Rechtsformwahl und Organisation des Unternehmens

Die Rahmenbedingungen wie vertragliche Verpflichtungen, Pflichten und Rechte gegenüber Behörden und anderen Unternehmen sowie die in- und externe Organisation eines Unternehmens sind nur einige Bestandteile, welche insbesondere durch die Rechtsform bestimmt und geregelt werden. Die Rechtsform wird in vielen Fällen durch einen Vertrag schriftlich fixiert. Vereinbarungen können aber auch durch eine mündliche Absprache festgelegt werden. Einige Rechtsformen verlangen allerdings die Schriftform oder auch die notarielle Beglaubigung. Die Rechtsform bestimmt über die zukünftigen Haftungsverhältnisse des Unternehmens. Aber auch die Geschäftsführung und –vertretung wird durch die Wahl der Rechtsform und den damit verbundenen vertraglichen Vereinbarungen eindeutig festgelegt. Die Wahl der Rechtsform geschieht in aller Regel einmalig mit der Gründung des Unternehmens. 

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eBook: Grundgedanken der Unternehmensorganisation

Elementare Konzepte und Methoden der unternehmerischen Organisation. Mit Kerngedanken der Führungstheorie und vielen praktischen Tipps von Harry Zingel.

Aus dem Inhalt

1. Was ist Organisation? ............................................................ 2
1.1. Grundlegende Definition ........................................................ 2
1.2. Haben oder Sein ..................................................................... 2
1.3. Die zwei Sichtweisen .............................................................. 2
1.4. Statik und Dynamik ............................................................... 2
2. Grundgedanken der Organisation ........................................... 3
2.1. Organisationsanlässe .............................................................. 3
2.1.1. Was organisatorische Maßnahmen auslöst ............................. 3
2.1.2. Ein Beispiel ............................................................................ 3
2.2. Kleine Systematisierung
organisatorischer Wandlungsprozesse .................................... 3
2.3. Widerstände ........................................................................... 4
2.3.1. Ursachen von Widerständen ................................................... 4
2.3.2. Abbau und Management von Widerständen ........................... 4
2.4. Grundlegende Methoden der Organisation ............................. 4
2.4.1. Prioritäten und Zielhamonie ................................................... 4
2.4.2. Der Teil und das Ganze .......................................................... 5
2.4.3. Das Problem mit Insellösungen .............................................. 5
2.4.4. Zweckmäßige Vorgehensweise ............................................... 5
2.4.5. Steuerung durch den Auftraggeber ......................................... 5
2.4.6. Normung, Typung, Baukastensysteme ................................... 6
3. Techniken der Systembildung ................................................ 6
3.1. Grundgedanken der Systembildung ........................................ 6
3.2. Die Aufgabenanalyse ............................................................. 6
3.2.1. Ziele der Aufgabenanalyse ..................................................... 6
3.2.2. Bestimmungselemente der Aufgabe ........................................ 6
3.2.3. Beispiele für Aufgabenanalysen ............................................. 7
3.2.4. Ein- und Mehrdimensionale Aufgabenanalysen ...................... 7
3.2.5. Das Aufgaben-Strukturblatt ................................................... 9
3.3. Die Aufgabensynthese ............................................................ 9
3.3.1. Ziele der Aufgabensynthese .................................................... 9
3.3.2. Das Funktionendiagramm .................................................... 11
3.3.2.1. Darstellungsform der Aufgaben ............................................ 11
3.3.2.2. Darstellungsform der Stellen ................................................ 11
3.3.2.3. Zuordnung der Aufgaben auf die Stellen .............................. 11
3.3.2.4. Die Auswertungen des Funktionendiagrammes .................... 12
4. Organigramme Organisationsmodelle .................................. 12
4.1. Arten von Stellen .................................................................. 12
4.2. Formale Organisationsmodelle ............................................. 13
4.2.1. Das Mehrliniensystem .......................................................... 13
4.2.2. Das Funktionenmeistersystem als Sonderfall ........................ 13
4.2.3. Das Einliniensystem ............................................................. 13
4.2.4. Das Stab-Liniensystem ......................................................... 14
4.2.5. Das Spartensystem ............................................................... 14
4.2.6. Die Produkt-Matrix .............................................................. 15
4.2.7. Die Absatzgebiet-Matrix ...................................................... 16
4.2.8. Das Modell der Teamvermaschung ...................................... 16
4.3. Informelle Organisationsstrukturen ...................................... 17
5. Kopiervorlage: Übersicht über die wichtigsten
betrieblichen Organisationsmodelle ...................................... 18

