Chancen und Risiken im Businessplan beschreiben

Unter diesen Stichpunkt verbirgt sich für Sie die Möglichkeit dem Leser Ihres Planes mögliche Chancen hinsichtlich der Expansion, der Marktetablierung, der Gewinnsteigerung und der Erwirtschaftung des geliehenen Kapitals aufzuzeigen. Umschreiben Sie die drei größten Chancen, welche die weitere Entwicklung Ihres Unternehmens positiv beeinflussen können. Daneben dürfen Sie aber beispielsweise einem Kreditinstitut, als Leser Ihres Businessplans, die drei größten Risiken Ihren zukünftigen Unternehmenstätigkeit nicht verschweigen. Allerdings sollten Sie es vermeiden, die Chancen – Risiken – Analyse in eine „Schönfärberei“ umzugestalten oder die neue Firma nur noch am Rande des Abgrunds zusehen.

Methoden zur Erkennung

Zur Erkennung der Chancen und Risiken kann zum Beispiel die Opens external link in current window Swot Analyse genutzt werden. Auch die Methoden der Opens external link in current windowSelbstbeurteilung dienen diesem Teil des Businessplans, um die eigenen Stärken und Schwächen und somit die Chancen und Risiken des Unternehmens herauszufinden. 

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Chancen

Vereinfacht kann man die Chancen in der Konkurrenz sehen. Gerade das, was in der eigenen Firma verbesserungswürdig erscheint, das was die Konkurrenz bereits besser kann oder macht ist für das eigene Unternehmen immer eine Chance. 

Risiken

Risiken liegen in der Regel immer in der Finanzierung oder bspw. dem sich verändernden Absatzmarkt. Insbesondere dem letzteren kann man mit Flexibilität und wohl überlegten Handlungen entgegenwirken. So können Sie die bereits beschriebenen Risiken immer durch gekonnt umschriebene Gegenaktionen entkräften, was nicht heißen soll, dass es keine Risiken gibt. Ein gut geführtes Unternehmen mit einem wachen Management kann jedoch Risiken frühzeitig am Markt erkennen und entsprechend entgegenwirken.

Wie führt man eine Risikoanalyse durch?

Die Risikoanalyse ist ein wesentlicher Arbeitsschritt im Rahmen des Risikomanagement. Hierbei wird das potentielle Risiko eines Vorhabens aus zwei Parametern errechnet: Dem möglichen Schadensumfang und der Eintretenswahrscheinlichkeit. Gelegentlich wird erweiternd noch ein dritter Parameter hinzugefügt: Die Wahrscheinlichkeit, den Schaden rechtzeitig zu entdecken und diesem durch geeignete Maßnahmen entgegenzuwirken.

Die Ermittlung und Bemessung potentieller Risiken erfolgt nach Möglichkeit im Rahmen einer Gruppenarbeit mit Teilnehmern aus verschiedenen Fachgebieten. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich ein Großteil möglicher Risikofaktoren im Rahmen der Analyse berücksichtigt wird. Da hierauf alle Maßnahmen des Risikomanagements beruhen, handelt es sich bei der Ermittlung und Bewertung der Risiken um den wohl bedeutsamsten, gleichermaßen jedoch auch aufgrund seiner Subjektivität fehleranfälligsten Arbeitsschritt der Risikoanalyse.

Nach einer Auflistung aller möglichen Risiken werden jene hinsichtlich des von ihnen verursachten möglichen Schadensumfanges und der Schadenseintretenswahrscheinlichkeit auf einer Skala mit einem für alle Risiken gleichermaßen gültigen Maßstab bewertet. So können verschiedenartige Schäden hinsichtlich ihres Einwirkens bewertet und miteinander in Relation gesetzt werden, z.B.: 

  • finanzielle Schäden,
  • nicht quantitativ bezifferbare Schäden wie Schädigungen der Reputation,
  • der Gesundheit,
  • Lebensqualität etc…

Und auch die Eintretenswahrscheinlichkeit wird in der Regel nicht in Prozentwerten bemessen, sondern es wird auch hier eine Gruppierung in Kategorien vorgenommen. So könnten in die Kategrorie 1 beispielsweise Risken fallen, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht auftreten werden, und in die Kategorie 5 Vorfälle, von deren Eintreten man bereits ausgehen muss.

Die einzelnen Risiken werden nun nach der Formel

Risiko = potentieller Schadensumfang x Eintretenswahrscheinlichkeit

bewertet. Risiken mit hohen Werten muss durch geeignete Maßnahmen begegnet werden. Die Risikoanalyse sorgt somit außerdem dafür, dass das stets begrenzte Potential an wirtschaftlichen Mitteln und Personalkapazitäten gezielt an prioritärer Stelle eingesetzt werden kann.

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