Am von Torsten in Ratgeber geschrieben und am 06.12.2022 um 08:22 aktualisiert
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Life Coach werden: Was du zur Ausbildung und Gründung wissen musst!

Das echte Leben ist oftmals ein Auf und Ab. Mal schweben Menschen auf Wolke sieben, mal durchlaufen sie tiefe Täler. Ob bei der Verarbeitung einer schmerzhaften Trennung, einem Mangel an Selbstvertrauen, schwierigen Situationen im Berufs- oder dem Familienleben.

Trainer mit Rücken zum Betrachter gewandt. Auf seinem T-Shirt steht Coach, hier Life Coach werden
Life Coach werden ist so ähnlich wie Trainer im Sport sein, es geht dabei nur um mehr als nur Sport, es geht ums Leben.
© RaphiD / pixabay.com

Ein Life Coach bietet Klientinnen und Klienten hilfreiche Beratung. Dieser Artikel bietet spannende Einblicke in den Beruf eines Life Coach und informiert über die Möglichkeiten einer Ausbildung.

Inhaltsverzeichnis

Beruf Life Coach – grundlegende Informationen

Hin und wieder verlieren Menschen im Leben den Fokus. Dann fällt es schwer, gesetzte Ziele zu erreichen, denn es fehlt an Leichtigkeit. Neue Motivation und Kraft kann die Beratung bei einem Life Coach bieten. Der englische Begriff Coaching definiert den Beruf eines Life Coach als zeitlich befristete Lebensberatung von Klienten – situationsgerecht und den Zielen zugewandt. Das Wissen über die Grundlagen der Lebensberatung wird in einer privat finanzierten Ausbildung erlangt. Hier sammeln Coaching-Interessierte grundlegende Erfahrungen für die spätere Praxis. Fähigkeiten, Kompetenzen und das Methoden-Wissen werden vermittelt und mit der Zeit immer weiter ausgebaut. Den genauen Ablauf einer Coaching-Ausbildung sowie Tipps für die Gründung eines Business als Lebensberaterin bieten nachfolgende fünf Absätze informativ und auf den Punkt gebracht.

Kompetenzen und Fähigkeiten

Der Markt für Coaching-Angebote wächst. Immer mehr Menschen interessieren sich für den Beruf oder nutzen eine Beratung für die persönliche Weiterentwicklung. Daher ist es nicht verwunderlich, dass deutschlandweit immer mehr Menschen ein eigens Business gründen, sich als Life Coach selbstständig machen. Doch gerade dort, wo die Konkurrenz am größten ist, bedarf es einer zielgerichteten Ausbildung, die Wissen und Methoden vermittelt, Kompetenzen und Fähigkeiten ausbaut. Interessant ist, dass es keine formalen Voraussetzungen für die Ausbildung zum Life Coach gibt. Es bedarf keiner besonderen Schulbildung oder Vorkenntnisse in bestimmten Fachbereichen. Jedoch, wie immer, wenn es um die Arbeit mit Menschen geht, kommt es auf die eigenen Charaktereigenschaften und Werteeinstellungen, den grundsätzlich Blick aufs Leben, die eigene Persönlichkeit an. Sicherlich ist es von Vorteil, ein grundsätzliches Interesse für die Themen Beratung, Kommunikation, Psychologie und Persönlichkeitsentwicklung zu haben. Eine positive Ausstrahlung, ein offenes Wesen und Wortgewandtheit kommen den Inhalten der Ausbildung entgegen und machen es Interessierten leichter, im beruflichen Kontext erfolgreich zu arbeiten

Übrigens, viele Methoden aus der Praxis der Lebensberatung überschneiden sich mit den Techniken einer klassischen Psychotherapie. Die Aktivierung von Ressourcen, die Unterstützung bei der Problembewältigung oder das Benennen und Ergründen von Problemen sind drei von vielen Gemeinsamkeiten, jedoch gibt es auch grundsätzliche Unterschiede: Klientinnen oder Klienten, die eine Lebensberatung buchen, wünschen sich einen Ansporn, möchten ihre Probleme unter einem anderen Blickwinkel betrachten, ihre Lebensqualität wird jedoch nicht von einer Krankheit wie Depression, Angststörung oder Suchtproblematik beeinträchtigt. Seriöse, gut ausgebildete Coaches müssen die Unterschiede erkennen und betroffene Menschen an einen Arzt verweisen. Die Behandlung von ernstzunehmenden, psychischen Erkrankungen übersteigt die Kompetenzen eines Life Coach und kann unter Umständen ernstzunehmende Konsequenzen mit sich bringen.

