Versand von Versanddienstleister

Jeder hat schon einmal irgendwie ein Paket bestellt. Der Vorgang ist oft meistens gleich doch wer und wie die pakete dann geliefert werden, das unterscheidet sich.

Im folgenden werden die führenden Versanddienstleister verglichen. 

Inhaltsverzeichnis

Hermes - ein Versanddienstleister mit eigenem Versandhauskonzern

Im zweiten Teil unserer Serie hatten wir uns mit dem Deutschen Paketdienst beschäftigt. Der dritte Teil setzt sich mit Hermes, einem weiteren großen Paketdienstleister in Deutschland, auseinander. Hermes gehört zum Versandhauskonzern Otto und hat rund 13.000 Beschäftigte. Somit hat Otto seinen eigenen Paketdienstleister. Spezialisiert hat sich Hermes auf die Zustellung von Paketsendungen an Privatpersonen über rund 14.000 Paketshops. Daneben stellt Hermes aber auch Briefe und Kataloge zu und ist im Transportgeschäft tätig. 

Hermes Logo
Bild: www.myhermes.de

Vorteil

Auch bei Hermes ist die Preisstruktur ein erheblicher Wettbewerbsvorteil. Diese ist in Paketklassen unterteilt. Jede Paketklasse hat verschiedene Paketgrößen beziehungsweise Paketmaße, sowie verschiedene Preise. Das Höchstgewicht beträgt 25 Kg, ist für die Preisfindung jedoch ebenfalls ohne Bedeutung. Auch Hermes bietet ebenfalls eine Sendungsverfolgung an. Normale Pakete sind wie bei DHL, bis zu einer Höhe von 500 Euro automatisch versichert. Weiterhin ist die Zustellung von Hermes ein großer Erfolg. 95 Prozent aller dort eingelieferter Sendungsmengen werden im Inland bereits am nächsten Tag zugestellt.

Ab einer Versandmenge von 300 (vormals 1.000) Sendungen pro Jahr, besteht neuerdings auch die Möglichkeit, bei Hermes am sogenannten Profipaketservice (Geschäftskundenservice) teilzunehmen. Das allerdings zu kaum unterbietenden Preisen im kleinen bis mittleren Sendungsmengenversand. So werden Pakete beispielsweise für unter 3 Euro pro Stück befördert. Dieser Preis gilt dann unabhängig vom Gewicht für alle Größen. Abgeholt wird in diesen Fällen natürlich direkt beim Absender.

Ein großer Vorteil von Hermes waren einmal die über 14.000 Packetshops in Deutschland bei Bäckereien, Zeitschriftenläden oder an der Tankstelle. Hier konnte man sich seine Pakete zustellen lassen, wenn man nicht zu Hause war - allerdings nur zu den individuellen Öffnungszeiten und ohne Mitteilung, wann das Paket angekommen ist.

Hier hat DHL zwischenzeitlich nachgebessert und das deutlich erfolgreicher. Der Konzern bietet mit seinen sogenannten Packstationen, die mitlerweile im ganzen Land verteilt sind, einen 24 Stunden Service an. Rund um die Uhr können Pakete an zirka 2.000 Standorten eingelegt und abgeholt werden. Mittels SMS oder E-mail wird der Empfänger beispielsweise informiert, wenn sein Paket in die Packstation eingelegt wurde.

Nachteil

Ein Nachteil wird bei Hermes auch bei der Versendung von Paketen im In- und Ausland deutlich. Pakete werden wegen Unauffindbarkeit der Zustelladresse häufig nicht zugestellt und an den Absender zurückgeschickt. Ein deutlicher Wettbewerbsnachteil. Außerdem ist der internationale Paketversand bei Hermes auf den Bereich der Länder der Europäischen Union begrenzt.

Versender

Hermes ist somit in erster Linie für Privatpersonen, aber auch für den kleinen oder mittelständischen Unternehmer von Bedeutung. Gerade die Senkung der Sendungsmenge von vormals 1.000 Pakete auf nunmehr 300 Pakete zur Teilnahme am sogenannten Profipaketservice zu kaum schlagbaren Konditionen, ist eine reizvolle Angelegenheit. Sie sollte jeden Unternehmer mit kleinem oder mittlerem Sendungsaufkommen zum Nachdenken bewegen. 

Versand in Länder der ganzen Welt (insbesondere in die USA)

Nicht möglich!

