Frage von Kai am 07.11.09

Wie ist die richtige Vorgehensweise bei der Bank?

Hallo zusammen,

ich habe per Zufall diese Forum hier entdeckt und bin wirklich positiv überrascht.

Bestimmt hätte ich meine Fragen auch über die zahlreichen Beiträge erfahren können, was ich auch versucht habe, jedoch wird es mir nun doch zu spät.

Somit zu meinem Anliegen:

Seit ca, 7 Jahren bin ich in meinem geplanten Geschäftsfeld tätig und möchte mich 03/2010 selbstständig machen.

Meine Ausbildung ist berufsverwand und ich weiß das ich meine Fähigkeiten auch gut beherrsche und umsetzen kann.

Ich habe ca. vor 2 Jahren begonnen Teile zu bearbeiten und zu verkaufen- Im Nebengewerbe- Vertrieb war ausschließlich im Online-Auktionshaus.

Für mich war der Umsatz überraschend positiv.

Aus dem Grund möchte ich mich mit diesem und auch weiteren Themen selbstständig machen.

Mir ist nur nicht ganz schlüssig wie ich vorgehen soll wenn ich zur Bank gehe.

Kapital benötige ich ca. 50.000,- Euro.

Mir ist fremd das ich Sicherheiten in solchem Kapital besitze.

Aus dem Grund benötige ich ja die Bank.

Nun, sollte ich die Bank bevor ich den Business-Plan fertig habe kontaktieren, um zu klären wer der Ansprechpartner ist und was dieser für Unterlagen verlangt?

Oder den Plan fertig stellen und die Bank "stürmen"?

Genauso ist mir schleierhaft, sollte ich z.B. diese Tätigkeit schon länger machen, also meine "Teile" verkaufen, jedoch erst seit 2 Jahren offiziell mit Nebengewerbe, teile ich so eine Information der Bank mit?

Oder verpacke ich das als "Erahrung"?

Erwähne somit jedoch nicht meine Präsenz am Markt und mache nicht so viele Plus-Punkte.

Sollte ich bevor ich die Bank anrufe erst mit dem Steuerberater sprechen?

--> Termin habe ich schon nächste Woche Dienstag, könnte jedoch Mo. schon in die Bank laufen und fragen worauf es ankommt. Die Information dann dem Steuerberater mitteilen.

Oder sollte ich erst den Steuerberater ausquetschen und dann zur Bank?

Oder ist es schlicht und einfach egal?


Zum Kapital ist vielleicht noch zu erwähnen, ich kaufe davon ja "nur" Maschinen. Der Markt ist zur Zeit überflutet und man bekommt wirklich kostengünstig Top Maschinen.

Ich meine damit, sollte ich es echt schaffen so ein geniales Konzept das ich da habe gegen die Wand zu fahren- Kann ich die Maschinen noch verkaufen und habe doch so schon viel mit rausgeholt.

Noch dazu bin ich "erst" 25 und die Bank könnte mich lange traktieren.

--Habe in anderen Foren gelesen das man es eig. so gut wie vergessen kann Geld von der Bank zu bekommen wenn man Jung ist und kein Eigenkapital hat.. Stimmt das so? Was kann ich da machen ausser jede erdenkliche Bank anfragen ob die mich unterstützt?


Das Buch www.uvis-verlag.de/uv5100.htm

ist wirklich so gut? Ich meine es ist ja nicht gerade kostengünstig..

Hm.. jetzt habe ich euch wirklich einen dicken Aufsatz hingesetzt.. hoffe ihr könnt damit was anfangen und mir irgendwie weiterhelfen- Würde mich echt riesig freuen!

Besten Gruß!

Antwort von

Hi,

Mir ist fremd das ich Sicherheiten in solchem Kapital besitze.



Bei einem Kredit sind die Sicherheiten das A und O für die Bank.

Wir haben zum Thema Bankgespräch einen kleinen Artikel geschrieben.

Man sollte sich vorher schon informieren, wer der zuständige Bearbeiter ist. Der Businessplan sollte in den Größenordnungen sehr gut sein, daher empfehle ich ihn mit einem Fachmann zu schreiben.

Genauso ist mir schleierhaft, sollte ich z.B. diese Tätigkeit schon länger machen, also meine "Teile" verkaufen, jedoch erst seit 2 Jahren offiziell mit Nebengewerbe, teile ich so eine Information der Bank mit?



das würde ich schon im Konzept erwähnen, da es ja die Branchenkenntnis und die Erfahrung widerspiegelt, das ist was die Bank braucht und hören möchte. Die wollen ja ihr Geld wieder zurück bekommen.

Sollte ich bevor ich die Bank anrufe erst mit dem Steuerberater sprechen?

--> Termin habe ich schon nächste Woche Dienstag, könnte jedoch Mo. schon in die Bank laufen und fragen worauf es ankommt. Die Information dann dem Steuerberater mitteilen.

Oder sollte ich erst den Steuerberater ausquetschen und dann zur Bank?

Oder ist es schlicht und einfach egal?



letztlich ist es egal, Fakt ist: der Steuerberater muss Ahnung von Finanzierung undBankgespräch haben. Das haben nicht alle, da es hier auch Schwerpunkte und Spezialisierungen bei den Beratern gibt. Vorher sollte natürlich das Auftreten, der Businessplan die Argumentation und das Konzept wirklich sicher und schlüssig sein, bevor man sich bei der Bank lächerlich machten und der Kredit abgelehnt wird.

