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Prüfen Sie die Bonität Ihrer künftigen Kunden!

Ehe Sie einen Opens internal link in current windowKostenvoranschlag oder ein Angebot ausstellen, sollten Sie feststellen, ob Sie mit dem betreffenden Neukunden überhaupt zusammenarbeiten möchten. Längst nicht jeder Anfragende ist für Sie auch ein attraktiver Kunde, besonders wenn es im Bereich der Liquidität Schwierigkeiten gibt. Aus diesem Grunde sollten Sie stets die Bonität Ihrer künftigen Kunden im Vorfeld überprüfen, um keinem Betrüger oder mehr oder weniger zahlungsunfähigen Unternehmen aufzusitzen.

Häufige Fragen zur Bonitätsprüfung:

ScoreKompass Ergebnis
Bild: scorekompass.de

Definition: Was sagt die Bonität aus?

Als Bonität bezeichnet man grundsätzlich den Willen und die Fähigkeit eines Schuldners, seine Schulden zu begleichen. Sie umfasst also einerseits die Ausstattung mit finanziellen Mitteln, andererseits aber auch die Bereitschaft, seinen Zahlungsverpflichtungen regelmäßig nachzukommen. Viele kennen die Begrifflichkeit der Bonität von der Kreditvergabe bei Banken, die auf dieser Grundlage entscheiden, ob der Kunde kreditwürdig ist oder nicht. Und auch bei Mietern wird die Bonität vorausgesetzt, ehe der Vermieter einen Mietvertrag eingeht. Auch im geschäftlichen Umfeld werden Bonitätsüberprüfungen von Neukunden durchgeführt, um herauszufinden, ob diese willens und in der Lage sind, später ihre Rechnungen zu bezahlen.

Die Schwierigkeit im geschäftlichen Umfeld ist, dass Sie im Regelfall über keine detaillierten Informationen zur finanziellen Lage Ihrer Kunden verfügen. Deshalb gibt es Auskunfteien wie die SCHUFA oder Creditreform, die Daten über Privatpersonen und Unternehmen sammeln und speichern, die der Beurteilung der Bonität dienen. Diese Daten kann jeder Unternehmer abfragen und sich so einen Überblick über die Kreditwürdigkeit des Neukunden verschaffen. Hierfür wird gewöhnlich ein Bonitätsindex herangezogen. Diese in Zahlen ausgedrückte Bonität wird als Indikator für die Kreditwürdigkeit herangezogen. Wie sich diese genau zusammensetzt und wie sie interpretiert wird, habe ich in einem Opens internal link in current windowArtikel zum Bonitätsindex erklärt.

Was ist bei einer Bonitätsabfrage bei Auskunfteien zu beachten?

Eine Bonitätsabfrage können Sie über eine Auskunftei durchführen. Durch Ihre Abfrage erhalten Sie den Bonitätsindex mit entsprechender Erläuterung, eine Einschätzung der Ausfallwahrscheinlichkeit sowie weitere Informationen und Analysen. Sie müssen sich vor der Abfrage entscheiden, ob Sie mehr über ein Unternehmen oder eine Privatperson erfahren möchten, denn dabei handelt es sich um zwei unterschiedliche Produkte. Sie unterscheiden sich einerseits durch den Preis, andererseits aber auch durch den Umfang. Informationen wie die Branche, die Auftragslage oder die Bilanzbonität können bei Privatpersonen nicht erhoben werden, dementsprechend ist die Auskunft hier deutlich weniger umfangreich.

Wann lohnt sich die Bonitätsprüfung?

Jede qualifizierte Bonitätsabfrage kostet Geld – mitunter viel Geld. Während sich die Kosten für die Abfrage im B2C-Bereich mit unter 1 Euro meistens stark in Grenzen halten, ist die Abfrage zu Geschäftskunden deutlich teurer. Mehr dazu lesen Sie in meinen Artikeln Opens internal link in current windowzur SCHUFA und zu Opens internal link in current windowBürgel und Creditreform. Angesichts dieser Kosten stellt sich die Frage, wann es Sinn macht, seine Kunden zu überprüfen und wie oft man dies tun sollte.

