Am von Torsten in Studien geschrieben
Bewerten Sie jetzt!
Gründungen

Mehr Gründerinnen braucht das Land!

Gründerinnen sind in der Startup-Szene noch immer unterrepräsentiert. Das hat der Female Founders Monitor herausgefunden. Die Studie untersuchte neben  den Motiven zum Gründen auch die Herausforderungen, denen sich die Gründerinnen gegenübersehen.

Eine Frau springt bei morgendlichen Lichtverhältnissen von einem Hügel zu einem anderen.
An alle gründungsinteressierten Frauen: Wagen Sie den Sprung in die Selbstständigkeit!
© sasint / pixabay.com

Dingelstädt, 22. Dezember 2019 – Bereits Ende November berichtete die Redaktion über den jährlich vom Bundesverband Deutsche Startups e.V. durchgeführten deutschen Startup Monitor. Neben dieser Studie veröffentlicht der Verband in Kooperation mit Google for Startups auch den Female Founders Monitor. Diese Studie hat es sich zum Ziel gesetzt, die Bedeutung von Gründerinnen sowie deren Motive und Herausforderungen zu untersuchen und so auch die Rolle von Frauen in Wirtschaft und Politik zu stärken.

Ergebnisse der Studie

Geringer Frauenanteil

Obwohl der Anteil an Startup-Gründerinnen in Deutschland in den letzten Jahren kontinuierlich leicht angestiegen ist, liegt der Anteil nur bei 15,1 Prozent und damit noch immer sehr niedrig. Insgesamt deuten die letzten beiden Jahre sogar auf eine Stagnation des Wachstums hin.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf besonders wichtig

Viele Gründerinnen sind wesentlich stärker familiär eingebunden als männliche Gründer. Dieser Situation begegnen sie mit einer flexibleren Arbeitsorganisation. So verbringen sie beispielsweise nur knapp die Hälfte ihrer Arbeitszeit im Büro. Sie fordern aber auch seitens der Politik mehr Unterstützung zur Vereinbarkeit von Familie und Arbeit.

Herausforderungen bei Wachstum und Finanzierung

Frauen gründen deutlich häufiger allein und führen im Schnitt eher kleinere Startups. Weniger  als 10 Prozent der von Frauen geführten Startups bestehen aus mehr als zehn Mitarbeitern oder Mitarbeiterinnen. Generell orientieren sich frauengeführte Startups häufiger an einer stabilen Entwicklung. Gegenüber zukünftiger Marktchancen und Wachstumsambitionen herrscht oft eher Zurückhaltung.

Auffällig ist auch, dass Frauen weniger Zugang zu externen Finanzierungsquellen wie Venture Capital haben. Darum müssen sie häufig auf andere Finanzierungsquellen wie beispielsweise eigene Ersparnisse oder Familie und Freunde zurückgreifen.

Größtenteils soziale Gründungen

Beinahe die Hälfte der Gründerinnen orientiert sich mit ihren Geschäftsmodellen an gesellschaftlichen Problemstellungen. Bei männlichen Gründern sind es nur etwas mehr als 36 Prozent. Das ist einerseits ein erfreuliches Ergebnis, da so an der Schnittstelle von Wirtschaft und Gesellschaft neue Geschäftsbereiche etabliert werden. Doch andererseits zeigt sich auch: Beispielsweise in den technikintensiven Bereichen sind Frauen noch sehr schwach vertreten. Das ist größtenteils auch auf den geringen Anteil an Frauen mit MINT-Hintergrund zurückzuführen.

Hinweis: MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik

Vernetzung könnte besser sein

Gründerinnen-Teams haben seltener Kooperationsbeziehungen mit etablierten Unternehmen als Männer-Teams. Ähnlich sieht es bei der lokalen Vernetzung aus. Nur knapp 20 Prozent der Gründerinnen sind Teil von regionalen Clustern (also lokalen Netzwerken von Produzenten, Zulieferern, Forschungseinrichtungen, Dienstleistern, etc.).

Fazit zur Studie

Als Fazit weist die Studie darauf hin: Es bleibt noch viel zu tun. Gefordert wird ein größerer Anteil an Gründerinnen und dass der drohenden Stagnation entgegengewirkt werden soll. Herausforderungen sieht die Studie in den Bereichen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, MINT sowie Finanzierung und Netzwerken. Hier sollte für mehr zielgerichtete Angebote gesorgt werden und Gründerinnen weiter gestärkt werden – auch seitens der Politik.

Die Redaktion schließt sich diesem Fazit an und wünscht sich ebenfalls mehr Gründerinnen in Deutschland. Darum hat das Gründerlexikon in der Checkliste eine umfangreiche Liste zusammengestellt, in der Sie wichtige Netzwerke und Vereine für Gründerinnen finden!

vg wort pixel
Mikorfon eines Podcast Studios

NEU: Podcast für Gründerinnen geht an den Start!

Startups und Unternehmensgründungen werden in den Medien oft als männlich dominierte Domäne dargestellt. Der vom „Gründerwettbewerb - Digitale Innovationen“ herausgegebene, neue Podcast „Female Founders“ legt den Fokus daher speziell auf Unternehmensgründerinnen. Die erste, noch etwas holprige Ausgabe ist spannend und macht Lust auf mehr.

Ledvance Werk in Berlin

Ledvance: Von der Idee zum marktreifen Produkt

Jedes Gründerteam weiß: Mit einer guten Idee ist es nicht getan. Gerade für Jungunternehmen ist der Weg von der Idee zum marktreifen Produkt oftmals steinig. Mit seiner langen Erfahrung in der Forschung, Entwicklung, millionenfachen Produktion, Qualitätskontrolle und Auslieferung hochwertiger Lampen bietet das Berliner Ledvance-Werk unter anderem Startups Unterstützung in allen Phasen von der Produktidee bis zur erfolgreichen Markteinführung.

Mittelstand vs. Start-up

Mittelstand und Startups – wie kann das funktionieren?

Für Startups sind gute Verbindungen zu kleinen und mittleren Unternehmen oft entscheidend für den Erfolg. Denn mit ihrem großen Kunden- und Vertriebsnetzwerk, der jahrelangen Erfahrung und den fundierten Branchenkenntnissen werden die erfahrenen Unternehmer zu wichtigen Wachstumstreibern und strategischen Partnern – die gleichzeitig von der Flexibilität der jungen Unternehmen profitieren können.