Frage von Nymorama am 11.03.09

Gewerblich genutzte Räume als Eigenkapital?

Hallihallo,

ein schönes und informatives Forum ist das hier, hab mich schon ein bissel umgeschaut.

Mein Partner und ich haben vor etwas über einem Jahr eine Firma gegründet und bereits Geld und viel Arbeit investiert. Nun soll es richtig losgehen, d.h. die ersten großen Ausgaben stehen an (die leider ja meistens vor den Einnahmen auftreten), und dafür wollen wir einen Kredit beantragen.

Der Businessplan ist soweit fertig und auch schon durch ein paar Hände gegangen. Jedesmal haben wir dazugelernt und den Plan verbessert. Leider hapert es bei unserem Finanzierungskonzept vor allem am fehlenden Eigenkapital, das von den Kreditinstituten immer wieder erfragt wird.

Dazu drei Fragen:

1. Wir haben ja schon bereits Eigenkapital in die Firma reingesteckt, vor allem um die Machbarkeit des Konzeptes zu prüfen und erste Produkte zu entwickeln (vorher wollten wir keinen Kredit aufnehmen, wir wollten ja erstmal sehen, ob unsere Idee überhaupt umsetzbar ist). Dies wird an entsprechender Stelle im Businessplan auch aufgezeigt - aber wird das von einer Bank als Eigenkapital gewertet? Oder ist es jetzt dumm und einfach Pech, daß wir den Kredit nicht sofort bei Gründung beantragt haben, als noch etwas Geld da war?

2. Büro- und Lagerräume werden aus unserem Privateigentum zur Verfügung gestellt, d.h. wir firmieren in eigener Immobilie. Der beanspruchte Platz ist nicht unerheblich und würde uns, wenn wir ihn mieten müßten, natürlich nochmal Geld kosten. Ist es möglich, dies als Eigenkapital anzugeben, das wir aktiv in die Firma einbringen? Denn es ist ja kein flüssiges Geld und - weil es sich ja nur um einen Teil eines Gebäudes handelt - nicht mit einer Grundschuld belegbar.

3. Wenn ja, wie kann ich das im Businessplan darstellen? Kann ich die monatliche Miete, die anfallen würde, als Berechnungsbasis wählen? Oder gar den Verkaufswert, wenn ich die Räumlichkeiten verkaufen würde?

Ich hab natürlich zu dieser Thematik schon recherchiert (so bin ich überhaupt auf dieses Forum gestoßen ), finde aber leider nur eher schwammige Aussagen, daß Sachwerte auch als Eigenkapital eingehen können. Aber so eine wirkliche Antwort auf meine doch eher spezielle Frage habe ich bisher nicht finden können.

Ich würd mich sehr freuen, wenn Sie mir weiterhelfen können. Vielen Dank,

Irianna

Antwort von

Schade, daß niemand Antwort geben konnte. Inzwischen habe ich natürlich weiter recherchiert und bin zu folgender Aussage gelangt:

Eigenkapital ist Haftungsmasse, d.h. wenn die Firma insolvent ist, dann will die Bank auf das Eigenkapital zugreifen können. Eigentlich ist es damit so etwas ähnliches wie eine Sicherheit. In unserem Falle zählen also weder das bereits investierte Geld noch die zur Verfügung gestellten Räume als Eigenkapital, denn die Räume dürfen ja im Falle der Insolvenz nicht versteigert werden.

Soweit ich das jetzt verstanden habe, ist der Unterschied zwischen Sicherheiten und Eigenkapital folgender: Die Sicherheiten müssen im Vorhinein bereits existieren (z.B. Immobilie, Bürgschaft etc.), das Eigenkapital kann sich auch aus den in naher Zukunft erreichten Gewinnen zusammensetzen.

Wenn man übrigens bei der Kfw-Bank ein ERP- Kapital für Gründung bekommt, zählt dies auch als Eigenkapitel für die weitere Kreditnehmung, denn es ist ein Nachrangdarlehen, tritt also gegenüber den Forderungen anderer ganz nach hinten zurück...

So, ich gehe weiter recherchieren...

Antwort von

Sie müssen uns schon etwas ZEit geben. Innerhalb von 2 TAgen geht das nicht.