Versand in EU-Länder

Siehe DHL!

Im vierten und letzten Teil unserer Serie beschäftigen wir uns mit Deutschlands drittgrößtem Paketdienstleister GLS, machen auf Kritik bezüglich Hermes und GLS aufmerksam und geben ein abschließendes Fazit. Außerdem benennen wir eine Link, mit dem der günstigste Paketdienstleister gefunden werden kann.

DPD - der erste private Paketdienstleister in Deutschland

Der Deutsche Paketdienst (DPD) war nach Wegfall der Monopolstellung der Deutschen Post, der erster privater Paketdienstleister in Deutschland und hat damit eine neue Ära augelöst. 2001 steigt GeoPost, eine Tochter der französischen Post, bei DPD ein. So konnte DPD die Stärkung seiner Zukunftsfähigkeit auf lange Sicht ausbauen. Täglich werden mehr als 2 Millionen Pakete zugestellt. In rund 800 Depots sind mehr als 24.0000 Mitarbeiter beschäftigt.

DPD Logo
Bild: www.dpd.com

Vorteile

Die Vorteile des Deutschen Paketdienstes sind vor allen Dingen in der transparenten und einfachen Preispolitik zu sehen. Der Preis orientiert sich hier, anders als bei DHL, an der Größe des Pakets und ist somit gewichtunabhängig. Die Preisstruktur ist in fünf Paketklassen eingeteilt. Diese unterscheiden sich nach der längsten + der kürzesten Paketseite. Der Preis jeder Sendung kann individuell über die Homepage des Paketdienstleisters ermittelt werden. Jedes Paket ist automatisch bis zu einem Höchstbetrag von 520 Euro versichert. Auch DPD bietet eine Sendungsverfolgung über das Internet an. Weitere Vorteile sind die schnelle Auslieferung und die unkomplizierte Reklamationsbearbeitung. Die Laufzeit in Deutschland von der Einlieferung bis zur Zustellung eines Paketes, liegt bei maximal 24 Stunden. Vertragskunden bekommen wie bei DHL natürlich Sonderkonditionen. Auslieferung direkt zu Hause, oder über die Depots.

Nachteile

Die Samstagszustellung erfolgt nur gegen einen saftigen Aufpreis. DPD gibt in einigen Ländern die Pakete an andere Dienstleister weiter. So wird die Kontrolle von DPD ausgehebelt und die Sendungsverfolgung erschwert. Postlagernde Auslieferung ist nicht möglich. Weiterhin entstehen beim Anruf der Hotline hohe Kosten.

Versender

Der Deutsche Paketdienst ist vorrangig für Unternehmer von Interesse, die geringe Sendungsmengen zu verschicken haben, oder nur hin und wieder Paket aufgeben wollen. Hier wären beispielsweise kleine Händler beziehungsweise kleine Online-Händler zu nennen.

Versand in Drittländer (USA)

Ein Versand in bestimmte außereuropäische Staaten, unter anderem der USA, ist auch möglich. Die Konditionen können jedoch nur auf der Homepage des Paketdienstleisters, unter Angabe des Versandlandes, des Empfangslandes sowie dem Wert und der Art der verschickten Ware ermittelt werden. Bestimmte Zollvorschriften sind jedoch auch hier erforderlich. Zu beachten sind ebenfalls die allgemeinen Geschäftsbedingungen, sowie bestimmte Ausschlußkriterien von der Transpotbeförderung. Generell gelten die gleichen Regelungen wie bei DHL.

Versand in EU-Länder

Überwiegend versendet der Deutsche Paketdienst international nur Sendungen in Länder innerhalb der Europäischen Union. Die Laufzeit beträgt hier in der Regel zirka 24 bis 96 Stunden. Allerdings müssen beim Versand von Paketen innerhalb der EU auch keine besonderen Bestimmungen beachtet werden. Generell gelten auch hier die gleichen Regelungen wie bei DHL.

Im dritten Teil unserer Serie beschäftigen wir uns mit einem Paketdienstleister, der seinen eigenen Versandhauskonzern hat, nämlich Hermes.

