Am von Ruben in Studien geschrieben
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Online Unternehmer

PayPal beliebteste Zahlungsmethode im Online Handel

Eine spannende Studie führte der Händlerbund im September 2017 durch. Untersucht wurde, welcher Bezahldienst bei den Händlern (und ist diesem Zusammenhang mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei den Kunden) am beliebtesten ist. Branchenriese PayPal hatte dabei die Nase deutlich vorne.

Online Zahlungsmethoden
Unternehmer, die ihren Kunden im Online Handel die richtigen Zahlungsmethoden bieten, haben im Schnitt deutlich mehr Umsatz.
© mohamed1982eg / pixabay.com

Leipzig, 03. November 2017 - Für die Payment-Studie hatte der Händlerbund rund 260 Händler aus den Sparten Online-Handel und stationärer Handel vor Ort im Geschäft befragt. Die Spitzenposition von PayPal unter den verschiedenen Bezahldiensten ist bei den Online-Händlern deutlich und unangefochten: Über 92 Prozent der Händler bieten im Online-Handel PayPal an, das von der Vorkasse (75 Prozent) und der Kreditkarte (50 Prozent) gefolgt wird.

Im stationären Handel regiert die Barzahlung

Vor Ort im Laden ist die gute alte Barzahlung der erwartete Spitzenreiter. Sie gehört bei stolzen 98 Prozent der Händler zum selbstverständlichen Angebotsspektrum. Auf den Plätzen 2 und 3 rangieren die EC-Karte (60 Prozent) und die Kreditkarte (40 Prozent), während PayPal, der Online-Branchenführer unter den Bezahldiensten, abgeschlagen mit 20 Prozent auf Platz 4 liegt.

Sicherheit und Schnelligkeit wichtig

Die Marktbeherrschung von PayPal im Online-Bereich hat mehrere Gründe. Zum einen ist diese Zahlungsmethide durch das Auktionshaus eBay und eine Menge Shopanbieter aus dem Bereich des Online-Versandhandels schon seit langer Zeit etabliert. Zum anderen punktet PayPal wie kaum einen anderer Bezahldienst mit raschen und sicheren Transaktionen.

Echtzeitübeweisung am Start

Eine hohe Konkurrenz könnte die Echtzeitüberweisung für PayPal darstellen. Das sogenannte Instant Payment, das ab Noveber 2017 Überweisungenvon Bank zu Bank in Sekundenschnelle ermöglicht, steht schon in den Startlöchern. Es wird spannend zu beobachten, in welchem Ausmaß diese Bezahlmöglichkeit von Händlern und Kunden angenommen werden wird.

Fakt ist auch, dass Kunden im Online Handel gezielt nach Shops suchen, die die gewünschte Zahlungsmethode anbieten. Daher sollten Unternehmer darauf achten, PayPal oder andere Zahlungsdienste für Kunden zugänglich zu machen.

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Bezahlung mit Lastschrift in einem Onlien Shop

Online Händler müssen Zahlung über Konto im EU-Ausland akzeptieren

Seit der Gültigkeit der SEPA-Richtlinie sind Online Händler verpflichtet, Zahlungen auch über Konten zuzulassen, die im EU-Ausland geführt werden, sofern diese generell die Zahlungsart Lastschrift anbieten. Auch wenn der Wohnsitz des Kunden im Inland ist und das Konto im Ausland geführt wird. Das bestätigten die Richter des Oberlandesgerichts Karlsruhe.

Kreditkarte im Terminal

Händler dürfen keine Gebühren mehr für Zahlungen mit Kreditkarte verlangen

Wenn Kunden mit ihrer Kreditkarte zahlen, muss der Unternehmer eine Gebühr an den Betreiber des Zahlungsterminals entrichten. Gerade im Online Handel versuchen Unternehmer die zusätzlichen Gebühren bei Kreditkartenzahlungen auf den Kunden zu wälzen. Eine EU-Richtlinie verbietet ab 2018 jedoch Zusatzgebühren für gängige Zahlungsmittel. Darunter zählen auch Kreditkarten.

Rechtliche Änderungen Unternehmer 2018

Gesetzesänderungen: Darauf müssen sich Unternehmer ab 2018 einstellen

Jedes Jahr bringt Änderungen für Unternehmer und Selbstständige mit sich. Das wird sich auch in 2018 nicht ändern. Die Redaktion des Gründerlexikons gibt hier einen kurzen Vorgeschmack, auf was sich vor allem Online Unternehmer bereit machen dürfen. Im Großen und Ganzen hält es sich für die meisten sicherlich in Grenzen. Doch vor allem für diejenigen, die auch grenzüberschreitend verkaufen, müssen doch noch einiges anpassen.