Am von Torsten in Urteile geschrieben
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Worauf müssen Online Unternehmer achten?

Werbung in Bestellbestätigungs E-Mails: Zum Teil erlaubt

Einem Nutzer unaufgefordert E-Mails zu senden, die einen werblichen Inhalt haben, ist verboten. Ganz anders sieht die Sache natürlich aus, wenn ein Online Händler einem Kunden eine Bestellbestätigung per Mail schickt. Neben dem rein praktischen Nutzen ist er sogar gesetzlich dazu verpflichtet. Doch die Frage ist, darf er darin auch Werbung reinpacken? Ja, sofern sie nur untergeordnet vorkommt.

Bestellbestätigungsmail eines Online Kaufs
Unternehmer müssen allerhand beim Senden von E-Mails beachten.
© geralt / pixabay.com

Frankfurt am Main, 29. Januar 2017 - Werbung in E-Mails ist für Shop-Betreiber und Online Unternehmer immer ein heißes Eisen. Nicht nur, dass der Nutzer zuvor diesem ausdrücklich zustimmen muss. Sondern der Unternehmer ist auch nachweispflichtig, wenn der Empfänger behauptet, er habe dem nie zugestimmt oder sich bereits abgemeldet. Glücklicherweise übernehmen die Arbeit heute häufig Softwareprogramme. Dennoch wird es immer zu Problemen und Auseinandersetzungen mit Anwälten kommen, die nur auf Abmahnungen aus sind.

Eine weitere Frage, die Onlineshop Betreiber möglicherweise beschäftigt ist, ob sie denn in den Bestellbestätigungen, die per Mail versandt werden, Werbung einbauen dürfen oder nicht.

Werbung ja, sofern untergeordnet

Die Bestätigung eines abgeschlossenen Kaufes müssen Onlineshop Betreiber unverzüglich per Mail versenden. Das Amtsgericht Frankfurt am Main hat kürzlich entschieden, dass das Logo welches mit einem Hyperlink versehen ist, nicht als Werbung anzusehen ist (Urteil vom 02.Oktober 2017, Aktenzeichen: 29 C 1860/17).

Sofern bei einer Bestellbestätigung der eigentliche Inhalt, nämlich die Bestätigung des Kaufs und weiterer Einzelheiten, im Vordergrund steht, spricht nichts gegen weiterer Werbung in der Mail. Unternehmer sollten jedoch beachten, dass die Werbung dann in den Hintergrund tritt und der Kunde die Mail weiterhin klar als Bestellbestätigung wahrnimmt.

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Eine Frau tippt auf einem Laptop. Überlagert erscheinen Graphen

Vertrauen und Personalisierung bei Werbegeschenken nötig

Jetzt zum Beginn der Weihnachtszeit machen sich viele Unternehmer Gedanken darüber, was für Geschenke sie ihren Kunden geben können. Der Markt ist schier unendlich groß. Doch ganz abgesehen davon, ob es sich um Geschenke an Kunden im Rahmen einer Jahreszeit oder anderer Anlässe dreht, die Frage ist immer die gleiche: „Was würde meinen Kunden gefallen?“

Facebook Fanpage Datenschutz

Facebook und FB-Fanpage-Betreiber tragen gemeinsam Verantwortung für Datenschutz

Eine ganze Reihe an Unternehmern nutzen Facebook-Fanpages, um sich dort zu präsentieren und mit den Kunden in Kontakt zu treten. Fehlen dort jedoch Hinweise, dass die personenbezogenen Daten der Besucher verarbeitet und genutzt werden, so haftet dafür nicht nur Facebook, sondern auch der Unternehmer. Das entschied der Europäische Gerichtshof. Ob die Daten vom Unternehmer tatsächlich genutzt werden, spielt dabei keine Rolle.

Werbeagentur haftet nicht für Werbeerfolg

Agentur muss keinen Werbeerfolg garantieren

Dass Werbung im Internet immer wichtiger wird, ist vielen Unternehmern klar. Konzerne wie Facebook, Google & Co. verdienen sich dabei die sprichwörtliche goldene Nase. Agenturen, die ihren Kunden bei der Online Werbegestaltung helfen, müssen jedoch keinen Werbeerfolg garantieren. Das entschied der Bundesgerichtshof im März diesen Jahres.