Die Deutsche Post AG kämpft mit erhöhtem Paketaufkommen

Erhöhtes Paketaufkommen – Dieses Phänomen ist den Paketdienstleistern schon aus dem jährlich wiederkehrenden Weihnachtsverkehr bekannt. Auch die Deutsche Post AG wird sich zusätzlich an ein erhöhtes Sendungsmengenaufkommen aufgrund deszunehmenden Internethandels gewöhnen müssen. Steigende Paketzahlen sind auch dringend erforderlich. Aufgrund des sinkenden Umsatzes im Brief-Bereich ist ein steigender Umsatz im Paket-Bereich nur wünschenswert.

Postlieferung
Bild: Bubi / pixelio.de

Generelle Gründe für zunehmende Sendungsmengen

Das deutsche Kunden gerne online kaufen, ist bekannt. Dieses Kaufverhalten bringt aber die großen Paketdienstleister, wie beispielsweise die Posttochter DHL mit ihrer Paketlogistik unter Druck. Die großen Internethändler wie Amazon oder Zalando machen zunehmend Umsatz. Die Paketdienstleister werden sich entsprechend darauf einstellen müssen. So investiert die Deutsche Post AG bis zum Jahre 2013 / 2014750 Millionen Euro in den Ausbau der Sortierkapazitäten ihrer Pakettochter DHL. Diese sollen im Vergleich zu heute verdoppelt werden. Der starke Wachstum im Onlinehandel setzt den Marktführer Deutsche Post (zurzeit 39 % Marktanteil), aber auch ihre großen Konkurrenten wie GLS, DPD, Hermes, oder UPS unter Zugzwang. Auch die kleineren Mitbewerber wie beispielsweise ILOXX oder paket.ag werden sich etwas einfallen lassen müssen.

Seit der Jahrtausendwende ist das Paketaufkommen in Deutschland jährlich von 1,2 Milliarden auf zuletzt 1,8 Milliarden gestiegen. Alleine bei der Deutschen Post AG hat sich das Paketaufkommen im ersten Halbjahr 2011 um 10 % erhöht. Jürgen Gerdes, Konzernvorstand für das Brief- und Paketgeschäft, ist sich sicher, dass sich dieser Trend auch in der Folgezeit fortsetzen wird. Diese Einschätzung wird vomBundesverband Versandhandel bestätigt. Es wird davon ausgegangen, dass der Versandhandel dieses Jahr auf mindestens 32 Milliarden Euro wächst. Das sind circa 6 % mehr als im Vorjahr.

Vor- und Nachteile des steigenden Sendungsaufkommens

Die Vor- und Nachteile der steigenden Sendungsmengen für die Deutsche Post AG liegen auf der Hand. In erster Linie wird der Umsatz steigen. Andererseits muss beispielsweise mehr Personal in der stationären Bearbeitung und in der Zustellung eingesetzt werden. Unter Umständen müssen andere Zustellbezirke gebildet werden (höherer Verwaltungsaufwand). Nicht zuletzt spielen aber auch die Investitionskosten eine entscheidende Rolle.

Die Kunden müssen beispielsweise aufgrund der neuen Zusammenstellung der Zustellbezirke unter Umständen mit anderen Zustell- oder Abholzeiten ihrer Pakete rechnen.

Was passiert mit kleinen Online-Shops?

Da DHL, wie jedes Unternehmen, sehr Umsatzorientiert handelt, kann es sein, dass zukünftig nur noch große Unternehmen wie Zalando, Otto, Neckermann, etc., ihre Pakete über die Post versenden dürfen. Das bedeutet, dass sich kleinere Unternehmen jetzt schon über den Versand ihrer Päckchen Gedanken machen sollten. Welche Alternativen gibt es gegenüber DHL? Wie sind die Preise und die Qualität?

Preispolitik national

Grundsätzlich kann jede Privatperson und jeder Unternehmer Pakete auch in geringen Mengen in jeder Filiale der Deutschen Post AG abgeben, oder im Rahmen der Regelzustellung abholen lassen. Ein Päckchen bis maximal 2 Kilogramm wird in der Filiale mit 4,10 Euro und online mit 3,90 Euro abgerechnet. Ein Paket bis 10 Kilogramm kostet in der Filiale beispielsweise 6,90 Euro und online 5,90 Euro. Für ein Paket bis 20 Kilogramm muss man in der Filiale 11,90 Euro und online 10,90 Euro bezahlen.