Ob sich eine Bonitätsprüfung lohnt, sollten Sie anhand des Auftragswertes klassifizieren. Je höher der Rechnungsbetrag bzw. Auftragswert ist, desto wichtiger ist die Prüfung. Es muss nicht zwingend jeder Kunde überprüft werden, aber gerade bei größeren Aufträgen sollten Sie stets auf Nummer sicher gehen. Eine gute Anlaufstelle, bei der Sie aktuelle Bonitätsdaten zu Ihren Kunden finden, ist beispielsweise Firmenwissen.de. Insbesondere dann, wenn zwischen zwei Aufträgen eine längere Zeitspanne liegt, sollten Sie später eine erneute Überprüfung in Betracht ziehen. Dasselbe gilt, wenn Ihnen Gerüchte über Zahlungsschwierigkeiten des Kunden zu Ohren kommen oder Sie aus anderen Gründen ein Opens internal link in current windowschlechtes Gefühl zu einem suspekten Kunden haben.

Die Auskunfteien beziehen ihre Einträge zu einem Teil aus eigenen Recherchen. Ein großer Teil der Datenbestände resultiert aber auch aus den Meldungen der Mitglieder. Sie können positive ebenso wie negative Erfahrungen mit einem Kunden an die Auskunftei melden. Diese werden wiederum anderen Mitgliedern im Rahmen ihrer Abfragen zur Verfügung gestellt. Durch negative Eintragungen verschlechtert sich der Bonitätsindex des Kunden und damit auch seine Kreditwürdigkeit.

Wie ist es um Ihre eigene Bonität bestellt?

Wenn Sie sich mit der Bonität Ihrer Kunden auseinandersetzen, sollten Sie auch Ihre eigenen gespeicherten Daten überprüfen. Sie haben laut § 34 BDSG das Recht, einmal pro Jahr bei den Auskunfteien kostenfrei eine Selbstauskunft anzufordern. Sie ist nicht annähernd so ausführlich wie eine normale, kostenpflichtige Bonitätsauskunft, denn sie enthält keine Analysen oder Interpretationen. Aber Sie erhalten einen Überblick darüber, wie Ihr Bonitätsindex aussieht und ob negative Einträge vorhanden sind. Da längst nicht alle Unternehmen daran denken, eigentlich erledigte negative Einträge löschen zu lassen, sollten Sie diese Selbstauskunft regelmäßig bei den größeren Auskunfteien anfordern und zu überprüfen. Nur so können Sie sicherstellen, dass Ihnen falsche Einträge beim Eingehen neuer Geschäftsbeziehungen nicht unnötigerweise das Leben schwer machen.

Bonitätsprüfung kostenlos – Gibt es das?

Eine kostenlose Bonitätsprüfung Dritter ist zwar sehr gefragt, wird derzeit aber von keinem seriösen Anbieter offeriert. Der Grund dafür ist einfach: Die gigantische Datenmenge, die für eine lückenlose Erfassung möglichst vieler Privatpersonen und Unternehmen in Deutschland notwendig ist, geht mit einem enormen Erfassungs- und Pflegeaufwand einher. Würden die dafür entstehenden Kosten nicht über Mitgliedsbeiträge oder Abfragegebühren finanziert werden, müsste der Anbieter alternative Finanzierungsmethoden finden, z. B. den Adressverkauf oder Werbung. Dies wäre aber wohl kaum im Interesse der Mitglieder.

Häufige Fragen zur Kreditwürdigkeit

Die Kreditwürdigkeit - auch als Bonität bezeichnet - gibt potentiellen Gläubigern eine Information darüber, inwiefern ein Schuldner die einzugehenden Verbindlichkeiten inklusive eventueller Zinsen voraussichtlich zurückzahlen kann und will. Dies Kreditwürdigkeit stellt so einen Anhaltspunkt für die Einschätzung des Risikos dar, das ein Gläubiger bei der Vergabe eines Kredites eingehen wird. Eine hohe Kreditwürdigkeit bezeichnet demzufolge eine geringe Ausfallwahrscheinlichkeit der Verbindlichkeit.

Da die Kreditwürdigkeit sowohl bei Kunden als auch bei Ihnen als Unternehmer selbst eine sehr wichtige Rolle und ein Fundament helles Entscheidungskriterium darstellt, habe ich im folgenden die häufigsten Fragen zur Kreditwürdigkeit meiner Leser zusammengetragen und beantwortet.

Sind Banken gesetzlich zu einer Überprüfung der Kreditwürdigkeit verpflichtet?

Insbesondere Banken und andere Kreditinstitute müssen vor der Vergabe eines Kredites die Opens internal link in current windowBonität eines Kunden systematisch ermitteln, um das Kreditrisiko professionell einschätzen zu können. Sie sind in Deutschland zu einer laufenden Überprüfung der Bonität ihrer Schuldner durch das Kreditwesengesetz (KWG) und die Solvabilitätsverordnung (SolVV) verpflichtet. Werden die erforderlichen Unterlagen durch den Schuldner nicht zur Verfügung gestellt, berechtigt dies das Kreditinstitut zur Kündigung der Verbindlichkeit.

