Am von Ruben in kurz notiert geschrieben und am 04.11.2020 um 14:16 aktualisiert
Fluch oder Segen?

Mitarbeiter App: Spielerei oder die hohe Kunst Mitarbeiter zu halten?

In Zeiten von vermehrtem Home-Office spielen 2 Aspekte bei Unternehmen eine immer wichtigere Rolle. Einerseits die damit verbundene Digitalisierung und Ausrüstung der Mitarbeiter. Andererseits aber auch die Bindung der Mitarbeiter ans Unternehmen. Bei einigen mag sich, durch den fehlenden direkten Kontakt, eine innere Distanzierung zum Unternehmen einstellen. Jüngere Mitarbeiter dagegen begrüßen im Allgemeinen die aktuelle Entwicklung hin zur Digitalisierung. Wie können Unternehmen beide Welten vereinen?

Mitarbeiter App der plazz AG
Fluch und Segen zugleich: Zu Hause über App für die Firma erreichbar?!
© geralt / pixabay.com

Erfurt, 04. November 2020 - Gemäß einer Umfrage der Generation Z (die nach 1995 Geborenen) durch Dell Technologies gaben 90 Prozent der Befragten an, dass sie sich abhängig von der angebotenen Technologie für oder gegen einen Arbeitgeber entscheiden. 80 Prozent davon möchten nur bei einem Arbeitgeber mit modernster Technologie arbeiten. 82 Prozent sind der Meinung, dass soziale Netzwerke einen wichtigen Beitrag in ihrer Arbeitswelt darstellen. Weitere Studien zur Generation Z wurden bereits vor einiger Zeit im Gründerlexikon veröffentlicht.

Mitarbeiter aus früheren Jahrgängen haben durch die vermehrte Nutzung von Home-Office (Mehr zum Home-Office lesen!) jedoch manchmal das Gefühl, dass sie etwas abgehängt vom Unternehmen sind. Informationen dringen weniger zu ihnen durch.

Eine interessante Möglichkeit, um sowohl das zunehmende Bedürfnis der Mitarbeiter nach Interaktion mit Kollegen über Social Networks als auch den unaufhaltsamen Trend zur Digitalisierung des Unternehmensalltags zu vereinen, bietet eine Mitarbeiter-App der plazz AG. Jürgen Mayer, CEO der plazz AG, stand im Interview dem Gründerlexikon Rede und Antwort.

Interview mit Jürgen Mayer, CEO der plazz AG

Herr Mayer, verraten Sie uns doch bitte einmal, wie Sie auf die Idee mit der Mitarbeiter App gekommen sind.

Eigentlich waren es Kunden von uns, die uns durch Ihre Nachfrage auf die Idee gebracht haben. Wir betreiben seit 2012 bereits ein SaaS Angebot für Veranstaltungen vorwiegend im Corporate Umfeld. So kam es, dass nach einer Managementtagung der Kunde der unsere App im Einsatz hatte, fragte, ob er dieselbe Lösung nicht auch nutzen könnte für das Onboarding neuer Mitarbeiter, welche dann die ersten 30 Tage im Unternehmen die App als Infoguide nutzen, konkret mit Infos über Abteilungen und Ansprechpartner, der Ablauf des Onboardingprogramms, Raum- und Campusplänen, Feedback-Befragungen.

Analoger Fall ist ein Handelskonzern der nach dem jährlichen Azubi Welcome Kickoff Event anfragte, die App das ganze Jahr für die Azubis zu nutzen. So ging es los, Mitte 2019 haben wir dann mit einem offiziellen Angebot die Mitarbeiter App als zusätzliches Produkt unter der URL www.mobile-employee-app.com angefangen proaktiv zu vermarkten.

Ich muss sagen, das klingt aber schon etwas komplizierter. Welches technische Know-how muss denn der Kunde mitbringen?

Statt lange selbst mit Entwicklern oder It-ler zu coden, ermöglichen modulare No-Code Systeme wie die Mobile-Employee App den Fachbereichen einen sehr schnellen Einstieg in die Anwendung, ohne technische Kenntnisse zu besitzen und eigenständig ohne die Hilfe der IT zu betreiben. Globale und branchenführende Unternehmen nutzen diesen Ansatz der externen SaaS-App Bereitstellung und des Betriebs längst in ihrem Geschäftsalltag. Sie beschleunigen mit SaaS Services ihren Digitalisierungsprozess und erzielen beträchtliche Optimierungsergebnisse in den Bereichen Vertrieb, HR, Kommunikation, Marketing und Kundenservice.

Was ist denn mit Ihrer Mitarbeiter App überhaupt möglich?