Voraussetzungen für ein professionelles Life Coaching

Um in einem beratenden Beruf erfolgreich zu arbeiten, bedarf es persönliche Voraussetzungen wie Authentizität, Spaß und Lebensfreude. Viele selbstständige Lebensberater nutzen daher im privaten Umfeld ebenfalls Coaching-Angebote von Kolleginnen und Kollegen. Die Bereitschaft sich selbst stetig weiterzuentwickeln, aufkeimende Probleme zielgerichtet zu lösen, ist eine wesentliche Grundvoraussetzung, um später einen professionellen Eindruck bei Menschen zu hinterlassen. Personen, die zu sehr mit ihrem eigenen Leben hadern, größere Probleme ungelöst vor sich herschieben, haben in der Regel nicht die Ruhe, um sich auf die Probleme Fremder einlassen zu können.

Daher ein Tipp für angehende Coaches: Coaching für das eigene Leben ausprobieren und als integraler Bestandteil in den Alltag integrieren. Wer Beratung anbieten möchte, muss selbst offen für die Lebenshilfe sein.

Natürlich spielt auch der Wille für die fortlaufende Weiterbildung und Entwicklung eine wichtige Rolle für das praktische Coaching. Unser Leben verändert sich. Neue Perspektiven bilden sich. Daraus ergeben sich neue, oft ungeahnte Herausforderungen, denen es mit geeigneten Methoden zu begegnen gilt. Diese Bedingung trifft im besonderen Maße auch für den Beruf der Lebensberatung zu. Die Freude am Lernen sollte grundlegend gegeben sein, denn die Wissenschaft entwickelt sich immer weiter.

Wie bereits erwähnt, ist eine medizinische Ausbildung oder ein Studium keine Voraussetzung für die Anmeldung zur Ausbildung zum Life Coach. Interessierte können jederzeit eine Anmeldung einreichen. Jedoch, auch wenn für die Gründung eines Business kein Ausbildungs-Zertifikat nötig ist, spielt das Thema Vertrauen eine wichtige Rolle für die Praxis. Am Coaching interessierte achten auf Qualifikationen, Weiterbildungen und Erfahrungen. Schließlich ist die Entscheidung für die Aufnahme einer Lebensberatung eine finanzielle Investition. Da die Konkurrenz am Markt groß ist, ist die private Ausbildung ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Life Coach Ausbildung: Auf dem Weg zum eigenen Business

Grundsätzlich kann sich jeder Mensch zum Lebensberater/in ausbilden lassen, denn der Beruf als Life Coach gehört in Deutschland nicht zu den geschützten Ausbildungsberufen. Daher müssen Interessierte auch keine dreijährige Berufsausbildung durchlaufen. Dennoch ist es im Vorfeld wichtig, sich über das Ausbildungsangebot am Markt eingehend zu informieren. Das Internet bietet hier zahlreiche Informationen, Adressen und Ansprechpartner/innen. Neben der Nähe zum Wohnort und der zeitlichen Komponente ist der Umfang des Kursangebots entscheidend.

Je nach Anbieter dauert die Ausbildung zum Life Coach unterschiedlich lange. Es gibt Intensivkurse an einzelnen Wochenenden oder mehrmonatige Lehrgänge, die sich aus Präsenzkursen und Online Kursen zusammensetzen. Alle Angebote bereiten auf das Arbeiten als Lebensberater/in vor. Dabei unterscheiden sich die Angebote in Bezug auf die Lerninhalte. Eine professionelle Lebensberatung deckt viele Lebensbereiche ab. Daher sollte der Fokus bei der Institutsauswahl bereits auf den Inhalten liegen. Themen wie Selbstbewusstsein, Zeit- und Stressmanagement, berufliche Ziele, Work-Life-Balance, Glück sowie das Bestimmen von Zielen bilden die Grundlage eines Coachings. In der Praxis muss ein Life Coach für jeden Themenbereich geeignete Methoden kennen und anwenden können.