In welchem Umfang ist die Kreditwürdigkeit zu prüfen?

Die Kreditwürdigkeitsprüfung, die eine Einschätzung der Kreditwürdigkeit einer natürlichen oder juristischen Person darstellt, umfasst sowohl die persönliche Bonität - eine Auskunft über die Zuverlässigkeit des potentiellen Schuldners und dessen voraussichtliche Bereitschaft, die aufgenommenen Schulden zu bedienen -, als auch die wirtschaftliche Kreditwürdigkeit, aus der die voraussichtliche Zahlungsfähigkeit des Schuldners abgeleitet wird. Letztere wird in der Fachsprache auch als Kapitaldienstfähigkeit bezeichnet.

Welche Informationen werden für die Bonitätseinschätzung herangezogen?

Hinsichtlich der Informationstiefe, die für die Einschätzung der Kreditwürdigkeit erforderlich ist, gibt es keine einheitlichen Kriterien. In der Regel wird diese jedoch mit der Kredithöhe korrellieren. Zu den Informationen, die für eine Einschätzung der Bonität herangezogen werden können, zählen unter anderem Bilanzen, Jahresabschlüsse und Kennziffern, die Auskunft über die Finanzlage des Unternehmens geben, sowie das in der Vergangenheit gezeigte Zahlungsverhalten.

Wie prüfen Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit?

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde versucht, die Kreditwürdigkeit eines Schuldners professionell einzuschätzen. Gewinnorientierte Ratingagenturen, wie zum Beispiel die Unternehmen Standard & Poor's und Moody's, ermitteln seither die Kreditwürdigkeit verschiedener Personen und Institutionen auf wirtschaftlich-statistischer Basis. Sie stellen ihre Ergebnisse potentiellen Gläubigern entgeltlich zur Verfügung. Die Kreditwürdigkeit wird in Ratings oder Scores ausgedrückt, die verschiedene Abstufungen der Bonität abbilden. Sie reichen in der Regel von AAA (hervorragende Bonität) bis D (Zahlungsausfall wahrscheinlich). Dies sind jedoch keine absoluten Werte, sondern ermöglichen die Darstellung einer Rangordnung innerhalb potentieller Schuldner. Lesen Sie hier zum Ratingverfahren!

Welche straf- und zivilrechtlichen Aspekte gibt es bei der Kreditwürdigkeit zu beachten?

Wer in verleumderischer Absicht die Kreditwürdigkeit eines Schuldners herabzusetzen versucht (Gefährdung des Kredites), wird strafrechtlich verfolgt und ist dem Geschädigten zum Schadensersatz verpflichtet. (§ 187 Strafgesetzbuch und § 824 Bürgerliches Gesetzbuch).

Wie kann ich die Zahlungsfähigkeit zuverlässig prüfen?

Neben den klassischen Auskünften (Schufa, Creditreforum) drängen immer mehr Internetportale auf den Markt, die ebenfalls Bonitätsauskünfte gewähren. Das Problem bei der reinen Onlineauskunft ist, dass sie die Quelle ihrer Datenerhebung recht unterschiedlich oder nur sehr allgemein angeben oder auch gar nicht. Der Unternehmer muss vor dem Auskunftsersuchen nachforschen, woher die erhobenen Daten stammen und einschätzen, wie aktuell und zuverlässig die Auskünfte sind. Einige Onlineportale wollen wir Ihnen nachfolgend kurz vorstellen.

Onlineauskunft DWA Wirtschaftsauskunft GmbH

Über die DWA Wirtschaftsauskunft GmbH können Unternehmer Auskünfte über Privatpersonen und Firmen beziehen. Ihre Quellen gibt die DWA unter anderem mit dem Bundesanzeiger, Handelsregister, Genossenschaftsregister und dem Schuldnerverzeichnis an. Die Abrechnung der Auskünfte erfolgt in Einheiten. So kostet ein einfacherVerbrauchercheck eine Einheit, die einen Wert von 13,50 Euro darstellt. Eine umfassende Wirtschaftsauskunft über Ihren Geschäftspartner schlägt mit fünf Einheiten, also 67,50 Euro zu Buche.

