Amazon.de – ein Name, viele Möglichkeiten

Der Name Amazon ist den meisten Menschen als großer Onlinehändler für Bücher, Software, Elektroartikel oder andere Produkte bekannt. Amazon.de startete sein Onlinegeschäft in Deutschland im Oktober 1998. Ziel war es, so Amazon, von jeher das kundenorientierteste Unternehmen der Welt zu sein, bei dem Kunden alles finden, was sie online kaufen wollen - zum günstigsten Preis. Aber das Geschäft mit dem Verkauf von Büchern und anderen Produkten stellt nicht allein die Einnahmequelle von Amazon dar. Das Weltunternehmen bietet seit geraumer Zeit Händlern oder Privatleuten die Möglichkeit, ihre Produkte über das Onlineportal von Amazon zu verkaufen. Dabei können sowohl neue als auch gebrauchte Artikel veräußert werden.

Bild: www.amazon.de

Wie kann jeder einzelne mit Amazon Geld verdienen?

Amazon.de bietet seinen Benutzern und Kunden insgesamt vier verschiedene Möglichkeiten, Geld mit bereits bei Amazon erworbenen Produkten oder mit eigenen Artikeln zu verdienen. Dabei lehnt man sich nur in einigen wenigen Teilen an die große Konkurrenz an.

Geld verdienen mit der eigenen Homepage

Ein Großteil aller Websitebetreiber nutzen bereits die Vorteile und Möglichkeiten des Partnerprogramms von Amazon. Mit diesem ist es möglich, Produkte von Amazon auf der eigenen Homepage zu präsentieren und bei einem vermittelten Verkauf über die Amazonwerbemittel eine Provision zu erhalten. Dem Webmaster stehen dabei sehr verschiedenartige Werbemittel zur Verfügung. So kann für ein einzelnes Produkt (ein Buch oder eine Software), eine ganze Produktpalette oder einem Stichwort zugeordnete Artikel geworben werden. Die Werbemittel können farblich der eigenen Webseite angepasst und so optimal in den Internetauftritt des Partners integriert werden. Das bereits seit 1996 existierende amerikanische Partnerprogramm wurde im Jahr 1999 auch in Deutschland über Amazon.de eingeführt. Der Webmaster benötigt zur Teilnahme am Amazon- Partnerprogramm lediglich ein Bankkonto und eine Internetseite. Nach der erfolgreichen Anmeldung beim Partnernet über die Amazon.de Startseite, kann der User sofort damit beginnen, geeignete Werbemittel für seine Internetseite zu generieren und diese dann einzubauen. Nun steht dem Geld verdienen mit Amazon und dem Partnernet nichts mehr im Weg.

Amazon zahlt die verdienten Provisionen in der Regel quartalsweise aus, das heißt alle drei Monate. Ausgezahlt wird laut Amazon.de ab einem Betrag von mindestens 50 € pro Quartal. Aus Kulanzgründen wurden jedoch in der letzten Zeit auch Auszahlungen an Partner getätigt, welche weniger als 50 EUR Provision verdient hatten. Dies ist jedoch nur ein Entgegenkommen von Amazon und kann bei zukünftigen Auszahlungen anders gehandhabt werden. Der Webmaster kann seine Provisionen wahlweise als Einkaufsgutschein oder in Form einer Banküberweisung erhalten.

Geld verdienen mit Amazon Marketplace

Eine weitere Möglichkeit für Unternehmer oder auch Privatpersonen, Umsätze mit Amazon zu generieren, stellt der Amazon Marketplace dar. Amazon Marketplace (englisch für Marktplatz) wurde im Jahr 2002 in Deutschland gestartet. Diese sehr erfolgreiche Verkaufsform kann sowohl von Händlern als auch Privatleuten genutzt werden, um als sogenannter Drittanbieter neben den von Amazon angebotenen Artikeln auch gebrauchte oder neue Produkte zu verkaufen. Das Einstellen dieser Artikel ist für den Laien sehr einfach gestaltet worden, wodurch wiederum der Erfolg des Amazon Marketplace begründet liegt. Nachdem der User bei Amazon das von ihm zu verkaufende Produkte gefunden hat, braucht er nur auf den Button "Diesen Artikel verkaufen" klicken und seine Benutzerdaten einzugeben. Die Artikeldaten sind aufgrund der vorherigen Suche bei Amazon bereits vorhanden, so dass durch diese Methode sehr viel Zeit gespart wird. Der Verkauf wird über das Zahlungssystem von Amazon abgewickelt, durch welches beim Käufer aufgrund seiner hinterlegten Bankverbindung der Kaufpreis automatisch vom Konto abgebucht wird und nach Abzug aller Gebühren dem Verkäufer gutgeschrieben wird. Einer der größten Vorteile dieses Systems ist die hervorragende Sicherheit aufgrund des Lastschriftverfahrens beim Käufer. Somit ist weder ein Datenaustausch zwischen Käufer und Verkäufer nötig, noch trägt der Verkäufer ein Risiko aufgrund des eventuellen Zahlungsausfalls. Für diesen Luxus ist lediglich das Eröffnen eines Paymentkontos Voraussetzung. Für Gelegenheitsverkäufer ist das Anbieten auf dem Amazon Marketplace kostenlos. Lediglich nach erfolgreichem Verkauf fällt eine Gebühr an, welche direkt von den Umsätzen abgezogen wird. Für professionelle Händler hat Amazon eine erweiterte Form des Marketplace eingeführt.

