Am von Ruben in Studien geschrieben
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Start-up Umfrage

Fördermittel wegen Komplexität bei Gründern häufig ungenutzt

In Deutschland setzen Start-ups zunehmend auf innovative Finanzierungsquellen. Um nicht nur von Eigenmitteln abhängig zu sein, finanzieren sich immer mehr junge Unternehmen ganz oder teilweise über Kreditplattformen und Crowdfunding. Die wichtigsten Kapitalquellen sind Eigenmittel und Bankkredite.

Komplexität an der Tafel
Viele Existenzgründer blicken im Fördermittel-Dschungel nicht mehr durch.
© StarzySpringer / pixabay.com

Düsseldorf, 06. September 2017 - Für 84 Prozent der Start-ups sind Eigenmittel nach wie vor eine wichtige Finanzierungsquelle. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, an der sich 450 Start-up-Unternehmer beteiligten.

Auf Platz zwei und drei der Finanzierungsquellen folgen die Bankkredite (61 Prozent) sowie öffentliche Fördermittel (25 Prozent).

Die Abhängigkeit von Eigenmitteln sinkt

„Dass nur ein Viertel der Befragten die Förderlandschaft nutzen, ist sicherlich ihrer Komplexität geschuldet"

sagt der Leiter der PwC Start-up-Initiative Next Level Philipp Medrow. Er bemängelt die Unübersichtlichkeit der deutschen und europäischen Regelungen in der Unternehmensförderung.

Die Komplexität der öffentlichen Förderlandschaft ist wohl ein Grund dafür, dass bereits 5 Prozent der Start-ups Finanzierungsquellen wie Kreditplattformen und Crowdfunding nutzen. Aufgrund dieser neuen Finanzierungswege sind viele Gründer nicht mehr von ihren Eigenmitteln abhängig. Während sich 2016 noch 27 Prozent der Start-ups rein aus Eigenmitteln finanziert hatten, sind es aktuell nur noch 19 Prozent. Stattdessen nimmt der Anteil derjenigen zu, die auf einen Mix aus Eigen- und Fremdfinanzierung zugreifen: von 53 Prozent im Jahr 2016 auf aktuell 65 Prozent.

Mehrheit der Gründer ist überzeugt von ihrer Geschäftsidee

Alles in allem sind die Zeiten gut für eine Start-up-Finanzierung:

„Wer eine überzeugende Geschäftsidee vorlegt, hat gute Chancen, jemanden zu finden, der ihn bei der Finanzierung unterstützt“,

kommentiert Medrow die Umfrageergebnisse. Eine bessere Strukturierung der öffentlichen Förderung könnte die Vielfalt an Finanzierungswegen aber noch weiter erhöhen.

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Unternehmer tippt auf Taschenrechner und schreibt in Buch

70 Prozent aller Start-ups vergleichen keine Finanzierungsangebote

Es sind erschreckende Zahlen: Je nach Studie und Untersuchung scheitern zwischen 76 und 90
Prozent aller Start-ups. Gründe dafür gibt es natürlich viele, meist spielt aber die Liquidität die
entscheidende Rolle. Auch Finanzierungsprobleme können das Ende bedeuten. Besonders prekär ist es, wenn beides zusammenkommt. Nicht selten handelt es sich hierbei aber um hausgemachte
Probleme.

verbesserungspotential bei gründerförderung

Verbesserungspotentiale bei Gründerförderung

125.000 größere Betriebe wurden im Jahr 2015 neu gegründet, ein kleines Plus zum Vorjahr. Was die Gründung von Start-ups angeht, dazu gehören auch Ein-Mann-Betriebe, ist seit vielen Jahren jedoch ein Rückgang zu verzeichnen. Seit 2004 hat sich Anzahl der Existenzgründungen in Deutschland halbiert. Die Zeitschrift Der Steuerzahler geht in seiner Ausgabe von 10/2016 näher auf die Ursachen und Gründe ein.

Zu hohe Kredite können für Unternehmer eine große Belastung werden.

Hierfür nehmen Verbraucher und Unternehmer Kredite auf

Laut Auswertungen der Schufa und des Bankenfachverbandes ist die Anzahl der neuabgeschlossenen und laufenden Kredite 2016 erneut gestiegen. Die Voraussetzungen für eine Kreditaufnahme sind aktuell besser denn je. Erfahren Sie hier, wofür deutsche Verbraucher die meisten Kredite aufnehmen.