Am von Torsten in kurz notiert geschrieben
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Online Handel

Verschärfung bei Online Zahlungen trifft auf Gegenwehr im Online Handel

Der Online Handel wehrt sich gegen einen Entwurf der Europäischen Union zur strikten Regelung bei Online-Zahlungen. So warnen Konzerne und Verbände vor einer Überregulierung im E-Commerce.

Das Bild stellt den Kaufprozess im Online Handel mit Kreditkarte und Einkaufstüte dar.
"Die größte Revolution ist mobile – wir haben Zalando und Ebay jetzt immer dabei“. Christian Winter
© Mediamodifier / pixabay.com

Die durch die Europäische Union in einem Entwurf geplanten technischen Standards für Zahlungsvorgänge im Internet, treffen in der Digitalwirtschaft auf regen Widerstand. Eine Kommision aus 27 E-Commerce Konzernen warnt hierbei vor Überregulierung und unötigen Hürden.


Die EBA fordert weitere Sicherheitssysteme bei Transaktionen.


Wie die EBA in einem Entwurf veröffentlichte, sollen bei Transaktionen über 30€ weitere Kriterien, wie etwa Passwörter oder Fingerabdrücke zur authentifizierung hernagezogen werden. Grund hierfür soll eine weitere Sicherheitsprüfung im Online Handel sein.


Digitalwirtschaft plant Widerstand gegen Gesetzesentwurf der Europäischen Union


Zwar erkennen die Vertretter der Digitalwirtschaft das hohe Sicherheitsbedenken als grundlegend richtig an, erwarten aber eine drastische Überregulierung durch die EU. So wird der Kaufprozess am Smartphone als Beispiel zu Grunde gelegt, dieser würde sich deutlich verlängern und so den Kunden vom Kauf abhalten. 


Deutschland als Vorreiter in Sachen E-Commerce Richtlinien 


Das eine ausgibiegere Authentifizierung im Online Handel erfolgen soll, hat die EU prinzipiell in der zweiten Zahlungsrichtline im Jahr 2015 festgelegt. Deutschland gilt als Vorreiter und setzte die Richtlinie schon im Juni 2015 um.

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PayPal beliebteste Zahlungsmethode im Online Handel

Eine spannende Studie führte der Händlerbund im September 2017 durch. Untersucht wurde, welcher Bezahldienst bei den Händlern (und ist diesem Zusammenhang mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei den Kunden) am beliebtesten ist. Branchenriese PayPal hatte dabei die Nase deutlich vorne.

94% aller Online-Händler übernehmen Versandkosten beim Umtausch

Wer online kauft und die bestellte Ware umtauschen möchte, hat dabei wesentlich mehr Rechte als ein Verbraucher, der direkt im Laden etwas kauft. Für Online-Händler spielt der After-Sales-Prozess, zum Beispiel in Form von Umtausch und Rückabwicklungen, eine wesentliche Rolle bei ihrer Unternehmensplanung. Eine Studie zeigt, was Online-Unternehmer ihren Kunden über das gesetzliche Widerrufsrecht hinaus gewähren.

Neues Widerrufsrecht soll kommen

Kunden werden durch den Gesetzgeber beim Kauf im Internet gegenüber dem Online-Händler bevorteilt. Das gesetzliche Widerrufsrecht ermöglicht vor allem unseriösen Käufern ein Ausnutzen der Bestimmungen. So können Waren teilweise intensiv genutzt und am Ende der Widerrufsfrist einfach wieder zurückgesandt werden. Doch die EU möchte dem nun einen Riegel vorschieben. Ein “übermäßiger Gebrauch” soll in Zukunft vom Umtausch ausgeschlossen sein.