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Es ist allerdings auch möglich, die Rechtsform während der geschäftlichen Tätigkeit der Unternehmung zu wechseln. Das geschieht z.B. dann, wenn aus einer Personengesellschaft eine Kapitalgesellschaft werden soll. Jeder Gründer sollte seine eigenen Maßstäbe, Gesichtspunkte und künftigen Absichten analysieren und daraus die optimale Rechtsform des künftigen Unternehmens herleiten. Zur Entscheidungsfindung sollte eine fachkundige Beratung durch eine zugelassenen Rechtsanwalt oder Steuerberater sowie auch durch die zuständige Industrie- und Handelskammer oder die Handwerkskammer in Anspruch genommen werden. Das Ergebnis kann dann in diesem Abschnitt des Businessplans erläutert werden. Insbesondere die Analyse der künftigen Rechtsform soll den Gläubiger zur Investition oder einer anderen zustimmenden Handlung bringen. Warum wird gerade diese Rechtsform gewählt? Wo liegen die Vorteile gegenüber einer anderen Rechtsform, insbesondere der von der Konkurrenz gewählten Rechtsform? Welche Möglichkeiten bestehen künftig bezüglich der gewählten Rechtsform? Analysieren Sie auch die mit der Rechtsform einhergehenden Nachteile, wie das Aufbringen von Stamm- bzw. Grundkapital, Haftungsvorschriften oder Verpflichtungen zur Bilanzierung, Offenlegung und Publizität.

Nicht zuletzt ist auch die Organisation des Unternehmens zu planen, welche später dazu benutzt werden soll, um Führungskräfte, Abteilungen sinnvoll miteinander zu verknüpfen und aufzustellen.

Was zeichnet die Organisation in einem Unternehmen aus?

Als Organisation im Bereich eines Unternehmens bezeichnet man die Regelung der Betriebsabläufe und die Ordnung in der Firma. Ziel ist, alle Vorgänge effizient zu regeln und dabei Zeit und Geld zu sparen. Dies kann gerade beim Start eines Unternehmens Zeit erfordern, die aber im Nachhinein lohnend eingesetzt ist. Der Organisation unterliegen die Arbeitsabläufe, die Ablage und die Arbeitsplätze.

Organisieren von Arbeitsabläufen

Bei der Organisation von Arbeitsabläufen werden immer wiederkehrende Prozesse nach Standardprinzipien geregelt. Damit gibt es keine Fragen zum Durchführungsmodus und die Zeit wird besser genutzt, um die Ziele des Unternehmens zu erreichen. Zusätzlich macht die Organisation nach Verantwortlichkeiten eine Vertretung im Fall von Krankheit oder Urlaub eines Kollegen leichter. Nicht alles kann organisiert werden. Innerhalb des Arbeitssystems sind auch Flexibilität und Kreativität gefragt.

Organisieren der eigenen Person

Organisation betrifft nicht nur Teams und Abläufe, sondern auch die eigene Person. In der Arbeit müssen Prioritäten gesetzt und Leistungen nach Dringlichkeit behandelt werden. Der genaue Zeitplan ist für die eigene Organisation genau so wichtig wie dessen Abstimmung mit Terminen, die durch andere gesetzt werden. Hierfür wird zunehmend die elektronische Netzwerkstechnik eingesetzt, die einen Abgleich der individuellen Disposition für alle Teilnehmer ermöglicht. Ablage und Arbeitsplatz tragen durch zweckdienliche Einrichtung zur besseren Arbeitsorganisation bei.

Überorganisation vermeiden

Wenn die eingerichteten Arbeitsstandards und Vorschriften in der Einhaltung so viel Zeit in Anspruch nehmen, dass die eigentliche Arbeit darunter leidet, wird Organisation kontraproduktiv. Die Planung der Prozesse sollte so ausgelegt sein, dass sie auch Spielraum für Individualität enthält. Ohne Organisation allerdings ist eine effiziente Betriebsführung nicht möglich. 

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