Frage von Liessner am 29.07.14

Einzelunternehmer und Freelancer gleichzeitig?

 

ich habe aktuell einen Vollzeitjob und bin Festangestellt. Nebenberuflich arbeite ich ab und an als Freelancer, dabei programmiere ich Webseiten usw. Jetzt möchte ich aber über ein Onlineportal (z.B. dawanda) selbstgebaute Möbel verkaufen. Das darf ich ja als Freelancer nicht, entsprechend würde ich mich gern dafür als Einzelunternehmer registrieren.

 

 

 

1.) Geht diese Kombination aus Freelancer und Einzelunternehmer? Wenn nein was wäre die richtige Lösung?

 

2.) Würden alle Aktivitäten als Einzelunternehmer auch über meine schon vorhandene Steuernummer (die ich als Freelancer bekommen habe) laufen?

 

3.) Alle Zahlungen in Zusammenhang mit dem Freelancer gehen auf ein extra Bankkonto. Ist es ratsam noch ein extra Bankkonto für den Einzelunternehmer anzulegen? Oder wird das sowieso zusammen abgerechnet?

 

 

Antwort von

hallo und entschuldigen Sie die späte Antwort,

 

 

 

Grundsätzlich ist die Kombination aus Freelancer (ich gehe davon aus, Sie meinen Freiberufler, das ist nicht unbedingt dasselbe) und Gewerbetreibender möglich. Man muss jedoch darauf achten, dass man bei der Einnahmenüberschussrechnung die Einnahmen und die Ausgaben entsprechend Trend. Man ermittelt somit zwei unterschiedliche Gewinne, so dass man seiner privaten Einkommensteuererklärung diese den dazugehörigen Einkunftsarten zurechnen kann.

 

 

 

Einkünfte aus Gewerbebetrieb wäre in Ihrem Fall der Verkauf von selbst gebauten Möbeln

 

Einkünfte aus selbstständiger Arbeit ist in Ihrem Fall die Arbeit als freiberuflicher Programmierer (sofern das soweit überhaupt rechtmäßig ist, das weiß ich nicht und habe es auch nicht geprüft, das sollte ein Steuerberater tun oder sie müssen Auskunft beim Finanzamt holen)

 

 

 

zu 2) Bereits vergebene Steuernummer für beide Tätigkeiten verwenden, sofern das Finanzamt ein Problem damit hat, wird es ihnen nach der ersten Steuererklärung (Einkommensteuererklärung) eine zweite Steuernummer erteilen. Warten Sie es einfach ab.

 

 

 

Zu 3) für die Besteuerung, das Finanzamt oder ein anderes Amt ist Ihr Bankkonto vollkommen irrelevant, sofern sie nicht bilanzieren nur Unternehmer sind. Allerdings kann es für Sie als Unternehmer selbst praktischer sein, private von den unternehmerischen Zahlungen zu trennen, so dass ich definitiv empfehle, ein Geschäftskonto zu führen. Ob nun ein zweites Geschäftskonto geführt werden sollte, um die Tätigkeiten nochmals voneinander abzutrennen, ist ebenfalls von ihren persönlichen Interesse, dem damit in Verbindung stehenden Aufwand und natürlich auch von den Kosten abhängig. Wenn es sich nur um ein paar Buchungen handelt, könnte man durchaus alles auf einen Geschäftskonto laufen lassen. Wenn Sie jedoch bei der einen Tätigkeit im Monat 50 Buchungen (Einnahmen und Ausgaben auf dem Geschäftskonto) erwarten und bei der anderen Tätigkeit ebenso, würde ich da schon getrennte Konten führen, um nicht durcheinander zu kommen. Aber eine gesetzliche Verpflichtung besteht erst einmal nicht.

 

 

 

Lesen Sie diesbezüglich meinen Artikel zum Thema Geschäftskonto bei selbstständigen.

 

 

 

Ich hoffe ihre Fragen sind diesbezüglich erst einmal beantwortet.

 

 

 

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