Mit dem App-Baukasten MEA werden kundenindividuelle User Interfaces und App Designs im CMS einfach und ohne Programmieraufwand erstellt. App Verwalter / Administratoren können via Drag-and-Drop einzelne Funktionen aktivieren, Dashboards und Menüs gestalten und mit entsprechenden Editoren Inhalte für Agenden, Push-Nachrichten, Umfragen oder individuelle Seiten einfach und leicht einstellen. Kalender, Infos, Newsfeeds, Social Walls, Bilder, Videos, PDFs bis hin zu Umfragetools – ausgehend von einem Standardpaket kann die Plattform je nach Anforderungen der Organisation um zahlreiche Features wie Quiz, Matchmaking, Geofence etc. erweitert werden. Dabei bleibt die Option offen, auf Wunsch auch individuelle Funktionen neu entwickeln und programmieren zu lassen.

Über ein zentrales Berechtigungssystem lassen sich zudem mitarbeiter- oder gruppenspezifische Zugriffsrechte definieren. Auch ein SAML Login, also der Login mit dem unternehmensspezifischen Mitarbeiter Account, lässt sich mit wenigen Daten-Felder einrichten. Die erstellte Anwendung ist als native App für iOS, Android und als Web-App verfügbar, sodass eine höchstmögliche Reichweite innerhalb des Unternehmens gewährleistet ist. Gerade auch Non-Desk Mitarbeiter werden, anders als durch ein webbasiertes Intranet, mit den nativen Apps erreicht.

Da scheint ja allerhand machbar zu sein, mit der App. Wie lange dauert es denn von der Bestellung bis zur Realisierung der individuellen App?

In der Regel steht die Lösung 4 Wochen nach Auftragseingang für den Kunden bereit. Wir hatten aber auch schon den Fall, dass wir 2 Wochen nach Erstgespräch dem Kunden die Mitarbeiter App für den Markt-Rollout bereitgestellt hatten. Mit dem Rollout geht dann auch das Onboarding der Mitarbeiter und die Kommunikation der Applikation einher, sodass schnell eine hohe Durchdringung im Unternehmen gewährleistet wird.

Ok, mit einem so kurzen Zeitraum hätte ich nicht gerechnet. Was jetzt aber auch interessant ist: In welchem Rahmen liegen die Kosten?

Einmalig fallen Setup Kosten, inklusive Hosting, für 12 Monate an. Diese liegen bei 7.500 €. Zuzüglich fällt eine monatliche Lizenzgebühr an, die von der potenziellen Nutzerzahl abhängt.  In der Lizenz sind rund 40 Funktionen inklusive – wie PushNachrichten, Votings, Bildergalerien, Quizze, News, Wall of Ideas – interner Kommunikationsfeed, Dokumentenablage, Videointegration.

Mittlerweile ist die Applikation auch erweiterbar um Module wie Livestreaming und Videoconferencing, wenn die Geschäftsführung zum Beispiel audiovisuelle Botschaften an die Mitarbeiter übertragen möchte. 

Welches Feedback haben Sie von Kunden erhalten, die die Mitarbeiter App bereits nutzen?

Im Folgenden einige Statements von Kunden als direktes Feedback auf die Einführung der App:

  • „Innerhalb von nur 4 Wochen nach Launch hatten über 50% der Belegschaft die Mitarbeiter App im Einsatz. Die Zahlen kletterten in den folgenden 8 Wochen auf über 85%“. (Zulieferer aus der Automotive Branche)
  • „Die Einfachheit und die Wirksamkeit der Mitarbeiter App haben uns ermutigt, das Angebot bzw. den Umfang der Mitarbeiter App weiter auszubauen“. (Internationaler Unternehmen aus dem Anlagenbau)
  • „Insgesamt hat das digitale Angebot geholfen, Innovation gegenüber den Mitarbeiter zu demonstrieren und die Offenheit und Bereitschaft für digitale Technologien im Unternehmen zu leben“.   

Das klingt doch sehr vielversprechend. Herr Mayer, vielen Dank für die Zeit, die Sie sich genommen haben.

Für jeden Unternehmer ein Muss?

Selbstverständlich wird diese Lösung nicht jeden Mitarbeiter und auch nicht jeden Unternehmer ansprechen. Für kleine Unternehmen werden wahrscheinlich allein die Preise nicht in Relation zum Nutzen stehen. Allerdings steht und fällt ein Unternehmen mit seinen Mitarbeitern. Der Personalführung kam und kommt eine wichtige Rolle zu. Daher muss jeder Unternehmer darauf achten, wie er auf die Wünsche und Bedürfnisse seiner Mitarbeiter eingehen kann. Für größere Firmen könnte es sich hier um eine hervorragende Ergänzung handeln, insbesondere da das Smartphone aus dem Leben der Menschen ohnehin nicht mehr wegzudenken ist. Vermeiden Sie unbedingt diese Fehler in Ihren Personalentscheidungen!