Der ebenfalls angebotene Kontocheck ist praktisch und günstig für Unternehmen, die fällige Rechnungsbeträge beim Kunden abbuchen. Für gerade mal 1,35 Euro überprüft der Unternehmer so, ob die angegebene Kontonummer und Bankleitzahl gültig ist. So können abbuchende Unternehmen Rücklastschriften und damit verbundene Kosten vermeiden.

Vorteile der Internetpräsenz

Die DWA gibt sowohl ihre Quellen an und ist unter einer Festnetznummer erreichbar.
www.dwa-wirtschaftsauskunft.de

Onlineauskunft DEMDA

Hinter dem Kürzel DEMDA verbirgt sich die Deutsche Mieter Datenbank KG. Diese Firma hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine umfassende Datenbank über Mieter anzulegen. Dadurch ist eine aussagekräftige Plattform fürsichere Vermietungen entstanden. Diesen Service wissen Vermieter besonders hoch zu schätzen.

Die Datenbank umfasst notorische Mietpreller, Chaosmieter und am wichtigsten auch die Mietnomaden. Weiterhin können Unternehmer bei dieser Auskunftei auch Informationen über Privatpersonen oder Geschäftspartner erhalten. Ein einzelner Mietercheck kostet 15,90 Euro. Für Unternehmen, die einen großen Wohnungsbestand zu vermieten haben, bieten sich die günstigeren Paketpreise an. Bonitätsauskünfte sind bei der DEMDA ab 8,50 Euro zu haben.

Nachteil der Internetpräsenz

Woher die Daten der Auskunftei stammen, enthält uns die Firma vor. Die angelegte Seite zur Datenerhebung ist praktisch leer.

Vorteil der Internetpräsenz

Die Deutsche Mieter Datenbank KG ist unter einer Festnetznummer erreichbar.

www.demda.de

Onlineauskunft CreditPass

Mit CreditPass hat das Gründerlexikon eine online Auskunft gefunden die von sich behauptet, auf einer zentralen Plattform alle Abfragen einzelner Auskunfteien zu vereinigen. Dazu werden die Daten aller renommierten Auskunfteien wie bspw. SCHUFA, Bürgel und Creditreform genutzt. Angeboten werden alle relevanten Abfragearten von der Personenauskunft und Firmenauskunft bis hin zum GeoIP. Besonders interessant ist das Angebot der CreditPass an Schnittstellen zur direkten Abfrage. Das Angebot reicht von ElectronicSales über xt: Commerce bin hin zu SAP und verbindet klassische Warenwirtschaftssysteme mit dem Abfragesystem.

Nachteil der Internetpräsenz

Auch bei CreditPass erhält der Unternehmer auf der Seite selbst keine Preisauskunft. Preisangebote werden von der Firma nur individuell zugeschnitten geliefert. Auf Nachfrage bekamen wir umgehend die Preisliste für verschiedene Abfragemodelle per Mail zugesandt.

Preisliste_creditPass Tarif_Basic_04-2011 (PDF, 69 KB)
Preisliste_creditPass_Premium_04-2011 (PDF, 110 KB)
creditPass_Sonderkonditionen_gambio_04-2011 (PDF, 85 KB)

Weiterer Vorteilder Internetpräsenz

CreditPass ist unter einer Festnetznummer erreichbar. Ohne Wartezeit kümmert sich ein kompetenter Mitarbeiter um die Anfragen.

www.creditpass.de

Onlineauskunft Pivascore

Die Internetplattform Pivascore verspricht Auskünfte über Privatpersonen und über Firmen. Für die Aktivierung und Freischaltung sind einmalig 19,00 Euro fällig. Eine vollständige Auskunft kostet 2,99 Euro, die Abfrage der so genannten harten Merkmale kostet dagegen nur 1,99 Euro. Zu den harten Merkmalen zählen beispielsweise die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung oder die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

Nachteile der Internetpräsenz

Der Internetauftritt von Pivascore gibt keinerlei Auskunft über die Quelle ihrer Daten. Telefonisch ist die Firma nur unter einer sogenannten Servicenummer erreichbar.

www.pivascore.de

Fazit

Die Internetseiten die online Bonitätsabfragen anbieten, sind von sehr unterschiedlicher Qualität. Die Redaktion vom Gründerlexikon fand bei Ihrer Recherchetätigkeit, dass das Angebot von firmenwissen am vielversprechensden ist. Die Datenquellen, die Anbindung, die Verwendung der weitreichenden Schnittstellen die kompetente Komunikation haben uns überzeugt.

