Aufgabenbewältigung für Führungskräfte

Führungskräfte werden heute nicht nur als Manager verstanden, sondern auch als Personen, die andere Menschen wirklich führen. Dafür müssen sie sich im Laufe der Zeit ein umfangreiches Repertoire an Fähigkeiten und Eigenschaften erarbeiten. Die heutige Führungskraft muss fähig sein, Probleme kreativ zu lösen und konzeptionelle Fähigkeiten zu entwickeln. Ebenso gehören die Kommunikation und die Interaktion zu den wichtigsten Fähigkeiten einer Führungskraft.

Bild: PublicDomainPictures / pixabay.com

Die tägliche Herausforderung einer Führungskraft besteht aber vor allem darin, dass sie ein sehr vielfältiges und breit gefächertes Aufgabengebiet zu erledigen hat. Dabei steht sie stets unter größtem Zeitdruck und wird immer wieder unterbrochen. Um diese Schwierigkeiten im Alltag umgehen zu können gibt es einige Tipps, die befolgt werden sollten.

Aufgaben delegieren

Die meisten Führungskräfte belasten sich selbst enorm dadurch, dass sie zu viele Entscheidungen selbst treffen. Ein Großteil der Entscheidungen kann auch durch die Mitarbeiter erledigt werden, in manchen Fällen aus fachlichen Gründen sogar besser als von der Führungskraft. Es sollten daher grundsätzlich alle weniger wichtigen Entscheidungen an Mitarbeiter delegiert werden, so dass sich der Vorgesetzte mit den wirklich relevanten Entscheidungen beschäftigen kann.

Einzelfallprobleme können gewöhnlich sofort gelöst werden, indem improvisiert wird. Für Grundsatzentscheidungen dagegen sollte sich die Führungskraft immer auch etwas Zeit nehmen, da diese gewöhnlich weitreichendere Folgen haben.

Zeitfenster einrichten

Wenn man sich Zeitfenster schaffen möchte, sollte man sich Gedanken darüber machen, welche Aufgaben perfekt und sofort erledigt werden müssen. Das Eisenhower-Prinzip besagt, dass diese A-Aufgaben von der Führungskraft selber und unverzüglich ausgeführt werden sollten. Als B-Aufgaben werden Aufgaben eingestuft, die zwar wichtig sind, aber auch noch später erledigt werden können. Diese können unter Umständen auch delegiert werden. Achten Sie beim Delegieren darauf, dass Sie dem Mitarbeiter genau sagen, was zu tun ist, und ihm erklären, worin der Sinn der Aufgabe besteht.

Aufgaben, die nicht perfekt erledigt werden müssen, aber dringend sind, sollten immer delegiert werden, denn dabei handelt es sich um Zeitfresser. Aufgaben, die weder dringend noch wichtig sind, sind ein Fall für den Papierkorb.

Selbstreflexion

Jede Führungskraft sollte sich regelmäßig darüber Gedanken machen, was sie mit ihrem Handeln bewirkt. Dazu sollte sie sich ihren Mitarbeitern öffnen und sich regelmäßig ein Feedback geben lassen. Sie sollte sich überlegen, wie sie Probleme gelöst hat und ob die eingeschlagenen Wege richtig waren oder eher andere Menschen vor den Kopf gestoßen haben. Jeder Mensch hat in seiner Persönlichkeit „blinde Flecken“, also Eigenschaften, die er selbst nicht registriert, die aber anderen Menschen (durchaus auch negativ) auffallen. Mit der Selbstreflexion kann man sich diesen blinden Flecken nach und nach nähern.

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