Wichtig ist in diesem Zusammenhang aber auch, dass jeder Mitarbeiter für sich selbst entscheiden kann, ob und in welchem Umfang er die App nutzen möchte. Die App kann jederzeit deaktiviert werden. So wird dem Bedürfnis nach ausgewogener Work-Life-Balance Rechnung getragen. 

vg wort pixel
Gründerseminar Torsten Montag Banner
Eine Hand hält eine Visitenkarte mit der Aufschrift "2019-nCoV" vor einem Hintergrund mit Fragezeichen

Coronakrise: Was Arbeitgeber beachten sollten?

Die Coronakrise schränkt aktuell nicht nur das soziale Leben, sondern vor allem auch das Berufsleben ein. Hier finden Sie die Antworten auf die wichtigsten Fragen in Sachen Arbeitsrecht und Schutzmaßnahmen für das Büro. Denn besonders Arbeitgeber müssen im Umgang mit dem Virus darauf achten, ihr Geschäft und ihre Mitarbeiter zu schützen. 

Hand liegt auf 5 Sternebewertungen

Das heiße Geschäft mit gekauften Google oder Amazon Bewertungen

Authentische Bewertungen von Nutzern bzw. Kunden bilden mittlerweile die Grundlage für den Kaufprozess. Wer bei Amazon zu einem Produkt überwiegend negatives Feedback findet, wird sich vermutlich nicht für das Angebot entscheiden. Genau das Gleiche gilt auch in die andere Richtung. Viele positive Bewertungen führen eher zum Kauf. Unsere Redaktion ist diese Woche auf Portale gestoßen, welche solche Google-Bewertungen gegen kleines Entgelt anbieten.

Verbraucher boykottieren Unternehmen bzw. Marken

Zwei von drei Kunden haben bereits einmal ein Unternehmen boykottiert

Manipulierte Abgaswerte, explodierende Handy-Akkus oder Kunststoffteilchen in Schokoriegeln: Skandale sorgen immer wieder dafür, dass Unternehmen unfreiwillig im Mittelpunkt der medialen Aufmerksamkeit stehen. 2/3 der Deutschen (67 Prozent) haben wegen eineM Skandal bereits eine Marke oder ein Unternehmen boykottiert. Drei Fünftel (60 Prozent) meiden boykottierte Unternehmen bzw. Marken bis heute, wie die Studie „Skandale, Pleiten, Pannen“ zeigt.

Aktenstapel im Büro

GoBD 2019: Was ändert sich, was bleibt?

Viele Existenzgründer überlassen ihre Buchhaltung lieber einem Experten. Aber damit gehen sie nicht unbedingt auf Nummer Sicher. Wenn das Finanzamt Fehler in der Steuererklärung entdeckt, haftet allein der Geschäftsführer. Deshalb sollte jeder Unternehmer die wichtigsten Vorschriften für die Buchführung kennen. Dazu hat das Bundesfinanzministerium 2019 neue GoBD-Regelungen veröffentlicht.

Eine Gürtel schnalle wird enger geschnallt. Es sind nur die Hände, die Hürde schneller in die Hose zu sehen. Hier im Kontext von Gehaltserhöhung

Gehaltserhöhung durch steuerfreie Vorteile

Eine Gehaltserhöhung klingt für jeden Mitarbeiter toll, bedeutet sie doch meist nicht nur mehr Geld auf dem Konto, sondern auch Anerkennung und Motivation seitens des Arbeitgebers. Ein höheres Bruttoeinkommen ist aber nicht immer die beste Wahl, um den Mitarbeitern etwas Gutes zu tun. Durch die kalte Progression steigt mit dem höheren Einkommen auch die Abgabenlast. Im ungünstigsten Fall hat der Gehaltsempfänger weniger in der Tasche als zuvor.

Mensch mit Atemschutzmaske und eine Ansicht der Kontinente

Corona Geschäftsideen: Jetzt Geld verdienen mit diesen Konzepten

Hat die aktuelle Krisensituation rund um das Coronavirus auch eine positive Seite? Für findige Geschäftsleute definitiv. Durch die Angst der Menschen und die Ausnahmesituation im Land entstehen neue Bedürfnisse auf dem Markt. Wer hier clevere Angebote bietet, kann die Panik in Profit verwandeln und das Ganz ohne Wucherangebote.