Frage von Stenk am 27.01.10

Zuschuss für den AG bei Einstellen eines ALG 2 Beziehers?

Guten Morgen...

Hier mal wieder ein paar Fragen.

Hoffe das es ein Threat ist, den hier auch andere interessieren könnte, da ich noch nichts zu diesem Beitrag hier im Forum gefunden habe.

Oder bin ich Blind???

Eine gute Bekannte von mir ist ab dem 5.2 Arbeitslos und wird dann ALG2 beziehen.

Da sie zu den schwer vermittelbaren Personen gehört, würde sie von der Arge gefördert werden.

Da ich mich Selbständig machen möchte, stellt sich die Überlegung, ob ich sie nicht auf 20 Std einstellen und vorübergehend die Zuschüsse in Anspruch nehmen könnte.

Ich wäre begeistert, wenn jemand an meiner Seite ist, der von Anfang an den Aufbau meines Unternehmens mitmacht und weiß, wie die Uhr tickt.

Problem nur, ich müsste dem Amt versichern, dass ich ihr die Chance bei gleicher Stundenanzahl oder höher auf eine weitere Beschäftigung biete.

Was passiert, wenn ich das nicht einlösen kann und die Std. evtl. runterschrauben müsste?

Eine flexible Kraft ist trotzdem notwendig, da ich sonst Gefahr laufe meine Familie zu vernachlässigen und außerdem würde ich dahingehend ja noch einen Arbeitsplatz schaffen.

(So ist das, wenn Frau sich selbständig machen möchte und Kinder hat, dass ist nicht wirklich einfach. )

Der Zuschuss würde mir gerade am Anfang sehr weiterhelfen, da ich ja in der Startphase bin, aber wie würde das die Bank sehen?

Arbeitsplatzbeschaffung bei geringem Einsatz von Kosten für mind. 6 Monate?

Würde es danach denn noch eine Möglichkeit geben bei weiterem Beschäftigungsverhältnis noch minimalen Zuschuss zu beantragen?

Antwort von

Ich habe deine Zeilen 3x durchgelesen und werde das Gefühl nicht los, dass du von falschen Voraussetzungen ausgehst.

1.) Die Agentur für Arbeit hat eine eigene Broschüre für Existenzgründer. Dort sind auch die Spielregeln für Zuschüsse für bestimmte Mitarbeiter genannt.

2.) Ein sehr grobes Rechenbeispiel bei einem Zuschuss von ca. 50% für eine Vollzeittätigkeit:

Vorher: Deine Bekannte erhält 800,- Euro ALG2.

Nachher: Deine Bekannte erhält von dir ein Bruttogehalt von 1.300,- Euro = 1.600,- Euro incl. AG-Anteil der durch die ARGE mit 800,- Euro bezuschusst wird.

Der Arge entstehen somit keine erhöhten Kosten. Die Mehrkosten trägst du.

Ich bezweifle, dass es für eine Teilzeittätigkeit einen Zuschuss gibt.

Zumal für Existenzgründer die Hürden ein wenig höher liegen.

Tipp: Da du dir über den Umfang der Stunden nicht im Klaren bist, würde ich deine Bekannte auf 100,- Euro-Basis anmelden. Sie hat dann zwar weiterhin den Status einer Hartz IV Empfängerin, aber dies ist gerade in der Startphase für dich das finanziell geringste Risiko.

Businessplan: Deinen Zeilen entnehme ich, dass du Zuschüsse als Einnahmen angeben würdest. Dies ist ein Irrtum. Denn die Personalkosten sind höher als die Zuschüsse und der Differenzbetrag somit als Kosten aufzuführen.

Es wird also nicht so sein, das dir die Arge kostenlos eine Mitarbeiterin zur Verfügung stellt und du hierfür auch noch Zuschüsse erhälst.

Zuschüsse sind an bestimmte Forderungen gebunden. Werden diese von dir nicht erfüllt, sind die Zuschüsse zu erstatten.

Für weitere Fragen: Es ist immer schwer auf Fragen einzugehen, wenn nicht einige Grundangaben (Branche, Umsatz, Rechtsform, wo usw.) genannt sind.

Antwort von

Ich weiß, dass sie mit ca. 40% oder mehr, je nach Verhandlung, auch bei Teilzeit bezuschusst wird.

