Geschäftsidee mithilfe unzufriedener Kunden finden

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In der Zeit der globalen Vernetzung ist die Macht unzufriedener Kunden nicht zu unterschätzen. Produkte oder Dienstleistungen die nicht halten, was sie versprechen werden öffentlich kritisiert. Dadurch kann ein aufmerksamer Existenzgründer recht einfach eine Geschäftsidee finden, die funktioniert.

Twitter

In den kleinen Twitter Kurznachrichten ist eine Menge Sprengstoff vorhanden. Unzufriedene Kunden äußern sich mit knackigen Tweets zum bestehenden Problem. Der so gezeigte Unmut kann je nach Anzahl der Follower wenige Hundert bis einige Tausend Menschen erreichen. Durch eine gezielte Suche speziell im gewünschten Fachgebiet, lässt so manchen Gründer die zündende Idee finden.

Facebook

Ähnlich verhält es sich bei der Community Facebook. In den verschiedenen Gruppen werden neue Produkte und deren Probleme diskutiert. Hält ein Produkt nicht, was es in der Werbung versprochen hat, werden die Mängel sofort öffentlich public gemacht. Je nach der gebildeten Gruppe sind regionale Themen, die neueste Technik oder ein bestimmter Service das Hauptanliegen. Mit ein wenig Scharfsinn findet ein Existenzgründer seineMarktnische.

Foren

Zu jedem Thema finden sich im Internet passenden Foren. Ob Autoliebhaber, Heiratswillige, Selberbauer oder Spielefans, sie alle treffen sich in Foren um über ihr Lieblingsthema zu diskutieren. Mängel an Produkten oder unzureichende Dienstleistungen werden so gnadenlos aufgedeckt. Das ist eine weitere Chance für Jungunternehmer eine lukrative Geschäftsidee zu finden.

Blogs

Analog zu den Foren beherrschen Blogs einen nicht zu unterschätzenden Teil der Meinungsbildung. Ein kritischer Artikel in einem Blog mit vielen Lesern sorgt für eine unglaubliche Verbreitung. Ein solcher Artikel wird von weiteren Betroffenen oft kommentiert und die Problematik dadurch eingegrenzt. Das Stöbern in fachspezifischen Blogs ist für den angehenden Unternehmer eineIdeenfundgrube.

Wenn das Internet nicht weiterhilft?

Gründungen mit einem begrenzten lokalen Einzugsgebiet, bspw als Friseur auf Rädern, Fliesenleger oder der kleinen Kneipe um die Ecke können sich erste Ideen ebenfalls aus den vorgestellten Tipps holen. Diese Gründer sollten sich darüber hinaus auf dem örtlichen Wochenmarkt, in Kirchengruppen, Vereinen oder anderen Veranstaltungen umhören. So erfahren Sie ganz leicht, was ihren potentiellen Kunden wünschen, was sie suchen, womit sie zufrieden oder unzufrieden sind. Mit dem dadurch zusammen getragenen Ideenschatz ist die richtige Geschäftsidee schnell gefunden. 

Alleinstellungsmerkmal herausbilden

Für Jungunternehmer ist das herausstellen ihres Alleinstellungsmerkmals oft sehr schwierig. Dabei ist jedem Gründer klar, dass er eine Unique Selling Proposition (USP) braucht, die ihn von seinen Mitbewerbern unterscheidet. Hier helfen die zuvor beschriebenen Tipps ebenfalls weiter. Unzufriedene Kunden sagen ganz deutlich, was Ihnen nicht gefällt. Erfüllt ein Gründer diese grundlegenden Kundenbedürfnisse erzielt er damit ein Alleinstellungsmerkmal.

Beispiel

Der Handwerker, der einen potentiellen Kunden nur mit einem Anrufbeantworterspruch empfängt, ist ein Ärgernis. Wird dann auch noch das Aufsprechen von Nachrichten nicht zugelassen, ist der Kunden extrem unzufrieden. Diese Unzufriedenheit wird er in jedem Fall kommunizieren.

Junge Unternehmer können daraus lernen. Sie haben in der Regel noch keine Büroangestellten, die zu den normalen Geschäftszeiten die Anrufe entgegennehmen. Aus diesem Grund gibt es Sekretariatsservices, die genau diese Lücke füllen. Nutzen Gründer einen solchen Service, können sie sich bspw. auf die Fahnen schreiben, dass sie rund um die Uhr telefonisch erreichbar sind. Die potentiellen Kunden treffen beim Erstkontakt auf eine sprachlich sehr gut geschulte Mitarbeiterin und können ihre Anfrage stellen.

Allein dieses kleine Beispiel zeigt, wie unzufriedene Kunden einen aufmerksamen Unternehmer zu neuen Ideen und so auch zu neuen Kunden führen.



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