Welchen Einfluss Mundpropaganda auf Handwerksbetriebe hat – das Gründerlexikon testet

Viele Handwerksbetriebe sind der Überzeugung, dass sie sich in einer absoluten Machtposition befinden, da die Nachfrage nach ihren Leistungen schon seit einiger Zeit größer ist als das Angebot. Momentan können sie sich ihre Aufträge aussuchen – und gehen dabei entsprechend rücksichtslos vor, ganz getreu dem Motto „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert“. Woran jedoch momentan keiner denkt: Auch für die Baubranche werden irgendwann auch wieder schlechtere Zeiten heranbrechen. Woher sollen dann aber die Aufträge kommen, wenn überall schlecht über das Unternehmen gesprochen wird? Welcher Kunde will einen Handwerker beauftragen, der bei den Leuten als unzuverlässig, schlampig oder arrogant gilt? 

Mann mit einem Megafon
Bild: Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Wie wirkt sich negative Mundpropaganda aus?

Hast du schon gehört…“ – so fängt er meistens an, der „Anfang vom Ende“. Eine Grundregel besagt, dass sich schlechte Nachrichten immer besser und schneller verbreiten als gute. Ebenso verbreiten sich negative Erfahrungen mit einem Opens internal link in current windowHandwerksbetrieb wesentlich schneller als die positiven. Das Gründerlexikon hat einen Onlinerechner zum Thema Mundpropaganda entwickelt, mit dem man einfach berechnen kann, wie viele Leute wahrscheinlich von einer schlechten Erfahrung hören werden. Damit lässt sich auch erstmalig quantifizieren, was schlechte Mundpropaganda für Handwerksbetriebe bedeuten könnte.

Wie der Mundpropaganda Onlinerechner funktioniert

Mundpropaganda RechnerDamit der Opens internal link in current windowMundpropaganda Onlinerechner korrekte Werte liefert, müssen realitätsnahe Parameter vorgegeben werden:

  • die Dejavu-Wahrscheinlichkeit
  • die Verstärkungswahrscheinlichkeit
  • der Multiplikator
  • Anzahl der weitererzählenden Personen

Dejavu-Wahrscheinlichkeit: Sie beschreibt, wie vielen Personen der „Geschädigte“ von seinem Erlebnis erzählt, die eine ähnlich schlechte Erfahrung gemacht haben.

Verstärkungswahrscheinlichkeit: Sie gibt an, wie viele Personen die Dejavu-Menschen kennen, die die gleiche Erfahrung gemacht haben.

Multiplikator: Es wird ein Multiplikatorwert angegeben, der in der Berechnung berücksichtigen soll, dass die Verstärker aus der vorhergehenden Stufe ein vermehrtes Interesse daran haben, die Bestätigung ihrer eigenen Erfahrung weiterzuverbreiten.

Anzahl der weitererzählenden Personen: Schließlich muss noch quantifiziert werden, wie vielen Personen von der Erfahrung berichtet wird. Mindestens eine Person hat die Erfahrung erlebt (Stufe 0) und erzählt es anderen weiter (Stufe 1). Diese berichten wiederum ihren Freunden darüber (Stufe 2) usw. Im Normalfall nimmt die Anzahl der weitererzählenden ab Stufe 1 immer weiter ab.

So schnell sprechen sich schlechte Dinge weiter!

Geben Sie mal ein Opens internal link in current windowpaar Daten in den Mundpropagandarechner ein und sehen Sie, wie schnell (an wieviele Menschen) sich gute oder schlechte Nachrichten verbreiten. 

Was Handwerksbetriebe von unserem Onlinerechner lernen sollten…

… erfahren Sie im nächsten Teil unserer Serie. Dann wollen wir einmal herausfinden, welche Werte sich für unser Beispiel aus dem ersten Teil verglichen mit anderen Situationen ergeben und analysieren, wie sich die einzelnen Konstellationen für den Unternehmer auswirken könnten.

Sind Sie der geborene Unternehmer? Jetzt testen!
-Anzeige-
Zu viele Schritte?