Für Geschäftskunden können abweichende Preise entsprechend der eingelieferten Sendungsmenge vereinbart werden. Um Geschäftskunde zu werden, müssen bei der Deutschen Post AG mindestens 500 Pakete im Monat eingeliefert werden. Dementsprechend gelten bei den Geschäftskunden vertraglich festgelegt Mindestmengen und somit auch vereinbarte Mindest- beziehungsweise Pauschal- oder Staffelpreise.

Ein kleiner Onlinehändler der nur 3 bis 4 Pakete pro Tag versendet, ist mit der Preispolitik nach gewichtsunabhängigen Paketgrößen, wie sie beispielsweise Hermes, GLS, oder DPD anwendet, unter Umständen besser bedient. Diese haben eindeutig einen Wettbewerbsvorteil aufgrund ihrer einfachen und transparenten Preisgestaltung.

Hermes bietet zum Beispiel die Paketgröße “50 Zentimeter“, berechnet nach längster + kürzester Seite, schon ab einem Preis von 3,55 Euro bei Abrechnung über Online-Paketschein auf ebay beziehungsweise 3,65 Euro über Online-Paketschein an. Hierbei gilt Abgabe im Paketshop und Zustellung im Paketshop eigener Wahl. Etwas andere Preise gelten bei Hermes im nationalen Bereich bei Abgabe im Paketshop und Zustellung an der Haustür. Beispielsweise gilt bei der Paketgröße “50 Zentimeter“ ein Preis von 4,00 Euro mit Online-Paketschein beziehungsweise 4,30 Euro mit Paketschein. Die Paketgröße “> 80 Zentimeter bis 120 Zentimeter“ wird zu 8,90 Euro mit Online-Paketschein beziehungsweise 9,30 Euro mit Paketschein abgerechnet.

Bei GLS belaufen sich die Preise innerhalb Deutschlands je nach Paketgröße zwischen 4,10 Euro bis 15,30 Euro.

Recht umfangreich sind wir auch in unserer Serie www.gruenderlexikon.de/serie/dhl-das-marktbeherrschende-logistikunternehmen auf DHL und die Konkurrenzunternehmen eingegangen.

Problematik

Neben den steigenden Sendungszahlen aufgrund des zunehmenden Onlinehandels, sorgt der jährliche Weihnachtsverkehr in den Monaten November und Dezember generell für stark erhöhten Arbeitsaufwand bei den Paketdienstleistern. Im sogenannten Starkverkehr fallen erheblich mehr Sendungsmengen an als üblich. Erreichen der Kapazitätsgrenzen der Verteilanlagen, Urlaubssperren, vermehrter Personaleinsatz und Überstunden sind die Folge.

Daher unser Tipp:
Der Paketdienstleister sollte die Weihnachtspakete in der Regel spätestens am 20.12.2011 erhalten, um sie bis Heilig Abend national zustellen zu können.

DHL - das marktbeherrschende Logistikunternehmen

Genau wie jedes andere Unternehmen, müssen sich beispielsweise auch die großen Paketdienstleister,DHL, Hermes, DPD oder GLS im Wettbewerb am Markt behaupten und untereinander messen lassen. Durch den  Verlust derMonopolstellung der Deutschen Post AG im Frachtgeschäft, haben sich seit Jahrenprivate Paketdienstleister am Markt etabliert. Somit hat jeder Unternehmer die Möglichkeit, den aus seiner Sicht, auf seine Bedürfnisse und seine individuellen Gegebenheiten (Sendungsmengen, Auslandsversendung, Versendung hochpreisiger Luxusgüter etc.)optimalen Paketdienstleister zu wählen. 

Ein Beispiel:

Versendung hochpreisiger Luxusgüter, oder sehr großer Paketmengen dürfte nur mit DHL in Betracht kommen, da hier optimale Versand- und Konditionsbedingungen geliefert werden, beziehungsweise keine andere Möglichkeit der Versendung besteht.

Mit dieser Serie wollen wir den jeweiligen Dienstleister kurz vorstellen, auf seine Vor- und Nachteile eingehen und eine unverbindliche Empfehlung für Unternehmer zur richtigen Wahl des geeignetsten Paketdienstleisters geben. Der günstigste Anbieter lässt sich über bestimmte Plattformen im Internet herausfinden. Dieser muss jedoch nicht unbedingt der beste sein. Hierauf verweisen wir im vierten und letzten Teil unserer Serie. Beginnen werden wir unseren Vergleich mit DHL. 

