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5. Die Auflösungsphase

Ein guter Freund sagte mal zu mir:

"Schmeiß dem schlechten Geld kein gutes Geld hinterher."

Er hat recht, denn wenn es wirklich nicht mehr geht, dann müssen Sie eben in den sauren Apfel beißen. Gemeinsam versuchen wir in dieser Phase eine mögliche Pleite abzuwenden, an der Sie übrigens nicht unbedingt die alleinige Schuld tragen müssen. Es gibt unzählige Gründe wie es dazu kommen kann und manchmal ist ein Ende mit Schrecken eben besser als ein Schrecken ohne Ende. Also nehmen Sie es nicht persönlich, sondern sehen Sie es als Erfahrung, als Startschuss für einen Neubeginn und eine neue Chance. Lassen Sie es uns gemeinsam probieren, denn eine Insolvenz ist keine Schande und erst recht kein Weltuntergang. 

Doch zunächst möchte ich einige Begriffe klären, die beim Auflösen eines Unternehmens gebräuchlich sind, weil sie entweder Fachbegriffe darstellen oder weil der Volksmund sich über die Jahre daran gewöhnt hat.

passfoto torsten montag

Ziehen sie die Reißleine, bevor es zu spät ist

"Im Rahmen einer Unternehmenssanierung retten wir kleine Unternehmen ab einem Mitarbeiter vor der Zerschlagung in der Insolvenz. Mit unserem Beteiligungsmodell überführen wir Betriebsmittel, Kundenstamm und Lieferantenbeziehungen in eine neue Gesellschaft – ohne belastende Altverbindlichkeiten. Unsere Mandanten können sich so wieder voll und ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Gemeinsam stellen wir Ihren Betrieb auf gesunde Beine." so die Aussage von Opens external link in new windowfirmenretter.de - insgesamt klingt dieses Konzept sehr vielversprechend, da gerade durch die fremde Hilfe und Übernahme in eine neue Gesellschaft neue Potenziale freigesetzt und viele Altlasten stillgelegt werden. Das ist eine wahre Alternative zur Insolvenz und zur endgültigen Zerschlagung einer vielleicht genialen Geschäftsidee.

Die häufigsten Fragen zur Gewerbeabmeldung:

Wo liegt der Unterschied zwischen bankrott, konkurs und insolvent?

Der Konkurs

Bis zum 1.1.1999 galt der Konkurs als Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens. Heute wird der Begriff synonym mit der Insolvenz gebraucht. Die Insolvenzordnung hat alle bis zum genannten Datum bestehenden Sonderregelungen in Deutschland abgelöst. Wer heute von einem Konkurs spricht, meint die Insolvenz. Sie muss vom Gläubiger angemeldet werden und hat das Ziel die bestehenden Forderungen durch den Verkauf oder die Verwertung der Wirtschaftsgüter des Schuldners zu decken. Ein Unternehmen ist insolvent, wenn es auf einen längeren Zeitraum zahlungsunfähig ist. Jedes Unternehmen kann selbst eine Zahlungsunfähigkeit eintragen lassen. Diese liegt vor, wenn das Unternehmen über einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten aller Voraussicht nach zahlungsunfähig ist.

Die Insolvenz

Die Insolvenz bezeichnet die Zahlungsunfähigkeit (auch "Pleite" genannt) eines Unternehmers. Dadurch ist es möglich auch als Privatperson eine „Insolvenz“ anzumelden und nach einem Zeitraum von 7 Jahren quasi schuldenfrei zu sein. Eröffnet wird das Insolvenzverfahren entweder vom Schuldner selbst oder vom Gläubiger. Durch das Insolvenzverfahren versucht ein sogenannter Insolvenzverwalter das verbleibende Vermögen, Bargeld und eventuell noch eintreibbare Forderungen auf die Gläubiger zu verteilen. Eine Hierarchie, welche Gläubiger bevorzugt, gibt es nach dem neuen Insolvenzrecht nicht mehr. Darüber hinaus kann der Schuldner von einer Restschuld befreit werden, so dass er nach dem Verfahren komplett schuldenfrei ist.

Der Bankrott

Als Synonym für die Zahlungsunfähigkeit wird der Begriff bankrott verwendet. Dabei steht meist das eigene schuldhafte Verhalten des Unternehmers im Vordergrund. Im Gegensatz zu insolventen Firmen, wo in der Regel fremde Dritte (Auftraggeber oder Lieferanten) für die Zahlungsunfähigkeit verantwortlich sind.

Bevor ich Ihnen aber nun empfehle, die Insolvenz einzuleiten oder gar die Firma zu verkaufen, möchte ich Ihnen in den folgenden Schritten erklären, wie Sie eine Krise erkennen und gegebenenfalls abwenden können. Auf diese Weise können Sie die Insolvenz vermeiden, was selbstverständlich Ihr Ziel als Unternehmer sein sollte.

Muss ein Gewerbe abgemeldet werden?

Ja, wenn Sie Ihr Gewerbe nicht mehr fortführen möchten oder können, müssen Sie dieses beim zuständigen Gewerbeamt abmelden. Nach §14 GewO (Gewerbeordnung) haben Sie eine Anzeigenpflicht sowohl für eine Gewerbeanmeldung, als auch für eine Gewerbeummeldung und eine Gewerbeabmeldung.