Amazon Poweranbieter

Durch den sogenannten Poweranbieter kann der Händler durch die Zahlung eines monatlichen Grundpreises viele weitere nützliche und interessante Hilfsmittel von Amazon Marketplace nutzen. Amazon berechnet bei einem erfolgreichen Verkauf für beide Angebotsformen 15% Provision. Der Poweranbieter spart gegenüber dem Gelegenheitsverkäufer eine Pauschalgebühr pro verkauften Artikel von mehr als einem Euro. Nachteilig bei dem Amazon Marketplace ist die von Amazon fest definierte Versandkostenpauschale. Der Verkäufer kann also die Versandkosten nicht frei wählen und muss vorher genau kalkulieren, ob die von Amazon pauschal berechneten Versandkosten ausreichend sind.

Geld verdienen mit dem Amazon zShop

Der Amazon zShop ist eine Erweiterung für Poweranbieter bei Amazon, welcher durch die monatliche Grundgebühr des Poweranbieteraccounts genutzt werden kann. Der zShop versteht sich als eigener Onlineshop für Händler bei Amazon. Amazon zShops existieren bereits seit 1999 und wurden somit vor dem Amazon Marketplace eingeführt.

Wo liegt der Unterschied zum Amazon Marketplace?

Der Privatanbieter oder Händler kann im Rahmen des Amazon Marketplace nur Produkte verkaufen, welche auch bei Amazon verkauft werden. In einem eigenen zShop kann der Poweranbieter auch andere Produkte (eigene Produkte) verkaufen. Das Zahlungsinstrument von Amazon (Amazonpayment) besteht in den zShops als Zahlungsalternative, muss also nicht vom Verkäufer gewählt werden. Der Händler kann ebenso Lieferungen auf Rechnung oder Kreditkarte durchführen. Darüber hinaus ist keine Bindung an die von Amazon kalkulierte Versandpauschale gegeben. Der zShop-Verkäufer darf seiner Versandgebühren selbst wählen. Der Amazon zShop ist also eine gute Alternative, um einen eigenen Internetshop mit zuverlässiger und risikoarmer Zahlungsfunktionen ohne Programmierkenntnisse zu erstellen. Des weiteren kann der Händler die ständig hohe Anzahl von Besuchern bei Amazon als äußerst verkaufsfördernd für seine eigenen Produkte ausnutzen.

Geld verdienen mit Auktionen

Die Möglichkeit des Verkaufs von Produkten über Auktionen, ist eine weitere Alternative um mit Amazon Geld zu verdienen. Artikel können mit einer bis zu 80 Zeichen langen Bezeichnung eingestellt werden. Der Preis kann aus einer Kombination von Mindestgebot, Mitnahmepreis, Mindestpreis und Versandgebühren kalkuliert werden. Der Käufer hat also die Möglichkeit, für das Produkt zu bieten oder es sofort zu kaufen. Die Abwicklung des Kaufs geschieht über die Zahlfunktionen von Amazonpayment, das heißt wiederum eine erhöhte Sicherheit gegenüber anderen Auktionshäusern. Der potentielle Kunde kann durch einen Erstbieterrabatt in Höhe von 10% geködert werden. Sollte die Auktionen kurz vor dem Ende stehen und innerhalb der letzten 10 Minuten Gebot eingehen, so wird die Auktionen automatisch um 10 Minuten verlängert. Somit bekommt auch der letzte Interessent noch eine Chance, sein Gebot rechtzeitig vor Auktionsschluss abzugeben. Der Verkäufer bezahlt für das Einstellen seines Artikels ab 0,10 EUR.

Fazit

Amazon hat über dieses Quartett von Instrumenten seinen Kunden eine sehr umfangreiche, sichere und verlässlicher Palette an Möglichkeiten an die Hand gegeben, um sowohl als Gelegenheitsverkäufer seine bereits gelesenen Bücher wieder zu verkaufen oder als professioneller Händler seine Existenz mit den Einnahmen über Amazon zu bestreiten. Etwas nachteilig ist die Benutzerführung, die Anmeldung zu den einzelnen Diensten und die teilweise verwirrende Hilfe aufgefallen. Nach einer Einarbeitungszeit von wenigen Stunden, kann der Benutzer jedoch alle Möglichkeiten begreifen und anwenden. Der Marketplace von Amazon wird hingegen dem Käufer eines Produktes bereits während dem Kauf einfach und anschaulich präsentiert und eröffnet dem Internetuser bereits an dieser Stelle die Möglichkeit seinen Artikel wieder zu verkaufen. Alles in allem eine sehr gute Möglichkeit, neben eBay & Co. Geld zu verdienen.



Sind Sie der geborene Unternehmer? Jetzt testen!