DHL Logo
Bild: www.dhl.de

DHL – das marktbeherrschende Logistikunternehmen

DHL wurde 1969 von den Herrn Dalsey, Hillblom und Lynn als Paket- und Briefdienstlogistiker gegründet. Seit 2002 gehört DHL zum Konzern der Deutschen Post AG. Der gesamte Paket- und Frachtbereich der Deutschen Post firmiert unter dem Namen DHL. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 275.000 Mitarbeiter in über 220 Ländern, ist weltweit das umsatzstärkste Logistikunternehmen und Marktführer in der Luft- und Seefracht. Es liefert allein in Deutschland zirka 2,7 Millionen Paketsendungen täglich aus. Dabei wird ein Marktanteil von rund 95 Prozent erreicht. Es gibt zirka 12.700 Filialen und Agenturen. Letzt genannte sind überwiegend in Supermärkten oder Einkaufsläden vorzufinden.

Vorteile

DHL bietet ein breitgefächertes Angebot an Leistungs- und Serviceangeboten. So hat DHL beispielsweise für Geschäftskunden mit hohen Einlieferungen an Sendungszahlen, maßgeschneiderte Lösungen und Tarife im Angebot, die frei verhandelbar sind. Daneben bietet DHL aber auch günstige Set-Preise für kleinere Sendungsmengen an. Durch eigens für DHL erstellte Software-Programme lässt sich die gesamte Abwicklung vom heimischen Computer aus erledigen. Gegen ein gesondertes Entgelt werdenspezielle Transportversicherungen in zwei unterschiedlichen Höhen angeboten. Standardpakete sind bis zu einer Höhe von 500 Euro automatisch versichert. Natürlich kann auch individuelle Abholung vereinbart werden. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit der Sendungsverfolgung. Im internationalen Sendungsversand besteht die Wahl, zwischen economy (langsamer und preiswert), sowie premium (schneller und teuer). 

Nachteile

Pakete, die nicht über die Transportanlage von DHL laufen können, müssen per Hand bearbeitet werden. Dafür erhebt DHL einen sogenannten Sperrgutzuschlag. DHL ist ein Großkonzern. Wie bei jedem großen Unternehmen, ist eine Entscheidungsfindung bei Problemen in Einzelfällen oftmals schwierig und langwierig, da mitunter viele Menschen an der Problembehebung beteiligt sind. Ferner ist das Leistungsangebot aufgrund der vielen unterschiedlichen Preis-, Maß-und Gewichtsstufen mitunter etwas undurchsichtig. Auch wird oftmals der Abbau unwirtschaftlicher Filialen an kleinen Standorten in der Öffentlichkeit kritisiert. Hier reagiert DHL jedoch nur auf Bedingungen des Marktes und schließt somit unrentable Filialen.

Versender

Die Versendung von Paketen mit DHL eignet sich besonders für große Unternehmen, die ein entsprechend hohes Sendungsaufkommen zu verzeichnen haben. Je mehr Sendungen ein Unternehmen einliefert, desto bessere Preise und Konditionen sind verhandelbar. Hier sind beispielsweiseebay-Powerseller, oder Einlieferer, mit mehreren 10.000 Sendungen im Jahr zu nennen. Aber auch für geringe Sendungsmengen stellt DHL immer ein entsprechendes Angebot zur Verfügung. Aufgrund einer Höherversicherung bis zu 25.000 Euro, eignet sich DHL zum Beispiel für Juwelier oder Uhrenhändler, die oftmals hochpreisige Luxusgüter verschicken. Weiterhin bietet sich DHL aufgrund der weitreichenden Erfahrung als Paketdienstleister für Unternehmen an, die häufig große Paketmengen in das außereuropäische Ausland versenden.

