Eigenes WLAN testen

Vor allem in größeren Gebäuden ist die Abdeckung mit WLAN oft nicht optimal flächendeckend. Wenn angebundene Geräte auf einmal Leistung verlieren, oder keine Verbindung mehr aufbauen können, liegt es häufig an mangelnder Funkqualität des WLAN-Routers- oder -Repaters.

Bild: Grey59 / pixelio.de

Messen der WLAN-Geschwindigkeit

Es empfiehlt sich, die WLAN-Geschwindigkeit an verschiedenen Punkten der Räumlichkeiten zu messen. Auf diese Weise entdeckt man recht schnell einzelne Bereiche, die nicht vom WLAN abgedeckt sind oder an denen das WLAN keine ausreichende Geschwindigkeit mehr bietet. Die Messung ist vor allem dann sinnvoll, wenn an bestimmten Standorten im Gebäude eine sehr langsame Verbindung zum Internet oder dem internen Netzwerk bemerkt wird. Das Freewaretool Netstress kann bei solchen Problemen helfen.

Die Hauptaufgabe von Netstress ist das Messen des Datendurchsatzes zwischen einem bestimmten Client und einem anderen Rechner im Netzwerk. Der Datenverkehr wird über das WLAN abgewickelt, das gemessen werden soll. Dazu verbinden Sie einen Rechner im Netzwerk am besten über ein normales LAN-Kabel mit dem Internet. Dieser Rechner dient in der Messung als Server. Die eigentliche Messung der WLAN-Leistung nehmen Sie dann mit einem Notebook vor, welches wiederum per WLAN verbunden ist.

WLANs messen

Um ein WLAN zu messen, installieren Sie Netstress zunächst auf dem Rechner, der mit dem Netzwerk über Kabel verbunden ist und daher über eine schnelle Netzwerkleitung verfügt. Wählen Sie die LAN-Schnittstelle aus und beginnen Sie mit dem Messvorgang.

Wir haben in unseren Tests bereits mit Windows 8.1 gearbeitet, das heißt Sie können auch mit dem aktuellen Betriebssystem von Microsoft Tests durchführen.

Bei diesem Rechner handelt es sich um den Receiver. Sie sehen das an dem grünen Balken, der unten in der Software durchläuft. Wenn Sie Netstress installieren, starten und Messungen durchführen, erhalten Sie auf beiden Rechnern häufig Fenster der Windows-Firewall oder anderer Firewall-Lösungen, die Sie unter Umständen installiert haben. Bestätigen Sie einfach alle Fenster, sodass Netstress zwischen Client und Server, also Transmitter und Receiver kommunizieren kann.

Im nächsten Schritt installieren Sie Netstress auf dem Notebook, welches über die WLAN-Anbindung, die Sie messen wollen, mit dem Netzwerk verbunden ist. Die beiden Geräte sollen sich auf jeden Fall in einem gemeinsamen Netzwerk befinden und sich gegenseitig erreichen können. Je kürzer die Route, umso zuverlässiger ist die Messung. Starten Sie auch auf dem Notebook die Anwendung und wählen Sie hier die WLAN-Schnittstelle aus.

Auch hier erscheinen wieder zahlreiche Fenster der installierten Firewall, oder von der Windows-Firewall. Bestätigen Sie auch hier alle Meldungen. Danach klicken Sie im Fenster im oberen Bereich auf Remote Receiver IP. Hier sollte jetzt bereits der andere Client automatisch erscheinen, den Sie mit einem Kabel am Netzwerk angeschlossen haben. Findet die Software den Receiver nicht, geben Sie die IP-Adresse des Receivers manuell ein. Danach klicken Sie auf Start, um die Messung zu beginnen.

Im oberen Bereich sehen Sie die Datenrate des Senders oder auch des Clients (Transmitter), im unteren Bereich sehen Sie die Leistung des Empfängers oder Server (Receiver).Entfernen Sie sich vom Gerät, welches mit dem WLAN-Router direkt verbunden ist, geht die Datenrate nach unten. Sie sehen das im Diagramm, aber auch auf der rechten Seite in totalen Werten. Bewegen Sie sich jetzt durch das Gebäude, finden Sie recht schnell die Stellen, die nicht gut an das WLAN angebunden sind.

Was ist aber mit dem WLAN des Nachbarn

Bei der Überprüfung des eigenen WLAN-Netzes stößt man oft auf die Netzwerke der benachbarten Wohnungen. Sich hier einen Zugang zu verschaffen, ist nicht weiter schwer. Im Internet kursieren mittlerweile detaillierte Anleitungen, wie so etwas funktioniert. Dies ist allerdings hochgradig illegal!

Die Informationen, wie man ein Netzwerk knackt, können allerdings dazu dienen, das eigene Netzwerk zu überprüfen und so vor Hackern sicherer zu machen. Nutzen Sie die Gebrauchsanweisungen und versuchen Sie von außen in ihr eigenes WLAN zu kommen. Dabei sehen Sie wo Schwachstellen sind und können diese beheben.



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