Die Personalkosten verringern sich für mich bei dem Eingliederungszuschuss für mindestens 6 Monate und habe keine Mehrkosten, wie du sagtest.

Schließlich soll es ja den zukünftigen AG animieren Personen aus der Langzeitarbeitslosigkeit zu holen....daher rühren doch die Zuschüsse.

Antwort von

So kommen wir nicht weiter.

Wie sind die Personalkosten in deinem Businessplan monatlich aufgeführt?

Schau dir mal die Erklärung des Begriff Eingliederungszuschuss bei Wikipedia an.

Antwort von

Hallo Michaela,

Da ich mich Selbständig machen möchte, stellt sich die Überlegung, ob ich sie nicht auf 20 Std einstellen und vorübergehend die Zuschüsse in Anspruch nehmen könnte.



Die Idee ist zunächst erst einmal sehr gut, da Fördermittel zur Senkung von Personalkosten gerade bei Existenzgründern eine sehr clevere Methode sind, um Geld zu sparen, was wiederum an anderen Stellen ausgegeben werden kann. Und da gibt es ja bekanntlich die einen Existenzgründer gleichzeitig stopfen muss

Ich wäre begeistert, wenn jemand an meiner Seite ist, der von Anfang an den Aufbau meines Unternehmens mitmacht und weiß, wie die Uhr tickt.



Hier nicht nur auf einen zugelassenen KfW Berater verweisen, der im Rahmen desGründercoaching (Gründercoaching Deutschland) über einen Beratervertrag sowie die zuständige örtliche Kammer ( IHK oder Handwerkskammer) bereiten kann.

KfW Beraterbörse

Unter beraterboerse.kfw.de kann man in seiner Nähe einen qualifizierten Berater, der richtigen Branche, für die notwendige Beratung, zum Beispiel im Bereich Fördermittel oder Marketing ausfindig machen.

Was passiert, wenn ich das nicht einlösen kann und die Std. evtl. runterschrauben müsste?



dann sind in den meisten Fällen die gezahlten Fördermittel zurückzuzahlen. Das tut dann je.

Fördermittel für Angestellte

Bitte stelle niemanden aus Mitleid ein, wenn du es dir nicht leisten kann. Das ist der falsche Weg, den ein Unternehmer, egal in welcher Branche, unter Berücksichtigung der Regeln der Betriebswirtschaft nie einschlagen wird. Auch wenn es ein Verwandter, bekannter oder Not leitender Dritter ist, das machten unternehmerisch keinen Sinn. Du trägst das Risiko und die Verantwortung und als Existenzgründer hast du mit Sicherheit andere Probleme, wie Personalkosten zu finanzieren oder Fördermittel für das Personal zu beantragen.

Eine flexible Kraft ist trotzdem notwendig, da ich sonst Gefahr laufe meine Familie zu vernachlässigen und außerdem würde ich dahingehend ja noch einen Arbeitsplatz schaffen.



Die fehlende Zeit für die Familie ist leider keine Begründung für Zusätzliches Personal. Du musst es dir leisten können, also schlichtweg jeden Monat das Geld für den Angestellten haben.

Das Risiko, die Familie kommt zu kurz, musst du eingehen und mit der Familie im Vorfeld besprechen. Es muss jedem klar sein, dass die Existenzgründung dazu führt, dass du als Frau und Mutter künftig weniger Zeit haben wirst. Du wirst das nicht alles unter einen Hut bekommen, dies mit einen zusätzlichen Angestellten auszugleichen, führt direkt in die Pleite. Dann kannst du auch so weitermachen wie bisher, und lässt das mit der selbständigkeit und derjenige muss sich halt selbst um seine Arbeit kümmern. Spiele nicht den Samariter!

...dass ist nicht wirklich einfach.



das hat auch nie jemand behauptet. Wer das tut, hat schlichtweg keine Ahnung vom Geschäft. Hast du schonmal ein Existenzgründerseminar mitgemacht?

Der Zuschuss würde mir gerade am Anfang sehr weiterhelfen, da ich ja in der Startphase bin, aber wie würde das die Bank sehen?