Auskunft SCHUFA

Der Begriff SCHUFA-Eintrag ist allen Unternehmern und Verbrauchern wohl bekannt. Ob ein Kredit abgeschlossen werden soll oder ein neuer Handyvertrag in Haus steht. Die SCHUFA Klausel ist in fast allen Verträgen enthalten. Begründet ist dies mit der Arbeitsweise der SCHUFA auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit. Die Auskunft arbeitet mit knapp 6000 Vertragspartnern zusammen, dazu zählen u.a. Banken, Sparkassen, Versandhandels- und Telekommunikationsunternehmen. Die Vertragspartner melden der SCHUFA neue Verträge (z.B. Eröffnung eines Girokontos). Die SCHUFA ihrerseits erteilt bei berechtigtem Interesse entsprechende SCHUFA Auskunft an ihre Vertragspartner.

Natürlich stellt sich auch die Frage, was man macht, wenn die SCHUFA-Auskunft negativ ausfällt. Zum Glück ist es aber auch möglich bestimmte Schufa-Einträge löschen zu lassen. Nämlich dann wenn der Eintrag z.B. falsch oder veraltet ist. Dafür gibt es auch zahlreiche Hilfen und Vorlagen aus dem Internet.

Preise für eine SCHUFA Auskunft

Das Internetangebot der SCHUFA enthält nur wenige Preisangaben, die eher für einmalige Anfragen gelten. Auf Anfrage des Gründerlexikons teilte uns die SCHUFA folgende Preisstaffelung für Unternehmer mit.

B2C-Bereich: (Business-to-Consumer - Angebote von Unternehmen für private Verbraucher)

SCHUFA-Auskunft: Kreditrelevante Informationen über einen Verbraucher werden bei "berechtigten Interesse" an einen SCHUFA-Vertragspartner gegeben: Preis für eine Auskunft hängt von der gesamten Anzahl der Auskünfte in einem Zeitraum, dem gewünschten Umfang der Vertragsart sowie der Art und Weise der Übermittlung der übermittelten Bonitätsinformationen ab. I.d.R. liegt der Preis für eine Auskunft im zweistelligen Cent-Bereich.

B2B-Bereich: (Business-to-Business - Angebote von Unternehmen für Unternehmer)

SCHUFA-Kompaktauskunft: Die SCHUFA-Kompaktauskunft liefert die wichtigsten, wirtschaftlich relevanten Informationen zu deutschen Rechtsträgern. Diese enthält beispielsweise Informationen zu Stammdaten, Bonitätsinformationen inkl. Bonitätsindex, Handelsregisterinformationen (abhängig von der Rechtsform), Geschäftszahlen, Brancheninformationen, Funktionsträger und deren Verflechtungen. Preis: 9.50 Euro.

SCHUFA-GwG-Auskunft: Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung

Die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung befindet sich in ganz Europa in einer neuen Phase. So werden stärker ein risikobasierter Ansatz und wesentliche Standards der Financial Action Task Force on Money Laundering (FATF) verfolgt. Unterschiedliche Wirtschaftsbereiche und Unternehmen sind verpflichtet, genauer hinter die Kulissen ihrer  Vertragspartner zu schauen. Kernprobleme hierbei: Identifizieren des Vertragspartners und Ermitteln des „wirtschaftlich Berechtigten“. Mit der neuen SCHUFA- B2B-GwG-Auskunft bietet die SCHUFA dafür eine schnelle und kostengünstige Lösung – konform mit unterschiedlichen Anwendungs- und Umsetzungsempfehlungen. Preis: 6.50 Euro.

C2B-Bereich: (Consumer-to-Business - Private Verbraucher suchen Auskünfte über Unternehmen)

SCHUFA-Unternehmensauskunft: Die SCHUFA-Unternehmensauskunft wurde für
alle Verbraucher konzipiert, die sich langfristig an ein Unternehmen binden oder sich ihm anvertrauen wollen. Davon profitieren Verbraucher zum Beispiel, wenn sie sich als Bauherr von der Solvenz Ihrer Bauunternehmen überzeugen möchten.  Preis: 28.50 Euro sowie eine vorherige Registrierung auf dem SCHUFA- Verbraucherportal www.meineSCHUFA.de (einmalige Registrierung von 18.50 Euro) notwendig.

Auskunft Bürgel

Die Dienstleistung der Bürgel Wirtschaftsinformationen bestehen aus Wirtschafts- und Bonitätsinformationen, Inkasso und Adressmitteilungen. Bürgel unterhält in Deutschland ein Netzwerk von 60 Büros. Der Datenbestand auf den die Auskunftei zurückgreifen kann, enthält Informationen zu 39 Millionen Privatpersonen und 3,9 Millionen Firmen aus Deutschland. Die Preise für Auskünfte sind auch bei Bürgel nicht sofort ersichtlich, sondern müssen bei den Regionalstellen angefragt werden. Einen Anhaltspunkt bekam das Gründerlexikon auf Anfrage, die Auskunftei Bürgel teilte uns folgende Daten mit.