Versand in Länder der ganzen Welt (insbesondere in die USA)

DHL versendet in Länder der ganzen Welt. Hier sind jedoch je nach Drittland (Länder außerhalb der Europäischen Union) die teilweise unterschiedlichen Zollvorschriften zu beachten. So muss beispielsweise bei Versendung in die USA, eine sogenannte Zollinhaltserklärung zwingen ausgefüllt und der Paketsendung beigefügt werden. Hierin sind neben den genauen Absenderangaben, Einzelheiten bezüglich der verschickten Ware und dem Wert dieser Ware anzugeben. Nach diesen Angaben werden dann dieZölle ermitteln, die der Emfänger der Sendung zu bezahlen hat. Für die Versendung von Tabakwaren und Lebensmitteln gelten wiederum Sonderregelungen. Gefahr-, Sperr- sowie Verbotsgut sind generell von der Transportbeförderung ausgeschlossen. Hierunter fallen beispielsweise Waffen, Giftstoffe sowie Arznei- oder Betäubungsmittel. Zusätzlich sind die allgemeinen Geschäftsbedingungen zu beachten. Lieferungen von Paketsendungen in Drittländer, sind grundsätzlich von der Umsatzsteuer befreit. Der Zoll guckt aufgrund der verschärften Sicherheitsbestimmungen bei Paketsendungen über 500 Gramm gerade in die USA, immer ganz genau hin. Zusätzlich könnte noch eine spezielleAusfuhranmeldung, zum Beispiel für ausfuhrgenehmigungspflichtige Ware, in Betracht kommen.

Auch bei der Konkurrenz, die mit Ausnahme von Hermes in die USA versenden, gelten grundsätzlich die selben Regeln. Ausnahmeregelungen, AGB, Ausschlussbedingungen etc. sind ggf.gesondert festgelegt.

Versand in EU-Länder

Natürlich können mit DHL auch Paketsendungen in Länder der Zollgebiete der EU verschickt werden. Da es sich hierbei um umsatzsteuerrechtliche Gemeinschaftsländer gemäß § 1 Abs. 2a Satz 2 Umsatzsteuergesetz handelt, sind diese, von gewissen Außnahmen abgesehen, jedoch der Umsatzsteuer unterworfen. Diese Sendungen werden jedoch nicht von den deutschen Zollverwaltungen behandelt, da sie im europäischen Binnenmarkt befördert werden. Sind jedoch Verstöße gegen Einfuhr-, Ausfuhr- oder Durchfuhrverbote erkennbar, werden die Pakete unter Umständen der zuständigen Zollbehörde vorgelegt. Zu beachten sind auch hier, die allgemeinen Geschäftsbedingungen beziehungsweise die Transportbeschränkungen von DHL.

Auch hier gelten für die Konkurrenz generell die selben Vorgaben wie für DHL. Zu beachten sind auch hier ggf. abweichende Regelungen der jeweiligen Paketdienstleister.

Im  zweiten Teil unserer Serie beschäftigen wir uns mit dem Deutschen Paketdienst (DPD), dem ersten privaten Paketdienstleister in Deutschland.

GLS - Deutschlands drittgrößter Paketdienstleister

General Logistics Systems (GLS) ist eine Holding mit 21 europäischen Tochterunternehmen, ca. 5.000 deutschen Paketshops und insgesamt zirka 13.000 Mitarbeitern. Bezogen auf den Umsatz, ist GLS derdrittgrößte Paketdienstleister in Deutschlands hinter DHL und UPS.

GLS Logo
Bild: www.gls-group.eu

Vorteile

Auch bei GLS besteht der größte Vorteil in der Preispolitik. Die Preise werden ebenfalls nach der Größe des Pakets gestaffelt. Das Maximalgewicht beträgt 40 KG, ist jedoch für die Preisfindungebenfalls unwichtig. Auch hier gilt für die Feststellung der Paketgröße, längste + kürzeste Seite. Ein Versand kann direkt von zu Hause aus erfolgen, oder über einen der 5.000 GLS Paketshops. Diese befinden sich beispielsweise in Kiosken, in Fachmärkten oder Einkaufzentren. Somit sind flexible und lange Öffnungszeiten gegeben. Der Paketversand kann mit einem Shopping-Vergnügen verbunden werden. Eine transparente Preisstruktur und ein schneller sowie einfacher Ablauf kennzeichnen die GLS Konditionspolitik.

Paketlabel können nach Registrierung auf der Homepage bequem zu Hause ausgedruckt, beschriftet und auf das Paket geklebt werden. Alternativ werden selbstklebende Paketlabel im Paketshop angeboten. Je nach Größe belaufen sich die Preise gewichtsunabhängig in Deutschland von 4,10 Euro bis 15,30 Euro. Die Laufzeit beträgt weniger als 24 Stunden in Deutschland und 24 bis 96 Stunden innerhalb der EU. Es ist ebenfalls Sendungsverfolgung sowie Haustürabholung möglich. Versicherung pro Paket750 Euro. Damit hat GLS eine um zika 250 Euro höhere Inklusivversicherung als die Konkurrenz. Es gibt 5 Größen und 5 Preisklassen. Die Lieferung erfolgt in 23 europäische Staaten. Es besteht ein zuverlässiger, schneller Versand, sowie geringe Wartezeiten. In der Regel erfolgt eine unkomplizierte Reklamationsbearbeitung.