Zum Kapital ist vielleicht noch zu erwähnen, ich kaufe davon ja "nur" Maschinen. Der Markt ist zur Zeit überflutet und man bekommt wirklich kostengünstig Top Maschinen.



das sollte auch im Businessplan kalkuliert werden, was kosten Maschinen, wenn ich sie neu oder gebraucht kaufe. Daraus muss man den Kapitalbedarf ermittelten, anschließend kann man zur Finanzierung und zum Finanzierungsplan kommen. Das sollte aber sitzen, daher hier nochmal mein Tipp: Bitte einen fachkundigen Berater im Bereich Investitionen, Finanzierung und Kreditbeantragung nehmen.

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--Habe in anderen Foren gelesen das man es eig. so gut wie vergessen kann Geld von der Bank zu bekommen wenn man Jung ist und kein Eigenkapital hat.. Stimmt das so? Was kann ich da machen ausser jede erdenkliche Bank anfragen ob die mich unterstützt?



das stimmt, Existenzgründer oder Eigenkapital ist fast unmöglich, aber nur fast. Sicher kommt es auf das Konzept und dein bisheriges Verhalten bei deiner Hausbank an.

Diese Ratingkriterien bewertet und prüft die Bank im Ratingverfahren

Antwort von

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Dann werde ich mich mal weiter durcharbeiten und melde mich ggf. -

Gruß

Antwort von

Hallo,

bezüglich deiner Fragen hast du vom Administrator Torsten bereits sehr hilfreiche Antworten erhalten. Seinen Argumenten können wir uns nur anschließen.

Wir möchten gerne folgendes ergänzen:

Sicherlich ist es für Existenzgründer sehr schwierig ohne Eigenkapital ein Darlehen von der Bank zu erhalten. Aber hierfür gibt es spezielle Förderprogramme z. B. der KfW Mittelstandsbank, die nur einen überschaubaren Eigenanteil vom Existengründer fordern. Man kann aber auch versuchen, sein geplantes Vorhaben über Investoren zu finanzieren.

Das A und O einer erfolgreichen Selbstständigkeit basiert zunächst aber auf einem ausgereiften Businessplan, in welchem vor allem die Tragfähigkeit des Vorhabens analysiert wird, bevor man gut vorbereitet zu einer Bank maschiert. Es ist sicherlich sinnvoll, sich sowohl für einen Businessplan aber auch vor allem für die Beratung einer optimalen Finanzierung mit Fördermitteln als auch deren richtliniengemäßen Beantragung bei der Bank Hilfe von erfahrenen Beratern zu holen. Nach qualifizierten Beratern kann unter anderem in der Beraterbörse der KfW Mittelstandsbank recherchiert werden.

Viele Bundesländer bieten auch Programme für Existenzgründer an, bei welchen die Kosten für eine Beratung erheblich bezuschusst werden.

Für weitere Fragen kannst du Dich auch gerne an uns wenden!

www.pk-consulting.info

Antwort von

Bank oder Steuerberater? Weder noch! Erster Ansprechpartner hätte die IHK sein sollen!

Antwort von

.. ja .. weil?

Antwort von

Beispiel:

Veranstaltungen der IHK Aachen:

1.) Existenzgründungslehrgang 20,- Euro.

2.) Existenzgründungssprechtage 0,- Euro. (u.a. Konzepterstellung, Planungsrechnungen, öffentliche Finanzierungshilfen)

3.) Sprechtage zur öffentlichen Finanzierung 0,- Euro (Individuelle Einzelberatung zu komplexen Finanzierungsfragen durch Berater der

KfW-Mittelstandsbank und der NRW-Bank)

4.) Versicherungen rund um die Extistenzgründung 0,- Euro (durch Experten der privaten und öffentlich-rechtlichen Versicherungswirtschaft)

5.) Werbekonzepte 0,- Euro

6.) Grundlagen der Buchführung 0,- Euro

7.) Kalkulation und Preisfindung 0,- Euro

und viele andere mehr 0,- Euro

Antwort von

Danke für die Antwort-

Stimmt alles soweit und die sind auch echt gut die ganzen Programme von der IHK. Leider brauche ich noch eine Ausnahmebewilligung da ich keinen Meister Titel habe. Eig. wollte ich Mechatronik studieren, jetzt muss ich jeden Sa. und So 2 Monate lang einen Kurs fürs Kaufmännische machen 650,-.

Die eigentliche Erlaubnis-Prüfung kostet dann nochmals 1400,- ...

Sind also 2050,- um überhaupt das ok zu bekommen.

Find ich schon viel Geld- sehr sogar- mit der größte Stein der mir im Weg zur Selbständigkeit liegt.

Antwort von

Wenigstens stehen Kursdauer und -kosten fest, sodass Du die Gewißheit hast, danach auch starten zu können. Ein Freund von mir wurde bei einer Ausbildung zum DVFA Analysten, die er auch aus eigener Tasche finanziert hätte, aufgrund mangelnder Vorbildung (kommt aus einer anderen Branche) erst gar nicht angenommen. Das nenn' ich mal Steine.

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