Leistungen

Für die Lieferung der Produkte und Services stehen Unternehmern verschiedene Wege zur Verfügung. Bürgel-Auskünfte über Unternehmen und Privatpersonen können nahezu rund um die  Uhr angefragt und bestellt werden: Online über eine kompatible Schnittstelle, per E-Mail und natürlich per Fax, Brief oder telefonisch.

Preise und Konditionen

Preise für die einzelnen Produkte und Leistungen sind vom Umfang und den individuellen Bedürfnissen des interessierten Betriebes abhängig. Bezogen auf Ihre Beispiele können wir Ihnen folgende Preise nennen:

Auf eine Baufirma, die im Monat 2-3 Anfragen zu Subunternehmern oder Kunden stellt kommt eine Jahresgrundgebühr von 300 Euro zu. Die Vollauskunft kostet 20 Euro und die Kurzauskunft 10 Euro.

Ein Onlinehändler, der pro Tag zehn neue Kunden aus dem Privatbereich oder auch im Unternehmensbereich abfragt, muss keine Jahresgrundgebühr zahlen. Die Personenauskunft ist ab 80 Cent abrufbar, die Unternehmenspreise sind aus dem obigen Beispiel ersichtlich.

Ein Großhändler, der täglich bis zu 50 Abfragen zu Geschäftskunden stellt, zahlt ebenfalls keine Jahresgrundgebühr. Die Vollauskunft kostet ihn 16 Euro und eine Kurzauskunft 7 Euro.

Fazit

Unternehmer mit nur wenigen Anfragen im Jahr müssen mit einer hohen Jahresgrundgebühr leben, wenn sie die Dienste von Bürgel Wirtschaftsinformationen in Anspruch nehmen wollen.

Auskunft Creditreform

Der Verband Creditreform agiert mit 130 Geschäftsstellen in Deutschland. Das Hauptgeschäft der Creditreform besteht im Marketing Service, Wirtschaftsinformationen, Forderungsmanagement und Beratung. Die Daten der Creditreform stammen zum großen Teil aus allgemein zugänglichen Quellen. Die Mitarbeiter nutzen beispielsweise Telefon- und Adressbücher, das Handelsregister, das Vereinsregister oder auch das Schuldnerverzeichnis. Darüber hinaus werden weitere Geschäftspartner zu den angefragten Mitgliedern befragt oder das angefragte Unternehmen wird eigens um eine Selbstauskunft gebeten.

Die Preisabfrage für Auskünfte auf der Internetseite scheiterte auch bei der Creditreform. Ebenfalls auf Nachfrage vom Gründerlexikon teilte uns der Verband Creditreform folgende Preise mit.

Preise und Leistungen

Für den Bereich der Konsumentenauskünfte kann ich Ihnen die folgenden Angaben machen: Der Preis pro Bonitätsauskunft variiert in Abhängigkeit der mtl. Abrufmenge und dem Produktinhalt zwischen 0,90 bis 3,00 Euro.

Im Bereich der Firmenauskünfte können Sie sich je nach Auskunftsformat an den folgenden Preisbändern orientieren:

Produkt
Firmenkurzauskunft: 6,50 Euro bis 12,00 Euro
Kompaktauskunft: 15,00 Euro bis 25,00 Euro
Wirtschaftsauskunft: 25,00 Euro bis 40,00 Euro

Grundsätzlich gilt, dass sich die genauen Preise auch nach der Menge der pro Jahr abgerufenen Auskünfte richten und aufgrund unserer dezentralen Struktur in der jeweiligen regionalen Geschäftsstelle zu erfragen sind.

Firmenwissen

Der Verband der Vereine Creditreform hat mit der Internetseite firmenwissen.de ein interessantes Angebot für die Unternehmer im Netz gestellt. Über diese Internetseite können sich die Unternehmer die Firmenprofile Ihrer Vertragspartner abrufen. Darin enthalten sind generelle Informationen über das abgefragte Unternehmen, bspw. die Kontaktdaten, die Mitarbeiterzahl, die Höhe des Umsatzes und die Umsatzentwicklung. Eine Bewertung der Kennzahlen findet jedoch nicht statt. Die Abfrage eines Firmenprofils aus Deutschland kostet ohne weitere Mitgliedschaft oder einen Premiumaccount 9,90 Euro. Die weiteren Preise sind unter firmenwissen.de nachzulesen.