Antwort von

so war's auch nicht gemeint. Wenn ich nicht aufgrund meiner Recherche schon eine Antwort gefunden hätte, hätte ich natürlich geduldig auf Antwort gewartet. cool

Ich kann auch nicht mit 100%-iger Sicherheit sagen, ob meine Antwort so stimmt, wie ich sie oben geschrieben habe, wollte aber mir bereits bekannte Informationen weitergeben. wink

Ich finde es doch toll, daß Sie Fragen hier beantworten! Respekt!

Antwort von

 

Soweit ich das jetzt verstanden habe, ist der Unterschied zwischen Sicherheiten und Eigenkapital folgender: Die Sicherheiten müssen im Vorhinein bereits existieren (z.B. Immobilie,Bürgschaft etc.), das Eigenkapital kann sich auch aus den in naher Zukunft erreichten Gewinnen zusammensetzen.

 


Eigenkapital wir bei uns im Lexikon erklärt und Sicherheiten haben wir unter Kreditsicherung erklärt.

Eigenkapital ist die rechnerische Diffenrez zwischen Gesamtkapital und Fremdkapital, also nur eine "Rechengröße" Sicherheiten sind in der Regel Wertgegenstände, Finanzanlagen oderAnlagevermögen. Hier müssen Sie sich mit der Bilanz auskennen. Die Sicherheten müssen aber nciht zwangsläufig bilanziert sein, während dem das Eigenkapital immer bilanziert ist.

 

 

 

 

das Eigenkapital kann sich auch aus den in naher Zukunft erreichten Gewinnen zusammensetzen.



Genau, außerdem ncoh Privateinlagen oder Entnahmen (bei Einzelunternehmen oder PErsonengesellschaften)

 

 

 

 

 

Wenn man übrigens bei der Kfw-Bank ein ERP- Kapital für Gründung bekommt, zählt dies auch als Eigenkapitel für die weitere Kreditnehmung, denn es ist ein Nachrangdarlehen, tritt also gegenüber den Forderungen anderer ganz nach hinten zurück...



richtg. das ist der vorteil, es werden dann schulden so wie eigenkapital behandelt und nciht als fremdkapita ausgewiesen. das acht einen viel besseren eindruck bei anderen banken und kapitalgebern.

 

 

 

 

 

Wir haben ja schon bereits Eigenkapital in die Firma reingesteckt, vor allem um die Machbarkeit des Konzeptes zu prüfen und erste Produkte zu entwickeln



Das ist kein Eigenkapital, das ist nur Kapital, was zur BEratun verwendet wird. Daher wird sowas nciht in der Bilanz ausgewiesen, demzufolge auch kein Eigenkapital.

 

 

 

 

 

Mein Partner und ich haben vor etwas über einem Jahr eine Firma gegründet



Wenn sie davon reden, eigenkapital und fremdkapital, dann geht der fachmann von einr bilanzierenden firma aus. Wollen Sie das überhaupt? Das ist als Existenzgründer nciht nötig, nur bei größeren Firmen oder Kapitalgesellschaften ( GmbH usw.) sinnvoll, da auch wesentlich teuer.

 

 

 

 

 

Leider hapert es bei unserem Finanzierungskonzept vor allem am fehlenden Eigenkapital, das von den Kreditinstituten immer wieder erfragt wird.



Normal, Banken sind sehr vorsichtig, gerade in diesen ZEiten von Wirtschaftskrise und BAnkenkrise.

Lesen Sie dazu unsere Reihe zum Rating.

 

 

 

 

 

Dies wird an entsprechender Stelle im Businessplan auch aufgezeigt - aber wird das von einer Bank als Eigenkapital gewertet?



nein, sie haben ein falsches Verständnis von den Begriffen. Bitte informieren Sie sich in unserem Lexikon, was sie unter Begriffen wie Eigenkapital, Sicherheiten, Betriebsausgaben und ähnlichen Dingen verstehen.
www.gruenderlexikon.de

außerdem lege ich Ihnen ans Herz, unseren Beitrag (in einem anderen Blog) zum ThemaGrundkonzepte im Rechnungswesen: ohne Fleiß kein Preis zu lesen und zu verstehen.

 

 

 

 

 

Oder ist es jetzt dumm und einfach Pech, daß wir den Kredit nicht sofort bei Gründung beantragt haben, als noch etwas Geld da war?



das ist sicher schwer als außenstehender ohne nennenswerte Informationen zu beurteilen, aber aus meiner Erfahrung würden sie in beiden Fällen keinen Kredit bekommen. Banken sind, wie bereits beschrieben, derzeit sehr sehr vorsichtig, gerade Existenzgründer und gegenüber. Daher werden mindestens 30 bis 50% Eigenkapital oder entsprechende Sicherheiten (die sich dann in ihren Privatvermögen befinden) verlangt. Die Sicherheiten können beispielsweise Bausparverträge, in Ihr Unternehmen einzubringen sind, Grundstücke, Gebäude oder Bürgschaften von anderen Personen sein.

lesen Sie einfach mal in unserem Blog unter dem Stichwort Kredit oder Sicherheit.