Nachteile

Als Nachteil ist die Preisaufschlagpolitik von GLS zu werten. Gegebenenfalls fällt je nach Region ein sogenannter Inselzuschlag in Höhe von 13,65 Euro zuzüglich Paketpreis an. Bei GLS besteht die bei weitem geringste Möglichkeit, der weltweiten Versendung von Paketen. Auch hier ist die internationale Paketzustellung überwiegend auf die Staaten der Europäischen Union beschränkt. Die internationalen Preise bewegen sich innerhalb der EU je nach Packgröße und Zoneneinteilung zwischen 12,60 Euro und 56,40 Euro. Es gibt nur zwei Außnahmen, in denen GLS auch in Drittländer versendet. Dies betrifft die USA und Kanada. Da diese Möglichkeit der Versendung weitgehend unbekannt sind, können auch die weitaus unbekannten Konditionen hierzu vernachlässigt werden.

Versender

GLS bietet sich hauptsächlich als Versanddienstleister für Privatkunden oder für gewerbliche Kunden mit geringem Sendungsaufkommen, wie beispielsweise Unternehmer, mitkleinem Versand- oder Online-Handel, an.

Versand in die USA

Siehe DHL!

Versand in EU-Länder

Siehe DHL!

Kritik an Hermes und GLS

Nicht zuletzt durch die Medien, sind Hermes und GLS stark in den öffentlichen Focus geraten. Beide Paketdienstleister bedienen sich zur Ausübung ihrer Tätigkeit der Hilfe von Subunternehmen. Hermes und GLS zahlen jedoch für jedes zugestellte Paket an diese so wenig, dass die Subunternehmer gezwungen sind, ihren Mitarbeitern beziehungsweise Kurierfahrern eine Vergütung zu zahlen, die nicht annährend dazu geeignet ist, den Lebensunterhalt zu bestreiten. 

So muss sich beispielsweise GLS den Vorwurf gefallen lassen, dass die Fahrer ihrer Subunternehmer nur 60 Cent für jedes ausgelieferte Paket erhalten, davon ihre Fahrzeugkosten sowie das Benzin bezahlen müssen und oftmals weit über 10 Stunden am Tag arbeiten. Die Vorwürfe werden von den Verantwortlichen natürlich energisch bestritten. Jeder weiß jedoch, dass auch bei den Paketdienstleistern ein erbitteter Machtkampf herrscht, bei dem (fast) jedes Mittel recht ist, um Kosten zu sparen. Folglich sind die aufgestellten Behauptungen als richtig einzuschätzen.

Fazit

Welcher Paketdienstleister für den Einzelnen am geeignetsten ist, muss letztendlich jeder aufgrund seiner individuellen Ansprüche, Gegebenheiten und Sendungsmengen selbst entscheiden. DHL bietet sich beispielsweise für große Unternehmen mit hohem Sendungsaufkommen an. Hermes, DPD und GLS sind eher für Versender kleinerer oder mittlerer Paketmengen geeignet. Die Preisstruktur ist hingegen bei den drei zuletzt genannten Dienstleistern am transparentesten und einfachsten, sowie unter Umständen auch am günstigsten.

Aufgrund der Höherversicherung bis 25.000 Euro bietet sich DHL für die Versendung hochpreisiger Luxusgüter an. Versendung in Länder der EU ist mit DHL, DPD, Hermes und GLS gleichermaßen möglich. Der Versand in Länder außerhalb der EU (USA) ist nur durch Hermes nicht gewährleistet. Ansonsten sind hierbei bestimmte Vorgaben, insbesondere Zollvorschriften, zu beachten. 

Tarifcheck

Unter www.billigerverschicken.de kann jeder, den seiner Meinung nach geeignetsten und günstigsten Anbieter ermitteln. Dieser muss jedoch im Hinblick auf Qualität, Laufzeit, Haftung etc. nicht unbedingt der beste sein.

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