Outsourcing von Nebenfunktionen an Subunternehmer

Jeder Selbständige freut sich, wenn er neue Kunden gewinnt und mehr Aufträge bekommt. Es liegt daher in der Natur der Dinge, dass die Zeit des Selbständigen irgendwann nicht mehr ausreicht, um alles selbst zu erledigen. Mit einer größeren Anzahl an Kunden und Aufträgen steigt automatisch auch die Verwaltungsarbeit an. Es kommt früher oder später der Punkt, an dem er nicht mehr alles alleine bewältigen kann. Dann ist es Zeit, Arbeiten an andere Unternehmer zu vergeben, sie also outzusourcen.

Bild: markusspiske / pixabay.com

Was versteht man unter Outsourcing?

Wenn man möchte, dass das Unternehmen wächst, bleibt einem nichts anderes übrig, als das operative Geschäft anderen Menschen zu überlassen und sich selbst mehr um die Weiterentwicklung der Firma kümmern. Allerdings ist es nicht jedermanns Sache, gleich direkt Personal einzustellen. Für den Anfang können Unternehmer daher auf andere Selbständige bzw. Freelancer zurückgreifen und gewisse Funktionen outsourcen. Dies bedeutet also, dass bestimmte Tätigkeiten nicht mehr vom Chef selbst ausgeführt werden, sondern von einem Subunternehmer.

Die Vorteile von Outsourcing

Das Outsourcing hat gegenüber der Option, einen festen Mitarbeiter einzustellen, immerhin den Vorteil, dass man finanziell flexibler bleibt. An einen Freelancer ist man bei weitem nicht so stark gebunden wie an einen festen Mitarbeiter. Auch sind Freelancer häufig besser motiviert, ihre Aufgaben überdurchschnittlich auszuführen, da diese wissen, dass ihnen der Auftrag jederzeit entzogen werden kann.

Gleichzeitig sind die Vorteile von Outsourcing-Partnern auch noch auf anderer Ebene zu suchen. Diese bringen unter Umständen wieder neue Ideen ins Unternehmen, die die bisherigen Leistungen sogar aufwerten können. Neue Arbeitsverfahren und Methoden können die Arbeit vereinfachen. Gleichzeitig hat der Firmeninhaber ein bisschen mehr übrige Zeit, die er in wichtigere Aufgaben investieren kann.

Die Nachteile von Outsourcing

Das größte Problem des Outsourcings ist, dass man in den gewählten Subunternehmer vorher nicht „hineinsehen“ kann. Er kann die tollsten Referenzen haben und sich perfekt beschreiben, im Endeffekt weiß man aber vorher nie, ob man wirklich zusammenpasst. So scheitern solche Zusammenarbeiten häufig an einer unterschiedlichen Auffassung von Qualität. Zudem stellen sich manchmal Differenzen darüber ein, welcher Stil verfolgt werden soll.

Trotz dieser Probleme kann es sich dennoch in vielen Situationen lohnen, einzelne Prozesse outzusourcen. Im Endeffekt muss jeder für sich selbst abwägen, ob er diese Möglichkeit in Anspruch nehmen möchte oder nicht. Allerdings wird ein Unternehmer, der expandieren möchte, auf Dauer nicht darum herum kommen, entweder Freelancer zu beauftragen oder Mitarbeiter einzustellen.

Lesen Sie weiter:



Sind Sie der geborene Unternehmer? Jetzt testen!