Frage von Nicmare am 27.04.10

Kann wer bei Erstellung des Umsatzplans helfen?

Hallo,

Habe gestern meinen Businessplan für eine fachkundliche Stellung bei der IHK (in Berlin) eingereicht und schon prompt per Mail folgende Hinweise bekommen, was noch nachzureichen ist:

- Ein monatliche Umsatzplanung

- Eine genaue Herleitung der Umsätze

- Eine Preiskalkulation

- Bitte erbringen Sie einen Nachweis Ihrer kaufmännischen Kenntnisse, ansonsten sehen wir uns nicht in der Lage eine positive Stellungnahme abzugeben.

Ich habe nur eine jährliche (über 5 Jahre) Umsatzplanung angelegt und die Herleitung der Umsätze nur ansatzweise erläutert. Aber der letzte Punkt macht mich stutzig. Ich meine ich habe seit 2008 ein Kleingewerbe und werde seit dieser Zeit von nem Steuerbüro begleitet. Muss ich jetzt nen teuren Kurs an der Abendschule belegen um der IHK nen Zertifikat vorzulegen? Habt Ihr einen Tipp?

Grüße

Antwort von

nicmare --> klasse

Da musst Du durch. Auch wenn es Dich manchmal kneift so ein Seminar zu besuchen.

Denke dran, ein Unternehmen zugründen ist kein Zuckerschlecken. Aber, wenn Du alles richtig machst (zumindest es versuchst), macht es richtig Spass Unternehmer zu sein. Vor allem dann, wenn Du betriebwirtschaftlich gut arbeitest, Deine Unabhängigkeit wahrst, nach Liquidität schaust und Deine Kunden zufrieden stellst.

Am sympatischsten ist es dann, wenn Du auf guter Eingenkapitalgrundlage den Banken eine Nase zeigen kannst und aus eigener Kraft Deine Entscheidungen triffst. Ansonsten stimme ich auch Torsten zu, es gibt andere kompetente Stellen, die fachliche Stellungnahmen ausführen können.

Egal was Du tust, tue es gut, - ich wünsche Dir gutes Gelingen

Antwort von

hallo nicmare, ....

... eine monatliche Umsatzplanung ist sinnvoll, - es können ja saisonale Schwankungen auftreten und jeder Monat ist nicht unbedingt gleich einzuschätzen. Eine jährliche Zahl taugt zu wenig.

... Herleitung der Umsätze ist wichtig um die Schlüssigkeit der Zahlen zu dokumentieren.

... Die Preiskalkulation spiegelt auch die Systematik der Kosteneinschätzung.

... Kfm. Kenntnisse sind erforderlich. Diese sind nicht unbedingt mit kfm. Erfahrungen gleichzusetzen. Bei Kenntnissen reichen Grundkenntnisse und erweiterte Kenntnisse. Hast Du eine kaufm. Lehre gemacht und eventuell etwas berufliche Erfahrung im Fach, genügt es völlig. Hast Du bei früheren AGs in der Schule mitgewirkt, Praktikas absolviert oder Tätigkeiten gemacht, die in einem Zeugnis benannt wurden, dann fertige Kopien an und markiere die entsprechenden Stellen mit einem Leuchtstift als Beleg. Auf die Situation mit dem Kleingewerbe kannst du gerne verweisen, wenn es kein Gewerbe nur auf dem Papier ist sondern auch gelebt wird. Da Du mit einem Steuerberater zusammen arbeitest, dürfte das kein Problem sein, diese Geschäftspartnerschaft nachzuweisen. Ansonsten, - das ist meine persönliche Meinung - hat ein Buchführungskurs bei der Volkshochschule noch nie einem Gründer geschadet und wird von mir ausdrücklich befürwortet.

Gutes Gelingen.

Antwort von

das ist eine superklasse Antwort! vielen Dank :-)

Antwort von

bei einigen fachkundigen Stelen wird in obiger Angelegenheit auch etwas viel Brühe gemacht. wenn´s gar nciht geht, wechsele Einfach die Stelle, jeder Steuerberater/ Unternehmensberater darf die Fachkundige Stellungnahme abgeben und erteilen.

Hier unser Serie zum Businessplan:

Was ist ein Businessplan und wer sollte einen erstellen?

Antwort von

ja, habe ich auch erst überlegt aber nun habe ich mich für so ein seminar angemeldet. und morgen gehts los. wer weiß, vielleicht lerne ich ja noch was wink

Antwort von

danke für den tipp, wir müssen auf 2010 umstellen, da ist noch 2009 drin. sorry PS.: Sollte nun gehen. Gern noch mal testen

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