Am von Torsten in Studien geschrieben
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Studienergebnisse

„Mittelstand meets Startup“: Wie gelingen erfolgreiche Kooperationen?

Studie des RKW Kompetenzzentrums zeigt: Das Interesse an der Zusammenarbeit ist hoch, die Umsetzung wird meistens noch dem Zufall überlassen.

Kaffeetasse von oben, Lolly und Vernastaltungsname "Mittelstand meets Startup" 2018 in Berlin
Teilergebnis: Die meisten KMU überlassen das Kennenlernen von Startups dem Zufall.
© RKW Kompetenzzentrum / rkw-kompetenzzentrum.de

Berlin, 29.05.2018 - Nachdem viele prominente Großunternehmen bereits seit Jahren auf die Zusammenarbeit mit Startups setzen, nutzen zunehmend auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland diese Chance. Das zeigt die Studie „Mittelstand meets Startups 2018“, die heute vom RKW Kompetenzzentrum in Berlin vorgestellt und diskutiert wird: www.mittelstand-startup.de. Mit dabei sind renommierte Experten und zahlreiche Gäste. Über 70 Prozent aller befragten Mittelständler geben in der Studie an, sich eine Zusammenarbeit mit einem Startup vorstellen zu können, fast 40 Prozent haben bereits Kooperationserfahrungen gesammelt.

Zusammenarbeit vor allem für Neues

„Viele Mittelständler haben mittlerweile erkannt, dass sich die Zusammenarbeit mit Startups lohnen kann. Das beweist auch unsere Studie: Über 95 Prozent der KMU, die schon mal mit Startups zusammengearbeitet haben, würden dies auch künftig tun“, erklärt Dr. Eduard Sailer, Vorstandsvorsitzender des RKW Kompetenzzentrums. Ziel der Zusammenarbeit ist für KMU am häufigsten die Erschließung neuer Technologien (64 Prozent) und die Entwicklung von Produktinnovationen (61 Prozent). 55 Prozent wollen den Einstieg in neue Märkte erreichen, 49 Prozent erhoffen sich, potenzielle Mitarbeiter über die Kooperation kennenzulernen. Knapp ein Fünftel der befragten Unternehmen sehen die Startups als Investitionsmöglichkeit.

Kooperation erfolgt meistens durch Zufall

Die Zusammenarbeit ist in den meisten Fällen nicht strategisch vonseiten der KMU geplant: Über 70 Prozent der Kontakte ergeben sich eher zufällig. Nur 27 Prozent der KMU ergreifen hingegen Maßnahmen, um gezielt Kontakt zu Jungunternehmen aufzunehmen. „Hier besteht definitiv noch Luft nach oben: In der gemeinsamen Arbeit mit Startups erschließen sich vielen etablierten Mittelständlern nicht nur neue Märkte und Zielgruppen, sondern auch Einblicke in andere Unternehmenskulturen. Deshalb sollten KMU diese Chancen unbedingt strategisch prüfen und gezielt nach passenden Gründern suchen!“, unterstreicht der Vorstandsvorsitzende des RKW Kompetenzzentrums.

Das Gründerlexikon hat zum Thema Kooperationen einen sehr guten Artikel in der Checkliste, hier werden Vor- und Nachteile von Kooperationen sehr umfassend erläutert. Außerdem ist hier die neuste Infografik des RKW zu den Kooperationen zu sehen.

Rund ein Drittel der KMU gab in der RKW-Studie an, nur Startups mit Firmensitz in Deutschland für eine mögliche Kooperation ins Auge zu fassen – das Alter der Führungsriege oder die Branchenerfahrung der Gründer der Startups spielen dagegen nur eine geringere Rolle. „Während bei unserer Studie vor zwei Jahren noch jedes vierte KMU eine Kooperation mit Startups ablehnte, deren Gründer jünger als 25 Jahre sind, sagen das mittlerweile nur noch rund zehn Prozent. Der Mittelstand hat erkannt, welche Chancen sich durch die Zusammenarbeit bieten und ist aufgeschlossen“, resümiert Dr. Matthias Wallisch, Referent im Fachbereich Gründung und Innovation des RKW Kompetenzzentrums.

Für die Studie „Mittelstand meets Startups 2018“ wurden 250 kleine und mittlere Unternehmen aus den Branchen Maschinen- und Fahrzeugbau, Information und Kommunikation sowie Chemie und Pharma im März 2018 telefonisch befragt.

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