Fazit

Auf Preistransparenz darf der Unternehmer bei den Auskunfteien nicht zählen. Um die Preise direkt vergleichen zu können, muss sich der Unternehmer von den einzelnen Auskunfteien Preisangebote zukommen lassen. Was im ersten Moment nach einem erhöhten Arbeitsaufwand für den Auskunftssuchenden aussieht, macht doch Sinn. Durch die unterschiedlichen Abfragemodelle, Abfrageeinheiten und deren Übermittlung ist eine pauschale Preisgestaltung kaum möglich. Zum Ausfiltern suspekter Kunden ist ein gewisser Arbeitsaufwand von Nöten.

Bonitätsauskunft: Selber machen oder Kanzlei beauftragen?

Wie im vorherigen Artikel beschrieben, macht es vor allem bei größeren Aufträgen bzw. Neukunden Sinn, Opens internal link in current windowim Vorfeld deren Bonität zu prüfen. Unabhängig davon, ob Sie bereits ein gewisses finanzielles Polster aufgebaut haben oder nicht, wollen Sie schließlich immer Ihr Geld erhalten. Um einschätzen zu können, ob Ihr potentieller Kunde seinen Verpflichtungen auch nachkommen wird, haben Sie grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Sie fragen selbst bei verschiedenen Auskunfteien, wie Schufa oder Creditreform an. Oder Sie nehmen einen Dienstleister in Anspruch, der Ihnen gesammelt die Daten zur Verfügung stellt, sprich Sie beauftragen eine Detektei oder ähnliches.

Bonitätsermittlung von Kunden selber machen

Falls Sie selbst die Bonität Ihrer Kunden prüfen wollen, so können Sie auf Auskunfteien wie eben Opens external link in new windowSchufa usw zurückgreifen. Dazu registrieren Sie sich bei den einzelnen Firmen und erhalten gegen Bezahlung die gewünschten Informationen. Manchmal werden die Informationen unmittelbar zugänglich gemacht, manchmal dauert es eine gewisse Zeit. Wer als Unternehmer bei der Schufa die Bonität im B2B Bereich abfragen möchte, hat dazu zwei Möglichkeiten:

  • Die Einrichtung eines Accounts mit der Möglichkeit permanent Abfragen zu tätigen
  • Eine einmalige Abfrage für 14,90 Euro

Eine Opens external link in new windowEinzelabfrage bei Creditreform kostet um die 200,- Euro. Sie können auch für ungefähr 20 Euro eine Bankauskunft von Ihrem Kunden einholen. Natürlich wird Ihnen jedoch die Bank keine Kontostände usw. weitergeben, sondern nur allgemeine Informationen, wie zum Beispiel, wie lange die Kundenbeziehung besteht und Formulierungen wie “eine sehr hohe Kreditwürdigkeit”.

Bonität von Kunden prüfen mit Hilfe von Dienstleistern

In der Regel wird das die einfachere Variante sein. Sie müssen sich nicht erst bei allen möglichen Auskunfteien anmelden, sondern haben nur einen Ansprechpartner, auf den Sie zurückgreifen. Dieser wird Ihnen dann meist am selben Tag noch die gewünschten Daten zur Verfügung stellen. Ein Beispiel für einen solchen Dienstleister ist Opens external link in new window die Detektei Lentz.

Welche Daten werden zugrunde gelegt?

Dienstleister nutzen natürlich ebenfalls die Daten verschiedener Auskunfteien. Ganz klassisch ist die Schufa Datenbank. Dazu werden jedoch auch weitere Auskunfteien angefragt wie zum Beispiel diese hier:

  • Creditreform
  • Bürgel
  • DB Germany

Die Liste ist keinesfalls abschließend, sondern nur eine grobe Übersicht der bekanntesten Anbieter. Zusätzlich greifen Dienstleister auch auf eigene Datenbestände zurück. Die Daten werden anschließend aufbereitet und an den Unternehmer weitergereicht. Danach sollte er in der Lage sein, eine Entscheidung anhand von Fakten treffen zu können.

Welche Gebühren fallen für eine solche Abfrage an?

