Der Weg zum freiberuflichen Journalisten

Bis aus einem ambitionierten Neuling ein erfolgreicher freiberuflicher Journalist wird, kann es dauern. Der Weg hin zum selbständigen Journalisten ist meist reichlich steinig und kann die unterschiedlichsten Richtungen nehmen. Ist es dann soweit, gibt es ebenfalls vieles zu bedenken und in die Wege zu leiten, um der Existenz die notwendige Tragsicherheit zu geben. Dazu gehören die Absicherung im Krankheitsfall und fürs Alter ebenso wie die dauernde Akquise in den On- und Offline-Medien.

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Volontariat, Journalistenschule oder Studium?

"DIE" Ausbildung zum Journalisten gibt es im Grunde genommen nicht. Auch eine bestimmte Vorbildung wird nicht unbedingt gefordert. Theoretisch kann man auch als Quereinsteiger zum Journalisten aufsteigen.
Etwas leichter fällt der Einstieg, hat man Germanistik, Politik oder andere Geisteswissenschaften vorab studiert. Anerkannte Wege zum Journalisten-Beruf können zum Beispiel folgendermaßen aussehen:

  • Das Volontariat bei einer Tageszeitung - dient oft als Referenz und Einstieg in den Beruf.
  • Von der Journalistenschule aus -  davon gibt es in Deutschland gleich mehrere - startet man ebenfalls gut ausgestattet in das Berufsleben.
  • Über ein Universitätsstudium im Studienfach Journalismus oder mit einem Fachstudium

Die Zeitungen bevorzugen meist Journalisten, die den Beruf von der Pieke auf gelernt haben. Universitäts-Absolventen bringen erst einmal nicht die nötige Praxiserfahrung mit. Deshalb bietet sich die Kombination mit einem Volontariat an. Im Anschluss daran ergibt sich entweder eine Festanstellung als Journalist oder der Weg führt weiter in die Selbständigkeit..

Erste Schritte in die Selbständigkeit – der freie Journalist

Schätzungsweise 30.000 freiberufliche Journalisten gibt es aktuell in Deutschland, die Tendenz ist steigend. Nicht immer wird dieser Weg freiwillig gewählt, häufig gibt die Situation auf dem Arbeitsmarkt einfach keine Festanstellung her und es bleibt nur der Weg in die freiberufliche Tätigkeit.

Damit die ersten Schritte zu einer Straße des Erfolges werden, gibt es für den frischgebackenen Freiberufler so einiges zu beachten:

  • Eine eigene Onlinepräsenz sorgt für Sichtbarkeit im Netz, erleichtert die Akquise und dient der Vernetzung.
  • Journalisten sind auch Spezialisten oder sollten es zumindest sein. Wer sich spezialisiert, der besitzt gleichzeitig ein Alleinstellungsmerkmal und hebt sich von der Masse ab.
  • Netzwerken gehört dazu und stärkt die eigene Position. Um Kosten zu sparen und Ressourcen auszuschöpfen, bietet sich Co-Working in vielen Bereichen an.
  • Preis-Dumping bringt auf lange Zeit nur Nachteile für die gesamte Branche. Deshalb sollten die Preise von Anfang an realistisch kalkuliert werden.
  • Welche Rechtsform ist die Richtige? Diese Frage sollte man ganz zu Beginn der Selbständigkeit klären (Informationen dazu gibt es hier).
  • Die Pflichtversicherung bei der Künstlersozialkasse sollte man so früh wie möglich beantragen, denn die Einrichtung braucht häufig einiges an Zeit, bis zur Erteilung des Bescheides.
  • Gutes Zeitmanagement ist in jedem Beruf wichtig, für Freiberufler ganz besonders. Dazu gehört eine Priorisierung der Aufgaben ebenso wie das Haushalten mit den eigenen Ressourcen.
  • Ständige Akquise sorgt für neue Kunden und ermöglicht die Vorplanung. Wer eine Nischenposition und einen gut auffindbaren Internetauftritt hat, wird hier nach und nach weniger Aufwand betreiben müssen.

Fazit

Als freiberuflicher Journalist muss man immer am Ball bleiben und sich um Akquise, neue Ansätze und die persönliche Expansion zu kümmern. Wer im Alltag steckenbleibt und nur noch abarbeitet, kommt schnell in die Phase der Stagnation und das wiederum geht zu Lasten der Kreativität. Um dies zu vermeiden ist es hilfreich, sich in regelmäßigen Abständen Ziele zu setzen und diese zyklisch zu überprüfen.



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