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Abmahnungen als Einkommensquelle

Online Petition zur Reformierung des “Abmahn-Wahnsinns”

Immer mehr Unternehmer werden Opfer von Anwälten, die Abmahnungen im Internet als Einkommensquelle erschließen. Den Abmahnern geht es nicht darum, den Verbraucher zu schützen. Sie nutzen kleinste Fehler auf der Webseite des Selbstständigen, um ihn abzumahnen und hohe Forderungen zu stellen. Der Händlerbund unterstützt nun eine Petition zur Reformierung des Abmahnwesens.

Abmahnungen im Online Handel
Der Wettbewerb ist ohnehin schon groß. Der Abmahn-Wahnsinn bedroht jedoch jeden in der Branche.
© Stevepb / pixabay.com

Berlin, 09. April 2018 - Eine Abmahnwelle folgt auf die nächste. Immer mehr Selbstständige sehen sich mit Forderungen von Anwälten konfrontiert, die sie wegen - aus der Sicht des Unternehmers - häufig unwichtigen Gründen abmahnen. Da fehlt im Impressum ein kleiner Baustein. In der Datenschutzerklärung wurde ein Link falsch gesetzt. Eine Information die unten auf der Seite hätte eingeblendet werden müssen ist nicht ganz korrekt formuliert. Echte Verbraucher haben in der Regel hier keinen wirklichen Nachteil. Der Unternehmer hat es zwar versäumt, gewissen rechtlichen Anforderungen nachzukommen. Doch im Dschungel der sich ständig ändernden Gesetze und Richtlinien, ist es nahezu ein Ding der Unmöglichkeit, allen Anforderungen gerecht zu werden.

Spezialisierte Rechtsanwälte nutzen Abmahnungen als Einkommensquelle

Laut aktuellen Umfragen des Händlerbunds ist fast jeder dritte Unternehmer im e-commerce bereits Opfer einer Abmahnung geworden. Eine Online-Händlerin hat daher beim Bundestag eine Petition zur Änderung des Wettbewerbsrechts eingereicht. Spezialisierte Rechtsanwälte und Vereine haben Abmahnungen mittlerweile als Einkommensquelle erschlossen. Ein Abmahnmissbrauch war und ist daher die Folge. Teilweise bedrohen die Abmahnungen die Unternehmer sogar in ihrer Existenz.

Die Petition dient dazu, das wettbewerbsrechtliche Abmahnwesen dahingehend zu reformieren, dass es beispielsweise weniger finanzielle Anreize zur Abmahnung gibt. Auch die Anforderungen überhaupt eine Abmahnung auszusprechen, sollen verschärft werden.

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