Aus der Arbeitslosigkeit in die Selbstständigkeit als Fachkraft in gefragten Bereichen

Ein wesentliches Kriterium um einen Arbeitslosen in die Selbstständigkeit zu bringen und auch dauerhaft dort zu halten, ist unter anderm eine gute Ausbildung. Leider haben rund die Hälfte aller Hartz IV Empfänger aufgrund einer unzureichenden Schulbildung, nie einen Beruf erlernt. Somit werden es diese Menschen schwer haben, eine (neue) Anstellung zu finden. Damit ist auch eine selbstständige Tätigkeit nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Fehlende Schul- und Berufsausbildung ist ferner einer der Punkte, weshalb Unternehmensgründer in den ersten Jahren mit ihrer Geschäftsidee scheitern.

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In Deutschland herrscht akuter Fachkräftemangel. Unternehmen bedienen sich bereits im Ausland, um qualifiziertes Personal zu finden. Gut ausgebildete Mitarbeiter mit bestimmten Fähigkeiten, sind mittlerweile in vielen Bereichen Mangelware geworden. Eine gute Chance, dieser Misere zu entfliehen, sind Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Hierauf aufbauend, kann dann später gegebenenfalls die eigene Selbstständigkeit ermöglicht werden.

Eine Erfolgsgeschichte – zur Nachahmung empfohlen

Nach dem Hauptschulabschluss begann ein junger Mann 1977 mit einer Lehre als Kfz-Mechaniker. Nach erfolgreicher Beendigung der Ausbildung, wurde er aufgrund geringer werdender Arbeitsaufträge 1980 entlassen und musste sich arbeitslos melden. Damit wollte er sich nicht zufrieden geben. Er machte eine 14-monatige Umschulung zum Industriekaufmann im dualen System (Praktikum und Schule), absolvierte anschließend im sogenannten zweiten Bildungsweg erfolgreich die Mittlere Reife sowie die Fachoberschule und begann danach ein Studium an der Fachhochschule Kiel. Diese verließ er 1990 mit dem Abschluss als Diplom-Betriebswirt. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, hatte der junge Mann während seines Studiums bei mehreren Unternehmen gearbeitet.

Dadurch erhielt er neben umfangreichem theoretischem Wissen der Betriebswirtschaftslehre im Rahmen seines Studiums, auch Einblicke in die praktischen Arbeitsabläufe eines Industrieunternehmens. Er wurde in sämtliche Abteilungen, wie zum Beispiel dem Einkauf, der Produktion, dem Lager, dem Vertrieb, dem Labor oder der Verwaltung ausgebildet. Hier wurden ihm praktische Handlungsabläufe, Erfahrungen und Kenntnisse, unter anderem in derBuchführung, der Leistungs- und Kostenrechnung und dem Personalwesen vermittelt. Sein Drang, sich Wissen in theoretischer und praktischer Hinsicht anzueignen, war in jeder Hinsicht vorbildlich.

Im laufe der Zeit, ist aus dem etwas älter gewordenen Herrn ein erfolgreicher Unternehmer in der Textilbranche mit 145 Mitarbeitern geworden. Der unbedingte Wille zum Erfolg, eine ständig weiter aufeinander abgestimmte Aus- beziehungsweise Weiterbildung, positives Denken, immerwährende Lern-, Einsatz- und Leistungsbereitschaft, sowie Glück und Geschick, haben aus dem ehemaligen arbeitslosen Kfz-Mechaniker einen erfahrenen Geschäftsmann gemacht.



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