Wetter sag jetzt nicht, dass du auch noch einen Kredit benötigt. Unter diesen Bedingungen kann ich dir als Berater nur den Tipp und die Empfehlung geben, keine selbständigkeit zu beginnen. Fremdkapital, Personal und keine Zeit, das ist eine sehr tödliche Mischung, wendet meist in der Insolvenz oder Pleite, wenn du Glück hast, dies du deinen oder Schulden aus deinen Geschäft. Oder landest gleich bei Peter Zwegat im Fernsehen.

Würde es danach denn noch eine Möglichkeit geben bei weiterem Beschäftigungsverhältnis noch minimalen Zuschuss zu beantragen?



Probier es alleine, wenn du das schaffst und Geld verdient, kannst du dich um Personal und Fördermittel kümmern. Schaffst du es nicht, kannst du es immer noch im Nebenerwerb (bis 18 Stunden pro Woche) probieren Das spart jeden Monat die Krankenversicherung, da mein in diesem Fall kostenlos in derFamilienversicherung versichert sein kann.

Es tut mir leid, dir das so hart sagen zu müssen, die Fakten sprechen aber nun mal so wie du es geschrieben hast gegen dich und dein Vorhaben.

Da ich diesen Text diktiert habe, kann es sein, dass einige Wörter nicht richtig geschrieben wurden. Ich bitte das zu entschuldigen...

@Philip

Tipp: Da du dir über den Umfang der Stunden nicht im Klaren bist, würde ich deine Bekannte auf 100,- Euro-Basis anmelden. Sie hat dann zwar weiterhin den Status einer Hartz IV Empfängerin, aber dies ist gerade in der Startphase für dich das finanziell geringste Risiko.



Sehr gut, das kann ich nur bestätigen.

 

Businessplan: Deinen Zeilen entnehme ich, dass du Zuschüsse als Einnahmen angeben würdest. Dies ist ein Irrtum. Denn die Personalkosten sind höher als die Zuschüsse und der Differenzbetrag somit als Kosten aufzuführen.

Es wird also nicht so sein, das dir die Arge kostenlos eine Mitarbeiterin zur Verfügung stellt und du hierfür auch noch Zuschüsse erhälst.



Ich glaube es geht dir nicht um die Erstellung eines Businessplan. Trotzdem ist die Aussage richtig, dass man bestimmt keinen Mitarbeiter gratis gestellt bekommt, wofür man dann noch Fördermittel beantragen kann. Die Basis ist ja immer das Gehalt und wenn das null Euro beträgt, weil es das Arbeitsamt bezahlt, bekommt man auch folglich auf null Euro keinen Zuschuss.

Danke für deinen Beitrag.

@Michaela

Ich glaube nicht, dass es Fälle böse gemeint hat, klingt nur manchmal so, das ist aber im allgemeinen das Problem im Internet. Es kann niemand die die Stick und Mimik, die Stimmlage oder im allgemeinen den gegenüber sehen, somit auch nicht einschätzen, die Einsatz oder eine Aussage gemeint ist. Sollte das hierzu Missverständnissen führen, bitte ich doch darum, einen örtlichen Berater aufzusuchen, der das Problem dann lösen kann. Dieses kostenlose Forumberät quasi zum Nulltarif, da ja können wir hier auch keine umfassende und bis zum Ende sich durchziehende Existenzgründerberatung liefern. Das muss immer Sache des Existenzgründers selbst sein, alle Dinge abschließend und korrekt zu organisieren und sich auch entsprechend einen Unternehmensberater oderSteuerberater zu nehmen. Das kostet Geld, dafür geht es schneller und rechtssicherer.

Noch ein Tipp von mir: ich würde dieses Problem ganz einfach der nächsten und örtlich zuständigen Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer in deiner Umgebung vorlegen. Die haben da mehr Ahnung, da die Förderung von Personal in den meisten Fällen eine Angelegenheit von jedem Bundesland ist, da ja also überall anders behandelt wird. Die IHK wird dafür in der Regel keine großen Beraterhonorare, maximal eine kleine Gebühr Haben wollen.

Also nochmal, nicht böse sein, und lieber erstmal die IHK beauftragen. zum anderen ist nicht unser Schwerpunkt, der Zuschuss und Lieferung von Personal, sondern Fördermittel und Zuschüsse für den Existenzgründer selber.

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