Nutzen Sie einen Dienstleister, werden Gebühren in Höhe von circa 1.500 Euro netto anfallen. In der Regel handelt es sich dabei um einen Festpreis. Ich empfehlen Ihnen, im Vorfeld genau abzusprechen, welche Daten Sie benötigen. Sollten Sie häufiger Bonitätsermittlungen benötigen, dann sollten Sie ebenfalls nach Rabatten fragen. 1.500 Euro ist natürlich eine ganze Stange Geld. Daher sollten Sie das auch nur in Anspruch nehmen, wenn es das potentielle Geschäft auch hergibt.

Als Faustregel gilt: Je mehr Daten Sie möchten, desto teurer wird die Anfrage. Je weniger Auskünfte Sie benötigen, desto preiswerter.

Dafür erhalten Sie ausführliche Auskünfte von allen großen deutschen Auskunfteien. Zwar könnten Sie auch zum Beispiel nur bei der Schufa anfragen. Doch selbst bei der Schufa sind nicht alle Daten vorhanden. Gerade im B2B Bereich lohnt sich der Vergleich von mehreren Auskunfteien. Die ermittelten Daten werden im Anschluss für Sie vergleichbar aufbereitet.

Wie lange dauert eine Bonitätsermittlung?

Das ist abhängig vom Sitz des Unternehmens. Haben Sie direkten Zugang zur Schufa, erhalten Sie meist sofort online die Auskunft. Nutzen Sie einen Dienstleister werden Ihnen die Daten von deutschen Firmen innerhalb weniger Stunden zur Verfügung gestellt. Bei Bonitätsermittlungen von Firmen im Ausland dauert es bis zu 2 Tagen, je nachdem wo Ihr potentieller Neukunde seinen Hauptsitz hat.

Daten abfragen: Darf ich das überhaupt?

Interessante Frage, schließlich soll es ja auch so etwas wie “Datenschutz” geben. Die kurze Antwort lautet: Überwiegt Ihr wirtschaftliches Interesse als Verkäufer, dann benötigen Sie keine Einverständniserklärung. Konkret heißt das, dass eine Opens external link in new windowBonitätsprüfung ohne Einwilligung dann gesetzlich möglich ist, wenn Sie in Vorleistung gehen. Das trifft zum Beispiel bei Kauf auf Rechnung zu. Geht Ihr Kunde jedoch in Vorkasse, dann dürfen Sie ohne Einwilligung keine Bonitätsprüfung durchführen. Allerdings brauchen Sie dass dann ja auch nicht mehr, da kein Zahlungsrisiko besteht.

Vergleich Bonität ermitteln: Selber machen oder Dienstleister beauftragen
Bonitätsauskunft Selber machen Dienstleister beauftragen
Vorteile Auskunfteien selbst festlegen Kaum Arbeit
  Geringere Kosten Zeitersparnis, keine Registrierung bei verschiedenen Auskunfteien nötig
    Umfassendste Datenauskunft
    Dienstleister bereitet Daten vergleichbar auf
Nachteile Hoher Zeitaufwand Höhere Kosten
  Daten selbst vergleichbar machen  

Fazit: Selber machen oder Dienstleister beauftragen? Individuell festlegen

Ob Sie Bonität Ihrer Kunden selber prüfen oder dafür einen Dienstleister beauftragen hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zuerst sollten Sie ermitteln, was für Sie beim potentiellen Geschäft überhaupt herausspringt. Denn einen Dienstleister für die Bonitätsermittlung zu beauftragen wird Sie gut und gerne einen 4-stelligen Betrag kosten. Dafür bekommen Sie dort auch die umfassendste Auskunft. Wenn Sie regelmäßig und häufiger Abfragen tätigen, dann lohnt sich eventuell eine Mitgliedschaft bei den verschiedenen Auskunfteien. Der Zeitaufwand für Registrierung und die monatlichen bzw. einmaligen Kosten rentieren sich dann schon eher. Alternativ könnten Sie natürlich auch mit dem Dienstleister einen Paketpreis verhandeln.

Nachdem Sie die Bonität Ihres neuen Kunden ermittelt haben, zeige ich Ihnen im nächsten Schritt, Opens internal link in current windowwie Sie sich vor dem Kostenvoranschlag-Trick schützen können.

Viel Erfolg wünscht Ihnen

Ihr Torsten vom

Gründerlexikon
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Meine Name ist Torsten Montag, ich betreibe seit 2004 das Gründerlexikon. 2019 habe ich die GründerAkademie gegründet. Hier finden Sie all die Dinge, die mir geholfen haben, ein erfolgreicher Unternehmer zu werden. Machen Sie zuerst meinen UnternehmerTest oder probieren Sie den Geschäftsideenfinder!

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