Das Preismodell von Namion: Der Teufel steckt im Detail

Namion muss natürlich auch etwas verdienen, um den Dienst bereitstellen zu können – und langt dabei kräftig zu. Um etwas über das Preismodell herauszufinden, wird allerdings ein Blick in die AGB fällig.

Bild: Lupo / pixelio.de

Kosten für den Auftraggeber

Wenn Sie ein Projekt bei Namion einstellen, bezahlen Sie laut AGB 5 Euro Listinggebühr. Aber: Während des Ausschreibungsprozesses kann man ja, wie bereits geschildert, zwischen verschiedenen Laufzeiten wählen, wobei die günstigste Variante 10 Euro kostet, die teuerste 40 Euro. Vermutlich hat man hier wohl nach einer Preiserhöhung versäumt, die AGB zu ändern. Zusätzlich wird eine Erfolgsprovision in Höhe von 15 Prozent des angegebenen Honorars fällig, sobald ein Zuschlag erteilt wird.

Wenn Sie keinen Vorschlag für gut oder sehr gut befinden, können Sie eine Erstattung des Honorars beantragen. Allerdings wird der Betrag höchstens zu 30 Prozent erstattet (was mit dem Rest geschieht, erfahren Sie im nächsten Artikel dieser Serie!).

Wenn Sie das Ende der Laufzeit abwarten, müssen Sie innerhalb von sieben Tagen einen Vorschlag auswählen oder eine Erstattung beantragen, ansonsten fällt das gesamte Honorar an Namion. Diese letzte Klausel finden wir ganz schön heftig.

Kosten für die Namensfinder

So makaber es vielleicht klingen mag, aber bei Namion müssen die Namensfinder tatsächlich etwas „bezahlen“, um arbeiten zu dürfen. Von dem vom Auftraggeber ausgelobten Honorar werden nämlich 30 Prozent Erfolgsprovision einbehalten, wenn der Zuschlag erteilt wird. Diese streicht Namion komplett ein. Allerdings muss der Namensfinder diesen Betrag nun nicht direkt bezahlen, sondern er wird ihm vom Honorar abgezogen.

Gesamtverdienst von Namion

Namion verdient anständiges Geld mit den eingestellten Aufträgen. Gehen wir einmal von folgendem Beispiel aus:

  • Honorar von 200 Euro
  • Listung für vier Wochen
  • Prüfung der Domains .de und .com
  • Zuschlag wird erteilt

Namion streicht Folgendes an Gebühren ein:

20 Euro Listinggebühr
45 Euro Erfolgsprovision des Auftraggebers
90 Euro Erfolgsprovision des Namensfinders
100 Euro (50 Prozent Aufschlag für Abprüfung einer zweiten Domain)
255 Euro Gesamtgebühren

Man kann also wohl sagen, dass Namion ganz ordentlich an den Aufträgen verdient. Dies gilt besonders, wenn man bedenkt, dass die Vorgänge weitgehend automatisiert ablaufen und kaum ein Eingreifen der Betreiber erfordern. Zudem empfinden wir diese Gebührenstruktur für beide Seiten als recht undurchsichtig.

Als nächstes möchten wir uns damit beschäftigen, wie die Namensfinder bei Namion Geld verdienen können.

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