webseite Schritt für Schritt installieren werden, um endlich von zu Hause Geld mit Ihrem Hobby ganz nebenbei zu verdienen. Bis gleich im UnternehmerClub.

FAQ: Die häufigsten Fragen

Hat der Arbeitgeber Einfluss auf meine Entscheidung?

Sie denken darüber nach, ob Sie Ihr Hobby vielleicht zu einem Nebengewerbe machen könnten? Hier kommt natürlich die Frage auf, inwieweit der Arbeitgeber möglicherweise einen Einfluss auf die Entscheidung haben kann. In der Regel hat dies keinen Einfluss auf Ihren Nebenjob. Eine Verpflichtung darüber, den Arbeitgeber zu informieren, gibt es erst einmal nicht. Wenn in Ihrem Arbeitsvertrag hierzu jedoch Vereinbarungen getroffen wurden, sollten Sie sich an diese halten. Wichtig ist es, dass Sie nicht in Konkurrenz zu Ihrem Arbeitgeber stehen, wenn Sie das Nebengewerbe eröffnen.

Tipp: Es ist nicht verkehrt, beim Arbeitgeber mit offenen Karten zu spielen, auch wenn es eigentlich nicht notwendig ist. Ein gutes Arbeitsverhältnis basiert auch auf Ehrlichkeit und Vertrauen.

Was bedeutet Liebhaberei?

Oft wird in Bezug auf ein Gewerbe, das auf einem Hobby basiert ,eher von Liebhaberei gesprochen. Es ist immer wichtig, dass es um eine Gewinnerzielungsabsicht geht. Wenn Sie nur Einnahmen erzielen, diese aber nicht einmal ausreichen, um die Ausgaben abzudecken, wird von Liebhaberei gesprochen. In dem Fall kann es sein, dass Sie aufgefordert werden, das Gewerbe wieder abzumelden. Als Basis wird hierfür ein Prognosezeitraum genommen. Sie als Unternehmer müssen nachweisen, dass Sie eine ernsthafte Absicht für die Gewinnerzielung haben.

Woher weiß ich, ob ich gewerblich arbeite oder als Freiberufler?

Die Definition dazu, wann etwas ein Gewerbe ist und wann es eher als freiberuflicher Erwerb gilt, ist nicht immer ganz einfach. Arbeiten Sie in einer künstlerischen Tätigkeit, können Sie beispielsweise als Freiberufler aktiv werden. Aber auch ein Gewerbe kann hier möglich sein, vor allem dann, wenn Sie Produkte herstellen und diese verkaufen. Informieren Sie sich beim Gewerbeamt über die wichtigsten Grundlagen und fragen Sie hier nach, ob es sich um ein Gewerbe handelt und dieses angemeldet werden muss.

Wie sieht es mit der Sozialversicherung aus?

Machen Sie sich selbstständig, kommt die Frage auf, wie es mit der Sozialversicherung aussieht. Hier ist es wichtig zu wissen, dass Sie natürlich weiter über Ihren Arbeitgeber versichert sind. Haben Sie mit dem Nebenerwerb ein höheres Einkommen oder liegen Sie über den gesetzlich erlaubten 18 Stunden pro Woche, ist eine zusätzliche Sozialversicherung notwendig.

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