Muss man als SEO studiert haben?

Ich hatte dazu im alten fridaynite Blog einen etwas längeren Kommentar abgegeben, der aber nun leider nicht mehr erreichbar ist. Daher werde ich einfach einen neuen Artikel schreiben.

Bild: Alexander Klaus / pixelio.de

Im Grunde genommen hat das Jens in seinem Artikel bereits sehr gut zusammengefasst. Ich möchte dennoch meine Meinung dazu schreiben, da ich im Gegensatz zu Jens, der Informations- und Wissensmanagement studiert hat, Betriebswirtschaft belegt habe, daher von Haus aus nicht programmieren kann.

Meine Kenntnisse setzen sich so zusammen

  1. Schnelles tippen, aber kein 10 Fingersystem, daher sind viele Buchstabendreher und Korrekturen nötig, das nervt mich am meisten.
  2. Mittlerweile denke ich HTML und CSS zu beherrschen. Gelernt durch learning by doing, self html und trial and error
  3. Etwas Englisch für Fachbegriffe durchaus nötig und brauchbar.
  4. Fachkenntnisse der Betriebswirtschaftslehre durch ein BWL Studium, insbesondere Rechnungswesen, Steuerrecht, Investition und Finanzierung, Wirtschaftsrecht, Marketing, Unternehmensführung, Personalwesen usw.
  5. Fachkenntnisse des Steuerrechts durch die Berufsausbildung zum Steuerfachangestellten.
  6. Fachkenntnisse der Unternehmensgründung und Unternehmensberatung durch die Tätigkeit als freiberuflicher KfW Gründungsberater.
  7. Fachkenntnisse aufgrund der Dozententätigkeit bei diversen Bildungsträgern.
  8. Fundierte Kenntnisse zur Existenzgründung mit eBay & Co - aufgrund einer Autorentätigkeit für ein Fachmagazin.

Grundsätzlich Studium?

Wie auch Jens bereits schrieb, ist ein Studium nicht die Voraussetzung für den Job als SEO, doch was bringt es für Vorteile? Bei mir persönlich war es so, dass ich keine Programmierkenntnisse oder ähnliches hatte, um meine Projekte allein und nach meinem Geschmack umsetzen konnte. Allerdings kam mir meine Ausbildung, insbesondere mein Studium zu gute, da ich so unheimlich viel Content im Kopf hatte, welcher verarbeitet und online gestellt werden konnte. Also tippen, tippen und nochmals tippen. Nun musste ich jemanden finden, der diese Inhalte auch technisch im Netz verarbeiten konnte. Also eine Website nach meinen Vorstellungen programmieren konnte.

Wichtig aber nicht entscheidend - Programmierkenntnisse

Die Programmierkenntnisse (PHP, MySQL) waren aus späterer Sicht nicht mehr so entscheidend, da ich Programmierer fand, die dies schneller umsetzen konnten, als ich es selber jemals hätte machen können. Somit fand der Leitsatz der BWL wieder seine Anwendung: Konzentriere dich auf deine Kernkompetenzen. Lass also andere die Arbeiten machen, die du selbst nicht kannst. Das hat sich bewahrheitet, denn heute gebe ich alles ab, was andere besser, schneller und auch billiger hinbekommen als ich selbst. Das nicht programmieren können hat aber gerade in der Test und Lernphase zu vielen Fehlversuchen und Fehlprojekten geführt, die ich wiederum teuer bezahlen musste. Somit habe ich mir meine Fehler, die Erfahrungen und die Erkenntnisse daraus teuer erkaufen müssen.

Fazit 

Man muss kein Studium haben, denn jeder kann sich Geschäftspartner suchen und Arbeiten verteilen. Selbst die eigenen Ideen entwickeln und den Rest im wahrsten Sinne des Wortes andere machen lassen. Um aber auf die Ideen zu kommen, die entsprechenden Inhalte zu liefern und zu kombinieren, Nischen zu finden, clevere und interessante Konzepte umzusetzen half mir das Studium ungemein. Hätte ich selbst programmieren können, wären mir wahrscheinlich weniger Ideen gekommen, da ich mich auf das Programmieren konzentriert hätte. Und dort hätte ich mich wahrscheinlich in einer Sackgasse verrannt oder an einer Sache fest gebissen, so zusagen, betriebsblind geworden.



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