Neben der Vermittlung grundlegender Methoden bieten zahlreiche Coaching-Anbieter wissenswerte Einblicke in die Gründung eines Coaching-Unternehmens. Dabei sollen schwerpunktmäßig folgende Fragen für Kursteilnehmende beantwortet werden: Wie gestalte ich ein Einzelcoaching? Wie mache ich mich mit einem eigenen Business selbstständig? Wie lege ich meine Preise fest? Wo und wie melde ich mein Unternehmen an? Wer sich mit der Ausbildung zum Life Coach das Ziel der Selbstständigkeit gesetzt hat, sollte einen Kursanbieter wählen, der auf das Thema erfolgreich gründen eingeht.

Karriere und Gehalt eines Life Coach

Die Karrierechancen könnten heute nicht besser sein, denn die Nachfrage nach professionellem Coaching steigt. Laut einer Studie von Coaching Report liegt der durchschnittliche Verdienst für eine Life Coaching Sitzung bei € 145,00. In der Praxis wird die Preisgestaltung von dem Umfang der Ausbildung und der eigentlichen Nachfrage ab. Marketing ist nun entscheidend, damit die Zielgruppe überhaupt auf das Life Coaching Angebot aufmerksam wird. Auch die Lage kann Einfluss auf das Gehalt und die Karriere haben.

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Fazit

Eine Beratung bei einem Life Coach kann aus vielerlei Gründen für Menschen hilfreich sein, denn ein professionelles Coaching bietet Unterstützung in schwierigen Lebensphasen und öffnet die Türen für neue Sichtweisen. Regelmäßiges Coaching verbessert die Selbstreflexion und ermöglicht eine klare Einschätzung der eigenen Stärken, Schwächen, Ziele und Bedürfnisse. Das Selbstbewusstsein wächst und die Lebensqualität steigt. Denkblockaden werden gelöst, Prioritäten werden für den Alltag neu gesetzt und Aktionspläne entwickelt. Zahlreiche Methoden der Lebensberatung befreiten Freude und ermöglichen eine ganz neue Entfaltung der eigenen Persönlichkeit. Damit ein Life Coach in der Praxis professionell arbeiten kann, benötigt er bestimmte Fähigkeiten und Kompetenzen, die er sich während einer Ausbildung aneignet. Zusammengefasst betrifft das die folgenden Kompetenzen:
 

  • Ausbildung in den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung, Beratung, Psychologie und Unternehmensführung.
  • Die eigene Weiterentwicklung aktiv gestalten: Coaching für das eigene Leben nutzen.
  • Freude am Umgang mit Menschen, gute Kommunikationsfähigkeiten und motivierend.
  • Interessiert an neuem Wissen und bereit für den eigenen Erfolg zu arbeiten.


Der Beruf eines Life Coach ist gefragt. Das Interesse nach einer Lebensberatung steigt. Eine gute Coaching-Ausbildung, die schrittweise auf die Praxis – die Beratung mit Klienten – vorbereitet, ist daher das A und O. Sie legt das Fundament für das spätere Business – die Selbstständigkeit als Lebensberater/in. Wie geht es jetzt weiter? Was sind die ersten Schritte auf dem Weg zum Life Coach? Triff eine Entscheidung und nutze das Einstiegscoaching vom Gründerlexikon-Experten Torsten Montag.

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Gründerlexikon.de-Autor: Torsten
Torsten Montag ist seit 2004 als Chefredakteur inhaltlich für das Gründerlexikon verantwortlich. Er ist regelmäßig Interviewpartner sowie Gastautor von Fachbeiträgen externer Medien zum Thema Gründung und Selbständigkeit. Bevor er gruenderlexikon.de gegründet hat, war er als Steuerfachangestellter und Betriebswirt ua. bei PwC und einer Steuerkanzlei in Thüringen tätig.

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