 

 

 

 

 

Büro- und Lagerräume werden aus unserem Privateigentum zur Verfügung gestellt, d.h. wir firmieren in eigener Immobilie. Der beanspruchte Platz ist nicht unerheblich und würde uns, wenn wir ihn mieten müßten, natürlich nochmal Geld kosten. Ist es möglich, dies als Eigenkapital anzugeben, das wir aktiv in die Firma einbringen?



mein Verdacht erhärtet sich immer weiter, dass sie wirklich eine Kapitalgesellschaft ( GmbH) gründen wollen. Sie sollten dies hier schon als Information geben, da sonst viele verschiedene Varianten möglich sind und einen Berater oder Antwortender in die Augen geführt wird.

die privaten Räume, die von Ihnen betrieblich genutzt werden müssen, müssen unter Umständen sogar in ihrer Firma in die Bilanz eingebracht werden, also aktiviert werden und stellen dann ein Vermögen dar. Wie Sie wissen, muss die Bilanz auf der linken Seite ( Aktiva) wertmäßig der rechten Seite (passiver) entsprechen, daher muss diesem Vermögen auch ein entsprechendes Kapital gegenüberstehen. Das kann in diesem Fall nur Eigenkapital seien, so dass sie in der Tat durch die Aktivierung der Büroräumeeigenkapital entstehen lassen. Ob das jedoch bei der Bank für einen Kredit reicht, bleibt fraglich.

 

 

 

 

 

Wenn ja, wie kann ich das im Businessplan darstellen? Kann ich die monatliche Miete, die anfallen würde, als Berechnungsbasis wählen? Oder gar den Verkaufswert, wenn ich die Räumlichkeiten verkaufen würde?



sorry, aber ich habe das Gefühl, dass sie einfach einen professionellen Berater benötigen. Denn wenn sie dieser Dinge nicht wissen, und sie sich im Internet erlesen wollen, graben sie sich von vornherein das eigene graben. Tun Sie sich also einen Gefallen und lassen Sie sich von einemSteuerberater oder Gründungsberater diesbezüglich beraten oder lassen Sie das Konzept von einer solchen Person erstellen. Im übrigen gibt es dazu auchFördermittel, die beantragt werden können.

 

 

Antwort von

sorry, aber ich habe das Gefühl, dass sie einfach einen professionellen Berater benötigen. Denn wenn sie dieser Dinge nicht wissen, und sie sich im Internet erlesen wollen, graben sie sich von vornherein das eigene graben. Tun Sie sich also einen Gefallen und lassen Sie sich von einem Steuerberater oder Gründungsberater diesbezüglich beraten oder lassen Sie das Konzept von einer solchen Person erstellen. Im übrigen gibt es dazu auch Fördermittel, die beantragt werden können



sorry, aber ich habe das Gefühl, daß Sie mich nicht ganz verstanden haben. Wir sind über die Beratungsphase schon hinaus. Die Dinge, die Sie oben beschreiben, weiß ich bereits. Und übrigens, wir gründen _keine_ GmbH. Der Begriff Eigenkapital ist aber im Bereich der Kreditnahme durchaus üblich, auch wenn man keine bilanzierungspflichtige Firma führt. Zufällig arbeiten wir ja schon seit einer langen Weile an unserem Businessplan und haben schon einige Beratungsgesprächen geführt.

Es ging mir hier nur um einen Spezialfall, der es uns vielleicht ermöglicht hätte, dieses gewünschte Eigenkapital 'irgendwie doch' einzubringen. Wenn ich Sie mit meiner Frage verwirrt habe, dann tut es mir leid. Ich hatte mir eine einfache, klare Antwort erhofft und nicht eine Belehrung darüber, daß ich mich doch mal richtig informieren sollte. Seien Sie sich sicher, ich _habe_ mich eingehend informiert.

Bitte tragen Sie mich aus Ihrem Forum wieder aus, es ist bei dieser Forensoftware ja leider nicht möglich, dies selbst zu tun...

