Am von Torsten in kurz notiert geschrieben und am 08.06.2017 um 12:47 aktualisiert
Unternehmertum 2020

“Förderung freiberuflicher Unternehmer”: Keine großen Änderungen notwendig?!

Die Arbeitsgruppe “Förderung freiberuflicher Unternehmer” wurde 2013 mit dem Ziel eingerichtet, der EU-Kommission Änderungen und Vorschläge zu unterbreiten, wie freiberuflicher Unternehmer europaweit besser gefördert werden könnten. Die EU-Kommission veröffentlichte jetzt ihre Vorschläge.

Unternehmer werden von allen Seiten "belangt"
© Christoph Rossmeissl / pixelio.de

Brüssel, 10. Februar 2016 - Im Zuge des Aktionsplans “Unternehmertum 2020” wurde die oben genannte Arbeitsgruppe gegründet. Mitglieder sind bzw. waren europäische Dachorganisationen von Freiberuflern. Die Herausforderung bestand darin, dass mögliche Ansatzpunkte sich nicht nur auf ein Land beziehen sollten, sondern auf die gesamte EU. Das macht Empfehlungen natürlich etwas schwieriger. Zu bedenken ist auch, dass es bei den im folgenden genannten Ideen immer um Freiberufler geht

Keine grundlegenden Änderungen erforderlich?!

Die Arbeitsgruppe legte jetzt ihren Abschlussbericht vor. Grundlegende Änderungen wünscht sie sich nicht. Wozu auch? Schließlich ist ja beispielsweise Deutschland bereits das beste Gründerland der Welt. Denkbare Ansätze, die die Arbeitsgruppe gern verändern möchte sind unter anderem:

  • Bessere Aus- und Weiterbildung zum Thema Unternehmertum
  • Abbau von Bürokratie (Ein Dauerbrenner): Hier wurden Empfehlungen beispielsweise hinsichtlich mehr Online-Verwaltung, “Gemeinsamer Rahmen für Berufsstandards”, Abbau von belastenden Regularien etc. abgegeben.
  • Besserer Zugang zu Finanzquellen: Im Gegensatz zur USA hinken europäische Startup’s oft hinterher, was den Zugang zu Kapitalquellen angeht. Alternative Finanzierungsformen wie Crowdfunding sollten besser unterstützt werden.
  • Stärkere Vertretung auf EU-Ebene
  • Besserer Marktzugang: Informationen und Schulungen für Freiberufler wurden in diesem Zusammenhang empfohlen.
  • Erarbeitung einer EU-weiten Charta für freie Berufe. Unterschiede zwischen Berufsordnungen sollen verkleinert und das Vertrauen in freie Berufe gestärkt werden.

Die kompletten Vorschläge können hier abgerufen werden.

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