Arbeiten von überall aus

Der Begriff Cloud Computing ist heutzutage in aller Munde- und tatsächlich macht das Arbeiten in der Cloud manchmal Sinn. Zum Einen, um sich einfach und ohne Probleme das „walking User“ Prinzip zu Nutze zu machen mit der Datenspeicherung auf virtuellen Festplatten. Zum anderen sparen sich Gründer die hohen Anschaffungs- und Wartungskosten für die Hardware.

Bild: Aka / pixelio.de

Nicht nur Online-Handel auch Webservice

Einer der ersten Dienste dieser Art kommt von amazon. Ursprünglich musste Amazon als einer der grössten Online – Händler seine eigene IT- Infrastruktur massiv ausbauen. Die neu konzipierte interne Infrastruktur samt Schnittstellen wurde im ersten Schritt entwickelt, im zweiten wurde diese Infrastruktur auch anderen zur Verfügung gestellt. Die Amazon Web Services -kurz AWS -stellen Rechenleistung , umfangreichen Platz für Datenbanken oder eben virtuellen Festplattenspeicher zur Verfügung. Das Gute daran ist, das benötigte Leistung oder Größe des benötigten Speichers (nahezu) beliebig auf die Bedürfnisse des Nutzers angepasst werden können und sie zahlen nur das, was sie auch brauchen. Das Spektrum der AWS deckt Datenverarbeitung, Speicher, IT- Ressourcen sowie nahezu alle anderen Aufgaben ab, die in herkömmlichen Rechenzentren anfallen. Allerdings ist dort der Nachteil, das bei Auslatung der Serverressourcen nicht einfach ein neuer Server dazugeschaltet werden kann, bei AWS ist das prinzipiell beliebig möglich. Die Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2), die dynamisch ausweitbare Ressourcen bereitstellt, verkürzt die Zeit, fährt neue Server Instances in wenigen Minuten hoch und stellt sie zur Verfügung.

 

Applikationen für nahezu alles was anfällt.

Von Haus aus bietet Amazon eine Vielzahl von Analyse und Datenverarbeitungslösungen an. Und zwar egal von wo aus gearbeitet werden soll. Ergebnisse der Arbeiten können dann gleich im Cloud-Speicher abgelegt werden und sind von überall, wo es einen Internetanschluß gibt, verfügbar. Das ist vor allem dann praktisch, wenn man viel reist und nicht jedesmal alle Daten aktualisiert auf einem Laptop mitnehmen möchte oder kann. Außerdem können so Mehrere an einem Projekt arbeiten. Der Speicherdienst „Simple Storage Service“ kann übrigens auch per Bittorrent-Protokoll genutzt werden.

Für Einsteiger  und Einsteigerinnen und Neulinge auf diesem Gebiet sind die Angebote von Amazon allerdings nicht auf den ersten Blick verständlich erklärt und bedürfen einer gewissen Freude am Einarbeiten. Wenn gar nichts geht, kann man auch auf das Support-Center von AWS zurückgreifen.

 

Dienste für Unternehmen

Der Fotodienst Instagram nutzt beispielsweise unter anderem den AWS- Dienst „Elastic Computer Cloud“ und gibt an, Daten zwanzig mal schneller als mit SSD- Festplatten in EC2 zu übertragen. AWS ist gedacht für Unternehmer und Entwickler, die Webanwendungen, Apps für Mobilgeräte oder Apps für soziale Netzwerke betreiben wollen oder die viel Rechnerleistung on demand brauchen, also dann, wenn eine entsprechende Aufgabe für Großrechner ansteht, und diese Rechenleistung nicht in einem stationären Computer vorhalten wollen. Außerdem steht AWS für das Speichern und Verarbeiten großer Datenmengen, die Sicherung , Archivierung und Notfallwiederherstellung von Daten und nicht zuletzt zur Kostensenkung.

 

Eins sei noch angemerkt: Einer der größten Kunden von Amazon Web Services ist der CIA. AWS hat vor kurzem erst den Auftrag erhalten, eine CIA-Cloud einzurichten. Vor dem Hintergrund der Abhöraffaire, die in den letzten Wochen bekannt wurde, ist dies vielleicht eine Information, die viele für interessant halten könnten.

 

 



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