Antwort von

na nun aber bitte nicht gelich aufregen, wir betreuen viele fragen, in vielen foren. bei ihrer art zu fragen, entstand nun mal sofort der eindruck, dass sie grundlegende dinge nciht verstehen oder verstanden haben. wenn sie eben schon lange an ihrem businessplan arbeiten, sollte das aber bereits geschehen, sein.

sorry, wenn sie nicht das bekommen, was sie erwartet haben.

ihre frage war eben sehr komplex und das hier ist ein gratisforum.

Die Dinge, die Sie oben beschreiben, weiß ich bereits.



das hatte leider nciht den anschein

Und übrigens, wir gründen _keine_ GmbH.



das hätte gelich in den eingehenden sachverhalt reingehört. ist nun mal wichtig.

Der Begriff Eigenkapital ist aber im Bereich der Kreditnahme durchaus üblich, auch wenn man keine bilanzierungspflichtige Firma führt.



das bestreitet auch niemand.

Zufällig arbeiten wir ja schon seit einer langen Weile an unserem Businessplan und haben schon einige Beratungsgesprächen geführt.



da in einem forum keine gestik, mimik oder gefühle zum ausdruck kommen, ist es dann schwer, das richtig richtig rüberzu bringen.

das hatten eben nciht den anschein, daher meine links auf erläuternde artikel usw. ich weiß ja ncht, was sie bereits wissen und was nciht. da die begriffe sehr durcheinander gingen, dachte ich, es muss erst mal grundlegend geklärt werden.

Ich hatte mir eine einfache, klare Antwort erhofft und nicht eine Belehrung darüber, daß ich mich doch mal richtig informieren sollte. Seien Sie sich sicher, ich _habe_ mich eingehend informiert.



das bestreitet doch keiner, ich kann aber nciht in ihren kopf reingucken.

Bitte tragen Sie mich aus Ihrem Forum wieder aus, es ist bei dieser Forensoftware ja leider nicht möglich, dies selbst zu tun...



wenn sie meinen, dass das der richtige weg ist, ich wage das zu bezweifeln. im forum muss man einfach mehr geduld haben. sie müssen halt die zeit aufgbringen, dem gegenüber ihre fragen zu erklären und zwar so, bis der verstanden hat, was sie wollen. sonst redet man an einander vorbei. mit ungeduld kommen sie nciht weiter. schneller geht´s leider nciht. nur wenn sie eine beratungsstunde bei einem steuerberater oder anderem unternehmensberater zahlen, der antwortet dann sofort und persönlcih. das ist eben der unterschied zwischen kostenlosen foren und kostenpflichtigen beratern.

also, haben sie noch zeit, mir es anders zu schildern? Oder bestrafen sie sich mit ihrer ungeduld selbst?

Antwort von

Hier ürbiegns ncoh ein Artikel zum KfW Stargeld, als Gründerdarlhene.

Der dürfte auch ganz interessant sein.

KfW Startgeld – günstig für Existenzgründer

Antwort von

nein, ich bin sicher nicht ungeduldig. Daß ich mich schon informiert habe, steht in meinem ersten Beitrag durchaus drin, auch daß wir schon diverse Gespräche geführt haben. Aber das ist ja auch unerheblich. Ich will Ihnen nichts Böses und Sie mir nicht, das ist doch klar! Und meine Wertschätzung Ihrer Leistung in diesem Forum habe ich ja bereits erwähnt.

Die Antwort auf meine Fragen kenne ich ja bereits, nämlich daß die Bank Betriebsräume aus Privateigentum nicht als eingebrachtes Eigenkapital wertet, solange diese im Falle einer Insolvenz nicht versteigert oder sonstwie verflüssigt werden können (ich spreche nicht von der Bilanz, daß es bei der anders aussieht, ist mir klar. So bin ich ja überhaupt nur auf die Idee gekommen, die Räume überhaupt in die Waagschale zu werfen).

Ich bestrafe mich durchaus nicht selbst, wenn ich Sie dennoch darum bitte, mich auszutragen.

Vielen Dank für Ihr Bemühen.

Antwort von

ok, akzeptiere ich natürlich, würde mich trotzdem freuen, sie bald wieder begrüßen zu können, denn ein steuerberater schreibt hier auch kostenlos und demnächst kommt ein rechtsanwalt und weitere experten hinzu. Ich hoffe durch das löschen ihres accounts wird dieser doch gehaltvolle beitrag nciht auch gelöscht. Das wäre schade für andere leser.

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