Frage von Becker am 01.09.13

Gewerbe ummelden auf Ehemann

Ich bin seit vielen Jahren selbständig, doch leider bringt meine Tätigkeit wenig Gewinn ein. Nun habe ich einen 450 euro Job angenommen und müsste mich selbst krankenversichern (zur Zeit familienversichert).  Nun haben wir überlegt das ganze auf meinen Mann umzuschreiben, als Nebengewerbe (arbeitet als Angestellter). Geht das und wenn ja was ist dort zu beachten ?

 

Vielen Dank im vorraus

 

Antwort von

Gehen tut das mit Sicherheit, Frage ist doch nur, ob es auch was bringt? Bringen tut es genau dann was, wenn man durch die Kosten der Ummeldung (auch Zeitaufwand und die Änderung von Adressen, Stempel, Briefpapier usw.nicht vergessen) unterm Strich noch etwas positives herausgeholt und beim Dividieren durch die aufgewendete Zeit einen doch wenigstens annehmbaren Stundensatz erwirtschaftet.

 

Häufig rate ich in diesen Fällen erst einmal zu überprüfen, wie hoch der eigentliche effektive Stundensatz bei einer Nebentätigkeit ist. Dabei muss natürlich nicht nur die eigentliche Arbeitszeit gerechnet werden, sondern auch Bürotätigkeit, Fahrtzeiten und andere aufgewendete Zeit, um das kleine Einkommen zu erwirtschaften. Sehr häufig gehen den Leuten dann die Augen auf und man entscheidet sich doch recht schnell das Nebengewerbe ganz abzumelden. Man hat wieder mehr Zeit, die man anderen Dingen widmet kann und verdient am Ende auch nicht weniger.

 

 

 

Was gilt es zu beachten? Solange die nebengewerbliche Tätigkeit in einem sehr geringen (MiniJob) Umfang ausgeführt wird, wird es wahrscheinlich bei der Krankenversicherung kein Problem geben. Ich bitte Sie daher, noch einmal direkt mit Ihrer Krankenversicherung darüber zu reden und sich aufklären zu lassen, wie es bei einer oben beschriebenen Konstellation funktioniert.

 

 

 

Wenn Sie verheiratet sind und ohnehin eine Einkommensteuererklärung für sich beide erstellen lassen, dann ist es egal, wer das Nebengewerbe betreibt. Häufig wird das bei der Einkommensteuer auch durch den so genannten Härteausgleich (hier auch ein Onlinerecher zur Härteausgleich) unberücksichtigt bleiben. Dahingehend sollten Sie aber auch mit einem Steuerberater sprechen.

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