Am von Torsten in Buchführung und Steuererklärung geschrieben und am 26.10.2019 um 16:40 aktualisiert
Buchhaltung

KassenSichV - Schritt gegen manipulierbare Kassen nimmt Form an

Der Gesetzgeber arbeitet seit einige Zeit daran, Schritte zur Unveränderbarkeit der Kassendaten zu unternehmen. In erster Linie müssen Unternehmer daher auf Kassen bzw. Kassensysteme zurückgreifen, bei denen eine nachträglich Änderung unmöglich ist. Doch wie genau sehen die technischen Maßnahmen aus? Das soll die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) klären.

Kassenzettel und Waren
Manipulierbare Kassen und Belege sollen schon bald der Vergangenheit angehören.
© stevepb / pixabay.com

Berlin, 06. Juli 2017 - Wie der Deutsche Steuerberaterverband berichtete, wurden einige Vorschläge des Verbandes im Entwurf zum KassenSichV aufgegriffen. Betroffen sind im Grundsatz alle Selbstständigen, die mit einer Kasse bzw. Bargeld arbeiten. Ausgenommen davon sind zum Beispiel nur elektronische Buchhaltungsprogramme sowie Waren- und Dienstleistungsautomaten. Das Gründerlexikon hatte bereits darüber berichtet, dass ab 2017 ein Online Kassenarchiv für Unternehmer unumgänglich sein wird - sofern eine Kasse in Gebrauch ist.

In der KassenSichV werden die technischen Anforderungen an Aufzeichnungen der Kassen beschrieben. Im Kern müssen die Aufzeichnungen, die Unternehmer mit Hilfe einer Registrierkasse oder elektronischen Kasse machen, vollständig, unveränderbar und manipulationssicher sein. Des Weiteren muss die Speicherung auf einem “nichtflüchtigen Speichermedium” erfolgen.

Einführung der Belegausgabe bei elektronischem Aufzeichnungssystem

Bei Nutzung von elektronischen Kassensystemen müssen Unternehmer in Zukunft Belege erstellen. Auch hier werden die Details durch die KassenSichV geklärt. Die auszustellenden Belege müssen insbesondere folgende Merkmale aufweisen:

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  • Zeitpunkt des Beginns und Ende des Vorgangs
  • Transaktionsnummer
  • Seriennummer des elektronischen Aufzeichnungssystems bzw. Sicherheitsmoduls

Geplant ist außerdem, dass nach spätestens 2 Jahren geprüft wird, inwieweit sich die Anforderungen als praktikabel und nützlich erscheinen. Eventuell werden dann wieder neue Anpassungen vorgenommen.

Die technischen Anforderungen sind für einige Unternehmer sehr komplex. An dieser Stelle sollte unbedingt auf professionelle Hilfe zurückgegriffen werden, um auch individuelle Fragen zu klären.

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