Muss ein Gewerbe schriftlich abgemeldet werden?

Sie können Ihr Gewerbe beim zuständigen Gewerbeamt formlos abmelden. Das können Sie mündlich durch eine persönliche Vorsprache oder schriftlich mit einem vorausgefüllten Formblatt machen. Die Formblätter erhalten Sie beim jeweiligen zuständigen Gewerbeamt. Oftmals stehen die Formblätter auf der Internetseite des Gewerbeamtes zum direkten Download zur Verfügung. Sie können als Gewerbeinhaber auch eine dritte Person zur Abmeldung beauftragen. Diese müssen Sie schriftlich bevollmächtigte und die Drittperson muss sich beim Amt nachweislich ausweisen.

Welche Unterlagen werden für eine Gewerbeabmeldung benötigt?

Für die Gewerbeabmeldung benötigen Sie in der Regel Ihren Gewerbeschein, eine Meldebestätigung sowie einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. In vielen Gewerbeämtern wird eine schriftliche Abmeldung empfohlen. Dann benötigen Sie zusätzlich das ausgefüllte Formblatt zur Gewerbeabmeldung.

Kann ein Gewerbe auch vorab abgemeldet werden?

Eine Gewerbeabmeldung im Voraus ist schwierig, denn mit der Gewerbeabmeldung tritt sofort die Betriebsaufgabe in Kraft. Im Voraus ist das nur sinnvoll, wenn das Datum der Betriebsaufgabe genau bekannt ist und in einem Zeitrahmen von 3 Monaten liegt. Da eine Gewerbeabmeldung relativ einfach und schnell erfolgen kann, empfiehlt sich er Schritt erst direkt bei Geschäftsaufgabe.

Bei vielen Gewerbeämtern ist die Abmeldung kostenlos. Sie erhalten eine Bestätigung. Brauchen Sie mehrere Bescheinigungen der Gewerbeabmeldung, können Gebühren erhoben werden. Das sind in etwa 10 Euro pro zusätzliche Bescheinigung der Gewerbeabmeldung. Die tatsächlichen Gebühren legt die jeweilige Stadt selber fest. Siehe dazu meine Tabelle mit den Opens internal link in current windowKosten zur Gewerbeanmeldung, darin enthalten auch Infos zur Gewerbeabmeldung.

Kann ein Gewerbe auch online abgemeldet werden?

Ob eine Online Abmeldung möglich ist, ist je nach Gewerbeamt verschieden. Diese stellen individuell ihren Service bereit.

Wie lange dauert es bis eine Gewerbeabmeldung bestätigt ist?

Die Bearbeitungsdauer ist zur. Melden Sie Ihr Gewerbe persönlich ab, erhalten Sie sofort eine Bestätigung der Abmeldung. Erfolgt diese online oder per Post, bekommen Sie eine Abmeldebestätigung nachdem der zuständige Sachbearbeiter die Abmeldung vorgenommen hat.

Wer wird über die Gewerbeabmeldung informiert?

Wenn Sie Ihr Gewerbe abmelden, werden automatisch das zuständige Finanzamt, die Handelskammer bzw. die Handwerkskammer, die Berufsgenossenschaft und das Amt für Arbeitsschutz benachrichtigt. Aber Achtung, die automatische Meldung ersetzt nicht Ihre Meldepflicht. So ist z.B. bei der Handwerkskammer eine Abmeldung durch den Unternehmer Pflicht.

Muss ein Gewerbe bei Bezirkswechsel abgemeldet werden?

Ja, auch wenn Sie mit Ihrem Unternehmen in ein anders Bundesland umziehen, müssen Sie beim „alten“ zuständigen Gewerbeamt das Unternehmen ab- und beim neuen zuständigen Amt anmelden.

Gibt es eine Alternative zur Gewerbeabmeldung?

Bevor Sie Ihr Gewerbe abmelden sollten Sie genau überlegen, ob Sie dies unwiderruflich machen möchten oder ob Sie das Gewerbe irgendwann wieder aufnehmen möchten. Ist letzteres der Fall, können Sie auch eine Ruhemeldung vornehmen. Mit der Ruhemeldung entbinden Sie sich erstmal von allen gewerblichen Pflichten, allerdings haben Sie die Möglichkeit, jeder Zeit wieder Ihre gewerbliche Tätigkeit aufzunehmen, was bei einer Gewerbeabmeldung nicht möglich ist. Ebenfalls bleiben Ihnen alle Konzessionen erhalten. Das Gewerbe können Sie auf unbestimmte Zeit ruhen lassen. Eine Ruhemeldung können Sie beim Finanzamt vornehmen lassen.

Wird mit der Gewerbeabmeldung auch der Handelsregistereintrag gelöscht?

Nein, mit der Gewerbeabmeldung wird der Handelsregistereintrag nicht gelöscht. Die Löschung müssen Sie separat von einem Notar durchführen lassen.

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Foto Torsten Montag

Meine Name ist Torsten Montag, ich betreibe seit 2004 das Gründerlexikon. 2019 habe ich die GründerAkademie gegründet. Hier finden Sie all die Dinge, die mir geholfen haben, ein erfolgreicher Unternehmer zu werden. Machen Sie zuerst meinen UnternehmerTest oder probieren Sie den Geschäftsideenfinder!

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